Nystatin

Nystatin

Der antimykotische Wirkstoff Nystatin hilft bei Infektionen mit Candida-Pilzen.

Wenn die Haut juckt, gerötet und trocken ist, können verschiedene Hautkrankheiten vorliegen. Auch eine Pilzinfektion ist möglich. Der Befall ist meist nicht gefährlich, sollte jedoch behandelt werden. Nystatin ist ein Wirkstoff, der gezielt zur Therapie von Mykosen eingesetzt wird.

 

Synonym:

3-(4-Amino-3,5-dihydroxy-6-methyl-tetrahydropyran-2-yl)oxy-19,25,27,29,32,33,35,37-octahydroxy-18,20,21-trimethyl-23-oxo-22,39-dioxabicyclo[33.3.1]nonatriaconta-4,6,8,10,14,16-hexaen-38-carbonsäure

 

Nystatin ist ein Antimykotikum, das zur Behandlung von Pilzinfektionen auf Haut und Schleimhäuten dient. Es wirkt hauptsächlich gegen Infektionen, die durch Hefepilze hervorgerufen werden.

Nystatin

Sturkturformel des Antimykotikums Nystatin

Der Wirkstoff ist ein Produkt der Streptomyces-Bakterien. Er wurde erstmals 1948 von Elizabeth Lee Hazen und Rachel Fuller Brown aus dem Bakterienstamm isoliert. 1954 benannten sie die Substanz schließlich „Nystatin“. Der Name geht auf die Gesundheitsbehörde des Staates New York zurück, dem New York State Department of Health. Hazen und Brown arbeiteten in dieser Einrichtung.

Nystatin ist in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich, als:

  • Filmtabletten für Pilzinfektionen im Magen-Darm-Trakt
  • Mundgel und Suspension zur Behandlung von Pilzbefall auf der Mundschleimhaut
  • Cremes und Salben gegen Mykosen auf der Haut, insbesondere in Hautfalten und im Anal- und Genitalbereich
  • Vaginaltabletten gegen Infektion im weiblichen Genitalbereich

 

Anwendungsgebiete – Nystatin bei Pilzinfektionen

Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem besteht das Risiko, dass sich Mykosen durch ein zu starkes Wachstum von Hefepilzen entwickeln. Zu dieser Risikogruppe zählen Krebspatienten in der Chemotherapie sowie HIV-Infizierte und AIDS-Patienten. Hier werden Antimykotika wie Nystatin zur prophylaktischen Behandlung eingesetzt.

Mund-Soor - Befall der Zunge

Gegen Hefepilzbefall im Mund (Mundsoor) hilft unter anderem der Wirkstoff Nystatin.

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Der Wirkstoff Nystatin wird außerdem zur Behandlung von Pilzinfektionen verwendet:

  • im Mund (Soor),
  • im Magen-Darm-Bereich
  • auf der Haut, besonders in der Leisten- und Achselgegend
  • im Windelbereich (Windeldermatitis)
  • im After- und Genitalbereich

 

Unsere Produkttipps

Nystatin bei Pilzinfektion der Mundschleimhaut:

·         Moronal® Suspension

·         Adiclair® Suspension

·         Lederlind® Mundgel

Nystatin bei Pilzinfektion der Haut:

·         Multilind® Heilsalbe mit Nystatin und Zinkoxid

Nystatin bei Pilzinfektionen im Magen-Darm-Bereich:

·         Nystatin Holsten FTA Filmtabletten

Nystatin bei Pilzinfektionen:

·         Biofanal® Vaginaltabletten

 

Wirkungsweise von Nystatin

Candida albicans (Hefepilze)

Der Bakterienstamm Candida albicans gilt als einer der häufigsten Auslöser für Haut- und Scheidenpilz.

Nystatin entfaltet seine Wirkung, indem es sich mit Ergosterin (Ergosterol) verbindet. Ergosterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran von Pilzzellen. Diese Verbindung bewirkt, dass sich Poren in der Zellwand bilden. Die Zellwand wird damit durchlässiger. Durch die Poren gelangen Kaliumionen (K+) vom Zellinneren nach außen. Diese Störung des Stoffwechsels führt zum Tod der Pilzzelle.

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Gegenanzeigen

Eine Behandlung mit Nystatin erfolgt nicht, wenn der Patient bereits überempfindlich auf den Wirkstoff und ähnliche Anti-Pilzmittel reagiert hat.

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Frauen sicherheitshalber mit einem Arzt absprechen, ob Medikamente mit Nystatin ohne Bedenken eingesetzt werden dürfen. Es sind zwar bisher keine unerwünschten Folgen bekannt, dennoch ist es sicherer, wenn ein Arzt die Behandlung überwacht.

Nystatinhaltige Präparate sind zur Therapie von Pilzinfektionen bei Kindern geeignet.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bei gleichzeitiger Einnahme von Nystatin sind nicht bekannt.

 

Nebenwirkungen von Nystatin

Beschwerden bei Unterleibsschmerzen

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes gehören zu den unerwünschten Wirkungen von Nystatin.

Nystatin wird bei oraler Einnahme nicht im Darm aufgenommen. Einerseits eignet es sich daher zur Behandlung von Pilzinfektionen im Darmtrakt, jedoch können deshalb oft Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung auftreten. Weiterhin kann es bei innerer Anwendung von Nystatin zu Calciumüberschuss im Blut und Urin kommen. Auch die Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen infolge einer Behandlung mit Nystatin wurde beobachtet.

Beim Auftragen auf die Haut können Hautreaktionen wie Brennen, Rötungen oder Juckreiz auftreten.

Ob diese unerwünschten Wirkungen tatsächlich eintreten, ist jedoch abhängig von der Dosis des Wirkstoffs bei der Therapie.

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Stand vom: 24.05.2018