Kurkuma

Superfood mit Heilwirkung

Die goldene Knolle aus Asien mit der kräftig gelben Farbe wird dort auch als „Gewürz des Lebens“ bezeichnet. Hierzulande v. a. als Gewürz asiatischer Gerichte bekannt, hat sie in der Aryuveda-Medizin eine lange Tradition als Heilpflanze. Die enthaltenen ätherischen Öle und der Farbstoff Curcumin helfen gegen Entzündungen, lindern Beschwerden im Bereich des Magendarmtraktes und sollen sogar gegen Alzheimer helfen.

Steckbrief

Botanischer Name Curcuma longa
PflanzenfamilieIngwergewächse
Synonyme
Gelbwurzel, gelber Ingwer, Safranwurzel, Gelbwurz
Wirkungantioxidativ, anitkanzerogen, entzündungshemmend, schmerzhemmend, neuroprotektiv
Verwendung als ArzneipflanzeAlzheimer, Krebs, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Arthritis, Rheuma
Verwendung in der KücheGewürz, insbesondere bei asiatischen Speisen, Bestandteil von Curry

Herkunft von Kurkuma

Kurkuma
Man verwendet die an Ingwer erinnernde Knolle des Kurkumas.

Kurkuma (sog. Curcuma longa) zählt zu den Ingwergewächsen (Zingiberaceae). Seinen Ursprung vermutet man in Südasien, heutzutage wird es v. a. in China, Indien, Indonesien und den Tropen Südamerikas angebaut.  Aufgrund der charakteristischen gelben Farbe ihres Inneren wird die Pflanze auch Gelbwurzel, gelber Ingwer oder Safranwurzel genannt. Kurkuma hat einen krautartigen Wuchs und kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Die Pflanze trägt lange, spitze Blätter, die an Schilf erinnern.

Kurkuma-Blüte
Die rosafarbenen Blüten und die länglichen Blätter der Kurkuma-Pflanze.

Im August ist Blütezeit, wo die Pflanze an einem Pseudostamm eine längliche Blütenlandschaft ausbildet, die einem Blütenstamm mit vielen, in Ähren angeordnete Blüten trägt. Die Blätter einer Blüte haben vielfache Farben, die von weiß, über grün bis ins rötliche reichen. Kurkuma ist eine Rhizom-bildende Pflanze. Hierbei handelt es sich um einen sehr verzweigten Wurzelstock, der meist unterirdisch und seltener auch direkt auf der Erdoberfläche verläuft und stellt den Nutzteil der Kurkuma-Pflanze dar. Hierzu wird er getrocknet und zu einem Pulver gemahlen.

Inhaltsstoffe von Kurkuma

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Kurkumas stellen die Curcuminoide und die enthaltenen ätherischen Öle dar. Die Curcuminoide umfassen den gelben Farbstoff Curcumin, das Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin.

Curcuminoide in Kurkuma

Hierbei ist das Curcumin der hauptsächliche Wirkstoff. Ihm werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • antioxidativ
  • entzündungshemmend
  • schmerzhemmende
  • krebshemmend (antikanzerogen)
  • neuroprotektiv

Schon gewusst?

Der gelbe Farbstoff Curcumin ist ein Selbstschutz der Kurkuma-Pflanze! Er schützt sie vor Krankheitserregern und Fressfeinden.

Zu den weiteren Wirkstoffen der Gelbwurzel, den ätherischen Ölen, gehören die Sesquiterpene (60 %) und Monoterpene (40 %). Unter den Sesquiterpenen machen u. a. die Substanzen Turmeron, ar-Turmeron, Atlanton und Zingiberen einen Teil der positiven Wirkungen der Kurkumapflanze aus. Zu den enthaltenen Monoterpenen zählt hingegen das Cineol, Cymen und Borneol.

Die positiven Eigenschaften der Bestandteile des ätherischen Öls sind: 

  • antioxdativ
  • antimikrobiell
  • antiviral
  • antimykotisch
  • antineoplastisch (tumorhemmend)

Die Wirkstärke des ätherischen Öls ist hierbei schwächer als die des Curcumins, dennoch ist sie nicht zu vernachlässigen. Neben seinen eigenen Wirkungen verstärkt es zusätzlich die Aufnahme des Curcumins in den Körper und verstärkt dessen Wirkung.

Nutzung von Kurkuma

Im alltäglichen Leben ist Kurkuma v. a. als gelbes Gewürz aus der asiatischen Küche bekannt. In der asiatischen Medizin hat es allerdings eine mehrere Jahrtausende alte Tradition als Heilpflanze.

Kurkuma in der Küche

Kurkuma
Kurkuma ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken.

Kurkuma ist ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche. Hier wird es selbst als reines Gewürz eingesetzt, stellt aber häufig auch einen wichtigen Bestandteil von Gewürzmischungen dar. Als bekannteste sei hier das Currypulver zu erwähnen. In Indien galt das Gewürz lange als heilig – so zählt es bei der traditionellen indischen Heilkunst, dem Ayurveda, zu den heißen, energiespendenen Gewürzen.

Schon gewusst?

Lagern Sie Kurkuma luftdicht und lichtgeschützt, um lang von den positiven Wirkungen profitieren zu können! Um die Aufnahme zu erhöhen, können sie dem Kurkumapulver etwas schwarzen Pfeffer beimengen.

Die frische Kurkumaknolle hat einen brennenden, harzigen Geschmack. Diese kommt in der thailändischen Küche häufig zum Einsatz. Insgesamt wird sie meist allerdings getrocknet verwendet, wo sie einen würzigen, bitteren Geschmack aufweist. Zusätzlich zu seinem Geschmack wird Kurkuma v. a. auch wegen seiner starken Farbkraft eingesetzt.

Schon gewusst?

Kurkuma stellt als Färbemittel eine preisgünstige Alternative zu den teuren Safranfäden dar.

Kurkuma in der Medizin

Kurkuma
Kurkuma hat viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit.

Der medizinische Nutzen des Kurkumas ist Inhalt zahlreicher Studien. Die positiven Wirkungen sind hierbei hauptsächlich af das enthaltene Curcumin und die ätherischen Öle zurückzuführen. So konnte in einigen Studien eine positive Wirkung des Curcumins in Bezug auf Krebserkrankungen nachgewiesen werden. Sowohl vorbeugend, als auch therapiebegleitend wirkt sich ein Verzehr von Kurkuma positiv aus. Hierbei sind v. a. die antioxidativen und die antikanzerogenen Wirkungen der Gelbwurzel entscheidend. So wird zum einen die Krebsentstehung gehemmt, zum anderen der Ausbreitung bei bereits bestehender Krebserkrankung entgegengewirkt und die Empfindlichkeit der Krebszellen für abtötende Medikamente erhöht.

Auch bei der Alzheimer-Erkrankung wirken sich die Inhaltsstoffe des Kurkumas positiv aus. Hierbei wird vermutet, dass das enthaltene Curcumin die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann und so vor Ort die für die Krankheit ursächliche Plaquebildung durch seine antioxidative Wirkung verringern kann.

Das Curcumin wirkt sich des Weiteren auch positiv auf die Verdauung aus. So fördert es die Bildung des Magen- und Gallensafts, was v. a. bei der Fettverdauung unterstützend ist und die Beschwerden von Völlegefühl lindern kann. Über diesen Mechanismus kann es auch beim Abnehmen unterstützen.

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Ein weiterer positiver Effekt auf die Gesundheit ist auch durch die Wirkung der Inhaltsstoffe von Kurkuma auf das Herz-Kreislauf-System zu verzeichnen. So wird die Entstehung von Arteriosklerose verringert und der Cholesterinspiegel gesenkt, was  z. B. das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, verringert.

Koronare Herzkrankheit
Wer seine Speisen regelmäßig mit Kurkuma würzt, kann eine Herzkranzgefäßverengung unter Umständen vorbeugen.

Auch Diabetiker können Nutzen aus dem asiatischen Gewürz ziehen, denn Kurkuma beeinflusst positiv den Blutzuckerspiegel indem es ihn nicht nur reguliert, sondern auch senkt.

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Seine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung kommt hingegen v. a. Patienten mit Arthritis zu Gute. So kann ein regelmäßiger Verzehr die Therapie bei rheumatoider Arthritis unterstützen und die lokalen Gelenkbeschwerden effektiv verringern.

Darreichungsform von Kurkuma

Kurkuma
Kurkuma-Pulver steht auch in Form von Kapseln zur Verfügung.

Um von den vielfältigen Wirkungen des Kurkumas profitieren zu können, muss es dem Körper regelmäßig zugeführt werden. Dies kann zum einen über mit der Gelbwurzel gewürzten Speisen oder der frischen Wurzel geschehen. Zum anderen stehen industriell hergestellte Produkte in Form von Pulver und Kapseln zur Verfügung.

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Bei einer Zubereitung sollte auf die Zugabe von Fett und schwarzen Pfeffer geachtet werden, um die Aufnahme der Wirkstoffe in den Körper zu optimieren.


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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 18.12.2018