Latschenkiefer

Bei Erkältungen, Muskelschmerzen und zur Fußpflege

Die unter Naturschutz stehende, widerstandsfähige Latschenkiefer liefert wertvolles Öl, welches bei Gesundheitsproblemen Abhilfe schaffen kann. Es lindert Erkältungssymptome, Muskelschmerzen und wird zur Fußpflege eingesetzt.

Herkunft der Latschenkiefer

Latschenkiefern
Die Latschenkiefer wächst in höheren Lagen. Da sie jedoch sehr klein und strauchartig bleibt, wird sie mancherorts auch “Krüppelkiefer” genannt.

Die Latschenkiefer (Pinus muga) gehört zu den Bergkiefern (Pinus montana) und ist auch unter dem Synonym „Krüppelkiefer“ bekannt. Dieser Name ist auf ihre Wuchsart zurückzuführen. Die Latschenkiefer wächst eher bodennah und strauchartig, bei einer durchschnittlichen Höhe zwischen einem und 3 Metern. Hierbei sind die Äste krumm und gebogen, ihren bodennahen Stamm sieht man kaum. Es handelt sich um eine robuste Pflanze, die extremer Kälte trotzt und auch auf nährstoffarmen Böden wächst. Ihr natürliches Vorkommen liegt v. a. in den Alpen auf einer Höhe von 1000 bis 2700 Metern. Hier bildet sie vergesellschaftet mit Alpenrosen oftmals die Baumgrenze.

Der immergrüne, zapfentragende Nadelbaum steht unter Naturschutz. Aufgrund des in den Nadeln enthaltenen ätherischen Latschenkiefernöls, sind die Pflanzen sehr begehrt. Da das Sammeln der Nadeln wild gewachsener Krüppelkiefern verboten ist, wird der Baum auch kommerziell angebaut.

Eigenschaften des Latschenkiefernöls

Durch Wasserdampfdestillation kann aus den Latschenkiefernadeln das wertvolle Latschenkiefernöl gewonnen werden. Um eine nennenswerte Menge des Öls zu gewinnen, ist eine sehr große Menge an Nadeln nötig. So werden für 1 Liter Latschenkiefernöl ca. 300 Kilogramm der Kiefernnadeln benötigt.

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Es handelt sich um eine gelbliche Flüssigkeit mit einem starken, charakteristischen Kiefern-Geruch. Der Einsatz als Heilmittel hat eine lange Tradition. Schon seit vielen Jahrhunderten wird das ätherische Öl der Krüppelkiefer von den Bewohnern der Dolomiten zur Schmerzlinderung und Muskelentspannung verwendet. Heutzutage findet es noch in weiteren Bereichen Anwendung.

Schon gewusst?

Der Erfinder des Latschenkiefernöls war der Apotheker Mathias Mack, der Bad Reichenhall zum Kurort machte. Während seiner Wanderführungen kam ihm um 1850 die Idee, das Öl als Heilmittel zu verwenden. Einige Jahre später gab es die ersten Latschenkiefer-Bäder.

Zusammensetzung des Latschenkiefernöls

Für die vielfältigen Wirkungen dieses Heilmittels ist die Zusammensetzung maßgeblich. So besteht das Öl hauptsächlich aus 3-Caren, Pinenen und Bornylformiat. Des Weiteren sind die Wirkstoffe Limonen, Myrcen, Camphen, Terpinolen, Anisaldehyd und verschiedene Monoterpene enthalten.

Zusammensetzung des Latschenkiefernöls

Durch diese Zusammensetzung entfaltet das Latschenkiefernöl folgende Wirkungen:

  • schleimlösend
  • durchblutungsfördernd
  • antiseptisch
  • abwehrsteigernd
  • schleimhautreizend

Nur verdünnt anwenden

Verwenden Sie das Öl niemals pur! Hier kann es zu sehr starken und schmerzhaften Reizungen der Haut und Schleimhäute kommen.

Verwendung des Latschenkiefernöls

Gerade in der Herbst- und Winterzeit können Sie von der Wirkung des Latschenkiefernöls profitieren. Innerlich und äußerlich angewendet hilft es effektiv bei Erkältungskrankheiten, äußerlich angewendet wärmt es verspannte Muskeln und überlastete Gelenke.

Anwendung des Latschenkiefernöls bei Atemwegsinfekten

Junge inhaliert
Inhalieren mit Latschenkiefernöl hift bei Atemwegsinfekten.

Ob als Lutschbonbon oder Sirup, als Einreibung, Dampfbad oder Inhalation – das Latschenkiefernöl lindert die Beschwerden bei Erkältungen und hilft wirkungsvoll gegen verschleimte Bronchien. Die Wirkstoffe des Öls lösen den Schleim und erleichtern das Abhusten. Außerdem bekämpfen sie Bakterien und Viren, sodass der Infekt schneller abklingt.

Anwendungsempfehlung

Um von dieser Wirkung zu profitieren, können Sie sich den Brustkorb mit einigen Tropfen des verdünnten Öls einreiben. Für ein Dampfbad geben Sie wenige Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser und atmen den Dampf unter einem Handtuch ein. Hierbei genügt ein Tropfen des reinen Öls auf einem Liter heißem Wasser.

Für eine Inhalation werden hauptsächlich Mischpräparate mit anderen Kiefernölen empfohlen, weil dort die reizenden Wirkungen weniger ausgeprägt sind.

Auch ein warmes Bad mit Latschenkiefern-Öl haltigen Badezusatz ist bei Atemwegsinfekten sehr wohltuend und entspannt Körper und Geist.

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Zur innerlichen Anwendung empfehlen sich Latschenkieferbonbons und Latschenkiefersirup. Hiervon können Sie 3 bis 4 Teelöffel am Tag zu sich nehmen, um ihr Immunsystem zu stärken und die Infektsymptome zu lindern.

Vorsicht bei Kindern und Asthmatikern

Bei Kindern ist von einer Inhalation mit Latschenkiefernöl abzuraten. Dies kann hier zu Atemnot führen. Auch bei Asthma und Keuchhusten sollte eine Anwendung zuvor mit dem Arzt besprochen werden, da die Verkrampfung der Bronchien verstärkt werden kann.

Anwendung des Latschenkiefernöls bei Muskel- und Gelenkbeschwerden

Knieschmerzen: Arthritis oder Arthrose
Latschenkiefernöl kann bei Gelenkbeschwerden helfen.

Die durchblutungsfördernde Wirkung des Öls der Krüppelkiefer hilft bei Muskelkater und Verspannungen. Auch bei Gelenkschmerzen, nach Prellungen und Verstauchungen ist eine Anwendung zu empfehlen. Lokal angewendet kommt es durch die gesteigerte Durchblutung rasch zur Erwärmung der betroffenen Körperstelle. Dies führt zur Entspannung der Muskulatur und wirkt zusätzlich als Counterirritans. Hierbei wird durch eine leicht kribbelnde Reaktion vom eigentlichen Schmerz abgelenkt, was zu einer verringerten Schmerzwahrnehmung führt.

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Prophylaktisch angewendet ist das Latschenkiefernöl auch bei Wanderern beliebt, die sich ihre Beine vor einer langen Wanderung mit Latschenkiefernöl einreiben. Hierdurch ermüden die Muskeln nicht so rasch und einer Entstehung des Muskelkaters wird vorgebeugt.

Anwendung des Latschenkiefernöls zur Entspannung

Massageöl
Wählen Sie das richtige Körperöl für Ihre Massage aus: Latschenkiefernöl wirkt entspannend.

Das ätherische Öl der Latschenkiefer wird gern zum Saunaaufguss oder als Massageöl eingesetzt. Hier führt es zu einer Entspannung des ganzen Körpers. Auch bei müden Füßen wirkt eine Einreibung mit Latschenkiefernöl Wunder und reduziert gleichzeitig die Hornhautbildung.


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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 03.12.2018