Die Kraft der Natur – 10 Kräuter für Ihre Hausapotheke

10 Kräuter für die HausapothekeViele Heilpflanzen – wie Petersilie, Rosmarin oder Thymian – sind als Küchengewürze beliebt und gehören unumstritten zu unserer Ernährung. Ihre heilende Wirkung ist in der heutigen Zeit jedoch oft unbekannt. Als Tee, Badezusatz, Salbe oder Tinktur zubereitet, können Heilkräuter bei Erkältung, Bauch – oder Gelenkschmerzen wahre Wunder wirken.

Daher stellen wir Ihnen 10 Kräuter vor, die in Ihrer Hausapotheke nicht fehlen dürfen:

  1. Pfefferminze gehört zu den bekanntesten Teekräutern. Durch das ätherische Öl, das unter anderem auch Menthol beinhaltet, wirken Pfefferminzprodukte kühlend und erfrischend. Pfefferminztee hat entzündungshemmende sowie magenberuhigende Eigenschaften und hilft bei Verdauungsbeschwerden, Reizdarm, Blähungen und Völlegefühl. Pfefferminzöl kann zudem in verdünnter Form auch äußerlich gegen Muskelverspannungen, Gliederschmerzen und Spannungskopfschmerz angewendet werden.
  2. Die weit verbreitete Kamille wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, entkrampfend und verdauungsanregend. Kamillentee löst Verkrampfungen im Verdauungstrakt, lindert aber auch Entzündungen im Hals- und Rachenraum. Bei Erkältungen und verstopfter Nase sind Inhalationen mit Kamilleblüten sehr wohltuend. Salben und Cremes, die Kamilleextrakt enthalten, werden bei trockener Haut oder bakteriellen Hautentzündungen eingesetzt.
  3. Provence-Atmosphäre bringt der duftende Lavendel in unsere Breiten. Ein Tee aus Lavendelblüten aus der Apotheke wirkt beruhigend, egal ob morgens als Start in einen aufregenden Tag oder abends zum Einschlafen. Auch als Badezusatz sorgt Lavendel für Entspannung und hilft dabei, verkrampfte Muskulatur zu lösen. Etwas Lavendelöl auf Stirn oder Schläfe aufgetragen, wirkt beruhigend bei Nervosität und Unruhe.
  4. Petersilie ist eher als Küchenkraut bekannt. Der Vitamin- und Mineralstoff-Lieferant trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Im ätherischen Öl der Heilpflanze ist der Wirkstoff Apiol enthalten, der sowohl die Verdauung anregt als auch positiv auf Niere, Harnwege und Blase wirkt. In höherer Dosis kann Petersilie jedoch auch die Kontraktion der Gebärmutter fördern, weshalb Schwangere auf das Gewürz verzichten sollten. Bei Blasen- oder Harnwegsentzündungen hilft zum Beispiel der Schoenenberger Petersilien-Heilsaft aus Ihrer Apotheke.
  5. Zur Behandlung von Ängstlichkeit, Unruhe und Nervosität kann Melisse verwendet werden. Das Kraut wirkt entspannend und durch seine an Zitrone erinnernde Frische auch anregend und aufmunternd. Damit ist Melissentee heilsam bei Spannungskopfschmerzen, Migräne, nervösem Magen, Unterleibsbeschwerden und Einschlafstörungen. Aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften des Heilkrautes, kann eine in Melissentee getränkte Kompresse auch bei Hautentzündungen helfen.
  6. Eine Heilpflanze, die man bei uns meist wildwachsend auf Wiesen findet, ist die Schafgarbe. Diesem Kraut werden krampflösende, beruhigende, antibakterielle und blutstillende Eigenschaften zugeschrieben. Tee aus Schafgarbenkraut sollte in der Hausapotheke nicht fehlen. Innerlich angewendet dient er zur Behandlung von Appetitlosigkeit oder bei Verdauungsbeschwerden. Äußerlich als Badezusatz oder Kompresse hilft Schafgarbe bei Menstruationsbeschwerden und kleinen Hautwunden.
  7. Das aromatische Küchenkraut Rosmarin besitzt eine heilende Wirkung, die schon seit der Antike genutzt wird. Die Pflanze enthält anregende Substanzen, stärkt damit Herz und Kreislauf und wirkt positiv bei niedrigem Blutdruck. Auch bei Erschöpfungsgefühl kann Rosmarin müde Lebensgeister wieder wecken. Als Badezusatz wirkt Rosmarin durchblutungsfördernd und krampflösend. Rosmarin ist als Tee oder in Teemischungen erhältlich, ebenso als ätherisches Öl zur äußerlichen Anwendung.
  8. Die beliebte asiatische und indische Küche brachte den Ingwer als Gewürz nach Westeuropa. Ein Tee, der aus dieser Knolle zubereitet wird, hilft bei Übelkeit oder Reisekrankheit und bringt die Verdauung wieder in Schwung. Trotz seiner fruchtigen Schärfe wirkt Ingwer heilsam bei Magengeschwüren. Ingwersud als Badezusatz lindert Muskel- und Gelenkbeschwerden. Wer zudem regelmäßig Speisen zu sich nimmt, die mit Ingwer gewürzt sind, stärkt sein Immunsystem.
  9. Ein regelrechtes Allheilmittel ist Thymian. Das Heil- und Gewürzkraut hilft sowohl bei Husten und Bronchitis als auch bei Verdauungsbeschwerden. Bei Entzündungen der Haut kann Thymian ebenfalls angewendet werden. Dieses breite Wirkungsspektrum verdankt das Heilkraut seinen vielseitigen Eigenschaften. So wirkt die Pflanze desinfizierend, schleim- und krampflösend sowie blutstillend. Das Heilkraut kann innerlich als Tee angewendet werden. Aber auch eine äußerliche Anwendung ist möglich: zum Beispiel als Arznei-Badezusatz wie das Thymian li-il.
  10. Das mediterrane Kraut Salbei kann ebenfalls mehr als nur Speisen würzen. Salbei enthält ätherische Öle mit antibakterieller und entzündungshemmender Wirkung. Kein Wunder also, dass der Tee aus Salbeiblättern ein beliebtes Mittel gegen Heiserkeit, Halsschmerzen und Erkältungen ist – sei es als Getränk oder als Gurgellösung. In höherer Dosierung kann Salbei auch schweißhemmend wirken.

 

Die richtige Aufbewahrung

Getrocknete Pflanzenteile sollten an einem lichtgeschützten, trockenen Ort aufbewahrt werden, da sie Feuchtigkeit schnell anziehen. Der Medizinschrank im Badezimmer ist dafür also eher ungeeignet. Ideal sind zudem fest verschließbare Gefäße wie Blechdosen oder Gläser. Auch kleine Säckchen eignen sich zur Lagerung von Heilkräutern.

Hinweis: Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Heilkraft der Kräuter, wenn Ihre Beschwerden dauerhaft sind. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Auch wenn Heilkräuter gut für die Gesundheit und Heilung sind, so ersetzen sie jedoch nicht eine professionelle Diagnose und Therapie.

 

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