Mikronährstoffe

Mikronährstoffe findet man im Obst.

Viele Mikronährstoffe tummeln sich im Obst.

Mikronährstoffe – wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – liefern unserem Körper zwar keine Energie, dennoch sind sie äußerst wichtig. Ein Mangel an Mikronährstoffen kann nicht nur zu diversen Krankheiten, sondern auch zum Tod führen.

 

Mikronährstoffe – Begriff kurz erklärt

Als Mikronährstoffe werden natürliche Nahrungsinhaltsstoffe zusammengefasst, die keine Energie liefern, aber eine Bedeutung für den menschlichen Organismus haben. Viele davon sind lebenswichtig.

 

 

Die Begriffe Mikronährstoffe und Vitalstoffe werden mitunter Synonyme verwendet. In der Medizin und Ernährungswissenschaft wird jedoch in der Regel von Mikronährstoffen gesprochen, da der Begriff Vitalstoff nicht eindeutig definiert ist. Mitunter zählt man zu den Vitalstoffen auch Ballaststoffe oder Amino- und Fettsäuren hinzu.

 

 

Zu den Mikronährstoffen gehören insbesondere:

 

Auch Substanzen wie L-Carnitin oder Enzym Q10 werden häufig den Mikronährstoffen zugerechnet.

 

Dagegen enthalten die Makronährstoffe Energie (Kalorien). Zu diesen gehören:

 

Mikronährstoffe in unserer Ernährung

Damit der Körper gut mit Mikronährstoffen versorgt wird, ist es erforderlich, ausgewogen zu essen. Die Menge von 5 Portionen Obst und Gemüse sollte täglich erreicht werden. Zudem ist es wichtig, Obst und Gemüse in roher und auch in gekochter Form aufzunehmen, um die Versorgung zu verbessern.

 

Wichtige Mikronährstoff-Lieferanten sind neben Obst und Gemüse:

  • Hülsenfrüchte
  • Vollkorngetreide
  • magere Milchprodukte
  • Eier
  • Nüsse
  • Samen
  • Sprossen

 

Wer sich ausgewogen ernährt, ist in der Regel nicht auf eine Nahrungsergänzung angewiesen.

 

Vitamine

Namensgeber der Vitamine war der Wissenschaftler Kasimir Funk, der vor rund 100 Jahren das Vitamin C (Askorbinsäure) entdeckte. Es gibt fettlösliche Vitamine und wasserlösliche Vitamine.

 

Fettlösliche Vitamine

Die fettlöslichen Vitamine können nur in Anwesenheit von Fett im Dünndarm resorbiert werden. Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören:

Beta-Carotin ist ein Provitamin

In Deutschland ist die Versorgung mit Vitaminen in der Regel ausreichend. Bei Vitamin D kommt es jedoch insbesondere im Winter zu Defiziten. Menschen, die selten nach draußen gehen, können ebenfalls eine Unterversorgung erleiden. Das liegt daran, dass Vitamin D das einzige Vitamin überhaupt ist, das im menschlichen Organismus selbst produziert werden kann. Aber dafür ist die Einstrahlung von Sonnenlicht auf die Haut notwendig.

 

Unsere Produkttipps bei Vitamin-D-Mangel:

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·         Vitamin D3 Öl, Tropfen von Dr. Jacobs Medical

·         Vitanin D3 4000 IE, Tabletten von Hevert Arzneimittel

 

Wasserlösliche Vitamine

Das Vitamin C und die Vitamine der B-Gruppe (beispielsweise Biotin oder die Folsäure) gehören zu den wasserlöslichen Vitaminen.

Viele Menschen nehmen zu wenig Folsäure auf. Dazu gehören insbesondere Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende sowie Senioren, die häufig unter Vitamin-Mangel-Zuständen leiden. Auch die Biotin-Versorgung ist bei vielen Menschen nicht optimal. Das führt oft zu Haarausfall und brüchigen Fingernägeln. Vitamine sind empfindlich gegenüber Sauerstoff, Hitze und Licht. Da alle Vitamine essentiell (lebenswichtig) sind, müssen sie regelmäßig in der ausreichenden Menge mit der Nahrung zugeführt werden.

 

Unsere Produkttipps bei Folsäure-Mangel:

·         Folsäure-ratiopharm® 5 mg, Tabletten von ratiopharm

·         Folsäure STADA 5 mg, Tabletten von STADA

·         Folsäure AbZ 5 mg, Tabletten von AbZ Pharma

Unsere Produkttipps bei Biotin-Mangel:

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Mineralstoffe

Die Mineralstoffe werden in Mengenelemente, Spurenelemente und Ultraspurenelemente eingeteilt. Bei Spurenelementen ist der Bedarf und der Bestand geringer als bei Mengenelementen.

 

Mengenelemente

Zu den Mengenelementen gehören beispielsweise:

 

Viele Menschen nehmen zu wenig Calcium und Magnesium zu sich. Calciummangel kann zu brüchigen Fingernägeln, Karies, Muskelkrampf, aber auch Grauen Star, Osteoporose und Herz-Kreislaufproblemen führen. Magnesiummangel macht sich vor allem durch Muskel- und Wadenkrämpfe, Konzentrationsmangel und Kopfschmerzen bemerkbar.

 

Unsere Produkttipps bei Calcium- und Magnesium-Mangel:

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Spurenelemente

Zu den Spurenelementen gehören unter anderem:

 

Im Gegensatz zu Vitaminen sind Mineralstoffe nicht gegen Hitze, Sauerstoff oder Licht empfindlich. Aber sie können beispielsweise beim Kochen herausgewaschen werden. Gebärfähige Frauen leiden aufgrund der Menstruationsblutung häufig unter Eisenmangel. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Eisenmangel besonders häufig.

 

Unsere Produkttipps bei Eisenmangel:

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Mängelzustände sind in Deutschland zudem häufig bei Jod, Fluorid und Zink. Ein Zinkmangel führt zu nachlassender Spermatogenese bei Mann und zu Haarausfall sowie Infektanfälligkeit. Ein Jodmangel führt zu einer verminderten Funktion der Schilddrüse. Fluorid-Mangel ist schlecht für die Zähne und die Knochen.

 

Unsere Produkttipps bei Jod-, Fluor- und Zinkmangel:

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Alle Mineralstoffe sind für den Menschen lebenswichtig (essentiell) und müssen regelmäßig in ausreichender Menge mit der Nahrung zugeführt werden. Eine Nahrungsergänzung mit Mineralstoffen kann eine gesunde Ernährungsweise nicht ersetzen. Sie sollte mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe ist riesig. Sie kommen unter anderem in folgenden Nahrungsmitteln vor:

Obst und Gemüse haben viele sekundäre Pflanzenstoffe

In Obst und Gemüse sind viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.

  • Obst
  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte
  • Nüssen
  • Vollkornprodukte
  • Sauerkraut

Sekundäre Pflanzenstoffe geben den Nahrungsmitteln ihre Farbe, ihr Aroma und schützen sie vor Fraßfeinden. In der menschlichen Ernährung sind sie wichtig, da sie Einfluss auf viele Prozesse im menschlichen Körper haben. Nach bisheriger wissenschaftlicher Einschätzung sind sekundäre Pflanzenstoffe im Gegensatz zu Vitaminen und Mineralstoffen aber nicht essentiell.

Die sekundären Pflanzenstoffe haben gesundheitsförderliche Eigenschaften: Sie können möglicherweise vor Krebserkrankungen schützen, senken den Cholesterinspiegel und wirken gegen Entzündungen und einen hohen Blutdruck. Daneben zerstören sie Bakterien und haben Einfluss auf das Nervensystem und den Blutzuckerspiegel.

 

Zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören tausende von Einzelsubstanzen, beispielsweise:

  • Anthocyane
  • Carotinoide
  • Flavone
  • Flavonoide
  • Glucosinolate
  • Monoterpene
  • Phenolsäuren
  • Phytoöstrogene
  • Phytosterine
  • Saponin
  • Silfide

 

Wer täglich 5 Portionen Gemüse und Obst aufnimmt und auch Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte in seinen Speiseplan einbaut, nimmt ausreichend sekundäre Pflanzenstoffe auf.