Sonnencremes für unterschiedliche Bedürfnisse

Ein Bad in der Sonne ist schön. Die Seele tankt auf, der Körper entspannt sich in wohliger Wärme und die Haut zeigt sich in einem attraktiven Braunton. Dennoch dürfen wir, insbesondere bei intensiver Sonneneinstrahlung, im Gebirge oder am Meer, einen zuverlässigen Schutz für unsere Haut nicht vergessen. Ganz besonders helle Hauttypen, Eltern von kleinen Kindern und Personen mit Hauterkrankungen müssen bei der Auswahl einer geeigneten Sonnencreme sehr sorgfältig recherchieren.

Heutiger Sonnenschutz profitiert von moderner Produktentwicklung

Früher klebten Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor auf der Haut. Sie ließen sich schwer verreiben, zogen schlecht ein und wiesen einen Weißeleffekt auf. Heute gibt es luftig-leichte Produkte, die auf der Haut kaum sicht- und spürbar sind. Trotzdem schützen sie verlässlich.

Im Idealfall brauchen fleißige Anwender und Anwenderinnen vorzeitige Hautalterung und Mallorca-Akne nicht mehr zu fürchten, denn viele Hersteller bieten mittlerweile einen zuverlässigen Schutz in allen UV-Bereichen. Dennoch verzichten sie dabei auf irritierende Zusatzstoffe und ergänzen ihr Produkt stattdessen durch intensive Pflegestoffe.

Sonnenschutz ist Anti-Aging mit Sonnencremes

Reife Haut
Sonnenstrahlen lassen die Haut schneller altern. Wer sich eincremt, sorgt frühzeitiger Hautalterung vor.
Bild: rido (Canva)

Sonnengenuss ohne einen ausreichenden Schutz ist purer Stress für unsere Haut. Nicht nur auf der Hautoberfläche, sondern auch in der Tiefe der Haut verursachen die Strahlen kleine Mikroverletzungen an wesentlichen Zellstrukturen. Leider vergisst unsere Haut nie. Die Folgen der Hautschäden machen sich Jahre später in Form von Falten und Pigmentflecken bemerkbar. Die Fibroblasten, als Produktionsorte von Kollagen- und Elastin-Fasern, werden zunehmend zerstört. Unsere Haut erscheint immer dünner, trockener und empfindlicher. Sonnenstrahlen reichen sogar bis zum Erbgut der Zellen und zerstören deren Informationsgehalt. Die Folgen: Zellen entarten, Hautkrebs entsteht.

Vermeidbar sind die schädigenden Einflüsse der UV-Strahlen nur durch einen guten Sonnenschutz und umsichtiges Verhalten, die zu unserem spezifischen Hauttyp und der jeweiligen Sonnenintensität passen. Statt kurzfristige dunkle Bräune, die meist schnell wieder abblättert, erhalten wir dann eine schöne und langanhaltende Tönung, die der Haut nicht schadet.

Infografik zu Langzeitschäden von Sonnenbrand

Der Lichtschutzfaktor (LSF) bei Sonnencremes

Maßgeblich für den Schutz der Haut ist der Lichtschutzfaktor (LSF bzw. SPF für Sun Protection Factor). Er zeigt an, um wie viel länger Sie die geschützte Haut der Sonne aussetzen können, ohne einen Sonnenbrand zu entwickeln.

Sie berechnen die Zeitspanne des individuellen Schutzes durch die Formel:

Eigenschutz (je nach Hauttyp) × LSF = Minuten, die Sie geschützt in der Sonne verbringen können

LSF zeigt nur UV-B-Strahlen-Schutz an

Der LSF zeigt jedoch nur den Schutz vor den Sonnenbrand-bedingenden UV-B-Strahlen an. Die tiefer reichenden UV-A-Strahlen, die für frühzeitige Hautalterung, Altersflecken und Hautkrebs verantwortlich sind, sind nicht erfasst. Produkte, die einen zusätzlichen UV-A-Schutz entsprechend den Empfehlungen der EU-Kommission bieten, sind daher in Form eines kreisrunden Symbols mit den Buchstaben „UVA“ auf der Packung gekennzeichnet.

Chemische und mineralische Filter in Sonnencremes

Altersflecke
Altersflecke tauchen meist im Gesicht oder an den Händen auf.

Neben der Höhe des LSF für die Wirksamkeit ist auch dessen Art ein wichtiges Merkmal für die Verträglichkeit eines Sonnenschutzproduktes. Wir unterscheiden chemische von physikalischen (mineralischen) Filtern. Manche chemische Filter irritieren zu Allergien neigende Haut und greifen hauteigene Enzyme an. Außerdem neigen sie dazu, unter Lichteinfluss zu zerfallen. Sie müssen derartige Cremes immer wieder nachtragen. Dafür bieten sie einen höheren Schutz. Die physikalischen Filter (kleine Partikel) sind unter Lichteinfluss stabil, wirken sofort und sind gut verträglich. Dafür weißeln sie bei höherem Lichtschutzfaktor stark. Sie trocknen die Haut mit der Zeit aus. Dem Weißeleffekt steuern Hersteller neuerdings mit Nano-Partikeln entgegen, deren Unbedenklichkeit aber noch nicht geklärt ist.

Üblicherweise verwenden die Produzenten gerne eine Kombination aus chemischen und physikalischen Filtern.

Darreichungsformen von Sonnenschutzprodukten

Sonnenschutz
Sonnenschutz in Form eines praktischen Sprays hat viele Vorteile. Der feine Sprühfilm verteilt sich sehr gut auf der Haut und zieht schnell ein.

Sonnenschutzprodukte gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, als:

  • Sonnencreme
  • Sonnenlotion
  • Sonnengel
  • Sonnenöl
  • Sonnenschaum
  • Sonnenfluid

Die Sonnenschutzmittel selbst sind in der Regel weiß oder farblos.

Bio, vegan oder für Kinder? Sonnencremes für besondere Bedürfnisse

So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind unsere Bedürfnisse. Ökologisch bewusste Personen bevorzugen Bio-Sonnencreme und vegan lebende Menschen greifen zur veganen Sonnencreme. Personen mit einer empfindlichen Haut, wählen Sonnenschutzmittel, die die sensible Haut nicht reizen und Kinder benötigen eine Sonnenschutzcreme mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor.

Getönte Sonnenschutzprodukte

Es gibt auch getönte oder 2-in-1-Produkte, die Make-up mit UV-Schutz vereinen und dabei Pigmentflecken oder Hautunregelmäßigkeiten, Couperose oder Rosacea kaschieren und gleichzeitig Rötungen beruhigen. Sie eignen sich für die sonnenungewohnte Winterhaut, die beim Erstkontakt mit der prallen Sonne noch sehr empfindlich ist.

Unsere Produkttipps: Avene Kompaktsonnencreme SPF 50 gold | BIODERMA Photoderm AR SPF 50+

Sonnencremes für empfindliche Haut

Neurodermitis
Zu Neurodermitis neigende Haut benötigt eine andere Pflege. Sonnenschutzmittel sollten hier besonders mild sein.
Bild: Miljan Zivkovic – Getty Images (Canva.com)

Bei empfindlicher Haut ist eine besondere Zusammensetzung des Sonnenschutzmittels erforderlich. Neben den UV-Filtern enthalten entsprechende Spezialprodukte häufig einen Cocktail an pflegenden, schützenden, beruhigenden und regenerierenden Stoffen, wie Panthenol, Ectoin, Antioxidantien, etwa Vitamin E. Auf Zusatzstoffe, wie Duft- und Farbstoffe, verzichten die Hersteller dagegen aufgrund ihres hautirritierenden Potenzials.

Solche Produkte sind für Personen gedacht, die:

  • von Natur aus eine sehr helle Haut – und damit einen geringen Eigenschutz – haben
  • unter Hauterkrankungen (wie Couperose, Rosacea, Akne, Neurodermitis und Ekzemen) leiden
  • phototoxische oder sensibilisierende Medikamente einnehmen
  • sich kürzlich einer Laser- oder Peeling-Behandlung unterzogen haben

Unser Produkttipp: Cetaphil® Sun Daylong™ SPF 30 Liposomale Lotion

Sonnencremes ohne Duftstoffe

Der typische Duft einer Sonnencreme weckt Erinnerungen nach Sommer, Strand und Urlaub. Doch nicht jeder verträgt die Zusatzstoffe, die für den Duft verantwortlich sind, da sie die Haut potenziell irritieren. Wer sicher gehen möchte, sollte daher eher zu einem duftneutralen Produkt greifen.

Unser Produkttipp: AVENE SunSitive Sonnencreme SPF 50+ ohne Duftstoffe

Sonnencremes der Naturkosmetik

Naturkosmetische Produkte sind generell frei von Zusatzstoffen. Daher sind diese sehr gut für Allergikerinnen und Allergiker geeignet. Allerdings sind viele Stoffe, die synthetische Substanzen ersetzen, tierischen Ursprungs. Gerade das in Sonnencremes beliebte Lanolin oder Propolis sind tierische Substanzen.

Unsere Produkttipps  – Sonnenschutzmittel wie Sonnencremes in der Naturkosmetik: SPEICK SUN 50+ PROPOLI | Sun Lippenbalsam Stift

Biologische Sonnencremes

Naturkosmetik ist nicht mit Biokosmetik gleichzusetzen. Um als biokosmetische Sonnencreme zu gelten, müssen 95 Prozent der Pflanzenstoffe aus biologischem Anbau stammen. 

Unser Produkttipp  – Bio-Sonnencreme: ALGA MARIS Sonnencreme Gesicht Bio LSF 50 UVA/UVB

Vegane Sonnencremes

Vegane Sonnencremes haben keinerlei tierische Bestandteile. Sie wurden ohne Tierversuche entwickelt.

Merke

Nicht jede vegane Sonnencreme ist ein Produkt der Naturkosmetik. Und nicht jedes naturkosmetisches Sonnenschutzmittel ist vegan. Viele tierische Substanzen ersetzen in der Naturkosmetik synthetische Stoffe. Zu ihnen zählen: Lanolin, Molke, Propolis und Ziegenmilch. Viele synthetische Stoffe sind zwar vegan, wurden aber am Tier getestet. Tragen vegane Produkte ein zertifiziertes Naturkosmetik-Label ist der Tierschutz gewährleistet.

Sonnencremes für Babys und Kinder

Einmal eincremen
Einmal eincremen, bitte! Gerade die ersten Sonnenstrahlen im Frühling sind für Babys Haut gefährlich.

Kleinkinder besitzen noch keinen ausgereiften Eigenschutz. Sie benötigen selbst im Schatten einen hohen Sonnenschutz, damit die dünne und empfindliche Haut nicht verbrennt. Die Sonnencreme für Baby und Kind sollte frei von Zusatzstoffen (wie Farb-, Parfüm- und Konservierungsstoffe) sein, Feuchtigkeit spenden und einen besonderen Schutz vor freien Radikalen bieten.

Unser Produkttipp: ROCHE-POSAY Anthelios Babymilch LSF 50+


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Stand vom: 25.05.2024

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