Salbei

Gut bei Atemwegserkrankungen und Beschwerden des Magen-Darm-Trakts

Salbei zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Schon im alten Ägypten und in der Antike wurde das Heilmittel bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Auch heute ist die Nutzung des Salvia officinalis weit verbreitet. Gerade in der kalten Jahreszeit können wir von seiner Entzündung-lindernden Wirkung profitieren.

Vorkommen des Salbeis

Die Salbeipflanze (Salvia) gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae) und kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Es existieren 850 bis 900 unterschiedliche Arten, wobei der echte Salbei (Salvia officinalis) am häufigsten genutzt wird.

Heutzutage ist er weltweit verbreitet und gedeiht besonders in trockenen Regionen gut. Auch als Kübelpflanze ist Salbei sehr beliebt. Die Pflanze wird bis zu 70 cm hoch, trägt behaarte weißlich-grüne Blätter und versprüht einen charakteristischen Duft. Zur Blütezeit von Mai bis Juli trägt der Salbei lilafarbene Blüten.

Die lilafarbenen Blüten des Salbeis sehen bezaubernd aus und locken nicht nur Bienen an.

Inhaltstoffe des Salbeis

Die Wirkstoffe des Salvia officinalis sind vielfältig. So ist die Pflanze reich an Vitamin C, Niacin und den Mineralstoffen Calcium, Eisen, Kalium und Magnesium.  Seine hauptsächliche Wirkung wird allerdings auf sein enthaltenes Gemisch aus ätherischen Ölen (Terpene) zurückgeführt. Diese Stoffe sorgen für den antibakteriellen und antiviralen Effekt und bestimmen sowohl den Geschmack als auch den Duft. Weiterhin sind Gerbstoffe enthalten, denen eine desinfizierende, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung zuzuschreiben ist.

Mineralstoffe in Salbei

Salbei ist äußerst reich an Mineralstoffen. Mengenelemente als auch Spurenelemente finden sich in hohen Konzentrationen.


MineralienMenge
Calcium266 mg
Chlorid32 mg
Eisen4,54 mg
Fluorid65 µg
Jodid1 µg
Kalium173 mg
Kupfer123 µg
Magnesium69 mg
Mangan4038 µg
Natrium2 mg
Phosphor15 mg
Schwefel16000 µg
Zink0,76 mg

Anwendungsgebiete des Salbeis

Der Name „Salvia“ ist vom lateinischen Verb „salvare“ abgeleitet, welches „heilen“ bedeutet. Schon hier lässt sich das Hauptanwendungsgebiet der Salbeipflanze erkennen, welche im Bereich der Heilkunde liegt. Auch als Gewürz in der Küche findet er Verwendung. Aufgrund des hohen Wirkstoffgehalts, werden hauptsächlich die Blätter genutzt.

Verwendung von Salbei in der Küche

Mit Salbei werden viele Speisen abgeschmeckt.

Beim Kochen dienen die Salbeiblätter als vielseitig einsetzbares Gewürz. Sie werden sowohl roh, als auch gegart verwendet und sorgen für einen würzigen, leicht bitteren Geschmack. Bei fettigen Speisen wirkt sich der Zusatz von Salbei positiv aus, weil er hier die Verdauung fördert. Auch die Blütenblätter können verzehrt werden und verleihen dem Gericht neben einem angenehmen Geschmack und Duft auch etwas Farbe. Besonders in der italienischen Küche ist der Salbei sehr beliebt. Hier wird er hauptsächlich zum Würzen von Fleisch verwendet oder auch mit Butter zu Pasta-Soßen verarbeitet. Salbeiblätter lassen sich gut trocknen und stehen somit ganzjährig zur Verfügung.

Salbei in der Küche

Der Geschmack des Salbeis passt gut zu Fisch- und Fleischgerichten. Die Blüten verleihen Ihrem Salat einen schönen blauen Akzent!

Verwendung von Salbei im Gartenbau

Auch schön anzusehen: Die lilafarbenen Blüten des Salbeis schmücken jeden Bauerngarten.

Im Gartenbau ist die Salbeipflanze sehr beliebt. Sie hat nur geringeAnsprüche an ihren Standort und gedeiht besonders gut auf nährstoffarmen Bödenin sonniger Lage. Andere Pflanzen profitieren von einer direkten Nachbarschaft zum Salbei. Sein Duft lockt Insekten an, die die Bestäubung der benachbarten Pflanzen fördert. So ist eine Pflanzung zwischen Gemüse, wie Kohl, zu empfehlen. Als schönen Nebeneffekt tragen die blauen Blüten zur Farbenpracht im Garten bei. Beim Salbei handelt es sich um ein mehrjähriges, winterhartes Gewächs.

Schon gewusst?

Salbeipflanzen auf dem Gemüsebeet können Ihre Erträge als Hobbygärtner steigern!

Verwendung von Salbei in der Medizin

Das Hauptanwendungsgebiet des Salvia officinalis liegt in der Medizin. Hier trägt es zur Linderung der Beschwerden bei verschiedenen Erkrankungen bei. Die Verwendung als Heilmittel ist alt, schon zu Zeiten der Pest hat man sich die desinfizierende Wirkung zu Nutzen gemacht.

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Heutzutage wird die Heilwirkung des Salbeis v. a. bei Atemwegserkrankungen und Problemen des Magen-Darm-Trakts genutzt. Zumeist wird hierzu ein Tee aus den Blättern der Pflanze verzehrt, oder Lösungen mit Salbeiextrakt genutzt.

Halsschmerzen - viel trinken hilft
Salbeitee hilft bei Erkältung. Er lindert Halsschmerzen und Hustenreiz.

Am bekanntesten ist der Einsatz bei Erkältungskrankheiten. Hier lindern Salbeiblätter Halsschmerzen, mildern den Hustenreiz und wirken schleimlösend.

Entzündungen im Mundraum werden durch die desinfizierende Wirkung des Salbeis bekämpft. Hierzu empfiehlt sich eine Mundspülung mit einer salbeihaltigen Lösung.

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Auch Zahnerkrankungen wie Paradontitis können durch die Verwendung von Zahnpasta mit Salbei behandelt werden.

Frau mit Bauchschmerzen
Bei Problemen im Magen-Darm-Trakt kann Salbei Abhilfe schaffen.

Personen, die an Verdauungsproblemen leiden,profitieren ebenfalls von den Heilkräften des Salbeis. Die Verdauung wirdangeregt, Blähungen verringert, Krämpfe abgeschwächt.

Beim Beschwerdebild der Hyperhidrose, dem vermehrten Schwitzen, wirkt sich der Verzehr von Salbeitee positiv aus. Unterstützend können hier auch salbeihaltige Deodorants verwendet werden.

Schon gewusst?

Salbei spielte schon zur Pest-Bekämpfung eine Rolle. Seine desinfizierende Wirkung schützte vor einer Übertragung der Seuche. Dies machten sich auch Plünderer zu Nutze, die sich mit Salbei einrieben bevor sie auf Streifzug gingen.

Verwendung von Salbei in der Kosmetik

Gesunde Zähne
Strahlend weiße Zähne mithilfe von Salbeiblättern.

Salbeiprodukte sind auch in der Kosmetik sehr beliebt. Haut, Haar und Zähne können von einer Anwendung profitieren.  So helfen Präparate mit Salvia aufgrund der antiseptischen Wirkung bei Pickeln und unreiner Haut. Das Kauen der reinen Salbeiblätter trägt zur Zahnreinigung bei, pflegt zusätzlich die Mundschleimhaut und weist sogar einen zahnaufhellenden Effekt auf. Bei dunklem Haar kann auf den Haaransatz aufgetragener Salbeitee  sogar die ersten graue Haare abdecken.

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Ein salbeihaltiges Deodorant oder ein Fußbad mit Salbei hilft gegen unangenehmen Körpergeruch und das verringert das Schwitzen.

Kontraindikation von Salbei

Vorsicht bei dem Gebrauch von Salvia officinalis ist bei Kindern, Stillenden und Asthmatikern geboten. Ätherische Öle können zu Atemnot bei Kindern führen, sodass eine Anwendung bei Erkältungserkrankungen hier nicht zu empfehlen ist. Ebenso kann es bei Asthmatikern zu einem akuten Anfall führen.

Aufgrund seiner abstillenden Wirkung ist Salbeitee bei stillenden Frauen nicht zu empfehlen, es sei denn, das Abstillen ist erwünscht. Auch bei einer bekannten Unverträglichkeit ist von einer Verwendung des Salbeis abzuraten.

Zubereitung von Salbeitee

Gießen Sie eine Viertel Tasse Salbeiblätter mit einer Tasse kochenden Wasser auf. Lassen Sie den Tee 1-3 min ziehen. Bei regelmäßigem Verzehr wird nach 10 Tagen eine 3-tägige Verzehrpause empfohlen.


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Stand vom: 16.10.2018