Natrium

Unverzichtbarer Mineralstoff für den Körper

Wenn die Natriumkonzentration schwankt, wird die Übertragung von Nervenimpulsen gestört. Natriummangel als auch Natriumüberschuss können für den Körper schwerwiegende Folgen haben.

Das chemische Element Natrium ist einer der häufigsten essentiellen Mineralstoffe des menschlichen Körpers und gehört somit zu den Mengenelementen.

Aufgaben von Natrium

Nervenzelle
Nervenzellen benötigen Natrium für die Weiterleitung von Informationen.

Im menschlichen Organismus sind etwa 70 bis 100 Gramm Natrium enthalten. Ein Drittel des Natriumbestandes ist in den Knochen abgespeichert und kann bei Natriummangel an das Blut abgegeben werden. Natrium liegt als Elektrolyt im intrazellulären Raum vor. Natrium-Ionen sind an der Entstehung und Weiterleitung von Erregungen in Nervenzellen beteiligt. Damit unterstützt Natrium unsere Konzentration und Denkfähigkeit.

Außerdem ist Natrium an der Reizweiterleitung der Muskelfasern beteiligt. Daher ist Natrium für den Herzmuskel und für die Muskelarbeit im Allgemeinen von großer Bedeutung. Gerade Sportler verbrauchen viel Natrium, zum einen während der Muskelarbeit und zum anderen durch Ausschwitzen. Auch die Wasserverteilung im Körper wird mit Natrium organisiert.

Tatsächlich besteht auch ein direkter Zusamenhang zwischen dem Vorhandensein von Natrium und dem Vorhandensein von Calcium in unserem Körper. So ist die Ausscheidung von Calcium an die Ausscheidung von Natrium über die Nieren gekoppelt. Bei der Kontrolle der Muskeln arbeiten beide Mineralstoffe eng zusammen.  

Herzschwäche - Körper wenig belastbar
Schwindelig? Das kann an einem niedrigen Natrium-Gehalt liegen. 

Wer zu wenig Natrium im Blut hat, schwächelt. Der Blutdruck sinkt. Bei einem Überschuss an Natrium steigt der Blutdruck. Demnach reguliert Natrium unseren Blutdruck. Eine angepasste Versorgung mit Natrium verhindert Bluthochdruck und hält den Blutdruck konstant.

Ein Zuwenig an Natrium bedeutet auch, dass zu wenig Wasser im menschlichen Organismus verbleibt. So können Abbauprodukte nicht mehr ausreichend ausgeschwemmt werden.

Fazit:

Ohne Natrium wäre der Körper nicht lebensfähig. Natrium ist beteiligt an der Nervengesundheit, Muskelfunktion,
Versorgung mit Calcium, Regulierungen des Blutdrucks und der Regulierung des Wasserhaushaltes.

Empfohlene Tagesmenge

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 1500 mg Natrium ab einem Alter von 15 Jahren.

Kinder haben einen geringeren Bedarf:

Altermg/Tag
0 bis unter 4 Monate130
4 bis unter 12 Monate200
1 bis unter 4 Jahre400
4 bis unter 7 Jahre500
7 bis unter 10 Jahre750
10 bis unter 13 Jahre1100
13 bis unter 15 Jahre1400

Natriummangel und Natriumüberschuss

Wenn der Natriumspiegel unter 135 mmol/l sinkt, spricht man von Hyponatriämie, der Unterversorgung von Natrium und das Zellvolumen steigt an. Bei einer Hypernatriämie, einem Wert über 145 mmol/l, schrumpfen die Zellen und der Körper ist mit Natrium überversorgt. Beides beeinträchtigt die Funktion des Gehirns.

Ein Natriummangel oder ein Natriumüberschuss liegen in der Regel nicht an einer zu geringen oder übermäßigen Aufnahme des Mineralstoffes. Die Konzentration im Blutserum hängt vor allem mit dem Wasserhaushalt zusammen.

Natriummangel

Bei einem absoluten Natriummangel liegt zu wenig Natrium im Blut vor. Das kann daran liegen, dass unser Körper durch diverse Erkrankungen zu viel Natrium verliert. Auch die Einnahme von entwässernden Medikamenten, sogenannte Diuretika, kann zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium führen.

Beschwerden bei Unterleibsschmerzen
Ein Natriummangel kann durch diverse Magen-Darm-Probleme entstehen.

Verursachende Krankheiten sind:

  • Nierenerkrankung mit vermehrtem Salzverlust
  • Mangel an Mineralokortikoiden
  • Durchfall und Erbrechen
  • Bauchfellentzündung und entzündete Bauchspeicheldrüse
  • Darmverschluss
  • Verbrennungen

Ein relativer Natriummangel entsteht hingegen durch die Verdünnung des Blutes, etwa wenn wir zu viel Wasser getrunken oder zu wenig Wasser ausgeschieden haben. Hier liegt die Ursache häufig in einer Funktionsstörung eines Organs, etwa Nierenversagen oder Leberzirrhose. Das Trinken von destilliertem Wasser kann ebenfalls zu einem Natriummangel führen.

Frau mit Sodbrennen
Ein Natriummangel kann sich durch Übelkeit bemerkbar machen.

Ein Natriummangel äußert sich durch:

  • Muskelkrämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma

Natriummangel kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Der Mangel an Natrium wird meistens mit einer Kochsalz-Infusion behoben. Da ein zu plötzlicher Anstieg jedoch schwerwiegende Folgen wie Hirnkomplikationen verursachen kann, muss ein Arzt die Infusionstherapie begleiten und engmaschig den Natriumspiegel kontrollieren.

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Bei einem relativen Natriummangel kann auch die Gabe von entwässernden Medikamenten sinnvoll sein.

Natriumüberschuss

Bei einem Natriumüberschuss ist der Natriumgehalt im Körper erhöht, gleichzeitig hat sich jedoch das Flüssigkeitsvolumen kaum verändert. Wenn wir zu wenig Wasser aufnehmen oder zu viel ausscheiden, wird die Konzentration von Natrium in unserem Blut höher. Flüssigkeitsverluste können über die Nieren oder auch bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten entstehen.

Kopfschmerzen
Senioren vergessen mitunter ausreichend zu trinken.

Ältere Menschen hingegen trinken oftmals einfach zu wenig.

Krankheiten, die zu einem Natriumüberschuss führen sind:

  • schlecht behandelter Diabetes mellitus
  • Diabetes insipidus (eine bestimmte Hormonmangelerkrankung mit extrem hoher Harnausscheidung)
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Conn-Syndrom (Erkrankung, bei der in den Nebennieren das Hormon Aldosteron vermehrt produziert wird)

Ein Natriumüberschuss führt zu einer Austrocknung der Zellen. Dies äußert sich durch:

  • Gefäßeinrisse und Sinusvenenthrombose
  • Fieber
  • Koma

Bei einem leichten Natriumüberschuss, hilft es viel zu trinken. Gegenebenfalls wird eine Glucoseinfusion verabreicht. Auch hier muss der Ausgleich langsam erfolgen, um ein Hirnödem zu verhindern.

Natriumhaltige Lebensmittel

Salz
Kochsalz (Natriumchlorid) gilt als Hauptlieferant für Natrium.

Aufgrund unserer salzhaltigen Nahrung ist es eher ungewöhnlich an Natriummangel zu leiden. Gerade wer viel Mineralwasser trinkt, sollte darauf achten, dass wenig Natrium enthalten ist. Eine exzessive Zufuhr von Natrium, zum Beispiel durch eine übermäßige Einnahme von Kochsalz (Natriumchlorid) führt zu einem Natriumüberschuss. In 100 Gramm Salz sind bereits 38,85 Gramm Natrium enthalten.

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Auch bei Brühe sollte man vorsichtig sein. So lassen sich allein in 100 Gramm Hühner- oder Fleischbrühe 25 Gramm Natrium finden.

In folgenden Lebensmitteln ist laut Deutschem Landwirtschaftsverlag außerdem besonders viel Natrium enthalten:


In geringen Mengen ist Natrium auch in Obst und Gemüse enthalten, etwa in:

  • Grapefruit, Limette, Nektarine und Orange
  • Erdbeere und Himbeere
  • Papaya und Pfirsich
  • Artischocke
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Kartoffel und Süßkartoffel
  • Linse
  • Möhre
  • Sanddorn
  • Kokosnuss
  • Wassermelone



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Stand vom: 23.11.2018