Tipps gegen Halsschmerzen

Hustensaft, Halswickel und Lutschtabletten

Plötzlich kratzt der Hals und wir fühlen uns schlapp – das ist in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Hauptursache für Halsschmerzen ist meist ein Infekt der Atemwege. Erkältungserkrankungen suchen uns 2- bis 3-mal im Jahr auf. Bei Kindern kommt die Viruserkrankung mit Halsentzündung sogar bis zu 8-mal vor.

Wenn es im Hals kratzt, brennt, schmerzt und das Schlucken Beschwerden verursacht, liegt meist ein Infekt der oberen Atemwege vor. Halsschmerz ist demnach keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Begleiterscheinung einer Erkältung, Grippe oder Mandelentzündung. Daneben kann er auch als Symptom schwerer Infekte wie Scharlach oder Diphtherie auftreten.

Häufigkeit von Halsschmerzen

Als begleitende Beschwerden bei einer Erkältung treten Halsschmerzen und Husten als häufigste Gesundheitsbeeinträchtigungen in Deutschland auf. Erst danach folgen Schlafstörungen und Gewichtsprobleme. Erwachsene erkranken an einer Erkältung bis zu 4-mal im Jahr, Kinder noch häufiger.

Oft erkranken Kinder auch mehrmals an enzündeten Mandeln. Die Halsschmerzen sind hier besonders stark. Wenn eine Angina mehrmals im Jahr zuschlägt, trifft der Arzt mitunter die Entscheidung, die Mandeln zu entfernen.

Mandelentfernungen in Deutschland
Laut der Bertelsmann Stiftung werden in Deutschland im Schnitt bei rund 48 Kindern von 10.000 die Mandeln entfernt.

Ursachen und Symptome von Halsschmerzen

Halsschmerzen
Halsschmerzen gehören oft zu den unangenehmen Begleiterscheinungen bei einem grippalen Infekt.

Atemwegsinfekte werden meist durch Viren oder Bakterien verursacht, die die Schleimhäute schädigen und dafür verantwortlich sind, dass diese sich entzünden. Der Hals wird rot, schwillt an und schmerzt. Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Fieber und gegebenenfalls geschwollene Lymphknoten treten begleitend auf. Bei einer Angina kommen noch geschwollene, gerötete und mitunter vereiterte Mandeln hinzu.

Zugrundeliegende Entzündungen bei Halsschmerzen

Liegt eine Infektion vor, entzündet sich die Halsschleimhaut. Je nach Ort der Entzündung unterscheidet man in:

Rachenentzündung

Typisch bei Erkältung ist die Rachenentzündung (Pharyngitis), für die meist Viren, manchmal auch Bakterien verantwortlich sind. Sie zeigt sich mit anfänglichem Halskratzen, einem Brennen in der Nase, Niesreiz, Schnupfen, Kopfschmerzen, Fieber und Husten. In 2 bis 3 Tagen sind die Halsschmerzen meist vorbei, die anderen Erkältungsbeschwerden benötigen häufig eine Woche.

Mandelentzündung

Kind mit Halsschmerzen
Vor allem Kinder werden sehr häufig von Erkältungskrankheiten mit Halsschmerzen heimgesucht.

Bei der Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris) sind meist die Gaumenmandeln betroffen. Verursacht wird die Tonsillitis oft durch Bakterien oder Viren. Die starken Halsschmerzen dauern länger als 3 Tage an und können bis zu den Ohren ausstrahlen. Die Mandeln weisen Beläge auf, es kommt zu Schluckbeschwerden und Mundgeruch. Die Lymphknoten sind geschwollen und schmerzen, das Sprechen fällt schwer. Tritt eine Mandelentzündung gemeinsam mit einer Rachenentzündung auf, spricht man von einer Pharyngotonsillitis oder Tonsillopharnygitis.

Kehlkopfentzündung

Sind wir erkältet, kann sich die Schleimhautentzündung auch auf den Kehlkopf ausbreiten. Bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) schwellen Schleimhaut und Stimmbänder an. Es bildet sich Schleim. Heiserkeit bis hin zum Stimmverlust für 2 bis 3 Tage sind neben Halsschmerzen, Husten und den anderen Erkältungssymptomen die Folgen.  Entzünden sich Rachen und Kehlkopf spricht man von einer Pharyngolaryngitis.

Unsere Tipps vom Apotheker bei Halsschmerzen

Bei einer leichten Erkältung kann man Halsschmerzen sehr gut mit Hausmitteln zu Leibe rücken. Sollte sich der Zustand nach 2 bis 3 Tagen nicht bessern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Auch bei chronischen beziehungsweise immer wiederkehrenden Halsentzündungen ist ein Arztbesuch anzuraten.

Viel Ruhe und viel trinken

Halsschmerzen - viel trinken hilft
Wer Halsschmerzen hat, sollte viel trinken, auch wenn das Schlucken schwer fällt.

Bei allen Atemwegsinfekten hilft es, sich auszuruhen und viel zu trinken, da die Flüssigkeit die Schleimhäute feucht hält. Das lindert zum einen den Halsschmerz und verhindert zum anderen, dass Erkältungsviren sich vermehren können.

Unsere Produkttipps: KLENK Thymian Arznei-Tee | KLENK Kamillenblüten Arznei-Tee | apoday® HEISSE ZITRONE

Besonders gut geeignet sind Tees, die keimhemmend, entzündungsdämmend und abschwellend wirken. Kamille, Malve, Salbei und Thymian sind sehr empfehlenswert. Auch das Trinken einer heißen Zitrone ist ratsam, da man dadurch besonders viel Vitamin C aufnimmt.

Gurgeln mit Salzwasser und Halswickel

Ein bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen ist das Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser. Auch mit Kamillen- oder Salbeitee kann gegurgelt werden. Hier sollte jedoch eine hohe Konzentration des Tees vorliegen. Salbei ist ohnehin zu empfehlen. Die Arzneipflanze enthält Gerbstoffe, die schützend auf die Schleimhäute einwirken. Das ätherische Öl des Salbeis wirkt desinfizierend.

Unser Produkttipp: Bombastus SALBEITEE-AUSLESE geschnitten

Auch werden immer wieder Halswickel empfohlen. Dazu tränkt man ein Handtuch mit Wasser, Zitronensaft, Quark oder Retterspitz® und wickelt es für 20 bis 30 Minuten um den Hals.

Lutschtabletten und Halspastillen

Besonders angenehm ist Medizin, die man wie ein Bonbon lutschen kann. Vor allem für Kinder sind Lutschtabletten eine kleine Wohltat. Wobei man die Altersangaben beachten muss, da viele Präparate erst für Kinder ab 6 Jahren geeignet sind.

Unsere Produkttipps: neo-angin® Halstabletten zuckerfrei | Krügerol® Halsbonbons  | isla® moos Pastillen | Dolo-Dobendan® Lutschtabletten

Lutschtabletten, die Salz enthalten, verhindern das Austrocknen der Schleimhaut. Dadurch werden die Keime besser bekämpft. Salzhaltige Lutschpastillen sind zu empfehlen, wenn Betroffene sich in Räumen mit trockener Heizungsluft aufhalten müssen. Lutschpastillen mit Isländisch Moos bilden einen Schutzfilm auf der gereizten Schleimhaut. In vielen Lutschpastillen sind zudem örtlich betäubende sowie desinfizierende Wirkstoffe enthalten.

Hinweis:

Neben Atemwegsinfekten können auch andere Erkrankungen wie Kehlkopfkrebs oder Schilddrüsenvergrößerung ursächlich für Halsschmerzen sein. In diesen Fällen ist eine spezielle, mit dem Arzt abzusprechende Therapie nötig.

Unsere Lesetipps: Tipps gegen Fieber | Tipps gegen Husten | Tipps gegen Schnupfen


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 17.10.2018