Das Heilpflanzenlexikon von Medikamente-per-Klick bietet einen alphabetischen Überblick über bekannte Heilpflanzen, Arzneipflanzen und Heilkräuter. Sie finden hier verständliche Informationen zu pflanzlichen Inhaltsstoffen, traditionellen Anwendungsgebieten, Zubereitungsformen und wichtigen Hinweisen zur sicheren Anwendung.
Heilpflanzen werden seit Jahrhunderten zur Unterstützung des Wohlbefindens eingesetzt. Viele pflanzliche Inhaltsstoffe sind heute Bestandteil von Tees, Tropfen, Salben, Kapseln, Tabletten oder pflanzlichen Arzneimitteln. Die Inhalte des Heilpflanzenlexikons dienen der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung.
Heilpflanzenlexikon: Arzneipflanzen verständlich erklärt
Heilpflanzen enthalten natürliche Inhaltsstoffe. Dazu gehören zum Beispiel ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide oder Saponine. Welche Pflanze als Arzneipflanze geeignet ist, hängt vom Anwendungsgebiet, der Zubereitung, der Dosierung und der individuellen Verträglichkeit ab.
Im Heilpflanzenlexikon finden Sie Informationen zu:
- bekannten Heilpflanzen von A bis Z
- traditionellen Anwendungsgebieten
- wichtigen Pflanzenstoffen
- Zubereitungsformen wie Tee, Extrakt, Tinktur, Salbe oder Kapsel
- möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
- Hinweisen zur Anwendung bei Kindern, Schwangerschaft oder Stillzeit
- Grenzen der Selbstbehandlung
Heilpflanzen von A bis Z alphabetisch suchen
Nutzen Sie die alphabetische Übersicht, um Heilpflanzen, Arzneipflanzen oder Heilkräuter gezielt nachzuschlagen.
A, B, C
Acai | Anis | Arnika | Augentrost | Bärlauch | Basilikum | Beinwell | Birke | Brennnessel | Buchweizen | Camu-Camu | Cayenne-Pfeffer | Chia | Chili | Chinesische Petersilie
D, E, F, G
Ehrenpreis | Eukalyptus | Fenchel | Frauenmantel | Galgant | Gänseblümchen | Gewürznelke | Ginkgo biloba | Ginseng | Guaraná
H, I, J, K
Hagebutte | Hamamelis | Holunder | Ingwer | Isländisches Moos | Johanniskraut | Kamille | Kardamom | Kleiner Goldregen | Koriander | Kümmel | Kurkuma
L, M, N, O
Latschenkiefer | Lavendel | Leinsamen | Linde | Löwenzahn | Mais | Mariendistel | Melisse | Moringa | Nelke
P, Q, R
Paprika | Passionsblume | Perureis | Petersilie | Pfeffer | Pfefferminze | Quinoa | Reis | Reismelde | Ringelblume | Roggen | Rosmarin | Rosskastanie | Roter Sonnenhut (Echinacea)
S, T, U
Sägepalme | Salbei | Sanddorn | Sandelholz | Schafgarbe | Sonnenblume | Sternanis | Teufelskralle | Thymian
V, W, X, Y, Z
Vanille | Venusdistel | Wacholder | Wanzendill | Wasserdost | Weihrauch | Weißdistel | Weißdorn | Wundkraut | Yamswurzel | Zimt | Zitronenmelisse | Zitrusfrüchte
Heilpflanzen und pflanzliche Zubereitungen nach Themenbereichen

Pflanzliche Zubereitungen werden in der Apotheke je nach Produktstatus als Arzneimittel, traditionelles pflanzliches Arzneimittel, Medizinprodukt, Kosmetikum, Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Welche Aussagen zulässig sind, hängt vom jeweiligen Produkt, seiner Zulassung, Registrierung und Kennzeichnung ab. Die folgenden Angaben dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung.
Magen, Darm und Verdauung
Einige Pflanzen und pflanzliche Zubereitungen werden traditionell im Zusammenhang mit Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Je nach Pflanze können zum Beispiel Bitterstoffe, ätherische Öle oder Schleimstoffe eine Rolle spielen.
Anis | Basilikum | Chili | Fenchel | Galgant | Ingwer | Kamille | Kardamom | Koriander | Kümmel | Kurkuma | Leinsamen | Löwenzahn | Mariendistel | Melisse | Nelke | Pfeffer | Pfefferminze | Rosmarin | Salbei | Schafgarbe | Sternanis | Wacholder | Zimt
Immunsystem, Vitalstoffe und Antioxidantien
Einige Pflanzen und pflanzliche Lebensmittel werden wegen ihres Gehalts an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen oder anderen Inhaltsstoffen im Zusammenhang mit Immunsystem, Vitalität und antioxidativen Eigenschaften nachgefragt. Dazu zählen zum Beispiel vitamin-C-reiche Früchte oder Pflanzen mit hohem Gehalt an Polyphenolen. Welche Aussagen zulässig sind, hängt jedoch vom jeweiligen Produktstatus ab – etwa ob es sich um ein Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel handelt.
Acai | Camu-Camu | Hagebutte | Moringa | Sanddorn | Zitrusfrüchte
Erkältungszeit und Atemwege
Pflanzliche Zubereitungen werden traditionell auch im Zusammenhang mit Husten, gereizten Atemwegen oder Erkältungsbeschwerden verwendet. Dabei können je nach Pflanze ätherische Öle, Schleimstoffe oder reizlindernde Eigenschaften eine Rolle spielen.
Anis | Eukalyptus | Fenchel | Holunder | Isländisches Moos | Kamille | Latschenkiefer | Linde | Pfefferminze | Roter Sonnenhut | Salbei | Sternanis | Thymian | Wacholder
Haut- und Wundpflege
Einige pflanzliche Zubereitungen werden traditionell äußerlich angewendet, etwa zur Pflege beanspruchter oder gereizter Haut. Bei offenen, größeren, stark entzündeten oder schlecht heilenden Wunden sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Arnika | Beinwell | Gänseblümchen | Hamamelis | Johanniskraut | Kamille | Ringelblume | Salbei | Sandelholz | Schafgarbe | Weihrauch
Ruhe, Schlaf und nervliche Belastung
Pflanzliche Präparate werden häufig im Zusammenhang mit innerer Unruhe, nervöser Belastung oder Einschlafproblemen nachgefragt. Die Eignung hängt vom konkreten Präparat, der Dosierung und möglichen Wechselwirkungen ab.
Ginkgo biloba | Ginseng | Guaraná | Johanniskraut | Lavendel | Melisse | Passionsblume | Sandelholz
Blase, Niere und Harnwege
Einige pflanzliche Zubereitungen werden traditionell im Zusammenhang mit den Harnwegen verwendet. Bei Schmerzen, Fieber, Blut im Urin, Schwangerschaft, Beschwerden bei Kindern oder wiederkehrenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Birke | Brennnessel | Löwenzahn | Mais | Petersilie | Schafgarbe | Wacholder
Frauen, Zyklus und Wechseljahre
Bestimmte pflanzliche Präparate werden traditionell im Zusammenhang mit zyklusbezogenen Beschwerden oder Beschwerden in den Wechseljahren verwendet. Bei hormonabhängigen Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln sollte die Anwendung fachlich abgeklärt werden.
Frauenmantel | Johanniskraut | Salbei | Schafgarbe | Yamswurzel
Herz, Kreislauf und Gefäße
Pflanzliche Präparate in diesem Bereich sollten besonders sorgfältig ausgewählt werden, da häufig Vorerkrankungen oder Dauermedikation eine Rolle spielen. Die Anwendung sollte daher im Rahmen der pharmazeutischen Beratung geprüft werden.
Bärlauch | Buchweizen | Ginkgo biloba | Rosskastanie | Weißdorn
Ernährung, Ballaststoffe und Pflanzenöle
Samen, Getreide, Pseudogetreide und pflanzliche Öle werden häufig im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verwendet. Je nach Pflanze können Ballaststoffe, Schleimstoffe, ungesättigte Fettsäuren oder pflanzliche Proteine eine Rolle spielen. Bei Beschwerden, besonderen Ernährungsformen oder der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln kann eine fachliche Beratung sinnvoll sein.
Chia | Leinsamen | Quinoa | Reis | Roggen | Sonnenblume
Bewegung, Gelenke und Muskeln
Einige pflanzliche Zubereitungen werden traditionell äußerlich oder innerlich im Zusammenhang mit Muskeln, Gelenken oder Beweglichkeit verwendet. Je nach Pflanze stehen zum Beispiel ätherische Öle, Scharfstoffe oder andere pflanzliche Inhaltsstoffe im Vordergrund. Bei anhaltenden Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder nach Verletzungen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Arnika | Beinwell | Cayenne-Pfeffer | Teufelskralle | Weihrauch
Gewürz- und Aromapflanzen
Viele Gewürz- und Aromapflanzen werden sowohl in der Küche als auch traditionell in pflanzlichen Zubereitungen verwendet. Sie enthalten je nach Pflanze ätherische Öle, Scharfstoffe, Bitterstoffe oder andere charakteristische Inhaltsstoffe. Die Verwendung als Gewürz ist von einer gezielten Anwendung als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel zu unterscheiden.
Basilikum | Kardamom | Koriander | Kurkuma | Paprika | Pfeffer | Rosmarin | Vanille | Zimt
Die genannten Pflanzen sind Beispiele für traditionelle oder produktbezogene Anwendungen. Ob eine pflanzliche Zubereitung im Einzelfall geeignet ist, hängt vom konkreten Produkt, der Dosierung, möglichen Gegenanzeigen und Wechselwirkungen ab. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Von Arzneipflanzen, Heilkräutern und Phytopharmaka
Bereits in der Jungsteinzeit setzten die Menschen Pflanzen als Heilmittel ein. Mönche und Nonnen sammelten im Mittelalter Wissen über Kräuter. In der traditionellen chinesischen Medizin gehören Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs zu einem tragenden Bestandteil der Lehre. Heute beschäftigen sich viele Forschende mit den Heilwirkungen und spüren die wirksamen Substanzen in Pflanzen auf.
- Pflanzen mit gesundheitlicher Wirkung
- Pflanzen als Arzneimittel
- Pflanzen als Hausmittel und in alternativen Heilmethoden
- Inhaltsstoffe von Heilpflanzen
- Typische Anwendungsgebiete für Heilpflanzen
- Darreichungsformen und Zubereitungsarten von Heilpflanzen
- Heilpflanze des Jahres
Pflanzen mit gesundheitlicher Wirkung

Bild: pixabay
Nutzpflanzen, die wir zum Zweck der Linderung und Heilung von Krankheiten einsetzen, zählen zu den Heilpflanzen. Dabei handelt es sich nicht immer um Kräuter. Neben krautigen Pflanzen enthalten Bäume oder Sträucher heilende Substanzen. So sind Wirkstoffe beispielsweise in Blättern, Früchten oder auch in der Rinde oder in der Wurzel enthalten.
Heilpflanzen kommen ganz unterschiedlich zum Einsatz: Als Tee, Tabletten, Kapseln, Tinktur, Badezusatz, Paste oder Creme wenden wir sie innerlich oder äußerlich an.
Giftpflanzen
Manche Heilpflanzen können wir unbedenklich nutzen. Bei anderen kommt es ganz entscheidend auf die Dosis an. Der deutsche Arzt Paracelsus stellte bereits im 16. Jahrhundert fest, dass „die Dosis das Gift macht“. Bei Giftpflanzen mit heilkräftigen Inhaltsstoffen ist demnach Vorsicht geboten. Anders als bei klassischen Heilkräutern, führt der Genuss von giftigen Arzneipflanzen zu leichten bis schweren Gesundheitsschäden bis hin zum Tod. Daher sollten Sie Giftpflanzen niemals bei der Selbstmedikation einsetzen.
Roter Fingerhut, Tollkirsche und Schlafmohn sind Giftpflanzen, die sehr häufig in Phytopharmaka zur Verwendung kommen. Beachten Sie bei pflanzlichen Präparaten, die Sie in Form von Tabletten, Kapseln oder Pulvern einnehmen, unbedingt die Anwendungshinweise.
Merke
Obwohl Phytopharmaka natürliche Mittel sind, weisen manche von ihnen Nebenwirkungen auf.
Insgesamt sind rund 500 Heilpflanzen erforscht und werden zur Herstellung von natürlichen Arzneimitteln verwendet.
Pflanzen als Arzneimittel
Pharmazeutische Fachkräfte nutzen Pflanzen zur Herstellung von Arzneimitteln. Ihre Wirkung ist in wissenschaftlichen Studien bewiesen. Ihre Nebenwirkungen sind genaustens erforscht. Die wirksamen Bestandteile der Pflanze bezeichnen Fachleute als Droge. Die Inhaltsstoffe dieser Pflanzenteile werden extrahiert und zu standardisierten Fertigprodukten aufbereitet. Pflanzen, die in der Schulmedizin zum Einsatz kommen, bezeichnen Fachleute als rationale Phytotherapeutika.
Pflanzen als Hausmittel und in alternativen Heilmethoden

Heilpflanzen sind eine wichtige Komponente in vielen alternativen Heilverfahren wie der Aromatherapie, Homöopathie, Bach-Blütentherapie oder der Ayurvedischen Medizin. Die traditionelle Kräutermedizin in unseren Breiten geht auf Erkenntnisse der Klosterheilkunde zurück. Die traditionelle Phytotherapie setzt im Gegensatz zur rationalen Phytotherapie nicht auf isolierte Einzelextrakte, sondern nutzt die vollständigen Pflanzenteile wie Wurzeln, Blätter oder Früchte.
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Inhaltsstoffe von Heilpflanzen

Pflanzen bilden eine ganze Reihe von Stoffen, die zu ihrem Schutz und zu ihrer Verbreitung dienen. Diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe halten beispielsweise Schädlinge fern oder haben eine antibakterielle, antimykotische oder antivirale Wirkung.
Substanzen, die eine gesundheitliche Wirkung aufweisen, sind neben den enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen:
- ätherische Öle wie Campher, Limonen oder Menthol
- Gerbstoffe
- Glykoside
- Flavonoide
- Saponine
- Bitterstoffe
- Salicyl-Verbindungen
- Alkaloide
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Typische Anwendungsgebiete für Heilpflanzen
Heilpflanzen kommen vor allem bei leichten Erkrankungen zum Einsatz. Sie dienen zur Stärkung der körpereigenen Abwehr, lindern Schmerzen und mildern Krankheitsverläufe. Typische Einsatzgebiete für Arzneipflanzen sind:
- Stärkung des Immunsystems
- Atemwegsinfekte wie Erkältungen, Bronchitis, Mandelentzündung
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen oder Magenkrämpfe
- Schmerzen wie Kopf-, Regel- und Zahnschmerzen
- Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Akne
- Wundheilung
- psychische Störungen wie Nervosität, Unausgeglichenheit, Schlafstörungen sowie depressive Verstimmung
Darreichungsformen und Zubereitungsarten von Heilpflanzen
- Bei einem Tee bzw. Aufguss übergießen Sie die heilsamen Pflanzenteile, meist Blätter, mit abgekochtem Wasser. Nach einigen Minuten können Sie den Kräuteraufguss trinken.
- Bei einem Dekokt übergießen Sie Pflanzenteile wie Wurzel oder Rinde mit heißem Wasser und kochen hernach den Aufguss auf.
- Bei nicht hitzestabilen Pflanzeninhaltsstoffen stellen Sie einen Kaltwasserauszug (Mazerat) her, um die Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe oder Schleimstoffe zu extrahieren. Die Pflanzenteile müssen mehrere Stunden ziehen.
- Bei einer Tinktur verwenden Arzneimittelhersteller ein Lösungsmittel, meistens Alkohol, selten Essig. Damit können wasserlösliche und wasserunlösliche Stoffe extrahiert werden. Eine klassische Tinktur ist der Magenbitter aus Löwenzahn, Wermut, Tausendgüldenkraut oder Schafgarbe.
- Bei Presssäften reinigen und zerkleinern die Hersteller das frische Pflanzenmaterial. Hernach kommt die Saftpresse zum Einsatz. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass weitere Bestandteile wie Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben. So nehmen Sie die wichtigen Vitalstoffe mit dem Saft auf.
- Die gewonnene Substanz wird häufig für die äußere Anwendung weiterverarbeitet in Cremes, Salben und Pasten.
- Für die innere Anwendung bieten Arzneimittelhersteller neben Tropfen, auch feste Darreichnungsformen wie Kapseln oder Tabletten an. Kapseln enthalten oft die getrocknete, zum Teil pulverisierte Droge. Bei Tabletten mengt man dem Trockenextrakt noch ein Bindemittel wie Milchzucker bei.
- In der Homöopathie ist die Herstellung von Globuli gängig. Der Wirkstoff wird extrem potenziert.

Heilpflanzen sicher anwenden
Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen haben oder Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen. Deshalb sollten Heilpflanzen nicht automatisch als risikofrei verstanden werden. Besonders bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern, chronischen Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme ist ärztlicher oder pharmazeutischer Rat wichtig.
Bei starken, unklaren oder anhaltenden Beschwerden sollte keine Selbstbehandlung erfolgen. Das Heilpflanzenlexikon bietet eine erste Orientierung, ersetzt aber keine Diagnose oder individuelle Beratung.
Heilpflanze des Jahres

Seit 1990 feiern wir in Deutschland jedes Jahr eine andere Arzneipflanze. Seit 2003 kürt der Naturheilverein Theophrastus die Heilpflanze des Jahres.
| Jahr | Heilpflanze |
| 1990 | Weißdorn |
| 1991 | Spitzwegerich |
| 1994 | Huflattich |
| 1995 | Echtes Johanniskraut |
| 1996 | Große Brennnessel |
| 1997 | Acker-Schachtelhalm |
| 1998 | Salbei |
| 1999 | Königskerze |
| 2000 | Rosmarin |
| 2001 | Thymian |
| 2002 | Echte Kamille |
| 2003 | Mistel, Salbei |
| 2004 | Gemeine Schafgarbe, Tausengüldenkraut |
| 2005 | Lein |
| 2006 | Zitronenmelisse |
| 2007 | Duftveilchen |
| 2008 | Echter Lavendel |
| 2009 | Ringelblume |
| 2010 | Gewürznelkenbaum |
| 2011 | Rosmarin |
| 2012 | Koloquinte |
| 2013 | Damaszener-Rose |
| 2014 | Anis |
| 2015 | Zwiebel |
| 2016 | Stiel-Pfeffer |
| 2017 | Gänseblümchen |
| 2018 | Ingwer |
| 2019 | Echtes Johanniskraut |
| 2020 | Gewöhnliche Wegwarte |
| 2021 | Meerrettich |
| 2022 | Brennnessel |
| 2023 | Weinrebe |
| 2024 | Schwarzer Holunder |
| 2025 | Linde |
| 2026 | Gemeine Nachtkerze |
Häufige Fragen zum Heilpflanzenlexikon
Was ist das Heilpflanzenlexikon von Medikamente-per-Klick?
Das Heilpflanzenlexikon von Medikamente-per-Klick ist eine alphabetische Übersicht zu Heilpflanzen, Arzneipflanzen und Heilkräutern. Es erklärt pflanzliche Inhaltsstoffe, traditionelle Anwendungsgebiete, Zubereitungsformen und wichtige Hinweise zur sicheren Anwendung.
Was ist der Unterschied zwischen Heilpflanzen und Arzneipflanzen?
Heilpflanzen sind Pflanzen, die traditionell oder medizinisch zur Unterstützung der Gesundheit verwendet werden. Als Arzneipflanzen werden häufig Pflanzen bezeichnet, deren Bestandteile in Arzneimitteln oder pharmazeutischen Zubereitungen eingesetzt werden.
Sind Heilpflanzen immer sicher?
Nein. Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen haben oder Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen. Besonders bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern, chronischen Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Welche Heilpflanzen werden häufig gesucht?
Häufig gesuchte Heilpflanzen sind unter anderem Kamille, Pfefferminze, Salbei, Thymian, Lavendel, Baldrian, Johanniskraut, Fenchel, Artischocke, Mariendistel, Ringelblume, Arnika, Eukalyptus und Weißdorn.
In welchen Formen werden Heilpflanzen angewendet?
Heilpflanzen werden unter anderem als Tee, Extrakt, Tinktur, Kapsel, Tablette, Salbe, Creme, Öl oder Badezusatz angewendet. Die geeignete Form hängt von der Pflanze, dem Anwendungsgebiet und der gewünschten Anwendung ab.
Ersetzt das Heilpflanzenlexikon eine ärztliche Beratung?
Nein. Das Heilpflanzenlexikon dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Diagnose, Behandlung oder persönliche Beratung in der Apotheke.
Lesetipps
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Stand vom: 11.05.2026
Autor:innen: Redaktion Medikamente-per-Klick






