Wasser

Wasser

Nicht Bier, sondern Wasser ist das von Deutschen meist getrunkene Getränk.

Wasser ist Grundbaustein des Lebens und unser Lebenselixier. Der menschliche Körper besteht bis zu über 70 % aus Wasser.

Wasser ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Wasserstoff und Sauerstoff. Es findet sich auf der Erde nicht in reiner Form, sondern enthält gelöste Anteile von Salzen, Gasen und organische Verbindungen. Wasser kommt auf der Erde als einziger Stoff in den 3 verschiedenen Aggregatzuständen gasförmig (Wasserdampf), fest (Eis) und flüssig vor.

 

Synonyme:

·         Diwasserstoffmonoxid

·         Dihydrogeniumoxid

·         Dihydrogenmonoxid

·         Hydrogeniumhydroxid

·         Hydrogeniumoxid

·         Oxan

·         Oxidan

·         Wasserstoffhydroxid

·         Wasserstoffoxid

 

Wasservorkommen und Wassertypen

71 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt:

  • Davon entfallen 97 % auf das Salzwasser der Weltmeere.
  • Der rund dreiprozentige Vorrat an Süßwasser liegt mit circa 69 % in Polen, Gletschern und Dauerfrostböden gebunden vor.
  • Weitere 30 % stellen das Grundwasser. Davon befinden sich 87 % in Seen, 11 % in Sümpfen und 2 % in Flüssen.
  • Nur ein geringer Teil des Süßwassers ist auch tatsächlich als Trinkwasser verfügbar.

 

Trinkwasser

Trinkwasser ist Süßwasser, das für den menschlichen Bedarf geeignet ist. Es ist das wichtigste Lebensmittel, für das es keinen Ersatz gibt.

Brottrunk

Brottunk hat einen sehr hohen Wasseranteil.

Es dient uns nicht nur zum Trinken, sondern auch:

  • zur Zubereitung von Speisen und anderen Getränken
  • für die Körperpflege
  • für das Reinigen von Kleidung oder Gegenständen, die mit unserem Essen in Berührung kommen

Trinkwasser hat einen hohen Reinheitsgrad und darf keine krankheitserregenden Mikroorganismen, wohl aber ausreichend Mineralstoffe, enthalten. Die im Trinkwasser am häufigsten enthaltenen Mineralien sind:

 

In der Trinkwasserverordnung sind für die Inhaltsstoffe Grenzwerte und Bestimmungen festgelegt. Im deutschsprachigen Raum gelten sogar höhere Qualitätsanforderungen an Trinkwasser als an Mineral- oder Tafelwasser. Daher ist es das meist untersuchte Lebensmittel.

Grüner Tee in Glas

Für die Zubereitung von Tee verwenden wir Trinkwasser aus der Leitung.

Das Leitungswasser, das in privaten Haushalten aus dem Hahn kommt, ist Trinkwasser.

Leitungswasser kann man mit Hilfe von Filterkartuschen von Kalk und anderen Stoffen, die den Geschmack beeinträchtigen, befreien. Auf diese Weise erhält man gesundes, weiches Wasser, welches sich optimal für die Zubereitung von aromatischen Tees und Kaffee eignet.

 

Wasserfilter – unsere Produkttipps:

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Mineralwasser

Mineralwässer sind Grundwässer mit besonderen Eigenschaften. Sie stammen aus unterirdischem Wasservorkommen und haben eine ursprüngliche Reinheit. In Deutschland gibt es derzeit 820 amtlich anerkannte Quellen. Noch vor Ort wird das Wasser abgefüllt.

Ein Mineralwasser mit einem natürlichen Gehalt an Kohlendioxid von mehr als 250 mg/l darf sich „Säuerling“ oder „Sauerbrunnen“ nennen. Wenn durch einen natürlichen Kohlensäuredruck das Wasser aus der Quelle hervorsprudelt oder das Wasser unter Kohlendioxidzusatz abgefüllt wurde, darf die Bezeichnung „Sprudel“ verwendet werden.

Selterswasser

Aufteilung der natürlichen Mineralwässer nach dem Kohlensäuregehalt:

  • Klassische Mineralwässer haben mit 7–8 g/l viel Kohlensäure.
  • Wässer mit den Bezeichnungen „medium“ oder „still“ haben einen reduzierten Anteil von 4–5 g/l Kohlensäure.
  • Kohlensäurefreie Mineralwässer verfügen über weniger als 1 g/l Kohlensäure.

 

Aufteilung der Mineralwässer nach ihrem Gehalt an Mineralien:

  • Chlorid-Wässer: Natrium-Chlorid-Wässer, Calcium-Chlorid-Wässer, Magnesium-Chlorid-Wässer
  • Sulfat-Wässer: Natrium-Sulfat-Wässer, Calcium-Sulfat-Wässer, Magnesium-Sulfat-Wässer, Eisen-Sulfat-Wässer
  • Hydrogencarbonat-Wässer: Natrium-Hydrogencarbonat-Wässer, Calcium-Hydrogencarbonat-Wässer, Magnesium-Hydrogencarbonat-Wässer

 

Ein mineralstoffreiches Mineralwasser mit mehr als 500 Milligramm Gesamtmineralien pro Liter kann ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis an Magnesium, Calcium und Natrium abdecken. Ab einem Mineralstoffgehalt von mindestens 1500 mg/l darf das Mineralwasser den Hinweis „Mit hohem Gehalt an Mineralien“ tragen.

Tafelwasser ist eine Mischung aus Trinkwasser und Mineralwasser und enthält daher weniger Mineralien.

 

Heilwasser

Heilwässer sind Mineralwässer, die aufgrund ihrer Mineralstoffe über eine heilende, lindernde und vorbeugende Wirkung verfügen. Da die Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen und durch die amtliche Zulassung bestätigt wurde, haben Heilwässer den Status eines Arzneimittels. Heilwässer werden innerlich für Trinkkuren und äußerlich für medizinische Bäder verwendet.

 

Heilwasser – unser Produkttipp:

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Wasserglas

In Wasser sind viele Mineralien enthalten.

In einem Liter Wasser müssen mindestens ein Gramm gelöste Mineralstoffe in Form von Mengenstoffen oder Spurenelementen enthalten sein. Angaben zu Inhaltsstoffen und deren Wirkung sind auf dem Flaschenetikett vom Hersteller auszuweisen. Die verschiedenen Heilwassersorten wirken, indem sie die Funktion von Organen wie Magen, Darm, Herz und Nieren sowie den Stoffwechsel anregen. 60 Heilwässer sind aktuell in Deutschland zugelassen.

 

Wasser in Lebensmitteln

Darüber hinaus nehmen wir Wasser durch den Verzehr von  anderen Lebensmitteln auf. Gurken, Tomaten und Wassermelone etwa verfügen über einen Wassergehalt von mindestens  90 %.

Lebensmittel Wassergehalt in Prozent
Gurken 98
Tomaten 98
Mohrrüben 94
Wassermelone 90
Milch 87,5
Joghurt 87,5
Apfel 85
Birne 85
Fleisch 60–75
Käse 30–60
Brot 40
Butter 18

 

Wasser und Gesundheit

Wasser ist für den menschlichen Organismus lebenswichtig. Unser Körper signalisiert uns, wenn wir Wasser benötigen. Wir verspüren Durst. Bei älteren Personen ist dieses Durstgefühl mitunter nicht mehr vorhanden. Sie müssen darauf achten, ausreichend zu trinken, um nicht auszutrocknen und schließlich zu verdursten.

Wasser ist darüber hinaus auch in der Naturheilkunde eine beliebte Medizin.

 

Wassermangel im Körper

Herzschwäche - Körper wenig belastbar

Wenn wir uns schwindelig fühlen, könnte es an einer zu geringen Wasserzufuhr liegen. Vor allem ältere Personen sind betroffen.

Ein Mangel an Wasser im Körper führt zu gravierenden Schäden, da die Funktionen des menschlichen Organismus, die auf das Vorhandensein von Wasser beruhen, eingeschränkt werden. Eine Dehydration zeigt sich durch:

  • Schwindel
  • Durchblutungsstörungen
  • Muskelkrämpfe
  • Erbrechen
  • Exsikkose, d.h. zum Austrocknen des Körpers bis hin zum Tod

 

Tagesbedarf

Man geht von einem Tagesbedarf von mindestens 1,5–2 Liter Wasser aus. Bei Hitze und sportlicher Aktivität kann der Bedarf größer sein, da man einen Teil des Wassers wieder ausschwitzt.

Achtung: Ein Trinken von mehr als 20 Liter am Tag führt ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen, da Salze aus dem Körper heraus gelöst und ausgeschwemmt werden. Es kommt zur sogenannten Wasservergiftung, der Hyponatriämie, die zu permanenten neurologischen Schäden bis hin zum Tod führt.

 

Wasser in der Medizin

In der Hydrotherapie wird Wasser zur therapeutischen Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden eingesetzt zur:

  • Stabilisierung von Körperfunktionen
  • Rehabilitation und Regeneration
  • Vorbeugung

 

Es wird der Temperaturreiz des Wassers, der Druck, der Auftrieb oder wie beim Heilwasser die Inhaltstoffe genutzt. Bereits die Römer kannten vor vielen Jahrhunderten das Thermalbad und die Türken ihr Hamam (Dampfbad).

Paar sitzt gemeinsam in einer Sauna

Paar in der Sauna. Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

Kneipp-Kuren bestehen unter anderem aus Wassertreten und Kneippgüssen.

Anwendungsformen sind:

  • Waschungen
  • Wickel, Auflagen, Kompressen und Packungen
  • Teil- und Vollbäder
  • Güsse
  • Inhalation und Dampfbäder
  • Sauna

 

Wasseranwendungen – unsere Produkttipps:

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In der Medizin wird Wasser neben den naturheilkundlichen Verfahren in Form von isotonischen Lösungen vor allem bei Infusionen und  Injektionen verwendet.