Sonnencreme

Sonnenbrand

Eltern müssen vor allem Babys und Kleinkinder gut schützen: Neben einem schattigen Plätzchen und einer Sonnenbrille gehört eine entsprechende Sonnencreme zur Standard-Ausrüstung.

Ein Bad in der Sonne ist etwas Herrliches. Die Seele kann auftanken, der Körper entspannt sich in wohliger Wärme und die Haut zeigt sich in einem attraktiven Braunton. Dennoch dürfen wir, insbesondere bei intensiver Sonneneinstrahlung, im Gebirge oder am Meer, einen zuverlässigen Schutz für unsere Haut nicht vergessen. Ganz besonders helle Hauttypen, Eltern von kleinen Kindern und Patienten mit Hauterkrankungen müssen bei der Auswahl eines geeigneten Sonnenschutzes sehr sorgfältig recherchieren.  

Zum Glück sind die modernen Sonnenschutzprodukte nicht mehr so unkomfortabel, wie sie einst waren. Anstelle klebriger Pasten, die sich nur schwer verreiben ließen und zumindest bei hohem Lichtschutzfaktor einen starken Weißeleffekt auf der Haut hinterließen, gibt es mittlerweile luftig-leichte Produkte, die auf der Haut kaum sicht- und spürbar sind und trotzdem verlässlich schützen.

Im Idealfall brauchen fleißige Anwender vorzeitige Hautalterung und Sonnenallergien (Mallorca-Akne) nicht mehr zu fürchten, denn viele Hersteller bieten mittlerweile einen zuverlässigen Schutz in allen UV-Bereichen, verzichten dabei auf irritierende Zusatzstoffe und ergänzen ihr Produkt stattdessen durch intensive Pflegestoffe.

 

Sonnenschutz ist Anti-Aging

Augencreme

Wer seine Haut vor der Sonne schützt, sorgt für ein jugendlicheres Aussehen.

Sonnengenuss ohne einen ausreichenden Schutz ist purer Stress für unsere Haut. Nicht nur auf der Hautoberfläche, sondern auch in der Tiefe der Haut verursachen die Strahlen kleine Mikroverletzungen an wesentlichen Zellstrukturen. Leider vergisst unsere Haut nie. Die Folgen der Hautschäden machen sich Jahre später in Form von Falten und Pigmentflecken bemerkbar. Die Fibroblasten, als Produktionsorte von Kollagen- und Elastin-Fasern, werden zunehmend zerstört, die Haut wird immer dünner, trockener und empfindlicher. Sonnenstrahlen reichen sogar bis zum Erbgut der Zellen und zerstören deren Informationsgehalt. Die Folgen: Zellen entarten, Hautkrebs kann entstehen.

Vermeidbar sind die schädigenden Einflüsse der UV-Strahlen nur durch einen guten Sonnenschutz und umsichtiges Verhalten, die zu unserem spezifischen Hauttyp und der jeweiligen Sonnenintensität passen. Statt kurzfristige dunkle Bräune, die meist schnell wieder abblättert, erhalten wir dann eine schöne und langanhaltende Tönung, die der Haut nicht schadet.

 

Der Lichtschutzfaktor

Maßgeblich für den Schutz der Haut ist der Lichtschutzfaktor (LSF bzw. SPF für Sun Protection Factor). Er zeigt an, um wieviel länger die geschützte Haut der Sonne ausgesetzt werden kann, ohne einen Sonnenbrand zu entwickeln.

 

Berechnen kann man die Zeitspanne des individuellen Schutzes durch die Formel:

 

Eigenschutz (5 – 15 Minuten) x LSF = Minuten, die man geschützt in der Sonne verbringen kann.

 

 

Der LSF zeigt jedoch nur den Schutz vor den Sonnenbrand-bedingenden UV-B-Strahlen an. Die tiefer reichenden UV-A-Strahlen, die für frühzeitige Hautalterung, Altersflecken und Hautkrebs verantwortlich sind, werden damit nicht erfasst. Produkte, die einen zusätzlichen UV-A-Schutz entsprechend den Empfehlungen der EU-Kommission bieten, werden daher in Form eines kreisrunden Symbols mit den Buchstaben „UVA“ auf der Packung gekennzeichnet.

 

Chemische und mineralische Filter

Altersflecke

Altersflecke tauchen meist im Gesicht oder an den Händen auf.

Neben der Höhe des LSF für die Wirksamkeit ist auch dessen Art ein wichtiges Merkmal für die Verträglichkeit eines Sonnenschutzproduktes. Man unterscheidet chemische von physikalische (mineralische) Filter. Manche chemischen Filter können zu Allergien neigende Haut irritieren und hauteigene Enzyme angreifen. Außerdem neigen sie dazu, unter Lichteinfluss zu zerfallen und müssen immer wieder nachgetragen werden. Dafür bieten sie einen höheren Schutz. Die physikalischen Filter (kleine Partikel) sind unter Lichteinfluss stabil, wirken sofort und sind i.d.R. gut verträglich. Dafür weißeln sie bei höherem Lichtschutzfaktor stark und können die Haut mit der Zeit austrocknen. Dem Weißeleffekt wird neuerdings mit Nano-Partikeln entgegengesteuert, deren Unbedenklichkeit aber noch nicht letztendlich geklärt ist.

Üblicherweise wird gerne eine Kombination aus chemischen und physikalischen Filtern verwendet.

 

Darreichungsformen

Sonnenschutzprodukte gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, als:

  • Sonnenschutz

    Sonnenschutz in Form eines praktischen Sprays hat viele Vorteile.

    Creme

  • Spray
  • Lotion
  • Gel
  • Öl
  • Schaum
  • Fluid

 

Die Sonnenschutzmittel selbst sind in der Regel weiß oder farblos.

 

Getönte Sonnenschutz-Produkte

Es gibt auch getönte oder 2-in-1-Produkte, die Make-up mit UV-Schutz vereinen und dabei beispielsweise Pigmentflecken oder Hautunregelmäßigkeiten, Couperose oder Rosacea kaschieren und gleichzeitig Rötungen beruhigen. Sie eignen sich auch für die sonnenungewohnte Winterhaut, die beim Erstkontakt mit der prallen Sonne noch sehr empfindlich ist.

 

Unsere Produkttipps:

·        Avene Kompaktsonnencreme SPF 50 gold

·        BIODERMA Photoderm AR getönt SPF 50+

 

Sonnencreme für empfindliche Haut

Ekzem in der Ellenbeuge

Zu Neurodermitis neigende Haut benötigt eine andere Pflege. Sonnenschutzmittel sollten hier besonders mild sein.

Bestimmte Umstände können die Haut sehr empfindlich machen und eine besondere Zusammensetzung des Sonnenschutzmittels erfordern. Neben den UV-Filtern enthalten entsprechende Spezialprodukte häufig ein Cocktail an pflegenden, schützenden, beruhigenden und regenerierenden Stoffen, wie Panthenol, Ectoin, Antioxidantien, Vitamin E. Auf Zusatzstoffe, wie Duft- und Farbstoffe, wird dagegen aufgrund ihres hautirritierenden Potentials gerne verzichtet.

 

Solche Produkte sind für Personen gedacht, die:

  • von Natur aus eine sehr helle Haut (einen geringen Eigenschutz) haben
  • unter Hauterkrankungen (wie Couperose, Rosacea, Akne, Neurodermitis, Ekzemen) leiden
  • phototoxische oder sensibilisierende Medikamente einnehmen
  • sich kürzlich einer Laser- oder Peeling-Behandlung unterzogen haben

 

Unser Produkttipp:

·        WIDMER Extra Sun Protection SPF 50 Creme unparfümiert

·        EUCERIN Sun Creme LSF 30

 

Duft verträgt nicht jeder

Der typische Duft einer Sonnencreme weckt Erinnerungen nach Sommer, Strand und Urlaub. Doch nicht jeder verträgt die Zusatzstoffe, die für den Duft verantwortlich sind, da sie die Haut potentiell irritieren können. Wer sicher gehen möchte, sollte daher eher zu einem duftneutralen Produkt greifen.

 

Unser Produkttipp:

AVENE SunSitive Sonnencreme SPF 50+ ohne Duftstoffe

 

Sonnencreme für die Kleinen

Sonnencreme

Einmal eincremen, bitte!

Kleine Kinder besitzen noch keinen ausgereiften Eigenschutz. Sie benötigen selbst im Schatten einen hohen Sonnenschutz, damit die dünne und empfindliche Haut nicht verbrennt. Das gewählte Produkt sollte möglichst frei von Zusatzstoffen (wie Farb-, Parfüm- und Konservierungsstoffe) sein, Feuchtigkeit spenden und einen besonderen Schutz vor freien Radikalen bieten.

 

Unser Produkttipp:

WELEDA Edelweiss Sensitiv LSF 50 Baby & Kids

 

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Stand vom: 07.06.2018