Vanille

fermentierte Vanillefrüchte

Vanilleschoten

Nach Safran ist Vanille das zweitteuerste Gewürz der Welt. Sie wird als Königin der Gewürze gefeiert. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Mexiko und Mittelamerika. Den Ureinwohnern Mexikos, den Azteken, war Vanille bereits unter dem Namen „tlilxochitl“ („schwarze Blume“) als Gewürz bekannt.

 

Vanille wird aus den fermentierten Kapselfrüchten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen. Es gibt insgesamt 100 Arten, 15 von ihnen verfügen über aromatische Früchte. Die bekannteste Vertreterin ist die Echte Vanille (Vanilla planifolia). Sie wird auch Gewürzvanille genannt.

Das spanische „vainilla“ bedeutet so viel wie „kleine Schote“.

Pudding

Vanille macht sich gut in süßen Speisen: Beliebt sind Vanillepudding und Pannacotta.

Die immergrüne, mehrjährige Kletterpflanze entwickelt traubige Blütenstände, die dicht mit Blüten besetzt sind. Bei den Früchten handelt es sich um längliche Kapseln. Die ledrigen Beeren enthalten viele kleine Samen. Im Handel sind die fermentierten, etwa 20 cm langen Früchte als „Vanilleschote“ erhältlich. Tragen sie die Bezeichnung Bourbon-Vanille stammen sie aus Madagaskar, Réunion oder den Komoren. Diese Schoten sehen oft wie bereift aus – das sind die geschmackgebenden Vanillin-Kristalle. Andere Anbaugebiete sind Mexiko oder Westindien. Die Tahiti-Vanille (Vanilla tahitensis) wird gern in Kosmetika verwendet.

Interessant: Vanille rankt häufig im Zick-Zack an Bäumen nach oben.

 

Vanille – das steckt drin

Das Vanillearoma beruht auf Vanillin und zahlreicher Begleitstoffe, etwa  Phenole wie Guajacol, p-Kresol und Kreosol. Vanillin entsteht erst durch die Fermentierung aus Vanillinglucosid. Der Vanillingehalt einer Vanilleschote liegt in der Regel bei 1,5 bis 3 %. Bei Bourbon-Vanille sogar bei 3,2 bis 3,7 %.

 

Exkurs: Fermentierung von Vanille

Die geernteten Schoten werden 2 bis 3 Minuten in heißes Wasser getaucht und danach  in Tüchern eingeschlagen. Etwa ein bis drei Tage liegen die länglichen Vanille-Kapseln in der Tropensonne aus. Während des Prozesses entsteht die typische braunschwarze Farbe und der köstliche Duft und Geschmack. Anschließend wird die Vanille abwechselnd an der Sonne und im Schatten mehrere Wochen lang getrocknet.

 

Neben den aromabildenden Stoffen enthält Vanille:

 

Vanille – so wird sie verwendet

Mit Vanille würzt man vor allem süße Speisen. Weniger bekannt ist die Anwendung von Vanille als Heilkraut.

 

Mit Vanille Speisen verfeinern

Vanille schmeckt aromatisch und süß. Die Bourbon-Vanille ist intensiv, Vanille aus Mexiko etwas weicher und zurückhaltender. Vanille eignet sich hervorragend zum Würzen von süßen Speisen, wie:

Vanillekipferl

An Weihnachten dürfen Vanillekipferl nicht fehlen.

 

  • Eis, Pudding und Puddingsaucen und Schlagsahne
  • Obstkuchen, Kekse und anderes Gebäck
  • Quark- und Joghurtgerichte
  • süße Reisspeisen, Schaumspeisen und Breie
  • Kompotte und Marmeladen
  • Bonbons, Konfekt und Pralinen
  • Schokoladengetränke

 

Es ist nicht verwunderlich, dass gerade in der Adventszeit Vanille ein Muss in jeder Weihnachtsbäckerei ist. Das berühmteste Weihnachtsgebäck mit Vanille sind die beliebten Vanillekipferl.

 

Exkurs: Verwendung von Vanilleschoten in der Küche

Die Vanilleschote wird längs vorsichtig aufgeschnitten und die Samen werden heraus geschabt.

 

Tipp: Wenn man die leeren Vanilleschoten kurz auskocht, sie trocknen lässt und im Anschluss in ein Glas mit Zucker legt, nimmt dieser den Geschmack von Vanille an.

 

Vanille eignet sich außerdem zum Verfeinern von Tee und Kaffee.

 

Unsere Produkttipps – Tees und heiße Getränke mit Vanille:

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Vanille in Kosmetika

Vanille in Kosmetika

Vanille ist eine beliebte Note in Wellnessprodukten.

Für Kosmetikartikel wird häufig die Tahiti-Vanille verwendet. Sie fällt durch einen intensiven Vanilleduft mit einer blütenartigen Komponente auf.  Das ätherische Öl der Vanille verfeinert ein intensives Ölbad mit einer aromatischen Note.

 

 

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Vanille als Heilkraut

Der Vanille werden auch heilende Eigenschaften nachgesagt. Traditionell wird sie verwendet, um die Potenz zu steigern. Sie wirke aphrodisierend, belebend und muskelstärkend. Außerdem soll sie galletreibend, stoffwechsel- und verdauungsfördernd sein. Weitere Anwendungsbereiche sind Stimmungsschwankungen und Rheuma.

 

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