Koffein

Muntermacher und Schönheitsmittel

Der Muntermacher Koffein ist in Kaffee, Kakao, Guaraná und Mate enthalten. Er dient uns vor allem dazu, Müdigkeit zu vertreiben. Doch der Wirkstoff kann weitaus mehr. Er wird in Shampoos als haarkräftigendes Mittel, in Hautcremes für einen frischen Teint und in Medikamenten zur Verstärkung der Wirkung eingesetzt.

Koffein oder fachsprachlich auch Coffein ist ein natürlich vorkommender Stoff, der sich in den Blättern, Samen und Früchten von 63 Pflanzenarten finden lässt. In reiner Form tritt Koffein als weißes, kristallines und geruchloses Pulver mit bitterem Geschmack auf.

Synonyme: Coffein | Tein | Thein | Guaranin | Guaranicum | Kaffeinum | Methyltheobromin | Methylderivat des Xanthins  | 1,3,7-Trimethylxanthin | 1,3,7-Trimethyl-3,7-dihydro-2H-purin-2,6-dion

Wirkung von Koffein

Koffein im Kaffee
In Kaffee ist viel Koffein enthalten. Der Wirkstoff hilft uns, munter zu sein.

Durch seine anregende Wirkung und die Gewöhnung des Körpers an den Stoff zählt Kaffeinum zu den psychoaktiven Drogen aus der Gruppe der Stimulanzien.

Zu den Hauptwirkungen des Koffeins zählen:

  • Ausschüttung von Adrenalin, wodurch der Abbau von Glykogen und Fett verstärkt wird
  • Stimulierung des zentralen Nervensystems
  • Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz
  • Erweiterung der Bronchien
  • Steigerung der Darmbewegung
  • Steigerung der Nierenfunktion und somit vermehrte Harnausscheidung

Die stimulierende Wirkung von Koffein wird im Alltag gern genutzt, um Müdigkeit zu vertreiben. Eine erkennbare Wirkung auf das Zentralnervensystem zeigt sich ab einer Dosis von etwa 150–200 mg. Es kommt zu einem erhöhten Gehirntonus und somit zu einer Steigerung des Konzentrationsvermögens. Coffein wirkt daneben positiv auf die Speicherkapazität und Fixierung ein. Zudem kann sich die Stimmung bis zu einer leichten Euphorie steigern.

Bei Mengen über 500 Milliliter Kaffee am Tag kann es zu Schlafstörungen, Bluthochdruck und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Da die Magensäureproduktion durch Koffein angekurbelt wird, sollten Personen mit Sodbrennen auf den Kaffeegenuss verzichten.

Koffein ist Bestandteil vieler klinischer Studien. Nach aktuellem Erkenntnisstand soll Koffein das Risiko an einem Leberkarzinom oder einer Leberfibrose zu erkranken, senken.

Koffein in Lebensmitteln

Guaranáfrüchte und Guaranápulver
In Guaraná ist mehr Koffein enthalten als in Kaffee.

Coffein-haltige Lebensmittel haben von uns sehr geschätzte Eigenschaften:

  • Herzschlag-beschleunigend
  • Müdigkeit-vertreibend
  • Leistungsbereitschaft-stimulierend
  • Leistungsfähigkeit-fördernd

Einige Lebensmittel haben einen natürlichen Koffeingehalt. Zu diesen zählen: Kaffee, schwarzer Tee, Kolanuss, Mate, Guaraná und Kakao.

In der Kaffeebohne etwa ist Koffein zu 0,3–2,5 % enthalten. In den Blättern des Teestrauchs kommt es zu 2,5–5 % vor. Die frische Kolanuss (Cola nitida) fasst 0,6–3 % der stimulierenden Substanz. Dabei ist Koffein an Cola-Tannin gebunden und wird erst bei der Trocknung bzw. Lagerung freigesetzt. Der Extrakt der getrockneten Droge wird als Genuss- und Anregungsmittel in Cola, aber auch in vielen Energydrinks verwendet.

Unser Tipp – leckere Coffein-haltige Getränke aus Ihrer Apotheke: Mate Tee grün von Salus Pharma |  Mate Tee Guarana von Bad Heilbrunner |  Schwarztee Ceylon-Mischung von Bombastus-Werke

In den zuckerhaltigen Softdrinks Club-Mate oder Mio Mio Mate ist das Koffein des Mate-Strauchs enthalten. Die Coffein-haltigen Mate-Blätter kann man auch als Tee genießen.

Schon gewusst?

Die Koffein-reichste Droge ist nicht Kaffee, sondern Guaraná.

Mit einem Gehalt von bis zu 6,5 % in der Guarana-Paste zählt diese zu den Coffein-haltigsten Lebensmitteln. Kakaobohnen enthalten vergleichsweise dagegen nur 0,2–0,3 % Koffein.

Coffein-Gehalt in Lebensmitteln:

LebensmittelCoffein-Gehalt*
1 Tasse Filter-Kaffee (150 ml)80 mg
1 Tasse Schwarzer Tee (150 ml)30 mg
1 Glas Red Bull (250 ml)80 mg
1 Glas Cola (250 ml)40 mg
Vollmilchschokolade (100 g)15 mg
Bitterschokolade (100 g)90 mg

*Bei den Angaben handelt es sich um Circa-Werte.

Koffein in Medikamenten

Coffeintabletten  sind als Präparate gegen Müdigkeit erhältlich. Sie beinhalten häufig bis zu 200 mg Koffein pro Tablette.

Unser Produkttipp – Coffein gegen Müdigkeit: Coffeinum N 0,2 g

In Schmerztabletten ist Koffein als wirkungsverstärkende Komponente oft neben ASS oder Paracetamol enthalten.

Unsere Produkttipps: Aspirin® Coffein | Vivimed® mit Coffein gegen Kopfschmerzen

Coffeincitrat wird bei der primären Apnoe, dem plötzlich auftretenden Atemstillstand von Säuglingen eingesetzt.

Koffein in Kosmetika

Anti-Schuppen-Shampoo
Koffein soll stimulierend auf den Haarwuchs wirken.

Koffein wird als Stimulans für einen besseren Haarwuchs eingesetzt. In vielen Shampoos ist Koffein daher als Wirkstoff vorhanden.

Unsere Produkttipps: Plantur 39 Phytho-Coffein Shampoo von Dr. Kurt Wolff | Alpecin Coffein Shampoo von Dr. Kurt Wolff | Coffein Shampoo plus Biotin von Avitale | Ginseng Coffein Shampoo von RAUSCH

In Hautcremes ist Coffein manchmal für einen frischen, strahlenden Teint enthalten. Insbesondere in Augencremes punktet Koffein mit einer abschwellenden Wirkung. Denn der Wirkstoff schwemmt eingelagertes Wasser aus. So sorgt Koffein dafür, dass die aufgestaute Lymphflüssigkeit, die für geschwollene Augen verantwortlich ist, abtransportiert wird.

Unsere Produkttipps: La Roche-Posay Hydraphase Intense Augencreme von L‘Oreal | Vichy Aqualia Thermal belebender Augenbalsam von L’Oreal | medipharma cosmetics Olivenöl PER UOMO Hydro Körperbalsam – Männerpflege von Dr. Theiss Naturwaren

Die Wirkung des Koffeins in hautstraffenden Lotionen und Cremes kann sich richtig entfalten, wenn Sie die Durchblutung mithilfe von Bürsten- und Zupfmassagen, Hauterwärmung sowie Peelings anregen. Dann entwässert Koffein zum einen das Gewebe und aktiviert zum anderen das Enzym Triacylglycerollipase, welches hilft, Fett zu spalten und abzubauen. Damit sagt der Muntermacher der Cellulite an Beine, Bauch und Po den Kampf an.


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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 22.02.2019