Sonnencreme

Sonnencremes für unterschiedliche Bedürfnisse vorgestellt

Ein Bad in der Sonne ist etwas Herrliches. Die Seele kann auftanken, der Körper entspannt sich in wohliger Wärme und die Haut zeigt sich in einem attraktiven Braunton. Dennoch dürfen wir, insbesondere bei intensiver Sonneneinstrahlung, im Gebirge oder am Meer, einen zuverlässigen Schutz für unsere Haut nicht vergessen. Ganz besonders helle Hauttypen, Eltern von kleinen Kindern und Patienten mit Hauterkrankungen müssen bei der Auswahl eines geeigneten Sonnenschutzes sehr sorgfältig recherchieren.

Heutiger Sonnenschutz profitiert von modernen Produktentwicklung

Sonnenbrand
Eltern müssen vor allem Babys und Kleinkinder gut schützen: Neben einem schattigen Plätzchen und einer Sonnenbrille gehört eine entsprechende Sonnencreme zur Standard-Ausrüstung.

Früher klebten Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor auf der Haut. Sie ließen sich schwer verreiben, zogen schlecht ein und wiesen einen Weißeleffekt auf. Heute gibt es luftig-leichte Produkte, die auf der Haut kaum sicht- und spürbar sind. Trotzdem schützen sie verlässlich.

Im Idealfall brauchen fleißige Anwender vorzeitige Hautalterung und Mallorca-Akne nicht mehr zu fürchten, denn viele Hersteller bieten mittlerweile einen zuverlässigen Schutz in allen UV-Bereichen. Dennoch verzichten sie dabei auf irritierende Zusatzstoffe und ergänzen ihr Produkt stattdessen durch intensive Pflegestoffe.

Dass Sonnenschutz für Deutsche immer wichtiger wird, zeigt auch die Infografik von Statista. Im Zeitraum von 2009 bis 2017 stieg die Produktion von Sonnenschutzmitteln in Deutschland an.

Infografik: Eincremen nicht vergessen! | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista.

Sonnenschutz ist Anti-Aging mit Sonnencremes

Augencreme
Wer seine Haut vor der Sonne schützt, sorgt für ein jugendlicheres Aussehen.

Sonnengenuss ohne einen ausreichenden Schutz ist purer Stress für unsere Haut. Nicht nur auf der Hautoberfläche, sondern auch in der Tiefe der Haut verursachen die Strahlen kleine Mikroverletzungen an wesentlichen Zellstrukturen. Leider vergisst unsere Haut nie. Die Folgen der Hautschäden machen sich Jahre später in Form von Falten und Pigmentflecken bemerkbar. Die Fibroblasten, als Produktionsorte von Kollagen- und Elastin-Fasern, werden zunehmend zerstört, die Haut wird immer dünner, trockener und empfindlicher. Sonnenstrahlen reichen sogar bis zum Erbgut der Zellen und zerstören deren Informationsgehalt. Die Folgen: Zellen entarten, Hautkrebs kann entstehen.

Vermeidbar sind die schädigenden Einflüsse der UV-Strahlen nur durch einen guten Sonnenschutz und umsichtiges Verhalten, die zu unserem spezifischen Hauttyp und der jeweiligen Sonnenintensität passen. Statt kurzfristige dunkle Bräune, die meist schnell wieder abblättert, erhalten wir dann eine schöne und langanhaltende Tönung, die der Haut nicht schadet.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) bei Sonnencremes

Maßgeblich für den Schutz der Haut ist der Lichtschutzfaktor (LSF bzw. SPF für Sun Protection Factor). Er zeigt an, um wieviel länger die geschützte Haut der Sonne ausgesetzt werden kann, ohne einen Sonnenbrand zu entwickeln.

Berechnen kann man die Zeitspanne des individuellen Schutzes durch die Formel:

Eigenschutz (je nach Hauttyp zwischen 5 bis 15 Minuten) × LSF = Minuten, die man geschützt in der Sonne verbringen kann

Der LSF zeigt jedoch nur den Schutz vor den Sonnenbrand-bedingenden UV-B-Strahlen an. Die tiefer reichenden UV-A-Strahlen, die für frühzeitige Hautalterung, Altersflecken und Hautkrebs verantwortlich sind, werden damit nicht erfasst. Produkte, die einen zusätzlichen UV-A-Schutz entsprechend den Empfehlungen der EU-Kommission bieten, werden daher in Form eines kreisrunden Symbols mit den Buchstaben „UVA“ auf der Packung gekennzeichnet.

Chemische und mineralische Filter in Sonnencremes

Altersflecke
Altersflecke tauchen meist im Gesicht oder an den Händen auf.

Neben der Höhe des LSF für die Wirksamkeit ist auch dessen Art ein wichtiges Merkmal für die Verträglichkeit eines Sonnenschutzproduktes. Man unterscheidet chemische von physikalischen (mineralischen) Filtern. Manche chemische Filter können zu Allergien neigende Haut irritieren und hauteigene Enzyme angreifen. Außerdem neigen sie dazu, unter Lichteinfluss zu zerfallen und müssen immer wieder nachgetragen werden. Dafür bieten sie einen höheren Schutz. Die physikalischen Filter (kleine Partikel) sind unter Lichteinfluss stabil, wirken sofort und sind i. d .R. gut verträglich. Dafür weißeln sie bei höherem Lichtschutzfaktor stark und können die Haut mit der Zeit austrocknen. Dem Weißeleffekt wird neuerdings mit Nano-Partikeln entgegengesteuert, deren Unbedenklichkeit aber noch nicht letztendlich geklärt ist.

Üblicherweise wird gerne eine Kombination aus chemischen und physikalischen Filtern verwendet.

Darreichungsformen von Sonnenschutzprodukten

Sonnenschutz
Sonnenschutz in Form eines praktischen Sprays hat viele Vorteile. Der feine Sprühfilm verteilt sich sehr gut auf der Haut und zieht schnell ein.

Sonnenschutzprodukte gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, als:

  • Sonnencreme
  • Sonnenlotion
  • Sonnengel
  • Sonnenöl
  • Sonnenschaum
  • Sonnenfluid

Die Sonnenschutzmittel selbst sind in der Regel weiß oder farblos.

Bio, vegan oder für Kinder? Sonnencremes für besondere Bedürfnisse

So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind unsere Bedürfnisse. Ökologisch bewusste Personen bevorzugen Bio-Sonnencreme und Veganer greifen selbstverständlich auch zur veganen Sonnencreme. Personen mit einer empfindlichen Haut, wählen Sonnenschutzmittel, die die sensible Haut nicht reizen und Kinder benötigen eine Sonnenschutzcreme mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor.

Getönte Sonnenschutz-Produkte

Es gibt auch getönte oder 2-in-1-Produkte, die Make-up mit UV-Schutz vereinen und dabei Pigmentflecken oder Hautunregelmäßigkeiten, Couperose oder Rosacea kaschieren und gleichzeitig Rötungen beruhigen. Sie eignen sich für die sonnenungewohnte Winterhaut, die beim Erstkontakt mit der prallen Sonne noch sehr empfindlich ist.

Unsere Produkttipps:   Avene Kompaktsonnencreme SPF 50 gold | BIODERMA Photoderm AR getönt SPF 50+

Sonnencremes für empfindliche Haut

Ekzem in der Ellenbeuge
Zu Neurodermitis neigende Haut benötigt eine andere Pflege. Sonnenschutzmittel sollten hier besonders mild sein.

Bestimmte Umstände können die Haut sehr empfindlich machen und eine besondere Zusammensetzung des Sonnenschutzmittels erfordern. Neben den UV-Filtern enthalten entsprechende Spezialprodukte häufig ein Cocktail an pflegenden, schützenden, beruhigenden und regenerierenden Stoffen, wie Panthenol, Ectoin, Antioxidantien, Vitamin E. Auf Zusatzstoffe, wie Duft- und Farbstoffe, wird dagegen aufgrund ihres hautirritierenden Potentials gerne verzichtet.

Solche Produkte sind für Personen gedacht, die:

  • von Natur aus eine sehr helle Haut (einen geringen Eigenschutz) haben
  • unter Hauterkrankungen (wie Couperose, Rosacea, Akne, Neurodermitis, Ekzemen) leiden
  • phototoxische oder sensibilisierende Medikamente einnehmen
  • sich kürzlich einer Laser- oder Peeling-Behandlung unterzogen haben

Unsere Produkttipps:  WIDMER Extra Sun Protection SPF 50 Creme unparfümiert | EUCERIN Sun Creme LSF 30 | Cetaphil® Sun Daylong™ SPF 30 Liposomale Lotion

Sonnencremes ohne Duftstoffe

Der typische Duft einer Sonnencreme weckt Erinnerungen nach Sommer, Strand und Urlaub. Doch nicht jeder verträgt die Zusatzstoffe, die für den Duft verantwortlich sind, da sie die Haut potentiell irritieren können. Wer sicher gehen möchte, sollte daher eher zu einem duftneutralen Produkt greifen.

Unser Produkttipp: AVENE SunSitive Sonnencreme SPF 50+ ohne Duftstoffe

Sonnencremes der Naturkosmetik

Naturkosmetische Produkte sind generell frei von Zusatzstoffen. Daher sind diese sehr gut für Allergiker geeignet. Bei der Entwicklung eines Naturkosmetik-Produktes werden zu keinem Zeitpunkt Tierversuche unternommen. Auch das ist ein großer Pluspunkt der Naturkosmetik. Allerdings sind viele Stoffe, die synthetische Stoffe ersetzen tierischen Ursprungs. Gerade das in Sonnencremes beliebte Lanolin oder Propolis sind tierische Substanzen.

Unsere Produkttipps  – Sonnenschutzmittel wie Sonnencremes in der Naturkosmetik: SPEICK SUN 50+ PROPOLI | Sun Lippenbalsam Stift

Biologische Sonnencremes

Naturkosmetik ist nicht mit Biokosmetik gleichzusetzen. Um als biokosmetische Sonnencreme zu gelten, müssen 95 Prozent der Pflanzenstoffe aus biologischem Anbau stammen. 

Unser Produkttipp  – Bio-Sonnencreme: ALGA MARIS Sonnencreme Gesicht Bio LSF 50 UVA/UVB

Vegane Sonnencremes

Vegane Sonnencremes haben keinerlei tierische Bestandteile. Sie wurden ohne Tierversuche entwickelt.

Merke:

Nicht jede vegane Sonnencreme ist ein Produkt der Naturkosmetik. Und nicht jedes naturkosmetisches Sonnenschutzmittel ist vegan. Viele tierische Substanzen ersetzen in der Naturkosmetik synthetische Stoffe. Zu ihnen zählen: Lanolin, Molke, Propolis und Ziegenmilch. Viele synthetische Stoffe sind zwar vegan, wurden aber am Tier getestet. Tragen vegane Produkte ein zertifiziertes Naturkosmetik-Label ist der Tierschutz gewährleistet.

Sonnencremes für Babys und Kinder

Sonnencreme
Einmal eincremen, bitte!

Kleinkinder besitzen noch keinen ausgereiften Eigenschutz. Sie benötigen selbst im Schatten einen hohen Sonnenschutz, damit die dünne und empfindliche Haut nicht verbrennt. Die Sonnencreme für’s Baby und Kind sollte frei von Zusatzstoffen (wie Farb-, Parfüm- und Konservierungsstoffe) sein, Feuchtigkeit spenden und einen besonderen Schutz vor freien Radikalen bieten. Auch hier bieten sich Sonnencremes aus der Naturkosmetik an.

Unser Produkttipp: WELEDA Edelweiss Sensitiv LSF 50 Baby & Kids


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen können sich mitunter Fehler in unsere Texte schleichen. Helfen Sie uns, besser zu werden. Hinweise senden Sie an: redaktion@medikamente-per-klick.de.


Stand vom: 16.05.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.