Das Medikamentenlexikon von Medikamente-per-Klick bietet einen alphabetischen Überblick über wichtige Wirkstoffe, Arzneimittelgruppen, Darreichungsformen und Begriffe rund um Medikamente. Nutzer*innen finden hier verständliche Informationen zu Wirkung, Anwendung, Einnahmeformen und wichtigen Hinweisen zur Arzneimittelsicherheit.
Die Übersicht hilft dabei, medizinische und pharmazeutische Begriffe gezielt nachzuschlagen und passende Ratgeber schnell zu finden. Die Inhalte dienen der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung.
Medikamentenlexikon: Arzneimittel verständlich erklärt
Medikamente können Beschwerden lindern, Krankheiten behandeln oder vorbeugen. Damit sie sicher und wirksam angewendet werden, sind Informationen zu Wirkstoffen, Dosierung, Einnahmezeitpunkt, Darreichungsform und möglichen Wechselwirkungen wichtig.
Im Medikamentenlexikon finden Sie Informationen zu:
- Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure oder Aciclovir
- Arzneimittelgruppen wie ACE-Hemmern, Analgetika oder Antimykotika
- Darreichungsformen wie Tabletten, Filmtabletten, Dragees, Salben oder Zäpfchen
- Begriffen rund um Einnahme, Wirkung und Anwendung
- Unterschieden zwischen rezeptfreien und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln
- Hinweisen zur sicheren Anwendung von Medikamenten
Einzelne Glossarseiten wie Acetylsalicylsäure, Antimykotika, Filmtabletten, Dragees, Salben oder Zäpfchen sind bereits als eigene Informationsseiten vorhanden und können über die Übersichtsseite stärker intern verlinkt werden.
Medikamente alphabetisch suchen
Nutzen Sie die alphabetische Übersicht, um Wirkstoffe, Arzneimittelgruppen, Darreichungsformen oder pharmazeutische Begriffe gezielt nachzuschlagen.
A, B, C
ACE-Hemmer | Acetylsalicylsäure | Aciclovir | Adrenalin | Alkohol | Analgetika | Angiotensin-II-Antagonisten | Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten | Antazida | Antiallergika | Anti-Baby-Pille | Antibiotika | Antidiabetika | Antidepressiva | Antihistaminika | Antikoagulantien | Antimykotika | Antipilzmittel | Antirheumatika | Antiseptika | Antitussiva | Aphrodisiaka | Arnika | Aspirin | ASS | AT-1-Rezeptor-Antagonisten | Bandagen | Betablocker | Blutgerinnungshemmer | Blutverdünner | Blutverdünner (TAH) | Brausetabletten | Clotrimazol | Coffein | Corona-Schnelltests | Creme | Cytostatika
D, E, F, G
D-Panthenol | D-Glucosamin | Dexpanthenol | Diclofenac | Dimetinden | Diuretika
| Dragee | Emulsion | Entwässerungstabletten | Enzympräparate | Filmtabletten | Generika | Gerinnungshemmer | Glucosamin | Glukokortikoide
H, I, J, K
H2-Blocker | Heparin | Histamin-Rezeptorantagonist | Histamin-Rezeptorblocker | Hustenstiller | Ibuprofen | Impfstoff | Insulin | Kapseln | Kondom | Kurkuma | Lavendel
M, N, O, P
Methenamin | Nystatin | OTC-Präparate | Panthenol | Pantothenol | Paracetamol | Penicilline | Pille | Polidocanol | Prokinetica
R, S, T, U
Reiseapotheke | Rosenöl | Rosskastanie | Rx-Präparate | Salbei | Salben | Salicylsäure | Sartane | Schmerzmittel | Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) | Spirsäure | Suppositorium | Tabletten | Triptane
V, W, X, Y, Z
Verhütungsmittel | Wasser | Weinlaub | Zäpfchen | Zytostatika
Häufig gesuchte Begriffe rund um Medikamente
Acetylsalicylsäure | ACE-Hemmer | Aciclovir | Analgetika | Antibiotika | Antihistaminika | Antimykotika | Betablocker | Generika | Ibuprofen | Impfstoffe | Paracetamol | Tabletten | Filmtabletten | Dragees | Salben | Zäpfchen
Wirkstoffe von A bis Z
Wirkstoffe sind die Bestandteile eines Arzneimittels, die für die gewünschte medizinische Wirkung verantwortlich sind. Im Medikamentenlexikon finden Sie Erklärungen zu bekannten Wirkstoffen, ihrer Anwendung und wichtigen Hinweisen.
Acetylsalicylsäure | Aciclovir | Adrenalin | Clotrimazol | Dexpanthenol | Diclofenac | Glucosamin | Heparin | Ibuprofen | Methenamin | Nystatin | Paracetamol | Polidolcanol | Salicylsäure
Arzneimittelgruppen
Arzneimittelgruppen fassen Medikamente mit ähnlicher Wirkung oder ähnlichem Anwendungsgebiet zusammen.
ACE-Hemmer | Analgetika | Antazida | Anti-Baby-Pille | Antibiotika | Antidepressiva | Antidiabetika Antihistaminika | Antikoagulantien | Antimykotika | Antirheumatika | Antiseptika | Antitussiva | Aphrodisiakum | Betablocker | Impfstoffe | Sartane | Thrombozyten-Aggregationshemmer (kurz TAH) | Zytostatika
Darreichungsformen, Medizinprodukte und Anwendungshilfen
Der Bereich umfasst sowohl klassische Darreichungsformen von Arzneimitteln als auch Tests, Pflaster, Verbände, Bandagen und weitere Hilfsmittel für Selbstkontrolle, Wundversorgung und unterstützende Behandlung. Darreichungsformen beschreiben, in welcher Form wir ein Medikament anwenden. Die Form beeinflusst, wie schnell ein Arzneimittel wirkt, wie es eingenommen wird und für welche Beschwerden es geeignet ist.
Bandagen | Corona-Schnelltests | Brausetablette | Creme | Filmtablette | Dragee | Emulsion | Kapsel | Kondom | Salbe | Tablette | Zäpfchen
Sichere Anwendung von Medikamenten
Die sichere Anwendung von Medikamenten hängt von mehreren Faktoren ab: richtige Dosierung, Einnahmezeitpunkt, Dauer der Anwendung, Alter, Begleiterkrankungen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.
Dosierung, Einnahmefehler, Wechselwirkungen, Nebenwirkungen, Packungsbeilage, Haltbarkeit, Aufbewahrung
Rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente
Manche Medikamente sind rezeptfrei erhältlich, andere dürfen nur nach ärztlicher Verordnung abgegeben werden. Die Einordnung hängt unter anderem von Wirkstoff, Dosierung, Anwendungsgebiet und Sicherheitsprofil ab.
Beispiele: rezeptfreie Schmerzmittel, verschreibungspflichtige Antibiotika, apothekenpflichtige Arzneimittel
Arzneimittelsicherheit: Medikamente sicher anwenden
Medikamente sollten immer entsprechend der Packungsbeilage, der ärztlichen Verordnung oder der pharmazeutischen Beratung angewendet werden. Entscheidend sind die richtige Dosierung, der passende Einnahmezeitpunkt, mögliche Wechselwirkungen und individuelle Faktoren wie Alter, Schwangerschaft, Stillzeit oder bestehende Erkrankungen.
Bei Unsicherheit zur Einnahme, bei Nebenwirkungen oder bei der gleichzeitigen Anwendung mehrerer Arzneimittel sollten Nutzer*innen ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.
Begriffe kurz erklärt
Arzneimittel
– Arzneimittelgruppen
– OTC-Präparate
– Rx-Präparat
– Beipackzettel verstehen
Dialyse
EKG
Arzneimittel

Der Begriff „Arzneimittel“ bzw. kurz „Arznei“ hat seinen Ursprung im mittelhochdeutschen Wort „arzenīe“. Dieses ist abgeleitet von dem Begriff „arzen“, der mit „behandeln“ oder auch „heilen“ übersetzt werden kann. Es ist eine andere Bezeichnung für (lat.) Medikament bzw. auch (griech.) Pharmakon.
Das deutsche Arzneimittelgesetz (AMG) beschreibt in § 2, was genau unter dem Begriff Arznei zu verstehen ist. Arzneimittel sind demzufolge „Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen“, die für folgende Zwecke bestimmt sind:
- für die Heilung, Linderung sowie zur Verhütung von Krankheiten
- körpereigene Stoffe zu ersetzen um Körperfunktionen wiederherzustellen oder zu heilen
- um medizinische Diagnosen zu stellen und um Erkenntnisse über Körperfunktionen zu erlangen
Arzneimittel werden dafür in und am menschlichen Körper verwendet. Der Gebrauch bzw. die Einnahme von Arzneimitteln bezeichnet man als Medikation.
Arzneistoff
Das AMG legt in §3 genau fest, welche Stoffe für die Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden dürfen . Dazu zählen:
- chemische Elemente und Verbindungen und deren natürlich vorkommende Gemische und Lösungen
- Pflanzen, Pflanzenteile und -bestandteile in bearbeitetem oder unbearbeitetem Zustand
- Tierkörper, auch lebender Tiere, Körperteile und -bestandteile sowie Stoffwechselprodukte von Mensch oder Tier in bearbeitetem oder unbearbeitetem Zustand
- Mikroorganismen einschließlich Viren ebenso wie deren Bestandteile und Stoffwechselprodukte
Auch Gegenstände, die ein Arzneimittel enthalten und im oder am menschlichen Körper angewendet werden, gelten als Arznei. Das betrifft z.B. Wundverbände, die ein desinfizierendes Medikament enthalten, ebenso wie Schmerzpflaster oder auch Hormonspiralen als Verhütungsmittel.
Arzneiformen
Da Arzneiwirkstoffe meist nicht in reiner Form verabreicht werden, werden sie mit Hilfe von anderen Stoffen zu optimalen Darreichungsformen verarbeitet. Die Arzneistoffe können in diesen Zubereitungen in fester, halbfester, flüssiger Form oder zum Teil auch als Gas vorliegen. Gängige Darreichungsformen sind Tabletten, Kapseln und Salben.
Arzneimittelgruppen

Die Anzahl an Medikamenten auf dem Markt ist schier unüberschaubar groß. Viele Arzneimittel enthalten den gleichen Wirkstoff. Die Wirkstoffe sind entsprechend ihren Anwendungsgebieten und ihrem Wirkmechanismus in verschiedene Arzneimittelgruppen eingeteilt.
Die Bezeichnungen dieser Arzneimittelgruppen enden in der Einzahl meist mit der Silbe „-um“ und in der Mehrzahl mit der Endung „-a“, z. B. „Antibiotikum“ und „Antibiotika“. Die Silbe „Anti-“ bedeutet „gegen“ und der weitere Name sagt aus, wogegen der Wirkstoff eingesetzt wird.-
Da einige Wirkstoffe auch gegen mehrere Erkrankungen und Symptome helfen, sind sie auch mehreren Gruppen zugeordnet.
- Analgetika, wie Acetylsalicylsäure, lindern Schmerzen
- Antazida, wie Natron, neutralisieren Magensäure
- Antibiotika, wie Penicilline, wirken bakteriellen Infektionen entgegen
- Antidepressiva, wie Doxepin, wirken stimmungsaufhellend
- Antidiarrhoika, wie Loperamid, gegen Durchfall
- Antimetika, wie Dimenhydrinat, helfen bei Reisekrankheit und Erbrechen
- Antiepileptika, wie Benzodiazepine, unterdrücken epileptische Anfälle
- Antihistaminika, wie Cetirizin, gegen Symptome bei allergischen Reaktionen
- Antihypertonika, wie Betablocker, senken Bluthochdruck
- Antikoagulanzien, wie Heparin, hemmen die Blutgerinnung
- Antimykotika, wie Clotrimazol, wirken hemmend auf das Pilzwachstum
- Antirheumatika, wie Diclofenac, helfen bei rheumatischen Erkrankungen
- Antiseptika, wie Chlorhexidin, wirken desinfizierend
- Antitussiva, wie Codein, unterdrücken Husten
- Dermatika, wie Glukokortikoide, werden zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt
- Diuretika, wie Furosemid, werden bei Nierenerkrankungen eingesetzt
- Hormone, wie Thyroxin, helfen bei Dysbalancen oder geringer körpereigener Produktion
- Immunsuppressiva, wie Glukokortikoide, unterdrücken Immunreaktionen, etwa nach Operationen
- Narkotika, wie Lachgas, führen eine Narkose herbei
- Neuroleptika, wie Fluspirilen, wirken antipsychotisch, beruhigend und dämpfend
- Psychopharmaka, wie Antidepressiva, Neuroleptika und Tranquilizer, beeinflussen Stimmung, Antrieb und Emotionalität
- Psychotonika, wie Modafinil, steigern Leistungs- und Konzentrationsvermögen
- Schlafmittel, wie Benzodiazepine, helfen bei Schlafstörungen
- Sedativa, wie Doxylaminsuccinat, wirken beruhigend
- Spasmolytika, wie Butylscopolamin, wirken Krämpfen der glatten Muskulatur entgegen
- Vasodilatazien, wie Nitropräparate, erweitern Gefäße
- Vasokonstringenzien, wie Adrenalin, sind gefäßverengend
OTC-Präparate
Rezeptfreie Medikamente werden auch als OTC-Präparate bezeichnet. Daneben gehören freiverkäufliche Medizinprodukte, wie Vitaminpräparate, zu den OTC-Mitteln.
OTC-Präparate (OTC = engl. „over the counter“, auf Deutsch „über den Ladentisch“) ist eine Bezeichnung für rezeptfreie, d.h. freiverkäufliche und apothekenpflichtige Medikamente.
Sie dürfen auch dann verkauft werden, wenn kein ärztliches Rezept vorliegt, im Gegensatz zu den RX-Präparaten. Dabei lassen sich die OTC-Präparate in 2 Gruppen unterteilen:
- Freiverkäufliche Medizinprodukte dürfen auch in Drogerien und Supermärkten verkauft werden. Dazu zählen unter anderem Vitaminpräparate, pflanzliche Arzneimittel oder flüssige Verbandsstoffe.
- Apothekenpflichtige Medikamente sind dagegen ausschließlich in Ihrer Apotheke erhältlich.
Seit 2004 werden die Kosten für OTC-Präparate im Allgemeinen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dennoch spielen OTC-Präparate eine große Rolle bei der Selbstbehandlung mit Arznei.
Rx-Präparate
Für viele Medikamente muss der Arzt ein Rezept ausstellen, damit der Apotheker das Arzneimittel dem Patienten aushändigt. Dabei handelt es sich um Rx-Präparate.
Rx-Präparate sind verschreibungspflichtige bzw. rezeptpflichtige Medikamente. Die Bezeichnung wird häufig im angelsächsischen Sprachraum verwendet.
„Rx“ ist eine angepasste Schreibweise des Symbols ℞. Dieses Symbol stammt aus mittelalterlichen Handschriften, wo es als Abkürzung für das lateinische Wort „recipe“ („nimm“ bzw. „man nehme“) stand. Diese Aufforderung „Nimm!“ markiert den Anfang eines Rezeptes, das der Apotheker aufschrieb, bevor er die Medizin nach diesem Rezept zubereitete.
Rezeptpflichtige Medikamente darf der Apotheker nur dann an einen Patienten verkaufen, wenn dieser ein Rezept von einem Arzt vorlegen kann. Das ärztliche Rezept ist gewissermaßen die Aufforderung an den Apotheker, dem Patienten das jeweilige Medikament auszuhändigen. Online-Apotheken nehmen in der Regel ebenfalls Rezepte entgegen.
Generell verschreibungspflichtig sind neue Medikamente. Die Verschreibungspflicht schützt vor einem möglichen Missbrauch von Medikamenten und Arzneiwirkstoffen. Des Weiteren wird damit gesichert, dass ein Arzt mögliche unbekannte Nebenwirkungen einer Arznei erkennen und gegebenenfalls behandeln kann.
Für Rx-Präparate darf nach deutschem und europäischem Recht keine Werbung gemacht werden.
Im Gegensatz zu den Rx-Präparaten dürfen freiverkäufliche und apothekenpflichtige Medikamente (OTC-Präparate) auch ohne Rezept in der Apotheke verkauft werden.
Herstellen von Arzneimitteln
Arzneimittel werden von Pharmaunternehmen entwickelt. Meist werden sie als Fertigarzneimittel hergestellt. Als Fertigarzneimittel gelten Medikamente, die im Voraus angefertigt wurden und in bestimmten Dosierungen verpackt auf den Markt gebracht werden. Die Arzneimittelzulassung regelt dabei den Vertrieb und die Qualität der Medikamente.
Die eigenständige Herstellung von Rezepturarzneimitteln in der Apotheke spielt heute nur noch eine geringe Rolle in der Arzneimittelproduktion.
Die Anforderungen an Arzneimittel sind vielfältig. Präparate sollen entweder schnell, allmählich, langanhaltend oder lokal wirken. Daher werden sie in unterschiedlichen Zubereitungen verabreicht:
- Tablette, Dragees, Kapseln: Tabletten, Dragees und Kapseln sind orale Arzneiformen, das heißt sie werden über den Mund eingenommen. Diese Darreichungsformen werden sehr häufig angewendet.
- Säfte und Tropfen: Diese flüssigen Arzneistoffe lassen sich genau dosieren und werden gern bei Kindern und älteren Menschen eingesetzt.
- Salben, Cremes, Gels: Diese Darreichungsformen dienen der äußeren Anwendung. Das heißt, der Wirkstoff dringt über die Oberfläche der Haut zum Wirkungsort ein.
- Zäpfchen: Zäpfchen werden rektal, das heißt über den Mastdarm eingeführt. Sie eignen sich besonders für Patienten, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken von Tabletten haben. Das betrifft vor allem Kinder und Senioren. Aber auch bei Patienten, die viel Erbrechen, sind Zäpfchen oft die beste Darreichungsform eines Wirkstoffs.
- Spritzen: Wird ein Medikament über eine Injektionsnadel in den Körper eingeführt, kann es entweder lokal seine Wirkung entfalten – am Ort der Injektion – oder es wird in die Blutbahn gespritzt (intravenösen Injektion). Dann verteilt sich das Medikament überall im Körper. Injektionen wirken schnell.
- Inhalation: Bei der Inhalation wird ein Wirkstoff eingeatmet. Vor allem bei Erkrankungen der Atemwege kommt das Verfahren zur Anwendung. Auch einige Betäubungsmittel bekommen Patienten per Inhalation verabreicht.
Arzneimittelzulassung, Vertrieb und Abgabe
Alle Arzneimittel müssen registriert und zugelassen sein, bevor sie angeboten und vertrieben werden dürfen. Die Zulassung und Registrierung von Arzneimitteln erfolgt durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Viele Arzneimittel dürfen nur in Apotheken verkauft werden. Einige werden nur dann herausgegeben, wenn ein ärztliches Rezept vorliegt.
Arznei zur Vorbeugung von Krankheiten, flüssige Verbandsstoffe, pflanzliche Arzneimittel oder zum äußeren Gebrauch bestimmte Desinfektionsmittel gehören zu den freiverkäuflichen Medikamenten und dürfen deshalb auch außerhalb von Apotheken im Einzelhandel angeboten werden.
Beipackzettel verstehen

Bild: Santje09 – Getty Images (Canva)
Der Beipackzettel enthält wichtige Informationen zur sicheren Anwendung eines Arzneimittels. Er erklärt unter anderem, wofür ein Medikament eingesetzt wird, wann es nicht oder nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf und welche Hinweise zur Dosierung, Packungsgröße, Einnahme oder Anwendung zu beachten sind. Wer zentrale Begriffe wie Indikation, Kontraindikation oder N-Packungsgröße versteht, kann Arzneimittel besser einordnen und Fragen gezielter mit Ärzt:innen oder Apotheker:innen klären.
- Das sinnvolle Anwendungsgebiet für eine medizinische Behandlung wird als Indikation bezeichnet.
- Gegenanzeigen oder auch Kontraindikationen bezeichnen alle Fälle, in denen eine Arznei nur unter ärztlicher Überwachung oder gar nicht angewendet werden darf.
- Die Dosierung beschreibt, welche Menge eines Arzneimittels angewendet werden soll und wie häufig die Einnahme oder Anwendung erfolgt. Sie kann je nach Alter, Körpergewicht, Erkrankung und ärztlicher Empfehlung unterschiedlich sein.
- Der Wirkstoff ist der Bestandteil eines Arzneimittels, der für die gewünschte medizinische Wirkung verantwortlich ist. Ein Medikament kann einen oder mehrere Wirkstoffe enthalten.
- Hilfsstoffe sind Bestandteile eines Arzneimittels, die keinen eigenen therapeutischen Effekt haben, aber zum Beispiel für Form, Haltbarkeit, Geschmack, Farbe oder Aufnahme des Wirkstoffs wichtig sind.
- Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die zusätzlich zur beabsichtigten Wirkung eines Arzneimittels auftreten können. Sie müssen nicht bei allen Nutzer:innen auftreten.
- Wechselwirkungen entstehen, wenn sich Arzneimittel, Lebensmittel, Alkohol oder andere Stoffe gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen. Dadurch kann die Wirkung verstärkt, abgeschwächt oder verändert werden.
- N1, N2 und N3 bezeichnen Packungsgrößen: N1 ist die kleinste, N2 die mittlere und N3 die größte Packung für den Patienten. Wie viel Einheiten in der jeweiligen Packung tatsächlich enthalten sind, wird durch die N-Kennzeichnung jedoch nicht festgelegt.
Medikamente – warum wir informieren

Medikamente sind ein wesentlicher Bestandteil therapeutischer Maßnahmen. Sie helfen, Beschwerden zu lindern und Krankheiten zu heilen. Mit ihnen gleicht der Patient Mangelerscheinungen aus, erhält und verbessert seine Lebensqualität. Jedes wirksame Arzneimittel birgt jedoch das Risiko einer unerwünschten Wirkung. Wir informieren über die wichtigsten Medikamente.
Erfahren Sie in unserem Lexikon der Medikamente mehr über die einzelnen Arzneimittel. Wir zeigen Ihnen Anwendungsgebiete auf und geben wichtige Hinweise zu Wirkstoffen, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen.
Auf Ihre Gesundheit!
FAQ: Häufige Fragen zum Medikamentenlexikon
Was ist das Medikamentenlexikon von Medikamente-per-Klick?
Das Medikamentenlexikon von Medikamente-per-Klick ist eine alphabetische Übersicht zu Wirkstoffen, Arzneimittelgruppen, Darreichungsformen und wichtigen Begriffen rund um Medikamente. Es hilft Nutzer*innen, pharmazeutische Begriffe verständlich einzuordnen.
Welche Informationen finde ich unter „Medikamente von A bis Z“?
Unter „Medikamente von A bis Z“ finden Nutzer*innen Informationen zu Wirkstoffen, Arzneimittelgruppen, Darreichungsformen, Anwendung, Einnahme und wichtigen Hinweisen zur sicheren Nutzung von Arzneimitteln.
Ersetzt das Medikamentenlexikon eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung?
Nein. Das Medikamentenlexikon dient der allgemeinen Information. Es ersetzt keine ärztliche Diagnose, keine Behandlungsempfehlung und keine persönliche Beratung in der Apotheke.
Warum sind Informationen zu Wirkstoffen wichtig?
Wirkstoffe bestimmen die medizinische Wirkung eines Arzneimittels. Wer den Wirkstoff kennt, kann Medikamente besser einordnen, Doppelmedikation vermeiden und Fragen zu Anwendung, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen gezielter klären.
Was sind Darreichungsformen?
Darreichungsformen beschreiben, in welcher Form ein Medikament angewendet wird, zum Beispiel als Tablette, Kapsel, Tropfen, Salbe, Spray oder Zäpfchen. Die Darreichungsform beeinflusst Anwendung, Wirkungseintritt und Einsatzbereich.
Wann sollte ich bei Medikamenten fachlichen Rat einholen?
Fachlicher Rat ist wichtig bei Unsicherheit zur Dosierung, bei Nebenwirkungen, bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern, älteren Menschen oder bestehenden chronischen Erkrankungen.
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Stand vom: 08.05.2026
Autor:innen: Redaktion Medikamente-per-Klick








