Sonnenblume

Sonnenblumenkerne und Sonnenblumenöl

Die Sonnenblume zählt mit Ihren großen gelb-orangen Blüten zu den beliebtesten Blumen. Aus der Küche ist sie kaum wegzudenken. Sonnenblumenkerne und Sonnenblumenöl liefern wichtige Nährstoffe. Dass die Pflanze Heilkräfte besitzt, ist jedoch nur wenigen bekannt.

Steckbrief der Sonnenblume

Botanischer NameHelianthus annuus
PflanzenfamilieAsteraceae (Korbblütler)
SynonymeSonnenrose
Wirkungantioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell,                                        konzentrationssteigernd
Verwendung als HeilkrautHautentzündungen, Zahnfleischprobleme, Infekte
Verwendung in der KücheSonnenblumenkerne in Backwaren, Müsli, Sonnenblumenöl zum Braten, als Dressing
Verwendung in der Kosmetikals Basisöl in Cremes, Körperölen und Lotionen
weitere VerwendungDekoration, Futtermittel

Wachstumswunder Sonnenblume

Sonnenblumenfeld
Sonnenblumen können eine Höhe von 3 Metern erreichen, wenn Sie an einem sonnigen Standort wachsen.

Die gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler. Ursprünglich kam sie wild in Kanada, den USA und Mexiko vor. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Sonnenblume in Europa und Deutschland verbreitet. Die einjährige Pflanze erreicht eine Höhe zwischen einem und drei Metern. Hierbei spielt die Sonneneinstrahlung eine wichtige Rolle. Je sonniger der Standort ist umso größer werden die Pflanzen.

Die Blume hat einen kräftigen Stängel, der rau behaart ist und Laubblätter trägt. Am oberen Ende des Stängels sitzt der Korb. In ihm wachsen mittig viele kleine braune Röhrenblüten. Außen ist er von gelben oder orangefarbenen Zungenblüten umrandet. Die Blütezeit ist von Juni bis September. Häufig bildet ein Stängel zusätzliche Seitenkörbe mit Blüten aus. Nach der Blüte sind die Früchte der Sonnenblume reif. Hierbei handelt es sich um die Sonnenblumenkerne.

Klimaschützer Sonnenblume

Hinsichtlich des Klimaschutzes ist die CO2-Bilanz ein wichtiger Parameter. Um den Klimawandel zu verlangsamen, müssen wir den CO2-Ausstoß verringern. Gleichzeitig ist der CO2-Abbau zu steigern. Sonnenblumen betreiben reichlich Photosynthese. Große Pflanzen binden hierbei täglich das CO2 eines 100 Kubikmeter großen Raumes. Als Produkt entsteht wichtiger Sauerstoff und Wasser.

Zur Gewinnung ihrer Kerne, erfolgt der industrielle Anbau der Sonnenblume. Sie ist die dritthäufigste angebaute Ölpflanze. Die Ukraine, Russland und Argentinien stellen die größten Produzenten von Sonnenblumenkernen dar. Die Pflanze benötigt einen tiefen, nährstoffreichen Boden. Die Sonnenblume bevorzugt außerdem einen sonnigen Standort mit reichlicher Wasserversorgung. Während der Wachstumsphase sind warme Temperaturen von mindestens 14° C optimal.

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne
Sonnenblumenkerne sind gesund. Tipp: Rösten Sie die Kerne und verfeinern Sie damit Ihren Salat.

Der am häufigsten genutzte Pflanzenteil der Sonnenblume sind ihre Kerne. Diese bilden die Grundlage vieler Nahrungszutaten wie Öl und Mehl. In ihrer puren Form haben sie einen nussigen Geschmack. Geröstet sind sie v. a. in der Türkei und in Russland ein beliebter Snack. Hierzulande sind die Kerne hauptsächlich Bestandteil von Backwaren und Müsli. Nicht nur beim Menschen, auch bei Vögeln sind sie sehr beliebt. Im Spätsommer picken die Tiere die Früchte direkt aus den Pflanzenkörben. Im Winter streuen wir die Kerne als Vogelfutter aus.

Der Kaffee des 17. Jahrhunderts

Heutzutage v.a. in Backwaren und Müsli zu finden, waren Sonnenblumenkerne früher eine Getränkegrundlage. In geröstetem Zustand bildeten sie einen Ersatz für Trinkkakao und Kaffee.

Inhaltsstoffe der Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind reich an Nährstoffen. Sie haben einen hohen Gehalt an gesundem Eiweiß und Fetten. Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6, Vitamin E und Vitamin C sind reichlich in den Früchten der Sonnenblume enthalten.

Verzehr von Sonnenblumenkernen: Gekeimt besonders wertvoll!

Im Müsli, auf dem Salat, als Brotzutat – Sonnenblumenkerne ergänzen verschiedenste Gerichte. Lassen Sie die Kerne keimen, bilden sich besonders nahrhafte Sprossen. Streuen Sie die Keimlinge auf Ihr Brot, ergänzen Sie Ihren Salat oder naschen Sie sie pur. In jedem Fall erhalten Sie so einen extra Kick an gesunden Eiweißen, Fetten und Vitaminen!

Sonnenblumenkerne keimen lassen
So lassen Sie die Sonnenblumenkerne keimen.

Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl
Sonnenblumenöl ist nicht nur ein beliebtes Pflanzenöl zum Braten oder Verfeinern von Salaten, es dient auch als Basisöl in Kosmetika.

In kaum einer Küche fehlt seit dem 19. Jahrhundert das Sonnenblumenöl. Es wird aus den Kernen der Sonnenblume gepresst. Aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, ist es ein optimaler Lieferant für gesunde Fette.

Verwendung von Sonnenblumenöl in der Küche

In raffinierter Form hat das Öl einen neutralen Geschmack. Sein kulinarisches Einsatzgebiet ist dadurch sehr hoch. Es eignet sich zum Braten, Backen und als Grundlage für Dressings und Soßen. Nutzen Sie es jedoch nicht zum Frittieren. Hierbei entstehen ungesunde Fette.

In Osteuropa kommt unraffiniertes Sonnenblumenöl zur Verwendung. So verleiht es durch einen starken Eigengeschmack Salaten eine spezielle Würze.

Verwendung von Sonnenblumenöl in der Medizin

Die Verwendung des Sonnenblumenöls in der Medizin und Pharmazie ist größtenteils unbekannt. Es ersetzt Erdnuss- oder Olivenöl in Medizinprodukten. Bei der Herstellung von Weichkapseln dient es als Füllmaterial.

Durch den Verzehr oder die lokale Anwendung fördert das Öl die Gesundheit. Direkt auf die Haut aufgetragen, beugt Sonnenblumenöl der Hautalterung vor. Des Weiteren wirkt das Öl antibakteriell. Es stärkt beim Verzehr das Immunsystem. Lokal angewendet hilft es bei Haut- und Schleimhautentzündungen. Im Mundbereich lindert es Zahnfleischprobleme.

Sonnenblumenöl in der Kosmetik

Das enthaltene Vitamin E zählt zu den Antioxidantien. Es schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Hierunter versteht man die Einwirkung von freien Sauerstoffradikalen, die zu Zellschäden führen. Sie entstehen z. B. durch UV-Strahlen, Stress und Umweltgifte. Der oxidative Stress beschleunigt Alterungsprozesse. Faltenbildung und die Entstehung von Krebs zählen dazu. Die oxidative Wirkung treibt außerdem negative Veränderungen an den Blutgefäßen voran.

Daher ist Sonnenblumenöl als Basisöl in vielen Körperpflegemitteln enthalten.

Unsere Produkttipps – Sonnenblumenöl in Hautpflegeprodukten: Bombastus Sonnenblumenöl kaltgepresst – Basisöl zur Herstellung von kosmetischen Produkten | PRIMAVERA® Calendula Öl bio  – Pflegeöl mit Oliven- und Sonnenblumenöl | frei öl® PflegeÖl | WELEDA Skin Food Lip Butter

Sonnenblumenblüten

Blütenblätter der Sonnenblume
Die Blütenblätter der Sonnenblume leuchten in einem intensiven Gelb. Sie werden ebenfalls in der Kosmetik und Pharmazie genutzt.

Nicht nur die Kerne, sondern auch die Blütenblätter der Sonnenblume finden Verwendung in der Medizin und Kosmetik. Ein Aufguss hilft bei Atemwegsinfekten und stärkt die Konzentration.

Tee aus Sonnenblumenblüten gegen Infekte und Konzentrationsschwäche

Alle Pflanzenteile der Sonnenblume eignen sich zum Verzehr. Die Blütenblätter dienen der Herstellung eines Tees. Dieser wirkt Infekten der oberen Atemwege wie Erkältungen entgegen. Außerdem stärkt der Tee aus Sonnenblumenblüten das Immunsystem. Auch auf den Geist hat er einen positiven Effekt. Er steigert die Konzentration und das Wohlbefinden.

Herstellung des Sonnenblumenblütentees:

  • Übergießen Sie 1 Esslöffel der Blütenblätter mit 250 ml kochendem Wasser.
  • Lassen Sie den Tee 5 bis 8 Minuten ziehen.
  • Seihen Sie ihn ab.
  • Trinken Sie den Tee über den Tag verteilt.

Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen können sich mitunter Fehler in unsere Texte schleichen. Helfen Sie uns, besser zu werden. Hinweise senden Sie an: redaktion@medikamente-per-klick.de.


Stand vom: 26.05.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.