Husten

Wenn die Erkältungsviren zuschlagen: Tipps gegen Husten

Husten kennt viele Ursachen. Er tritt als Schutzmechanismus auf, um fremde Partikel wie Staub, Rauch oder Brotkrumen aus den Atemwegen hinauszubefördern. Im Rahmen einer Erkältung ist Husten eine nützliche Maßnahme unseres Körpers. Wir schleudern mit dem Husten Krankheitserreger aus unserem Organismus heraus. Husten ist daher ein sinnvoller Mechanismus. Wenn er jedoch unseren Schlaf stört, ist er kontraproduktiv. Hier helfen verschiedene Hustenmittel.  

Wofür ist Husten gut?

Mann hustet
Husten ist eine sinnvolle Einrichtung unseres Körpers. Bildquelle: © drubig-photo – Fotolia.com

Löst ein Reiz den Hustenreflex aus, kommt es zu einem explosionsartigen Ausstoßen von Luft. Diese erreicht eine hohe Geschwindigkeit und reißt Partikel, Fremdkörper und Krankheitserreger mit. So werden die Atemwege von Substanzen, die sich darin anlagern und die Atemwege verengen können, gereinigt. Dieser Mechanismus greift vor allem, wenn unser Körper von Erkältungskrankheiten heimgesucht wird. Die Krankheitserreger, der entstandene Schleim oder andere Sekrete werden mittels des Hustens aus den Atemwegen befördert.

Husten entsteht infolge von Reizung und geht häufig mit diversen Krankheiten einher, wie:

Jedoch kann Husten auch die Folge von Rauchen sein beziehungsweise durch Einatmen von Schadstoffen, Einnahme diverser Medikamente oder auch als allergische Reaktion auftreten.

Husten als Schutzmechanismus

Der menschliche Organismus setzt Husten als unwillkürliche Schutzreaktion ein, wenn beim Einatmen Staubpartikel, Rauch oder Brotkrümel in die Atemwege gelangen. Die fremden Substanzen reizen die Sensoren an den Schleimhäuten der Luftröhre sowie der Bronchien. Wird der Hustenreflex durch diesen Hustenreiz ausgelöst, öffnet sich die Stimmritze und die Luft wird mit einer Geschwindigkeit von bis zu 480 Kilometern in der Stunde hinausgeschleudert.

Trockener Husten

In Bezug auf das abgehustete Sekret unterscheidet man in trockenen Husten, produktiven Husten sowie Bluthusten. Ein trockener Husten erfolgt ohne Auswurf. Da er durch Reizung der Atemwege ausgelöst wird, wird er auch als Reizhusten bezeichnet. Neben dem Einatmen von Fremdkörpern, kann er durch eine akute Bronchitis, eine Rippenfellentzündung oder Lungenembolie ausgelöst werden. Verläuft der trockene Husten chronisch könnte eine chronische Nebenhöhlenentzündung oder Asthma dahinter stecken. Aber auch die Einnahme von ACE-Hemmern kann trockenen Husten verursachen.

Kind hustet
Die Hustenattacken kommen häufig in den Abend- und Nachtstunden.

Produktiver Husten

Husten mit Auswurf wird als produktiver Husten bezeichnet. Geht der Husten mit Schleimbildung einher, ist dieser oft glasklar. Ein gelblicher Auswurf deutet auf Entzündungszellen hin und ein grünliches Bronchialsekret auf eine bakterielle Infektion. Hält der produktive Husten länger als 8 Wochen an, könnte auch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD bzw. umgangssprachlich Raucherlunge, oder eine chronische Bronchitis vorliegen.

Bluthusten (Hämoptyse)

Ist der Auswurf blutig, handelt es sich um einen Bluthusten, einer Sonderform des produktiven Hustens, dessen Ursachen sehr ernst zu nehmen sind. Ein Bluthusten weist entweder auf eine schwere Bronchitis, Lungenembolie, Lungentuberkulose, Lungenkrebs oder das Einatmen von Fremdkörpern hin. Nur selten steckt eine Linksherzschwäche oder eine Blutgerinnungsstörung (angeboren oder aufgrund der Einnahme gerinnungshemmender Medikamente) hinter Bluthusten.

Akuter und chronischer Husten

Husten wird neben der Art und Weise auch nach der Dauer eingeteilt. Ein akuter Husten kann bis zu 8 Wochen andauern und wird meist durch Atemwegsinfektionen verursacht. Allerdings kann er auch aufgrund einer Allergie, einer Lungenembolie oder infolge einer Schadstoffvergiftung auftreten. Ein chronischer Husten hält länger als 8 Wochen an. Ursachen hierfür können beispielsweise Asthma, chronische Bronchitis oder Lungenkrebs sein.

Wann sind Mittel gegen Husten sinnvoll?

Bei einer Erkältung werden die Bronchien über einen längeren Zeitraum gereizt. Das hat zur Folge, dass wir ständig husten. Soll der Infekt jedoch schnell ausheilen, braucht der Körper viel Ruhe und vor allem Schlaf. Husten sorgt dann jedoch für unruhige Nächte und unser Immunsystem wird bei seiner Arbeit gestört.

Welche Mittel gegen Husten gibt es?

Prinzipiell stellt sich die Frage nach der Art des Hustens. Demnach entscheidet man sich für ein geeignetes Hustenmittel, dass entweder den trockenen Husten beruhigt oder beim Abhusten hilft. Ungeachtet dessen sind Hustenmittel in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Neben  Hustensirup und Hustensaft stehen dem Betroffenen auch Lutschtabletten, Halspastillen und Halsbonbons zur Verfügung. Hustenbonbons sind wirksam und vor allem für die kranken Kleinen ein heilsamer Trost.

Arzneipflanzen bei Husten auf einen Blick


HustenstillerHustenlöser
Isländisches MoosAnis
EfeuThymian
EibischEukalyptus
MalveSalbei
SpitzwegerichPfefferminze

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Hustenstiller

Bei dem sogenannten Reizhusten bzw. dem trockenen Husten können gereizte Schleimhäute ursächlich sein. Hier sollten vor allem vor dem Schlafengehen Hustenstiller verabreicht werden.

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Hustenstiller, sogenannte Antitussiva,  mindern den Hustenreiz. Bei Reizhusten sind ohnehin sogenannte Schleimdrogen gut, die die gereizte Haut mit einem schützenden Film überziehen. Das können Säfte, Sirups oder Extrakte aus Eibisch, Efeu, Malve, Spitzwegerich sowie Isländisches Moos sein.

Hustenlöser

Bei einem produktiven Husten lohnt es sich, das Sekret zu verflüssigen, damit es besser abgehustet werden kann.

Hustenlöser sind schleimlösende und auswurffördernde Mittel, die den Schleim flüssiger machen, damit er sich besser abhusten lässt. Wirkstoffe wie Acetylcystein, Bromhexin oder Ambroxol können den zähen Schleim verflüssigen.

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Daneben sind Thymian, Salbei oder Anis gern gesehene Kräuter, um beim Abhusten zu helfen.

Kräutertees

Grüner Tee in Glas
Ein Kräutertee kann den Husten beruhigen.

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr! Der Husten wird durch wiederholtes Trinken von kleinen Schlucken Wasser oder Tee gedämpft. Flüssigkeit wirkt einer Austrocknung der Schleimhäute entgegen. Hustenreizlindernd wirken vor allem Kräutertees mit Eibisch oder Spitzwegerich.

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Spezielle Heilkräutertees  wie Thymian, Anis oder Schlüsselblume sind schleimlösend.

Welche Hausmittel helfen noch gegen Husten?

Honig und Zitrone
Zitrone und Honig sind bei Husten sehr wohltuend.

Ein Löffel Honig kann ein geeignetes Mittel gegen Husten sein. Vor dem Schlafengehen beruhigt er den Reizhusten.

Eukalyptusöl zum Einreiben lindert die Entzündung der oberen Atemwege und mindert Husten, Schnupfen sowie Heiserkeit. Die Durchblutung von Haut und Schleimhaut wird durch das ätherische Öl angeregt, einer Verschleimung der Atemwege entgegengewirkt und das Abhusten erleichtert. Auch als Zusatz in einem Erkältungsbad oder zu Inhalalationszwecken, ist das heilsame Öl zu empfehlen.

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Inhalationen mit Kamille lindern den schleimproduzierenden Husten und das Gefühl der Brustenge.

5 Tipps zur Genesung

Frau sitzt im Bett und trinkt Tee
Gönnen Sie sich Ruhe!
  • Schonen Sie sich!
  • Lagern Sie Ihren Oberkörper vor dem Einschlafen mit mehreren Kissen etwas höher. Das hilft gegen akute Hustenanfälle.
  • Die zusätzliche Reizung der Atemwege mit Tabakrauch wirkt der Heilung entgegen und sollte vermieden werden.
  • Die Reizungen in den entzündeten Schleimhäuten der Atemwege werden durch eine angenehme Raum-Luftfeuchtigkeit gelindert. Bei trockener Zimmerluft können Sie feuchte Tücher, beispielsweise über die Heizung, aufhängen.
  • Schenken Sie Ihren Lieben Aufmerksamkeit, wenn diese krank sind und verwöhnen Sie sie. Auch das hilft bei der Genesung.

Lesetipp: Tipps gegen Fieber | Tipps gegen Halsschmerzen | Tipps gegen Schnupfen


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Stand vom: 18.10.2018