Salicylsäure

C7H6O3 ist die Summenformel für Salicylsäure. Der Wirkstoff ist schon lang bekannt. Es kommt als Phytohormon in einigen Pflanzen vor. Daher wird die Substanz häufig aus der Arzneipflanze Mädesüß gewonnen. Salicylsäure wirkt gegen Schmerzen, hat jedoch innerlich eingenommen starke Nebenwirkungen. Daher nutzt man Salicylsäure heute für die äußere Anwendung.

 

Synonyme:

·          2-Hydroxybenzencarbonsäure

·          2-Hydroxybenzoesäure

·          ortho-Hydroxybenzoesäure

·          o-Hydroxybenzoesäure

·          Spirsäure

·          Spiroylsäure

 

Die Salicylsäure ist ein Wirkstoff, der zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört. Wie andere Wirkstoffe dieser Gruppe wirkt Salicylsäure bei einer oralen Einnahme:

  • fiebersenkend
  • schmerzstillend
  • entzündungshemmend

 

Aufgrund der schlechten Verträglichkeit wurde Salicylsäure als Schmerzmittel zum Einnehmen jedoch schnell von der besser verträglichen Acetylsalicylsäure (ASS) verdrängt. Diese wird aus Salicylsäure hergestellt.

Mädesüß

Die Salicylsäure wird aus der Spierstaude gewonnen. Sie ist auch unter dem Namen Mädesüß bekannt. Sie kommt in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vor.

Als Medikament hat die Salicylsäure heute bei der Behandlung von Hautkrankheiten eine wichtige Bedeutung.  In niedriger Konzentration hilft sie gegen Akne. Höher dosiert ist Salicylsäure ein geeignetes Mittel zur Behandlung von Hühneraugen und Warzen.

Gewonnen wird die Salicylsäure aus dem Saft der Spirstaude (Mädesüß).

 

Anwendungsgebiete von Salicylsäure

Salicylsäure wird hauptsächlich zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Akne oder seborrhoischem Ekzem angewendet. Aufgrund der abschuppenden, Hornhaut lösenden Wirkung ist Salicylsäure ein beliebtes Mittel zur Ablösung von Hühneraugen und Warzen.

Als entzündungshemmender und desinfizierender Wirkstoff kommt Salicylsäure in Salben, Pflastern u. ä. gegen Bindehautentzündung oder Entzündungen an den Rändern der Augenlider zum Einsatz.

Darüber hinaus wird Salicylsäure auch als Arzneistoff zur Behandlung von Schmerzen und rheumatischen Beschwerden verwendet.

 

Unsere Produkttipps zu Saliclysäure zum Auftragen auf die Haut:

·         Aknefug® Liquid 1 %

·         Clabin® plus Gegen Warzen

·         SALICYL-VASELIN 10 %

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Wirkungsweise von Salicylsäure

Salicylsäure hat bei äußerer Anwendung Hornhaut und Schuppen lösende Eigenschaften. Die Säure stört den Mechanismus, durch den sich die verhornten Hautzellen miteinander verbinden.

Als nichtsteroidales Antirheumatikum hemmt Salicylsäure die Bildung von körpereigenen Prostagladinen. Damit wird die Entstehung von Entzündungen und Entzündungserscheinungen verringert. Im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen dieser Arzneimittelgruppe ist die Salicylsäure bei innerer Anwendung jedoch nicht gut verträglich. Daher wird der Arzneistoff nur äußerlich angewendet. Die entzündungshemmende Wirkung der Salicylsäure zeigt sich auch beim Auftragen auf die Haut und wird daher bei entsprechenden Salben genutzt.

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Nebenwirkungen von Salicylsäure

Juckreiz

Salicylsäure kann äußerlich angewendet zu Juckreiz führen.

Salicylsäure ist, äußerlich angewendet, relativ gut verträglich. Sehr häufig können leichte Hautreaktionen wie Brennen, Jucken oder Stechen auftreten.

Seltener sind dagegen trockene Haut oder Spannungsgefühl auf der Haut. In Ausnahmefällen können auch allergische Reaktionen gegen den Wirkstoff eintreten.

Ob die Nebenwirkungen in Erscheinung treten ist zum großen Teil abhängig von der Darreichnungsform und der Dosis des Medikaments, sowie von der persönlichen gesundheitlichen Kondition des Patienten.

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Gegenanzeigen

  • Wenn ein Patient bereits allergisch auf den Wirkstoff reagiert hat, sollte Salicylsäure nicht zur Behandlung eingesetzt werden.
  • Auch bei Nieren- bzw. Leberfunktionsstörungen ist von einer Anwendung abzuraten.
  • Des Weiteren sollte auf eine Behandlung mit Salicylsäure verzichtet werden, wenn die Haut bereits sehr entzündet und berührungsempfindlich ist oder die Entzündung nässt.
  • Auf gesunder Haut und Schleimhaut sollte keine hochkonzentrierte Salicylsäure gelangen. Diese ist nur zur Heilung von Verhornungen bestimmt.
  • Während der Schwangerschaft sollten Frauen auf salicylsäurehaltige Präparate verzichten. Der Wirkstoff könnte, auch bei äußerlicher Anwendung, dem ungeborenen Kind schaden.
  • In der Stillzeit sind keine Nebenwirkungen nachgewiesen. Dennoch sollte der Säugling möglichst nicht mit dem Wirkstoff Salicylsäure in Berührung kommen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 25.06.2018