Brausetablette

Brausetabletten werden vor der Aufnahme in einem Wasserglas aufgelöst. Das sich bildende Kohlendioxid ist in Form von kleinen, aufsteigenden Bläschen sichtbar und sorgt dafür, dass sich der Wirkstoff und der Geschmack gut im Glas verteilt.

Vor ein paar Jahrzehnten war es üblich, herkömmliche Tabletten im Wasser unter Umrühren aufzulösen. Eine Brausetablette muss nicht umgerührt werden – sie löst sich ganz von allein auf. Dazu ist es nötig, dass die Tablette neben den Wirk- und gegebenenfalls Geschmacksstoffen ein Salz und eine Säure enthält. 

Die Brausetablette zählt zu den festen Arzneimittelformen. Doch nicht nur Medikamente, sondern auch Nahrungsergänzungsmittel werden als Brausetabletten zubereitet.

 

Warum verwendet man Brausetabletten als Medikament?

Kind mit Halsschmerzen

Vor allem bei Kindern ist der Einsatz von Brausetabletten von Vorteil. Kratzt der Hals, ist eine zusätzliche Reizung durch das Herunterschlucken von Tabletten und Kaspeln zu vermeiden. In Flüssigkeit aufgelöste Brausetabletten können hingegen mühelos von den kleinen Patienten eingenommen werden.

Wenn man eine einfache Schmerztablette in Wasser auflösen möchte, dann muss man so lange umrühren, bis sich die Tablette vollständig aufgelöst hat. Das Sprudeln beschleunigt zum einen diesen Auflösungsprozess. Zum anderen kann man dadurch auf das Umrühren verzichten. Die Einnahme von Wirkstoffen, die man in Wasser auflösen muss, wurde nach dem Motto „Auflösen, trinken und fertig.“ mit der Brausetablette bequemer. Es entfällt das Pillenschlucken, dass vor allem für Kinder als unangenehm wahrgenommen wird. Da viele der Brausetabletten zusätzlich mit einem Geschmack, etwa Orange, Zitrone oder Himbeere, versehen sind, werden sie von Kindern gut angenommen.

 

Wo finden Brausetabletten häufig ihren Einsatz?

Die Brausetablette als Medikament finden Sie oft bei Schmerzmitteln und Hustenmitteln mit schleimlösender Wirkung. Wesentlich häufiger begegnet uns die Brausetablette bei den Präparaten zur Nahrungsergänzung. Hier dient sie zur Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

 

Brausetabletten bei Schmerzen und Husten:

·       Alka-Seltzer® CLASSIC Brausetabletten mit Acetylsalicylsäure von Bayer

·       ACC® akut 600 mg Hustenlöser Brausetabletten von HEXAL

·       ASS+C-ratiopharm® gegen Schmerzen Brausetabletten

 

Können alle Wirkstoffe auch als Brausetablette erhältlich sein?

Nein, nicht alle Wirkstoffe sind in Wasser löslich. Deshalb ist diese Darreichungsform nicht für alle Wirkstoffe geeignet.

 

Ist eine Brausetablette für alle Patienten geeignet?

Nein, Patienten mit Nierenerkrankungen und Bluthochdruck sollten bedenken, dass Brausetabletten einen hohen Anteil an Natrium enthalten. Der hohe Salzgehalt ist leider nicht spürbar. Das Natrium bindet jedoch Wasser und erhöht das Blutvolumen. Der Druck in den Gefäßen wird damit höher und er Blutdruck steigt an.Es drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Wie entsteht der Sprudel?

Medizin

Vor allem bei Erkältungserscheinungen mit leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber sind Brausetabletten hilfreich.

Um zu sprudeln, enthält eine Brausetablette eine Säure und eine Base. Gängige Säuren in Brausetabletten sind Zitronensäure, Apfelsäure oder Weinsäure. Die basische Zutat kann ein Natriumcarbonat, Natriumhydrocarbonat oder ein Kaliumcarbonat sein. Wenn Wasser dazukommt, reagieren diese beiden Stoffe miteinander. Dabei entsteht Kohlensäure. Diese spaltet sich noch einmal in Wasser und Kohlenstoffdioxid. Das Kohlenstoffdioxid steigt in Form von kleinen Gasbläschen an die Oberfläche des Wassers. Das erzeugt den Sprudeleffekt. Durch den erzeugten Sprudeleffekt verteilen sich die zuvor unter hohem Durck zusammengepressten Wirkstoffe und Hilfsstoffe im ganzen Glas, ohne dass die Tablette lang umgerührt werden muss.

 


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