Gerste

Nahrungs-, Futter- und Heilmittel

Gerste ist nicht nur lecker, sie steckt voller Vitalstoffe. Wer Gerste öfter auf den Speiseplan nimmt, stärkt seine Haut, Haare und Nägel, reguliert seinen Blutzuckerspiegel und hemmt die Bildung von Cholesterin.

Schon gewusst?

Es gibt 32 Gerstenarten. Die wichtigste unter ihnen ist für uns die Kulturgerste.

Gerste  – so sieht sie aus

Ähre und Körner der Gerste
Ähre und Körner der Gerste.

Die Gerste (Hordeum) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Süßgräser, von der 32 Arten bekannt sind. Diese kommen in Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Südafrika vor. Die wichtigste und weltweit angebaute Art ist die Kulturgerste (Hordeum vulgare), die ursprünglich von der in Südwestasien vorkommenden Wildgerste abstammt. Andere Arten wie Mäuse- und Strandgerste sind in weiten Teilen der Welt – teilweise durch das Einschleppen über den Menschen – verbreitet und kommen als Wildkräuter vor. In unserem Artikel soll es ausschließlich um die Getreideart, d.h. die kultivierte Gerste, gehen.

Aussehen auf einen Blick

  • 0,7 bis 1,2 m hoch
  • glatt und unbehaart
  • aufrechtstehender Halm
  • zwei- oder mehrzeilige Ähren
  • 8 bis teilweise 15 cm lange Grannen, die sich im reifen Zustand neigen oder hängen
  • wechselständig und zweizeilig angeordnete Laubblätter
  • einfach und parallelnervig
  • 2 lange, unbewimperte Blattöhrchen der Blattscheide umschließen Halm vollständig

Die zweizeiligen Formen der Gerste haben pro Ansatzstelle nur ein Korn, welches voll und kräftig ist. Die mehrzeiligen Formen haben drei Körner pro Ansatzstelle, die dafür weniger kräftig sind. Die Körner selbst sind einsamige Schließfrüchte.

Spelz- und Nacktgerste

Gerste wird weiterhin in Spelzgerste und Nacktgerste unterschieden. Die Spelzgerste enthält noch die harte Schale des Korns, bei der Nacktgerste aus kontrolliert biologischem Anbau fehlt diese. So muss die Gerste keinem mechanischen Prozess unterzogen werden, der die Spelze entfernt und der hohe Anteil an gesunden Nährstoffen bleibt erhalten.

Gerste – ein äußerst gesundes Korn

Gerste
Gerste enthält viele Mineralstoffe und Vitamine.

Gerste enthält neben circa 10 % Eiweiß und 57 % Stärke, wenig Fett, dafür aber viele wichtige Nährstoffe, insbesondere Spurenelemente wie Calcium, EisenKalium, Kupfer, Magnesium, Phosphor und Zink. Außerdem ist die Gerste reich an Vitaminen. Sie enthält Niacin, Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin E.

Die in der Gerste vorkommende Phytinsäure reguliert den Blutzuckerspiegel, Kieselsäure stärkt Haut, Haare und Nägel und der Wirkstoff Tocotrienol hemmt die Bildung von Cholesterin.

Zusammensetzung des Gerstenkorns

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Gerste schwankt sowohl in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen wie Boden und Klima als auch von der Anbautechnik wie Düngung und Pflanzenschutz.

BestandteileAnteil/100 g
Kohlenhydrate63,3 g
Proteine9,8 g
Fett2,1 g
Wasser12,7 g
Ballaststoffe9,8 g
Mineralstoffe
Calcium40 mg
Eisen2,8 mg
Kalium445 mg
Kupfer0,42 mg
Magnesium115 mg
Phosphor340 mg
Zink2,8 mg
Natrium18 mg
Vitamine
Vitamin A1 (Retinol)165 ng
Vitamin B1 (Thiamin)430 µg
Vitamin B2 (Riboflavin)180 µg
Vitamin B3 (Niacin)4800 µg
Vitamin B5 (Pantothensäure)680 µg
Vitamin B6 (Pyridoxin)560 µg
Folsäure65 µg
Vitamin E670 µg

100 g = 1320 kJ, 1 mg = 1000 µg, 1 mg = 1.000.000 ng

Verwendung von Gerste

Gerstenbrot
Gerstenbrot bietet nicht nur viele Mineralstoffe und Vitamine, sondern auch einen angenehmen Geschmack.

Gerste wird sehr vielseitig eingesetzt. Man benötigt das Getreide zur Bierherstellung, aber auch zum Backen von Brot oder als Zutat im Müsli. Dabei wird nicht nur das Korn verarbeitet. Dem Gerstengras sagt man eine Heilwirkung nach.

Gerstenmalz

Zweizeilige Gerste-Sorten sind überwiegend Sommergerste-Sorten und finden häufig bei der Bierherstellung als Braugerste oder bei der Verarbeitung zu Malzkaffee Verwendung. Bei Letzterem muss die Gerste erst ankeimen, danach wird sie als Malz gedarrt, gemahlen und geröstet.

Blockmalz wird beispielsweise aus Gerste hergestellt und dient als Hausmittel zum Schutz des Rachenraumes und der Atemwege. Auch zum Süßen von Tee ist das zuckerhaltige Gersten-Blockmalz gut geeignet.

Gerstenmalz wird ebenso in Riegeln verarbeitet, so beispielsweise in Energie-Riegeln, die eine optimierte Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß bieten. Neben Gerstenmalz enthalten diese zum Beispiel auch Haferflocken, Haferkleie, Marzipan, Reisgrieß, Zucker, Nüsse und sind reich an Vitaminen.

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Backmalz wiederum findet in der Backwarenindustrie Verwendung und Brennmalz bei der Whisky-Brauerei.

Gerstenflocken und Gerstenmehl

Graupensuppe
Aus Gersten werden Graupen hergestellt. Ein leckerer Eintopf mit Graupen und Suppengemüse wärmt vor allem in der kalten Jahreszeit von innen.

In nicht gemälzter Form wird Gerste zu Graupen, Grütze, Gerstenflocken oder mitunter auch Mehl verarbeitet. Ein tibetisches Grundnahrungsmittel ist Tsampa. Dieses Pulver wird aus den gerösteten und gemahlenen Gerstenkörnern hergestellt.

Mit Gerstenöl kann man seinen Vitamin-E-Vorrat auffüllen und die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

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Gerstentee

Tee
Gerstentee entwässert und wirkt Fieber entgegen.

Der Gerste werden weitere Heilwirkungen zugesprochen. Schösslinge wirken entwässernd und fiebersenkend. In Japan und Korea kennt man den Gerstentee.

Gerstengras

Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts findet zudem das Gerstengras Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel. Dabei werden die Blätter der jungen Gerstenpflanze verwertet und gefriergetrocknet. Dieses Gerstengras-Pulver wird in kühlem Wasser aufgelöst und eingenommen. Der Geschmack erinnert ein wenig an verdünnten Spinat. Gerstengras-Pulver ist in unserem Sortiment von der Firma allcura Naturheilmittel GmbH als n.

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Gerste als Futtermittel

Vier- und sechszeilige Gerste-Sorten sind überwiegend meist Wintergerste-Sorten, die eher als Futtermittel dienen.


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Stand vom: 27.02.2019