Kurkuma

Superfood mit Heilwirkung

Die goldene Knolle mit der kräftig gelben Farbe trägt auch den Namen „Gewürz des Lebens“. Hierzulande vor allem als Gewürz asiatischer Gerichte bekannt, hat sie in der Ayurveda-Medizin eine lange Tradition als Heilpflanze. Die enthaltenen ätherischen Öle und der Farbstoff Curcumin helfen gegen Entzündungen, lindern Beschwerden im Bereich des Magendarmtraktes und mildern Allergie-Symptome ab.

Kurkuma

Steckbrief

Botanischer NameCurcuma longa
PflanzenfamilieIngwergewächse
Synonyme
Gelbwurzel, gelber Ingwer, Safranwurzel, Gelbwurz
Wirkungantioxidativ, anitkanzerogen, entzündungshemmend, schmerzhemmend, neuroprotektiv
Verwendung als ArzneipflanzeAlzheimer, Krebs, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Arthritis, Rheuma
Verwendung in der KücheGewürz, insbesondere bei asiatischen Speisen, Bestandteil von Curry

Kurkuma ist eine Rhizom-bildende Pflanze. Hierbei handelt es sich um einen sehr verzweigten Wurzelstock, der meist unterirdisch und seltener auch direkt auf der Erdoberfläche verläuft. Das Rhizom stellt den Nutzteil der Kurkuma-Pflanze dar. Hierzu wird es getrocknet und zu einem Pulver gemahlen.

Dabei lässt sich die Pflanze mit ihren hübschen Blüten durchaus sehen. Im August ist Blütezeit. Dann trägt das Ingwergewächs einen Blütenstamm mit vielen, in Ähren angeordnete Blüten. Die Blätter einer Blüte haben vielfache Farben, die von weiß, über grün bis ins rötliche reichen.

Kurkuma-Blüte
Die rosafarbenen Blüten und die länglichen Blätter der Kurkuma-Pflanze.

Kurkuma hat einen krautartigen Wuchs und erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter. Die Pflanze trägt lange, spitze Blätter, die an Schilf erinnern.

Herkunft von Kurkuma

Kurkuma (sog. Curcuma longa) zählt zu den Ingwergewächsen (Zingiberaceae). Ihren Ursprung vermuten Pflanzenkundige in Südasien. Heutzutage wird die Pflanze v. a. in China, Indien, Indonesien und den Tropen Südamerikas angebaut. Aufgrund der charakteristischen gelben Farbe ihres Inneren trägt die Pflanze auch Namen wie Gelbwurzel, gelber Ingwer oder Safranwurzel.

Inhaltsstoffe von Kurkuma

Kurkuma

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Kurkuma stellen die Curcuminoide und die enthaltenen ätherischen Öle dar. Die Curcuminoide umfassen den gelben Farbstoff Curcumin, das Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin.

Hierbei ist das Curcumin der hauptsächliche Wirkstoff. Ihm werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • antioxidativ
  • entzündungshemmend
  • schmerzhemmend
  • krebshemmend (antikanzerogen)
  • neuroprotektiv

Schon gewusst?

Der gelbe Farbstoff Curcumin ist ein Selbstschutz der Kurkuma-Pflanze! Er schützt sie vor Krankheitserregern und Fressfeinden.

Zu den weiteren Wirkstoffen der Gelbwurzel, den ätherischen Ölen, gehören die Sesquiterpene (60 %) und Monoterpene (40 %). Unter den Sesquiterpenen machen u. a. die Substanzen Turmeron, ar-Turmeron, Atlanton und Zingiberen einen Teil der positiven Wirkungen der Kurkumapflanze aus. Zu den enthaltenen Monoterpenen zählen hingegen Cineol, Cymen und Borneol.

Die positiven Eigenschaften der Bestandteile des ätherischen Öls sind: 

  • antioxidativ
  • antimikrobiell
  • antiviral
  • antimykotisch
  • antineoplastisch (tumorhemmend)

Kurkuma in der Küche

Kurkuma
Kurkuma ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken.

Kurkuma ist ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche. Hier wird Kurkumapulver als Gewürz eingesetzt und stellt einen wichtigen Bestandteil von Gewürzmischungen dar. Als bekannteste sei hier das Currypulver zu erwähnen. In Indien galt das Gewürz lange als heilig – so zählt es bei der traditionellen indischen Heilkunst, dem Ayurveda, zu den heißen, Energie-spendenden Gewürzen.

Schon gewusst?

Lagern Sie Kurkuma luftdicht und lichtgeschützt, um lange von den positiven Wirkungen zu profitieren! Um die Aufnahme zu erhöhen, können Sie dem Kurkumapulver etwas Schwarzen Pfeffer beimengen.

Die frische Kurkumaknolle hat einen brennenden, harzigen Geschmack. Diese kommt in der thailändischen Küche häufig zum Einsatz.

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In der Regel nutzen wir jedoch die getrocknete Wurzel, die einen würzigen, bitteren Geschmack aufweist. Außerdem findet die Kurkuma aufgrund ihrer starken Farbkraft ihren Einsatz in der asiatischen Küche.

Schon gewusst?

Kurkuma stellt als Färbemittel eine preisgünstige Alternative zu den teuren Safranfäden dar.

Kurkuma in der Medizin

Kurkuma
Kurkuma hat viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit.

Der medizinische Nutzen der Kurkuma ist Inhalt zahlreicher Studien. Die positiven Wirkungen sind hierbei hauptsächlich auf das enthaltene Curcumin und die ätherischen Öle zurückzuführen.

Kurkuma bei Allergien

Es gibt einige Studien, die darauf hinweisen, dass Kurkuma bei Allergien hilfreich ist. So lindert der Gelbwurz die entzündungshemmende Wirkung der durch Allergien ausgelösten Beschwerden. Indem Kurkuma beispielsweise die Entzündungen in den Atemwegen reduziert, erleichtert die Gabe bei Asthma das Atmen.1,2 Einige Studien haben auch gezeigt, dass Kurkuma bei allergischer Rhinitis, etwa Heuschnupfen, helfen kann, indem es die Produktion von Histamin und anderen Entzündungsstoffen reduziert.3

Weiteren Studien zufolge hat Kurkuma eine unterstützende Wirkung auf das Immunsystem. Das trägt dazu bei, Allergien zu reduzieren.4

Allerdings gibt es noch nicht genügend Beweise, um diese Wirkungen eindeutig zu bestätigen. Kurkuma ist kein Ersatz für eine medizinische Behandlung von Allergien. Gegen eine begleitende Einnahme von Kurkuma-Kapseln spricht jedoch nichts.

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Kurkuma bei Krebs

So wiesen Forscher in einigen Studien eine positive Wirkung des Curcumins in Bezug auf Krebserkrankungen nach. Sowohl vorbeugend als auch therapiebegleitend wirkt sich ein Verzehr von Kurkuma positiv aus. Hierbei sind v. a. die antioxidativen und die antikanzerogenen Wirkungen der Gelbwurzel entscheidend. So wird zum einen die Krebsentstehung gehemmt, zum anderen der Ausbreitung bei bereits bestehender Krebserkrankung entgegengewirkt und die Empfindlichkeit der Krebszellen für abtötende Medikamente erhöht.5

Kurkuma bei Alzheimer

Auch bei der Alzheimer-Erkrankung wirken sich die Inhaltsstoffe der Kurkuma positiv aus. Hierbei vermuten die Wissenschaftler, dass das enthaltene Curcumin die Blut-Hirn-Schranke überwindet und so vor Ort die für die Krankheit ursächliche Plaquebildung durch seine antioxidative Wirkung verringert.6

Kurkuma bei Verdauungsbeschwerden

Das Curcumin wirkt sich des Weiteren positiv auf die Verdauung aus. So fördert es die Bildung des Magen- und Gallensafts, was v. a. bei der Fettverdauung unterstützend ist und die Beschwerden von Völlegefühl lindert. Über diesen Mechanismus unterstützt es auch beim Abnehmen.7

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Kurkuma zur Stärkung der Herzgesundheit

Ein weiterer positiver Effekt auf die Gesundheit ist durch die Wirkung der Inhaltsstoffe von Kurkuma auf das Herz-Kreislauf-System zu verzeichnen. So verringert der Genuss der Kurkuma-Knolle die Entstehung von Arteriosklerose und senkt den Cholesterinspiegel, was  z. B. das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, verringert.8

Kurkuma bei Diabetes

Auch Diabetiker können Nutzen aus dem asiatischen Gewürz ziehen. Kurkuma beeinflusst positiv den Blutzuckerspiegel, indem die Pflanze ihn nicht nur reguliert, sondern auch senkt.9

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Kurkuma bei rheumatischer Erkrankung

Ihre schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung kommt hingegen v. a. Patienten mit Arthritis zugute. So kann ein regelmäßiger Verzehr die Therapie bei rheumatoider Arthritis unterstützen und die lokalen Gelenkbeschwerden effektiv verringern.10

Darreichungsform von Kurkuma

Kurkuma
Kurkuma-Pulver steht auch in Form von Kapseln zur Verfügung.

Um von den vielfältigen Wirkungen des Kurkumas zu profitieren, müssen Sie es dem Körper regelmäßig zuführen. Dies kann zum einen über mit der Gelbwurzel gewürzten Speisen oder der frischen Wurzel geschehen. Zum anderen stehen industriell hergestellte Produkte in Form von Pulver und Kapseln zur Verfügung.

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Bei einer Zubereitung sollte auf die Zugabe von Fett und Schwarzen Pfeffer geachtet werden, um die Aufnahme der Wirkstoffe in den Körper zu optimieren.


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Stand vom: 20.02.2023

Coverbild: Alexander Ruiz – Getty Images Pro (Canva.com)

Weiterführende Literatur (Studien):

1 Zhao Yin Ng, Z. Y.;  Wong, J.-Y.; Panneerselvam, J.; Madheswaran, T.; Kumar, P.; Pillay, V.; Hsu, A.; Hansbro, H.; Bebawy, M.; Wark, P.; Hansbro, P.; Dua, K.; Chellappan, D. K.: Assessing the potential of liposomes loaded with curcumin as a therapeutic intervention in asthma. In: Colloids Surf B Biointerfaces. 2018, 172, S. 51-59.

2 Islam, R.; Dash, D.; Singh, R.: Intranasal curcumin and sodium butyrate modulates airway inflammation and fibrosis via HDAC inhibition in allergic asthma. In: Cytokine. 2022 Jan; 149:155720.

3 Thakare, V. N.; Osama, N. N.;  Naik, S. R.: Therapeutic potential of curcumin in experimentally induced allergic rhinitis in guinea pigs. In: International Immunopharmacology. 2013, 17(1): S. 18-25.

4 Kahkhaie, K. R.; Mirhosseini, A.; Aliabadi, A.; Mohammadi, A.; Mousavi, M. J.; Haftcheshmeh, S. M.; Sathyapalan, T.; Sahebkar, A.: Curcumin: a modulator of inflammatory signaling pathways in the immune system. In: Inflammopharmacology. 2019, 27(5) S. 885-900.

5 Mukherjee, S.; Baidoo, J. M. E.; Fried, A.: Probal Banerjee Using curcumin to turn the innate immune system against cancer. In: Biochemical Pharmacology. 2020; 176:113824.

6 Hemachandra Reddy, P. H.; Manczak, M.; Yin, X.; Grady, M. C.; Mitchell, A.; Tonk, S.; Kuruva, C. S.; Bhatti, J. S.; Kandimalla, R.; Vijayan, M.; Kumar, S.; Wang, R.; Pradeepkiran, J. A.; Ogunmokun, G.; Thamarai, K.; Quesada, K.; Boles, A.; Reddy, A. P.: Protective Effects of Indian Spice Curcumin Against Amyloid-β in Alzheimer’s Disease. In: Journal of Alzheimer’s disease. 2018; 61(3), S. 843-866.

7 Slawomir Kwiecien, S.; Magierowski, M.; Majka, J.; Ptak-Belowska, A.; Wojcik, D.; Sliwowski, Z.; Magierowska, K.; Brzozowski, T.: Curcumin: A Potent Protectant against Esophageal and Gastric Disorders. In: International journal of molecular sciences, 2019; 20(6):1477.

8 Jabczyk, M.; Nowak, J.; Hudzik, B.; Zubelewicz-Szkodzińska: Curcumin in Metabolic Health and Disease. In: Nutrients. 2021; 13(12):4440.

9 Somlak Chuengsamarn, S.; Rattanamongkolgul, S.; Luechapudiporn, R.; Phisalaphong, C.; Jirawatnotai, S.: Curcumin extract for prevention of type 2 diabetes. In: Diabetes Care, 2012, 35(11), S. 2121-7.

10 Daily, J., W.; Yang, M.; Park, S.: Efficacy of Turmeric Extracts and Curcumin for Alleviating the Symptoms of Joint Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. In: Journal of medicinal food. 2016, 19(8), S. 717-29.

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