Guaraná

Koffeinhaltiger Kaffeeersatz mit gesundheitlicher Wirkung

Guaraná ist als Superfood in aller Munde. Als Kaffeeersatz mit muntermachender Wirkung avanciert das Functional Food zum neuzeitlichen Kult. Dabei wird Guaraná seit Jahrhunderten als Heilpflanze von südamerikanischen Ureinwohnern verwendet. Das indigene Volk – Guaraní – ist Namensgeber des Muntermachers.

Steckbrief

Botanischer NamePaulinia cupana
PflanzenfamilieSeifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Wirkunganregend, fiebersenkend, harntreibend, vitalisierend
Verwendung als HeilkrautBauch- und Darmbeschwerden, Depression, Durchfall, Konzentrations- und Leistungssschwäche, Migräne, Übergewicht
Verwendung in der KücheEnergydrinks, Limonaden, Kaffeemixgetränken
Verwendung in der Kosmetikin Shampoos, Duschgels und Cremes

Woraus wird Guaraná gewonnen?

Die roten Früchte der Guaraná-Pflanze beinhalten den im Durchmesser etwas über einen Zentimeter großen Samen.

Das bei uns bekannte Guaraná-Pulver stammt aus den Samen der im Amazonasbecken wachsenden Guaraná-Pflanze. Die Guaraná ist eine südamerikanische Lianenart, die zu den Seifenbaumgewächsen gehört. Die Pflanze kann bis zu 12 Meter Wuchshöhe erreichen. Die 3-fächerige Kapselfrucht färbt sich bei Reife rot-orange. Sie öffnet sich zum Teil und gibt den Blick auf ein bis drei Samen frei. Diese circa 12 mm langen, grünlich bis schwarzbraunen Samen verfügen an ihrer Basis über einen weißen Samenmantel. Der Samen wird geschält, getrocknet und zu einem Pulver zermahlen.

Welche Inhaltsstoffe hat Guaraná?

Guaraná-Pflanze
Die Guaraná-Pflanze mit Früchten und Blättern beherbert neben Koffein sehr viele Gerbstoffe.

Im Vergleich zur Kaffeebohne zeigt Guaraná die 5-fache Menge an Koffein auf.

In 100 Gramm Guaraná-Pulver sind etwa folgende Nährwerte zu erwarten:

Nährwerteg/100 g
Fett
  davon gesättigte Fettsäuren
2,5 g
0,5 g
Kohlenhydrate
  davon Zucker
48,5 g
3,5 g
Ballaststoffe23,5 g
Eiweiß14,5 g
Salz0,2 g
Koffein4 g

Der Brennwert liegt bei etwa 320 Kilikalorien (rund 1.350 kJ).

Neben dem in hoher Konzentration enthaltenem Koffein sind unter anderem folgende Stoffe im Guaraná-Samen enthalten:

  • Guanin
  • D-Catechin
  • Cholin
  • Tannine
  • Theobromin
  • Theophyllin
  • Timbonin
  • Xanthin
  • Saponine
  • Schleimstoffe

Welche Wirkung hat Guaraná?

Eiweißpulver - Molkepulver
Leistungssteigerung mit Guaraná.

Seit Jahrhunderten verwenden die Indios des Amazonagebietes Guaraná-Paste als Heilmittel. Sie stellen aus den Samen ein Pulver her, das mit Wasser gemischt und mit Honig gesüßt getrunken wird. Durch das in Guaraná enthaltene Koffein wirkt das Getränk anregend, vitalisierend und konzentrationsfördernd. Studenten verwenden guaranáhaltige Getränke deshalb sehr gern in der Prüfungszeit. Neben dem positiven Effekt auf kognitive Fähigkeiten, soll Guaraná die Stimmung positiv beeinflussen sowie gegen Depressionen und Angstzustände wirken.

Daneben sagt man Guaraná eine fiebersenkende, entzündungshemmende sowie harntreibende Wirkung nach.

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Hierzulande findet Guaraná gern Verwendung als Kaffeeersatz, da die Wirkung anders als bei Kaffee nach und nach eintritt und so über mehrere Stunden anhält. Auch in Kombination mit der Kaffeebohne ist Guaraná in einigen interessanten Kaffeespezialitäten enthalten.

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Sportler verwenden das Guaraná-Pulver gern, da es das Durchhaltevermögen stärken soll. Zusätzlich dämpft es das Hungergefühl. Wer abnehmen möchte, kann daher zu diesem natürlichen Schlankmacher greifen. Die Guaraní bezeichnen den Guaraná-Samen nicht zuletzt aus diesem Grund auch als „wara“ – Frucht der Jugend.

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Geringe Dosen haben einen zellschützenden Effekt. Laut mehrerer Studien lindert Guaraná Beschwerden, die im Rahmen einer Chemotherapie entstehen. Zum einen wirkt die Substanz positiv auf Erschöpfungszustände ein und zum anderen Appetitlosigkeit entgegen. Auch soll es wachstumshemmend auf Tumorzellen einwirken.

Wirkung bei übermäßigem Konsum

Wer es mit dem Guaraná-Konsum übertreibt, kann ähnliche Nebenwirkungen bekommen, wie bei erhöhtem Kaffeekonsum:

  • erhöhte Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Herzrasen
  • Zittern und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen

Daher sollten Personen mit Bluthochdruck, chronischen Kopfschmerzen sowie Schwangere und Stilllende eher auf den Konsum des coffeinhaltigen Kultgetränkes verzichten.

Daneben kann ein regelmäßiger Genuss einen bestimmten Gewöhnungseffekt haben. Hört man mit dem Konsum auf, stellen sich ähnliche Entzugserscheinungen ein wie bei Kaffeeentzug.

Wie wird Guaraná genutzt?

Zeichnung der Guaraná-Pflanze
Der Muntermacher- und Schlankmacher Guaraná kommt in Erfrischungsgetränken, Schokoladen, Tees und selbst in Kosmetika vor.

Guaraná ist vielseitig im Einsatz. So wird es nicht nur in muntermachenden Getränken eingesetzt, sondern auch im Kosmetikbereich.

Guaraná als Muntermacher

Guaraná hat einen herben bis bitteren Geschmack. Daher wird es nicht pur, sondern in Kombination mit anderen Stoffen verwendet.

In Brasilien werden seit vielen Jahren limonadeähnliche Erfrischungsgetränke mit Guaraná hergestellt. Hierzulande ist der Muntermacher in vielen Energy Drinks enthalten. Guaraná ist daneben Bestandteil in diversen Schokoladen, Kräuter- und Früchtetees sowie Kaugummis.

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Guaraná als Schlankmacher

Abnehmen
Guaraná gilt als Schlankmacher.

Das Koffein im Guaraná kurbelt die Fettverbrennung an. Daher helfen wie oben bereits beschrieben Guaraná-haltige Getränke oder Kapseln beim Abnehmen. Außerdem hat der Konsum von Guaraná eine postive Wirkung auf den Cholesterinspiegel.

Guaraná in der Kosmetik

Creme
Guaraná verspricht einen frischen Teint.

Guaraná wird auch in der Kosmetikbranche verwendet. So ist es nicht zuletzt wegen seiner hohen Konzentration an Koffein in Shampoos enthalten. Das in Guaraná enthaltene Koffein erweitert die Blutgefäße und sorgt so für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut. Die Haarwurzeln können dadurch die Nährstoffe besser aufnehmen. Die stimulierende Wirkung sorgt nicht nur für einen besseren Haarwuchs. In Duschgels enthaltenes Guaraná-Extrakt soll vor allem die Müdigkeit vertreiben. So ist ein Duschgel mit Guaraná ein Garant, um am Morgen in Schwung zu kommen.

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In Hautcremes ist Guaraná für einen frischen, strahlenden Teint enthalten. Daneben soll das Superfood der Cellulite den Kampf ansagen. Man nimmt eine vitalisierende und belebende Wirkung auf unsere Haut an. Auch hierfür ist das Koffein verantwortlich. Die durchblutungsfördernde Substanz wird es gern in Anti-Cellulite-Cremes eingesetzt.

So wenden Sie Guaraná-haltige Lotionen und Cremes gegen hässliche Orangenhaut richtig an

Unterstützen Sie die Wirkung des Koffeins in Lotionen und Cremes, indem Sie eine Bürsten- und Zupfmassage anwenden. Der Wirkstoff kann so seine volle Wirkung entfalten. Auch Peelings und Hauterwärmung unterstützen den Anti-Cellulite-Effekt. Das Koffein aktiviert das Enzym Triacylglycerollipase. Dieses Enzym hilft, Fett zu spalten und abzubauen. Damit sagt der Muntermacher der Cellulite an Beine, Bauch und Po den Kampf an.

Vor allem in Augencremes punktet das koffeinhaltige Superfood mit einer abschwellenden Wirkung. Denn Koffein schwemmt das eingelagerte Wasser aus. De aufgestaute Lymphflüssigkeit, die für die geschwollenen Augen ursächlich ist, wird so abtransportiert.


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Stand vom: 23.03.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.