Polidocanol

Juckreiz

Gegen Juckreiz helfen Arzneimittel mit Polidocanol.

Polidocanol ist ein Oberflächen-Anästhetikum, das heißt der Arzneistoff bewirkt eine örtliche Betäubung, wenn er auf die Haut aufgetragen wird. Damit dient Polidocanol zur Behandlung von Juckreiz und leichten Schmerzen bei Hautinfektionen. Auch bei Entzündungen der Mundschleimhaut, Lippen und dem Zahnfleisch können Salben mit Polidocanol Linderung verschaffen.

Polidocanol wird hauptsächlich zur äußeren Anwendung in Form von Salben, Cremes oder Gelen hergestellt. Es lässt sich gut mit Wasser vermischen und reinigt Wunden. Der Wirkstoff kann ebenso als Injektion verabreicht werden. In dieser Form dient er zur Behandlung und Verödung von Krampfadern, Besenreisern oder Hämorrhoiden.

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Anwendungsgebiete von Polidocanol

Polidocanol wird in einer 3- bis 5-prozentigen Konzentration in Salben, Cremes und Gelen zur Linderung von Schmerzen und Juckreiz auf der Haut verwendet. Diese Beschwerden können aufttreten bei:

Neurodermitis mit Salben behandeln

Neurodermitis wird mit Salben behandelt, in denen häufig der Inhaltsstoff Polidocanol vorkommt.

 

Polidocanol lindert als lokales Oberflächen-Anästhetikum auch Schmerzen von Wunden auf der Mundschleimhaut, dem Zahnfleisch und den Lippen.

Als Injektion wird der Wirkstoff Polidocanol für die Verödung von Krampfadern und zur Behandlung von Hämorrhoiden eingesetzt.

 

Unsere Produkttipps – Polidocanol aus Ihrer Apotheke:

·         RECESSAN® Schmerzbetäubende Salbe für die Mundschleimhaut

·         Anaesthesulf® Lotio bei Windpocken und Gürtelrose

·         Optiderm® Fettcreme bei Neurodermitis

 

Wirkungsweise von Polidocanol

Als Mittel zur örtlichen Betäubung wird Polidocanol auf die Haut oder die Schleimhaut aufgetragen. Dort bewirkt das Medikament, dass die Nerven vorübergehend den Schmerz- oder Juckreiz nicht weiterleiten und blockiert damit das Schmerzempfinden.

Besenreiser-Varikose

Veränderungen der kleinsten Venen sind unter dem Namen „Besenreiser“ bekannt. Zur Behandlung von Besenreisern und Krampfadern dient der Wirkstoff Polidocanol.

Für die Verödung von Krampfadern oder Hämorrhoiden wird Polidocanol in die jeweilige Blutbahn gespritzt. Anschließend werden die Wände der Blutbahn mit einem Kompressionsverband zusammengepresst. Das Blutgefäß verhärtet sich und der Körper wandelt das verödete Gefäß in Bindegewebe um.

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Gegenanzeigen

Thrombose: Schmeatische Darstellung

Patienten, die liegen müssen und zur Bilderung von Blutgerinnseln neigen, sollten auf die Gabe von Policocanol verzichten.

Als Mittel zur Verödung von Krampfadern und Besenreisern sollte Polidocanol nicht bei Patienten eingesetzt werden, die bereits allergisch und überempfindlich auf den Wirkstoff reagiert haben.

Ein Risiko besteht auch bei Patienten, die bettlegerisch sind und zu Thrombosen neigen sowie bei vorliegender arterieller Verschlusskrankheit.

Zur Anwendung auf der Haut ist Polidocanol für Schwangere und Kinder unbedenklich.

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Polidocanol und seine Wechselwirkungen

Bei der Anwendung als Salbe und ähnlichem sind keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt.

Bei der Gabe als Injektion ist zu beachten, dass Polidocanol in Zusammenhang mit anderen Anästhetika Herzrhythmusstörungen auslösen kann.

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Mögliche Nebenwirkungen von Polidocanol

Bei einer äußerlichen Anwendung von Polidocanol auf der Haut wurden keine gravierenden Nebenwirkungen beobachtet. Es können in Einzelfällen Überempfindlichkeitsreaktion auftreten, wie:

  • Brennen
  • Schwellungen
  • Hautrötungen

 

Bei der Verwendung als Injektion können vorübergehend Schmerzen an der Einstichstelle auftreten. Häufig beobachtet wurden auch:

  • Blutergüsse
  • Blutungen
  • Dunkelfärbungen der Haut

 

Seltener treten unerwünschte Wirkungen auf, wie:

  • allergische Entzündungsreaktionen
  • Schwellung oder Verletzung der Nerven

 

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen zählen zu den sehr seltenen Nebenwirkungen des Oberflächenanästhetikums.

Äußerst selten sind Reaktionen wie:

 

Hinweis: Das Auftreten der Nebenwirkungen ist abhängig von der Dosis des Wirkstoffs und auch von der gesundheitlichen Verfassung des Patienten.

 


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 24.05.2018