Rosenöl

Königin der Düfte

Die Rose ist eine der beliebtesten Blumen weltweit. Sie sieht nicht nur gut aus und verströmt einen betörenden Duft, das Öl aus ihren Blütenblättern ist eines der wertvollsten unter den ätherischen Ölen. Es verleiht vielen Pflegeprodukten ihren Geruch und hat sogar Heilwirkungen, die nicht zu unterschätzen sind. 

Allgemeines zum Rosenöl

Rose

Das Rosenöl hat eine lange Geschichte. Bereits 370 v. Chr. wurde es von dem Griechen Theophrastus aus aus Blütenblättern der Rosen gewonnen, um es anschließend dem Wein zuzusetzen. Heutzutage erfolgt die Extraktion des Rosenöls mittels Wasserdampf-Destillation. Die Prozedur ist sehr aufwendig und hat einen hohen Materialverbrauch. Für einen Liter des kostbaren Öls werden zwischen 3.000 und 5.000 Kilogramm der Rosenblütenblätter benötigt. Die verwendeten Blüten entstammen v. a. den Pflanzensorten „Rosa centifolia“ und „Rosa damascena“. Die hauptsächlichen Anbaugebiete liegen in Bulgarien, Frankreich, Marokko, der Türkei und im Iran.

Schon gewusst?

Die Ernte der Rosenblüten hat v. a. in Bulgarien eine lange Tradition. Noch heute werden die Blüten hier zwischen Mai und Juni täglich in den frühen Morgenstunden von mehr als 35.000 Arbeiterinnen per Hand gepflückt!

Um ein möglichst reines, hochwertiges Öl zu erhalten, wird die Destillation mindestens 7-mal durchgeführt. Nicht umsonst zählt das Rosenöl zu den hochpreisigsten Ölen weltweit. Ein Liter der gut duftenden Flüssigkeit aus dem bulgarischen Rosental kostete im Jahr 2017 bis zu 10.000 Euro.

Eigenschaften des Rosenöls

Rosenöl
Rosenöl verströmt einen betörenden Duft.

Bei dem Öl aus Rosenblüten handelt es sich um eine gelb-grünliche Flüssigkeit mit einem starken, charakteristischen Geruch. Es besteht aus einem Substanzgemisch mit ca. 350 verschiedenen Inhaltsstoffen. Der Hauptbestandteil des ätherischen Öls ist mit 34–55 % Citronellol, gefolgt von Geraniol (30–40 %) und Nerol. Des Weiteren sind in Spuren Linalool, Citral, Farbesol, Carvon, Rhosinol, Nonylldehyd und 2-Phenylethanol enthalten.

Schon gewusst?

Das Rosenöl gehört zu einem der teuersten ätherischen Öle weltweit. Nicht selten wird es daher mit billigem Geraniumöl verfälscht. Achten Sie bei den Produkten auf die Reinheit der Inhaltsstoffe!

Wirkungen des Rosenöls

Das Rosenöl hat vielfältige Wirkungen, die wir uns v. a. im kosmetischen und medizinschen Bereich zu Nutze machen.

Wirkungen des Rosenöls:

  • antiseptisch
  • stimmungsaufhellend
  • schmerzlindernd
  • krampflösend
  • durchblutungssteigernd

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Auch eine aphrodisierende Wirkung wird dem Rosenöl nachgesagt, bewiesen ist diese allerdings nicht.

Verwendung des Rosenöls

junge schöne Frau
Rosenöl ist Bestandteil in vielen Hautcremes.

So verschieden wie die Wirkungen der Inhaltsstoffe des kostbaren Öls sind, so vielfältig sind auch seine Einsatzgebiete. Am bekanntesten ist wohl der Einsatz des Rosenöls in der Parfum- und Kosmetikindustrie. Aber auch bei vielen gesundheitlichen Leiden kann es Abhilfe schaffen und immer öfter verzückt es den Gaumen in Gourmet-Restaurants.

Einen Überblick über die Einsatzgebiete des Rosenöls können Sie folgender Tabelle entnehmen:

Rosenöl in der Kosmetik Rosenöl in der Medizin Rosenöl in der Küche
Parfumduftstoff Depression, SchlafstörungenGewürz in Desserts, Gebäck, Cocktails
Hautpflege (bei Falten, Narben, unreiner Haut) Schmerzen (z. B. Migräne, Zahnschmerzen) verdampft als reiner Duftstoff
Haarpflege Entzündungen  
  Verspannungen, Krämpfe  
  Verdauungsbeschwerden (Völlegefühl, Verstopfung)  

Rosenöl in Kosmetika

Erfrischung
Der betörende Duft der Rose ist eine beliebte Note in Parfums.

Der Einsatz von Rosenöl bei der Parfumherstellung hat eine lange Tradition. V. a. aufgrund der stimmungsaufhellenden Wirkung greift man hier gern auf das kostbare Öl als Duftstoff zurück. Auch in vielen Lotionen und Cremes ist Rosenöl enthalten. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung hat es einen verjüngenden Effekt, erhöht die Spannkraft der Haut und spendet Feuchtigkeit. Durch seine antiseptische Komponente profitieren Personen, die an unreiner Haut leiden, von Rosenöl in ihren Hautpflegeprodukten. Hierzu kann das Öl auch direkt aufgetragen werden. Auch bei der Wundheilung und der Narbenpflege kann das Öl aus den Rosenblüten helfen – es beschleunigt die Heilung und Regeneration.

Vollbad
Aromatherapie mit Rosen gefällig: Ein Bad ist für Körper und Geist wohltuend.

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Nicht nur die Haut, auch das Haar profitiert von der Feuchtigkeit und den ungesättigen Fettsäuren, die im Rosenöl enthalten sind. Bei trockenem Haar und schuppiger Kopfhaut empfehlen sich Pflegepräparate, die das Öl enthalten. Es kann pur aufgetragen werden. Neben dem pflegenden Effekt, setzt sich auch der wohltuende Duft im Haar fest und verströmt über längeren Zeitraum!

Rosenölcreme

Als eines der wenigen ätherischen Öle, wirkt das Rosenöl nicht haut- und schleimhautreizend und kann somit auch pur aufgetragen werden. Aufgrund des hohen Preises, empfiehlt sich allerdings die Beimengung einer geringen Menge des Öls zu einer herkömmlichen Creme.

Rosenöl in der Medizin

Migräne
Rosenöl wird bei Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt.

Das Öl aus den Rosenblüten kann bei vielerlei medizinischen Problemen Abhilfe schaffen. Allen voran steht hierbei der antiseptische Effekt, der Entzündungen verhindern oder deren Heilung beschleunigen kann. So hilft das Rosenöl lokal angewendet zum Beispiel bei Bindehautentzündungen und gegen Lippenherpes sowie als Inhalation bei Infektionen der Atemwege.

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Auch seine stimmungsaufhellende Wirkung ist bekannt und kommt v. a. Patienten, die an einer Depression leiden, zugute. Hierbei wird das Rosenöl als Dufttherapie angewendet. Auf diesen Weg wirkt die Flüssigkeit auch bei Schlafstörungen einschlaffördernd.

Der Duft vom Sommer im Winter

Die positive Wirkung des Rosenöls bei Depressionen ist lange bekannt. Früher wurde es regelmäßig zur Aromatherapie gegen Winterdepressionen eingesetzt!

Migräne-Patienten profitieren ebenfalls vom Öl der Rose. Lokal im Bereich der Schläfen aufgetragen und als Aromatherapie angewendet kann Rosenöl den Schmerz lindern. Diesen Effekt macht man sich auch bei Zahnschmerzen zu Nutze. Dem Mundwasser beigemengt verringert es auch hier den Schmerz und beugt durch den antiseptischen Effekt gleichzeitig Entzündungen im Mundraum vor. Ein positiver Nebeneffekt hierbei ist die gleichzeitige Bekämpfung von unangenehmem Mundgeruch!

In Massageölen verarbeitet hilft Rosenöl hervorragend gegen Muskelverspannungen und Krämpfe, wie sie z. B. bei starker körperlicher Belastung auftreten.

Rosenöl in der Küche

Rosenöl
Rosenöl ist eine interessante Note in Pralinen.

Auch in der Küche ist das Rosenöl ein gern verwendeter, exklusiver Zusatz. So verleiht es verschiedenem Gebäck, Desserts und Cocktails eine interessante Note. Es empfiehlt sich die Kombination mit Honig, da das Öl sonst einen recht bitteren Geschmack hat.


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Stand vom: 16.03.2019