Sonnenschutz im Sommer: 5 Tipps zu LSF, UV-Strahlung und Hautschutz

Sommer, Sonne und warme Tage tun vielen Menschen gut. Sonnenlicht unterstützt die körpereigene Bildung von Vitamin D und lädt dazu ein, mehr Zeit im Freien zu verbringen.[7] Gleichzeitig kann zu viel UV-Strahlung die Haut schädigen, Sonnenbrand verursachen und langfristig das Risiko für Hautschäden und Hautkrebs erhöhen.[3]

Ein wirksamer Sonnenschutz im Sommer ist deshalb wichtig – besonders für Kinder, Menschen mit heller oder empfindlicher Haut und Personen, die sich lange im Freien aufhalten. Entscheidend sind nicht nur Sonnencreme und Lichtschutzfaktor, sondern auch Schatten, schützende Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und der aktuelle UV-Index.[1]

Das Wichtigste zum Sonnenschutz im Sommer

Im Sommer schützen Sie Ihre Haut am besten durch eine Kombination aus Schatten, schützender Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme mit passendem Lichtschutzfaktor. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, unbedeckte Körperstellen sorgfältig und großzügig einzucremen und zusätzlich weitere Schutzmaßnahmen wie Schatten und Kleidung zu nutzen.[1]

Die wichtigsten Regeln:

  • Meiden Sie intensive Mittagssonne und suchen Sie Schatten auf.[1]
  • Tragen Sie Sonnencreme mit passendem Lichtschutzfaktor auf.[2]
  • Achten Sie auf Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung.[3]
  • Schützen Sie Kinder besonders konsequent vor direkter Sonne.[4]
  • Babys im ersten Lebensjahr sollten keiner direkten Sonne ausgesetzt werden.[4]
  • Denken Sie an oft vergessene Stellen wie Ohren, Lippen, Nacken, Fußrücken und Kopfhaut.
  • Cremen Sie nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen erneut nach.[1]
  • Prüfen Sie bei Medikamenten, ob diese die Haut lichtempfindlicher machen können.

Warum ist Sonnenschutz im Sommer so wichtig?

Mann und Frau am Strand, sitzend. Frau bietet Mann Sonnencreme an.
Das Eincremen der Haut mit einer Sonnencreme gehört zum effektiven Sonnenschutz.

UV-Strahlung ist unsichtbar, kann aber kurzfristige und langfristige Folgen für die Haut haben. Zu den kurzfristigen Folgen gehört Sonnenbrand. Langfristig kann UV-Strahlung Hautzellen schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.[3]

Sonnenschutz ist deshalb nicht nur am Strand wichtig. Auch beim Spazierengehen, Radfahren, Sport, Gartenarbeiten oder Spielen im Freien ist die Haut UV-Strahlung ausgesetzt. Besonders tückisch: Auch bei leichter Bewölkung kann UV-Strahlung die Haut erreichen.

Was ist der Unterschied zwischen UV-A- und UV-B-Strahlung?

UV-Strahlung wird in UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung unterteilt. Für den Sonnenschutz sind vor allem UV-A- und UV-B-Strahlen relevant, weil sie die Haut erreichen und Hautschäden begünstigen.[3]

UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein. Sie tragen zur lichtbedingten Hautalterung bei und können langfristig Hautzellen schädigen.[3]

UV-B-Strahlen wirken stärker in der oberen Hautschicht. Sie sind wesentlich an der Entstehung von Sonnenbrand beteiligt und können das Erbgut der Hautzellen schädigen.[3]

Ein gutes Sonnenschutzmittel sollte deshalb sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlung schützen. Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF, bezieht sich vor allem auf den Schutz vor Sonnenbrand durch UV-B-Strahlung. Achten Sie zusätzlich auf das UV-A-Symbol auf der Verpackung.

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Wie lange schützt sich die Haut selbst vor Sonne?

Mann sitzt am Wasser, auf dem Rücken schält sich die Haut
Die Haut hat einen gewissen Eigenschutz. Dieser ist von Hauttyp zu Hauttyp unterschiedlich lang.

Die Haut verfügt über einen natürlichen Eigenschutz. Durch Sonnenlicht bildet sie Melanin, ein Farbpigment, das die Haut bräunen lässt. Diese Bräune ist eine Schutzreaktion des Körpers. Sie reicht jedoch nicht aus, um die Haut bei intensiver Sonne zuverlässig zu schützen.

Die Eigenschutzzeit hängt stark vom Hauttyp ab. Helle Haut bildet meist weniger Melanin und reagiert schneller mit Rötungen oder Sonnenbrand. Dunklere Hauttypen haben oft eine längere Eigenschutzzeit, können aber ebenfalls UV-Schäden entwickeln.

Die Eigenschutzzeit kann je nach Hauttyp nur wenige Minuten betragen. Deshalb ist zusätzlicher Sonnenschutz wichtig, sobald Sie sich länger draußen aufhalten.

Welcher Lichtschutzfaktor passt zu welchem Hauttyp?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark ein Sonnenschutzmittel vor UV-B-Strahlung schützt. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen hohen Lichtschutzfaktor von mindestens LSF 30. Bei Aufenthalt in großen Höhen, am Wasser, bei Schnee oder bei starker UV-Belastung kann ein höherer Schutz sinnvoll sein.[2]

Die folgende Tabelle dient als grobe Orientierung. Die tatsächliche Sonnenempfindlichkeit hängt unter anderem von Hauttyp, UV-Index, Aufenthaltsort, Tageszeit, Dauer der Exposition, Kleidung und individueller Vorgeschichte ab.

HauttypMerkmaleGrobe Orientierung zur SonnenempfindlichkeitEmpfehlung im Sommer
Hauttyp 1sehr helle Haut, häufig Sommersprossen, rötet sehr schnellsehr empfindlichLSF 50 oder 50+
Hauttyp 2helle Haut, wird langsam braun, häufig SonnenbrandempfindlichLSF 30 bis 50, bei starker Sonne LSF 50
Hauttyp 3mittlere Haut, bräunt allmählichmäßig empfindlichmindestens LSF 30
Hauttyp 4bräunliche Haut, bräunt schnellweniger empfindlich, aber nicht geschütztmindestens LSF 30 bei längerer oder intensiver Sonne
Hauttyp 5hellbraune bis braune HautSonnenbrand seltener, UV-Schäden möglichSchutz je nach UV-Index, Dauer und Situation; bei intensiver Sonne Sonnencreme verwenden
Hauttyp 6dunkelbraune bis sehr dunkle HautSonnenbrand selten, UV-Schäden möglichSchutz je nach UV-Index, Dauer und Situation; bei Unsicherheit ärztlich beraten lassen

Auch dunklere Haut sollte vor UV-Strahlung geschützt werden. Sonnenbrand tritt zwar seltener auf, UV-bedingte Hautschäden sind aber trotzdem möglich.[3]

Wie berechnet man die Schutzzeit mit LSF?

Häufig wird die Schutzzeit mit folgender Formel erklärt:

Eigenschutzzeit der Haut × Lichtschutzfaktor = theoretische Schutzzeit in Minuten

Beispiel:
Hat eine Person eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten und verwendet LSF 30, ergibt sich rechnerisch eine theoretische Schutzzeit von 300 Minuten.

Diese Formel ist jedoch nur ein grober Richtwert. In der Praxis wird die Schutzwirkung durch Schwitzen, Baden, Abtrocknen, Bewegung, Reibung durch Kleidung und zu geringe Auftragsmenge verringert.[1] Die errechnete Zeit sollte deshalb nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Wichtig: Nachcremen erhält den Schutz, verlängert aber nicht die maximale Schutzzeit.

Ab welchem UV-Index ist Sonnenschutz nötig?

Der UV-Index zeigt an, wie stark die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung ist. Je höher der UV-Index, desto schneller kann ungeschützte Haut geschädigt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt Schutzmaßnahmen abhängig von der UV-Belastung.[1]

UV-IndexBelastungEmpfohlener Schutz
1–2niedrigmeist kein besonderer Schutz nötig
3–5mittelSchatten, Kleidung, Sonnenbrille und Sonnencreme
6–7hochMittagssonne meiden, hoher LSF, Kleidung und Kopfbedeckung
8–10sehr hochdirekte Sonne möglichst vermeiden, umfassender Schutz nötig
11+extremAufenthalt in direkter Sonne vermeiden

Der UV-Index ist besonders hilfreich, weil UV-Strahlung nicht zuverlässig am Wärmegefühl erkennbar ist. Auch an kühlen oder windigen Tagen kann die UV-Belastung hoch sein.

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Tipp 1: Verwenden Sie Sonnencreme mit passendem Lichtschutzfaktor

Sonnenschutz - Sonnenmilch
Das ist ein gutes Schutzpaket: Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenmilch für unsere Kleinen.
Bild: yanlev – Fotolia.com

Sonnencreme schützt unbedeckte Hautstellen vor UV-Strahlung. Wählen Sie ein Produkt, das zu Ihrem Hauttyp, Ihrem Aufenthaltsort und der Dauer des Aufenthalts im Freien passt.

Für viele Erwachsene ist im Sommer mindestens LSF 30 sinnvoll.[2] Bei heller Haut, empfindlicher Haut, Kindern, Aufenthalt am Wasser, in den Bergen oder bei längerer Sonnenbelastung ist LSF 50 oder 50+ empfehlenswert.

Unsere Produkttipps – Sonnencremes:  Cetaphil® Sun Daylong™ SPF 30 Sensitive Gel-Creme | Ladival® Empfindliche Kinderhaut Schonnenschutz-Milch LSF 50+ | Eucerin® Sun Lotion extra leicht LSF 50

Achten Sie bei Sonnencreme auf:

  • passenden Lichtschutzfaktor
  • Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung
  • gute Hautverträglichkeit
  • wasserresistente Eigenschaften bei Baden oder Sport
  • geeignete Produkte für Kinderhaut, empfindliche Haut oder Gesichtshaut

Tragen Sie Sonnencreme großzügig auf. Viele Menschen verwenden zu wenig Produkt und erreichen dadurch nicht den angegebenen Lichtschutzfaktor.[1]

Wie trägt man Sonnencreme richtig auf?

Sonnencreme sollte rechtzeitig vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, unbedeckte Körperstellen etwa eine halbe Stunde vor dem Rausgehen sorgfältig und großzügig einzucremen.[1]

Besonders häufig vergessen werden:

  • Ohren
  • Lippen
  • Nacken
  • Schultern
  • Handrücken
  • Fußrücken
  • Kniekehlen
  • Haaransatz
  • Kopfhaut bei dünnem Haar oder Glatze

Für das Gesicht eignen sich spezielle Sonnenfluids, leichte Cremes oder nicht fettende Gel-Cremes. Für die Lippen sind Pflegestifte mit Lichtschutzfaktor sinnvoll.

Unsere Produkttipps – Pflegestifte mit Lichtschutzfaktor: Echinacin® Lipstick CARE+SUN von Madaus | Ladival® Aktiv UV-Schutzstift Lippen LSF 50+, wasserfest | Bepanthol® Pflegender Lipstick für trockene Lippen 4,5 ml mit LSF 30

Wie oft sollte man Sonnencreme nachcremen?

Sonnencreme sollte regelmäßig erneuert werden. Das gilt besonders nach Baden, Schwitzen, Sport, Abtrocknen oder längerer Reibung durch Kleidung, Handtücher oder Sand.[1]

Nachcremen ist wichtig, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Es verlängert aber nicht die maximale Schutzzeit der Haut. Wer seine theoretische Schutzzeit bereits ausgeschöpft hat, sollte die Sonne meiden und in den Schatten gehen.

Mehr zum Thema Sonnencreme erfahren Sie in unserem Ratgeber:

Tipp 2: Meiden Sie intensive Mittagssonne und wählen Sie schützende Kleidung

Badeurlaub mit Familie
Schützen Sie die ganze Familie: Kinderhaut benötigt einen anderen Schutz als erwachsene Haut. Neben Sonnenschutzmitteln ist ein Strandhut sehr hilfreich.

Bei starker UV-Belastung ist es sinnvoll, direkte Sonne möglichst zu meiden und Schatten aufzusuchen.[1] Schatten allein reicht jedoch nicht immer aus. UV-Strahlung kann durch Reflexionen, zum Beispiel durch Wasser, Sand oder helle Oberflächen, weiterhin auf die Haut treffen.

Geeignete Kleidung kann die Haut zusätzlich schützen. Das Bundesamt für Strahlenschutz weist darauf hin, dass nicht alle Textilien gleich gut vor UV-Strahlung schützen und bei UV-Schutzkleidung auf geprüfte Standards geachtet werden sollte.[6]

Geeignete Schutzmaßnahmen sind:

  • dicht gewebte, luftige Kleidung
  • lange Ärmel und Hosen bei intensiver Sonne
  • Sonnenhut oder Kappe mit Nackenschutz
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz
  • spezielle UV-Schutzkleidung für Kinder oder Wassersport

Auch die Augen benötigen Schutz. UV-Strahlung kann Haut und Augen schaden.[3] Eine Sonnenbrille mit geeignetem UV-Schutz ist daher mehr als ein modisches Accessoire.

Wie schützt man Babys und Kinder vor Sonne?

Kinderhaut ist empfindlicher als erwachsene Haut. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit weist auf kindergesundheit-info.de darauf hin, dass direkte Sonne für Babys tabu ist und Kinder besonderen Sonnenschutz benötigen.[4]

Für Babys und Kinder gilt:

  • Babys im ersten Lebensjahr sollten keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.[4]
  • Im ersten Lebensjahr sollten Sonnenschutzmittel möglichst vermieden werden; Schatten, Kleidung und Kopfbedeckung haben Vorrang.[4]
  • Schattenplätze bevorzugen.
  • Sonnenhut mit Nackenschutz verwenden.
  • Schultern, Arme und Beine mit Kleidung schützen.
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz nutzen.
  • Unbedeckte Hautstellen bei Kindern mit geeigneter Kinder-Sonnencreme eincremen.
  • Für Kinder werden mindestens LSF 30 empfohlen; bei intensiver Sonne, heller Haut, Wasser oder Gebirge ist sehr hoher Schutz sinnvoll.[4]
  • Der Krebsinformationsdienst empfiehlt für Kinder und Jugendliche mindestens LSF 50.[5]
  • Mittagssonne meiden.

Kinder sollten außerdem ausreichend trinken und bei Hitze regelmäßig Pausen im Schatten machen.

Tipp 3: Bereiten Sie Ihre Haut sinnvoll auf sonnige Tage vor

KI-generiertes Bild einer Möhre
Bild: Marielle Morawitz (2komma8), KI-generiert

Eine gesunde Haut profitiert von einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und guter Pflege. Lebensmittel wie Möhren, Aprikosen, Brokkoli, Spinat oder anderes Gemüse enthalten Nährstoffe, die zur allgemeinen Hautgesundheit beitragen können.

Wichtig ist jedoch: Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keinen Sonnenschutz. Der Krebsinformationsdienst weist darauf hin, dass keine Mittel zur Einnahme empfohlen werden können, um vor UV-Schäden oder Hautkrebs zu schützen – weder Medikamente noch Karotine oder künstliche Hormone.[5]

Wer Nahrungsergänzungsmittel wie Beta-Carotin, Vitamin A oder Calcium einnehmen möchte, sollte dies vorher mit ärztlichem oder pharmazeutischem Fachpersonal besprechen. Das gilt besonders für Schwangere, Stillende, Menschen mit Vorerkrankungen und Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen.

Können Medikamente die Haut sonnenempfindlicher machen?

Einige Medikamente können die Haut lichtempfindlicher machen. Dann kann es schneller zu Rötungen, Ausschlägen oder sonnenbrandähnlichen Reaktionen kommen.

Dazu können zum Beispiel bestimmte Arzneimittelgruppen gehören, etwa einige Antibiotika, Schmerzmittel, Entwässerungsmittel, Akne-Medikamente oder äußerlich angewendete Wirkstoffe. Ob ein konkretes Medikament die Sonnenempfindlichkeit erhöht, hängt vom jeweiligen Wirkstoff ab.

Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder Arztpraxis nach, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und einen längeren Aufenthalt in der Sonne planen. Fachpersonal kann prüfen, ob besondere Vorsicht nötig ist.

Unsere Produkttipps: CALCIUM SUN 500 Direkt Portionssticks | Espara Beta-Carotin Sonnenfit Kapseln | SUNISIDIN Kapseln VITAOXULTRA

Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder Arztpraxis nach, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und einen längeren Aufenthalt in der Sonne planen. Fachpersonal prüft, ob besondere Vorsicht nötig ist.

Sprechen Sie eine Supplementierung jedoch unbedingt mit ärztlichem Personal ab.

Tipp 4: Pflegen Sie die Haut nach dem Sonnenbad

After-Sun-Lotion
Nach dem Sonnenbad sollten Sie Ihre Haut verwöhnen und ihr eine After-Sun-Lotion gönnen.

Sonne, Wind, Salz- und Chlorwasser trocknen die Haut aus. Nach einem Tag im Freien hilft milde Pflege, die Haut zu beruhigen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.

After-Sun-Produkte kühlen und spenden Feuchtigkeit. Auch leichte Lotionen oder andere feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte können geeignet sein.

Nach dem Sonnenbad ist außerdem wichtig:

  • ausreichend trinken
  • Haut sanft reinigen
  • keine stark reizenden Pflegeprodukte verwenden
  • weitere Sonne meiden, wenn die Haut gerötet ist
  • bei Sonnenbrand die Haut kühlen und nicht erneut der Sonne aussetzen

Bei starkem Sonnenbrand, Blasenbildung, Fieber, Schüttelfrost, Kreislaufproblemen oder Beschwerden bei Babys und Kleinkindern sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Was tun bei Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist ein Warnsignal der Haut. Die betroffene Haut wurde durch UV-Strahlung geschädigt und braucht Erholung.[3]

Bei leichtem Sonnenbrand können folgende Maßnahmen helfen:

  • sofort aus der Sonne gehen
  • Haut kühlen, aber nicht mit Eis direkt auf der Haut
  • viel trinken
  • lockere Kleidung tragen
  • beruhigende Pflege verwenden
  • keine weitere Sonnenbelastung

Bei starkem Sonnenbrand, Blasen, starken Schmerzen, Übelkeit, Fieber oder Kreislaufbeschwerden sollte ärztliches Personal kontaktiert werden. Das gilt besonders für Kinder.

Unsere Produkttipps – After-Sun-Lotion: Cetaphil Sun Daylong After Sun Repair

Lesen Sie mehr über die After-Sun-Lotion in unserem Ratgeber:

Infografik Sonnenschutz

Tipp 5: Denken Sie auch an Haustiere

Hund am Strand
Dieser Labrador macht es sich unter einem Sonnenschirm gemütlich.

Auch Haustiere können im Sommer unter Sonne und Hitze leiden. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur vor allem durch Hecheln und brauchen an heißen Tagen ausreichend Wasser, Schatten und Ruhe.

Achten Sie bei Haustieren auf:

  • Schattenplätze
  • frisches Wasser
  • keine Spaziergänge in der Mittagshitze
  • keinen Aufenthalt im geparkten Auto
  • Schutz empfindlicher Tiere mit hellem Fell oder wenig Behaarung

Mehr Tipps erhalten Sie unter:

Häufige Fehler beim Sonnenschutz

Viele Sonnenbrände entstehen nicht, weil gar kein Sonnenschutz verwendet wurde, sondern weil der Schutz falsch angewendet wurde.

Häufige Fehler sind:

  • zu wenig Sonnencreme
  • zu seltenes Nachcremen
  • Mittagssonne unterschätzen
  • UV-Strahlung bei Bewölkung unterschätzen
  • Ohren, Lippen, Nacken und Fußrücken vergessen
  • Kinder zu lange direkter Sonne aussetzen
  • nur auf Sonnencreme vertrauen und Kleidung/Schatten vergessen
  • abgelaufene oder falsch gelagerte Sonnencreme verwenden
  • UV-A-Schutz nicht beachten

Am besten wirkt Sonnenschutz als Kombination aus Verhalten, Kleidung und Sonnencreme.[1]

Produktauswahl: Welche Sonnencreme passt?

Bei der Auswahl eines Sonnenschutzmittels kommt es nicht nur auf den Lichtschutzfaktor an. Entscheidend ist, für wen und wofür das Produkt verwendet wird.

BedarfGeeignete Produkteigenschaften
Kinderhoher bis sehr hoher LSF, kindgerechte Formulierung, wasserresistent
empfindliche Hautparfümarm, sensitive Formulierung, gute Verträglichkeit
Gesichtleichte Textur, nicht fettend, für tägliche Anwendung geeignet
Sport und Badenwasser- und schweißresistent, regelmäßiges Nachcremen
helle HautLSF 50 oder 50+
Alltagje nach Hauttyp meist LSF 30 oder höher

Passende Produkte aus der Apotheke können zum Beispiel Sonnencremes für empfindliche Haut, Kinder-Sonnencremes, leichte Gesichtsfluids oder After-Sun-Pflege sein.

Fazit: Der beste Sonnenschutz ist eine Kombination

Sonnenschutz im Sommer besteht aus mehreren Bausteinen. Sonnencreme ist wichtig, sollte aber nicht die einzige Schutzmaßnahme sein. Am besten schützen Sie Ihre Haut, indem Sie intensive Sonne meiden, geeignete Kleidung tragen, eine Sonnenbrille nutzen und unbedeckte Hautstellen mit passendem Lichtschutzfaktor eincremen.[1]

Besonders wichtig ist Sonnenschutz für Kinder, helle Hauttypen, empfindliche Haut und Menschen, die sich lange im Freien aufhalten. Achten Sie außerdem auf den UV-Index und passen Sie Ihre Schutzmaßnahmen an die aktuelle UV-Belastung an.[1]

FAQ: Häufige Fragen zum Sonnenschutz im Sommer

Welcher Lichtschutzfaktor ist im Sommer sinnvoll?

Für viele Erwachsene ist im Sommer mindestens LSF 30 sinnvoll.[2] Bei heller Haut, empfindlicher Haut, Kindern, intensiver Sonne, Aufenthalt am Wasser oder in den Bergen ist LSF 50 oder 50+ empfehlenswert.

Ab welchem UV-Index braucht man Sonnenschutz?

Je höher der UV-Index, desto stärker ist die UV-Belastung. Schutzmaßnahmen werden ab mittlerer UV-Belastung wichtig. Dazu gehören Schatten, Kleidung, Sonnenbrille und Sonnencreme.[1]

Wie lange schützt Sonnencreme?

Die theoretische Schutzzeit ergibt sich aus Eigenschutzzeit der Haut mal Lichtschutzfaktor. Diese Zeit ist jedoch nur ein Richtwert, weil Schwitzen, Baden, Abtrocknen und zu geringe Auftragsmenge den Schutz verringern können.[1]

Wie oft sollte man Sonnencreme nachcremen?

Sonnencreme sollte nach Baden, Schwitzen oder Abtrocknen erneut aufgetragen werden.[1] Nachcremen erhält den Schutz, verlängert aber nicht die maximale Schutzzeit.

Was ist der Unterschied zwischen UV-A und UV-B?

UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und tragen zur Hautalterung bei. UV-B-Strahlen wirken stärker in der oberen Hautschicht und sind wesentlich an Sonnenbrand beteiligt. Beide Strahlungsarten können Hautschäden begünstigen.[3]

Warum brauchen Kinder besonderen Sonnenschutz?

Kinderhaut ist empfindlicher als erwachsene Haut. Für Babys ist direkte Sonne tabu. Kinder sollten mit Schatten, Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und geeigneter Sonnencreme geschützt werden.[4]

Reicht Schatten als Sonnenschutz aus?

Schatten reduziert die UV-Belastung, ersetzt aber nicht immer weiteren Sonnenschutz. Deshalb sind auch im Schatten Kleidung und Sonnencreme sinnvoll.[1]

Kann man Sonnenbrand trotz Sonnencreme bekommen?

Ja. Sonnenbrand kann entstehen, wenn zu wenig Sonnencreme aufgetragen wurde, der LSF zu niedrig ist, nicht nachgecremt wurde oder die Haut zu lange intensiver Sonne ausgesetzt war.[1]

Schützt Sonnencreme auch vor Hautalterung?

Sonnencreme kann vor lichtbedingter Hautalterung schützen, wenn sie auch UV-A-Schutz bietet. Achten Sie deshalb auf das UV-A-Symbol auf der Verpackung.[3]

Ersetzen Nahrungsergänzungsmittel Sonnenschutzcremes?

Nein. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keinen Sonnenschutz. Der Krebsinformationsdienst weist darauf hin, dass keine Mittel zur Einnahme zum Schutz vor UV-Schäden oder Hautkrebs empfohlen werden können.[5]


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch ärztliches Personal. Bei starkem Sonnenbrand, Hautveränderungen, Blasenbildung, Fieber, Kreislaufbeschwerden oder Beschwerden bei Babys und Kleinkindern sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen können sich mitunter Fehler in unsere Texte schleichen. Helfen Sie uns, besser zu werden. Hinweise senden Sie an: redaktion@medikamente-per-klick.de.

Stand vom: 27.04.2026

Bild: pressmaster – stock.adobe.com 

Quellen

[1] Bundesamt für Strahlenschutz: Tipps zum UV-Schutz. Verwendet für allgemeine UV-Schutzmaßnahmen, Schatten, Kleidung, Sonnenbrille, großzügiges Eincremen, Nachcremen und Schutz abhängig von der UV-Belastung. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/tipps/tipps_node.html

[2] Bundesamt für Strahlenschutz: UV-Schutz durch Sonnencreme. Verwendet für Empfehlungen zu hohem Lichtschutzfaktor, Sonnencreme und Einsatzsituationen wie Wasser, Höhe oder starke UV-Belastung. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/sonnencreme/sonnencreme_node.html

[3] Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum: Vor UV-Strahlung schützen – Hautkrebs vorbeugen. Stand: 18.02.2025. Verwendet für UV-A-/UV-B-Erklärung, Haut- und Augenschäden, Sonnenbrand und Hautkrebsrisiko. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/krebs-vorbeugen/krebsrisiko-uv-strahlung

[4] Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, kindergesundheit-info.de: Kinder vor Sonne schützen. Stand: 14.09.2024. Verwendet für Sonnenschutz bei Kindern, Baby-Sonnenschutz, Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnencreme und den Hinweis, dass direkte Sonne für Babys tabu ist. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/kinderhaut-schuetzen/

[5] Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum: Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Wie kann man sich schützen? Informationsblatt. Stand: 15.01.2026. Verwendet für Empfehlungen zu LSF, Kinder-Sonnenschutz und den Hinweis, dass keine Mittel zur Einnahme – auch keine Karotine – zum Schutz vor UV-Schäden oder Hautkrebs empfohlen werden können. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/fileadmin/pdf-dateien/informationsblaetter/iblatt-uv-sonnenschutz.pdf

[6] Bundesamt für Strahlenschutz: UV-Schutz durch Kleidung. Verwendet für Hinweise zu UV-Schutzkleidung und unterschiedlichen Schutzwirkungen von Textilien. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/kleidung/kleidung_node.html

[7] Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, kindergesundheit-info.de: Sonne und Kinderhaut. Verwendet für den Zusammenhang zwischen Sonnenlicht, UV-B-Strahlung und Vitamin-D-Bildung sowie für Hinweise zur Empfindlichkeit von Kinderhaut. Abrufdatum: 27.04.2026.
URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/sonne-und-kinderhaut/

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