Enzympräparate

Medikamenteneinnahme

Die Anwendungsgebiete von Enzympräparaten sind sehr vielfältig.

Enzyme sind meistens Proteine, die von den Zellen eines pflanzlichen und tierischen Organismus gebildet werden. Sie spielen bei Stoffwechselvorgängen eine wichtige Rolle, indem sie Reaktionen in Gang setzen oder beschleunigen. Oft werden sie als die Biokatalysatoren eines Organismus bezeichnet. Man vermutet, dass sie unverzichtbar für Vorgänge wie Wachstum, Zellerneuerung, Verdauung und Atmung sind.

Es gibt rund 3000 Enzyme. Einige werden innerhalb der Naturheilkunde genutzt. Pflanzliche Enzyme, die in Arzneien verwendet werden, sind Bromelain, das aus der Ananaspflanze gewonnen wird oder Papain, das in der Papaya vorkommt.

Lebensmittelenzyme aus dem tierischen Organismus sind Chymostrypsin, Pankreatin, Pepsin und Trypsin, welche aus der Bauchspeicheldrüse von Hausschweinen stammt.

 

Enzyme – Biokatalysatoren in unserem Körper

Quetschwunde am Finger

Enzyme helfen gegebenenfalls bei der Wundheilung.

Enzyme sind Proteinketten, die biochemische Reaktionen auslösen und unterstützen. Essentielle Körperfunktionen, wie Atmen, Wachsen oder Verdauen wären ohne Enzyme nicht möglich. Mit dem Älterwerden produziert jedoch unser Körper immer weniger Enzyme.  Stoffwechselvorgänge laufen daher langsamer ab. Auch die Regenerationszeiten verlangsamen sich und der Organismus wird anfälliger für Infekte.

Die meisten Enzyme sind für Stoffwechselprozesse zuständig. Andere helfen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Blutgerinnung und Wundheilung oder steuern die Hormonproduktion. Man vermutet, dass Enzyme auch für die körpereigene Abwehr entscheidend sind: Sie könnten Umweltgifte neutralisieren und freien Radikalen, Bakterien, Viren und Pilzen entgegenwirken.

Laktase ist ein Enzym

Anwendungsgebiete von Enzympräparaten

Die Behandlung mit Enzympräparaten kann bei Verdauungsbeschwerden, Durchblutungsstörungen und bei Entzündungen erfolgen. Insbesondere bei Sportverletzungen kommen Enzympräparate zum Einsatz mit dem Ziel, die Heilungsprozesse zu beschleunigen.

Thrombose: Schmeatische Darstellung

Blutgerinnsel vermeiden.

Enzympräparate können ebenso zur Behandlung von Blutergüssen oder Blutgerinnseln wirksam verwendet werden.

Im menschlichen Organismus ist die Bauchspeicheldrüse ein Organ, dass auch Enzyme produziert. Bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse können zur Therapie Enzympräparate künstlich zugeführt werden. Hierfür werden Enzyme verwendet, die aus der Bauchspeicheldrüse des Hausschweins entnomme werden.

Eingenommen werden Enzyme in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln. Sie müssen in ausreichender Menge und intakt vorkommen; nur so können sie vom Körper resorbiert werden. Damit die Enzyme wirksam sein können, sollte das Arzneimittel daher magensaftresistent sein. Die Dosierung für eine Enzymtherapie und eine Kombination von Präparaten legt der Arzt für jeden Patienten individuell fest.

Neben Arzneimitteln können Enzympräparate auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder diätischen Lebensmitteln zur Verfügung gestellt werden.

 

Enzympräparate – Produktbeispiele:

·         orthim ENZYMAX® K

·         Terrazym® Gel Doppelpack

·         Wobenzym® magensaftresistente Tabletten

·         Enzym Lefax® Kautabletten

·         Selnova® Enzym

 

Senova Enzym - Enzymkombination mit Selen, welches zur normalen Funktion von Immunsystem und zum Zellschutz vor oxidativem Stress beiträgt.

 

Wirkung von Enzympräparaten

Enzyme, die der Körper selbst produziert, sind an verschiedenen chemischen Reaktionen im Organismus beteiligt. Dazu zählt auch die Immunabwehr und die Wundheilung. Durch eine Zufuhr einer Enzymkombination geht man davon aus, dass beispielsweise das Immunsystem gezielt beeinflusst wird oder die Entzündungsheilung gegebenenfalls beschleunigt wird.

 

Nebenwirkungen von Enzympräparaten

Beschwerden bei Unterleibsschmerzen

Unerwünschte Wirkungen möglich.

Die Einnahme von Enzympräparaten kann allergische Reaktionen auslösen. In einigen Fällen kann auch eine Magen-Darm-Unverträglichkeit in Form von Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Nicht ganz unbedenklich ist eine Enzymbehandlung, wenn Gerinnungshemmer eingenommen werden oder wenn eine Störung der Blutgerinnung vorliegt. Auch während der Schwangerschaft sollte keine Enzymtherapie durchgeführt werden.

 

Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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