Natrium

Salz

Kochsalz (Natriumchlorid) gilt als Hauptlieferant.

Wenn die Natriumkonzentration schwankt, wird die Übertragung von Nervenimpulsen gestört. Natriummangel als auch Natriumüberschuss können für den Körper schwerwiegende Folgen haben.

Das chemische Element Natrium ist einer der häufigsten essentiellen Mineralstoffe des menschlichen Körpers und gehört somit zu den Mengenelementen. Im menschlichen Organismus sind etwa 70–100 g Natrium enthalten. Ein Drittel des Natriumbestandes ist in den Knochen abgespeichert und kann bei Natriummangel an das Blut abgegeben werden. Natrium liegt als Elektrolyt im intrazellulären Raum vor. Natrium-Ionen sind an der Entstehung und Weiterleitung von Erregungen in Nervenzellen und Muskelfasern beteiligt. Daher ist Natrium für den Herzmuskel und für die Muskelarbeit im Allgemeinen von großer Bedeutung. Auch die Wasserverteilung im Körper wird mit Natrium organisiert.

 

Empfohlene Tagesmenge

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 1500 mg Natrium ab einem Alter von 15 Jahren. Kinder haben einen geringeren Bedarf:

Kopfläuse - Juckreiz

Kinder haben einen geringen Natrium-Bedarf.

Alter mg/Tag
0 bis unter 4 Monate 130
4 bis unter 12 Monate 200
1 bis unter 4 Jahre 400
4 bis unter 7 Jahre 500
7 bis unter 10 Jahre 750
10 bis unter 13 Jahre 1100
13 bis unter 15 Jahre 1400

 

Natriummangel und Natriumüberschuss

Wenn der Natriumspiegel unter 135 mmol/l sinkt, spricht man von Hyponatriämie, der Unterversorgung von Natrium und das Zellvolumen steigt an. Bei einer Hypernatriämie, einem Wert über 145 mmol/l, schrumpfen die Zellen und der Körper ist mit Natrium überversorgt. Beides beeinträchtigt die Funktion des Gehirns.

 

Ein Natriummangel oder ein Natriumüberschuss liegen in der Regel nicht an einer zu geringen oder übermäßigen Aufnahme des Mineralstoffes. Die Konzentration im Blutserum hängt vor allem mit dem Wasserhaushalt zusammen.

 

Natriummangel

Bei einem absoluten Natriummangel liegt zu wenig Natrium im Blut vor. Das kann daran liegen, dass unser Körper durch diverse Erkrankungen zu viel Natrium verliert. Auch die Einnahme von entwässernden Medikamenten, sogenannte Diuretika, kann  zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium führen.

Beschwerden bei Unterleibsschmerzen

Ein Natriummangel kann durch diverse Magen-Darm-Probleme entstehen.

Verursachende Krankheiten sind:

  • Nierenerkrankung mit vermehrtem Salzverlust
  • Mangel an Mineralokortikoiden
  • Durchfall und Erbrechen
  • Bauchfellentzündung und entzündete Bauchspeicheldrüse
  • Darmverschluss
  • Verbrennungen

 

Ein relativer Natriummangel entsteht hingegen durch die Verdünnung des Blutes, etwa wenn wir zu viel Wasser getrunken oder zu wenig Wasser ausgeschieden haben. Hier liegen die Ursache häufig in einer Funktionsstörung eines Organs, etwa Nierenversagen oder Leberzirrhose. Das Trinken von destilliertem Wasser kann ebenfalls zu einem Natriummangel führen.

Frau mit Sodbrennen

Ein Natriummangel kann sich durch Übelkeit bemerkbar machen.

Ein Natriummangel äußert sich durch:

  • niedrigen Blutdruck
  • Apathie
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Muskelkrämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma

 

Natriummangel kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Der Mangel an Natrium wird meistens mit einer Kochsalz-Infusion behoben. Da ein zu plötzlicher Anstieg jedoch schwerwiegende Folgen wie Hirnkomplikationen verursachen kann, muss ein Arzt die Infusionstherapie begleiten und engmaschig den Natriumspiegel kontrollieren. Bei einem relativen Natriummangel kann auch die Gabe von entwässernden Medikamenten sinnvoll sein.

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Natriumüberschuss

Bei einem Natriumüberschuss ist der Natriumgehalt im Körper erhöht, gleichzeitig hat sich jedoch das Flüssigkeitsvolumen kaum verändert. Wenn wir zu wenig Wasser aufnehmen oder zu viel ausscheiden, wird die Konzentration von Natrium in unserem Blut höher. Flüssigkeitsverluste können über die Nieren oder auch bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten entstehen.

Kopfschmerzen

Senioren vergessen mitunter ausreichend zu trinken.

Ältere Menschen hingegen trinken oftmals einfach zu wenig.

Krankheiten, die zu einem Natriumüberschuss führen sind:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • schlecht behandelter Diabetes mellitus
  • Diabetes insipidus (eine bestimmte Hormonmangelerkrankung mit extrem hoher Harnausscheidung)
  • Conn-Syndrom (Erkrankung, bei der in den Nebennieren das Hormon Aldosteron vermehrt produziert wird)

 

Ein Natriumüberschuss führt zu einer Austrocknung der Zellen. Dies äußert sich durch:

  • Lethargie und Verwirrtheit
  • verstärkte Reflexe, Spastik und epileptische Anfälle
  • Gefäßeinrisse und Sinusvenenthrombose
  • Fieber
  • Koma

 

Bei einem leichten Natriumüberschuss, hilft es viel zu trinken. Gegenebenfalls wird eine Glucoseinfusion verabreicht. Auch hier muss der Ausgleich langsam erfolgen, um ein Hirnödem zu verhindern.

 

Natriumhaltige Lebensmittel

Aufgrund unserer salzhaltigen Nahrung ist es eher ungewöhnlich an Natriummangel zu leiden. Gerade wer viel Mineralwasser trinkt, sollte darauf achten, dass wenig Natrium enthalten ist. Eine exzessive Zufuhr von Natrium, zum Beispiel durch eine übermäßige Einnahme von Kochsalz (Natriumchlorid) führt zu einem Natriumüberschuss.

Brokkoli verfügt über viel Vitamin A

Brokkoli enthält Natrium.

Natrium ist außerdem enthalten in:

  • Grapefruit, Limetten, Nektarinen und Orangen
  • Erdbeeren und Himbeeren
  • Papaya und Pfirsich
  • Artischocke, Brokkoli und Grünkohl
  • Kartoffeln und Süßkartoffeln
  • Linsen
  • Möhren
  • Sanddorn
  • Kokosnuss
  • Wassermelone

 

 

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