Antimykotika (Antipilzmittel)

Candida albicans (Hefepilze)

Der Bakterienstamm Candida albicans gilt als einer der häufigsten Auslöser für Haut- und Scheidenpilz. Der Wirkstoff Clotrimazol hilft.

Pilze befallen häufig Haut, Schleimhäute oder Nägel. Nur in seltenen Fällen ist ein ganzes Organ oder der gesamte Körper vom Pilzbefall betroffen. Mit einem Antimykotikum können Sie Pilzinfektionen (Mykosen) behandeln.

Anwendungsgebiete von Antimykotika

Antimykotika werden entsprechend zur Behandlung von verschiedenen Arten des Pilzbefalls eingesetzt.

Kleiepilz

Der Kleiepilz (Pityriasis versicolor) befällt die Kopfhaut. Hier hilft Ketoconazol.

Dazu zählen:

 

Unsere Produkttipps bei Pilzinfektionen:

·       Fungizid-ratiopharm® Pumpspray zur Behandlung von Haut- und Fußpilz mit dem Wirkstoff  Clotrimazol

·       Terzolin® 2 % Lösung zur Behandlung von Haut- und Kopfhautpilz mit Ketoconazol

·       Myfungar® Nagellack  zur Behandlung von Nagelpilz

·       ALIUD PHARMA® CLOTRIMAZOL AL 2 % Vaginalcreme zur Behandlung von Scheidenpilz

·       Multilind® Heilsalbe zur Behandlung von Windeldermatitis mit Nystatin

 

Wirkungsweise von Antipilzmitteln

Man kann grob unterscheiden zwischen Antipilzmitteln, die die Vermehrung bzw. das Wachstum des Pilzes hemmen (fungistatische Wirkung) und Mitteln, die den Pilz abtöten (fungizide Wirkung).

Darüber hinaus werden die Wirkstoffe entsprechend ihrer chemischen Zusammensetzung in mehrere Untergruppen unterteilt. Im Folgenden sind die wichtigsten Wirkstoff-Gruppen bzw. Wirkstoffe der Antipilzmittel kurz vorgestellt:

  • Mund-Soor - Befall der Zunge

    Auch der Hefepilzbefall im Mund (Soor) kann mit einem geeigneten Antipilzmittel behandelt werden.

    Azol-Antimykotika (Azole) sind relativ moderne Wirkstoffe unter den Antipilzmitteln. Sie entfalten ihre Wirkung, indem sie den Stoffwechsel der Pilzzellen beeinflussen. Ihr Wirkungsspektrum ist breit: Sie wirken gegen eine Vielzahl von Pilzarten. Zu den Azol-Antimykotika gehören Wirkstoffe wie Clotrimazol, Bifonazol, Econazol, Isoconazol, Ketoconazol, Miconazol und Sertaconazol.

  • Allylamine sind ebenfalls Antipilz-Wirkstoffe, die in den Stoffwechsel des Pilzes eingreifen und ihn so am Wachstum hindern.
  • Der Wirkstoff Amorolfin behindert den Aufbau der Pilze. Die Lebensfähigkeit der Pilze wird dadurch beeinträchtigt.
  • Caspofungin ist ein Wirkstoff, der nur bei schweren Pilzinfektionen verwendet wird. Er wird als Injektion verabreicht.
  • Das Antimykotikum Ciclopirox wirkt auch auf den Stoffwechsel der Pilzzellen. Es sorgt dafür, dass schädliche Stoffwechselprodukte entstehen, die zum Tod der Pilzzellen führen.
  • Flucytosin wirkt wie ein Gift in den Zellen des Pilzes. Der Wirkstoff dient zur Behandlung von Organmykosen, d.h. wenn der Pilz bereits ein ganzes Organ befallen hat.
  • Thiocarbamate wie z.B. Tolnaftat gehören zu den fungistatischen Wirkstoffen, da sie die Vermehrung des Pilzes behindern.
  • Polyen-Antibiotika bekämpfen den Pilz, indem sie Stoffwechselvorgänge der Pilzzellen beeinflussen und blockieren. Zu dieser Gruppe gehören Nystatin und Amphotericin B.

 

Fadenpilze

Der anthropophile Dermatophyt Trichophyton rubrum gilt als ein häufiger Erreger des Fußpilzes. Zur Behandlung werden Fluconazol und Itraconazo eingesetzt.

Welches Antimykotikum für die Behandlung geeignet ist, hängt davon ab, welche Pilzerkrankung vorliegt und welcher Körperteil vom Pilzbefall betroffen ist. Bei Hautpilz ist Clotrimazol ein häufig verwendeter Antipilz-Wirkstoff. Clotrimazol kann darüber hinaus auch in Medikamenten zur Behandlung von Vaginalpilz enthalten sein. Nagelpilz wird hingegen mit Amorolfin behandelt. Ketoconazol eignet sich zur Behandlung eines seborrhoischen Ekzems.

 

Darreichungsformen

Nagelpilz

Gegen Nagelpilz wird ein spezieller Nagellack mit antimykotischer Wirkung aufgetragen.

Antimykotika gibt es in Form von Cremes, Salben oder Sprays zum Auftragen auf die Haut. Bei der Behandlung von Nagelpilz kann das Antipilzmittel auch in Form eines Nagellacks aufgetragen werden.

Für die Behandlung von Pilzerkrankungen auf der Schleimhaut in der Mundhöhle werden Antimykotika in Form von Tropfen oder Lutschtabletten hergestellt.

Bei schwerem Verlauf der Pilzinfektion und fortgeschrittener Ausbreitung des Pilzes kann das Antimykotikum auch als Injektion gegeben werden.

 

Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Wir stehen mit unserer Beratungshotline unter 09280-9844 470 gern für Sie von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr bereit.