Folsäure

Brokkoli verfügt über viele Ballaststoffe

In Brokkoli ist Folsäure enthalten.

Das Vitamin aus dem B-Komplex muss bei Kinderwunsch unbedingt dem Körper zugeführt werden, da sonst Missbildungen drohen. Aber nicht nur für Schwangere ist Folsäure wichtig. Wer an Appetitlosigkeit, Blässe, Stimmungsschwankungen und Vergesslichkeit leidet, sollte sich fragen, ob er genügend Folsäure über die Nahrung aufnimmt.

Folsäure bzw. Folat ist ein wasserlösliches, hitze- und lichtempfindliches Vitamin der Vitamin-B-Gruppe und wird auch als Vitamin B9 bezeichnet. In der Literatur tritt es mitunter ebenso als Vitamin M und manchmal als Vitamin B11 auf.

 

Funktionen der Folsäure

Folsäure ist für den menschlichen Körper von erheblicher Wichtigkeit. Das Vitamin B9 wirkt bei der Entstehung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit, hilft beim Aufbau der Erbsubstanzen DNA und RNA sowie beim Eiweißstoffwechsel und beteiligt sich am Abbau der Aminosäure Homocystein.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Folsäure folgende Vorgänge im menschlichen Organismus beeinflusst:

  • Blutbildung
  • Bildung der DNA
  • Zellteilung und Zellentwicklung
  • Eiweißstoffwechsel
  • Fettstoffwechsel

 

Im Körper eines gesunden Erwachsenen finden sich um die 510 mg Folsäure, die dieser hauptsächlich in der Leber speichert. Wird keine weitere Folsäure über die Nahrung aufgenommen, reicht die im Körper gespeicherte Menge für 24 Monate aus. Der menschliche Organismus selbst hat demnach nur geringe Folsäure-Speicher. Da Folsäure aber wichtig für verschiedene Prozesse im Körper ist, muss sie über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei geht man von einer täglich benötigten Menge von 0,4 mg an Folat aus.

 

Folsäure-Lieferanten

Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung kann dies gut abgedeckt werden. So lassen sich in 400 g Sonnenblumenkernen, in 300 g Eigelb oder in 130 g Weizenkleie der tägliche Bedarf an Folsäure finden. Auch im Gemüse ist reichlich Folsäure enthalten:

Weizenkleie im Müsli dient als Quellstoff.

Der Ballaststoff Weizenkleie enthält viel Folsäure.

  • Brokkoli
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Radieschen
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Salat
  • Sojabohnen
  • Spargel
  • Tomaten

 

 

Daneben sind einige Kohl- und Obstsorten als Folsäure-Lieferanten bekannt.

 

Unser Tipp:

Achten Sie darauf, dass das Gemüse frisch ist. Licht, Sauerstoff, Hitze und langes Kochen schaden der Folsäure.

 

Eine ungesunde Ernährungsweise kann allerdings eine ausreichende Versorgung mit Folsäure verhindern. Wird beispielsweise zu wenig Gemüse konsumiert oder das Gemüse zu lange gekocht, kann es zu einem Mangel an Folsäure im Körper kommen. Auch die Aufnahmebedingungen für Folsäure können gestört sein. Ein Vitamin-B12-Mangel führt beispielsweise dazu, dass Folat vom menschlichen Organismus nicht richtig aufgenommen werden kann.

 

Folsäure-Mangel

Folsäure-Mangel ist aufgrund der verschiedenen Lebensumstände gerade in Industrieländern relativ häufig. Der Mangel an Folsäure äußert sich zunächst mit  folgenden Symptomen:

  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • depressive Verstimmung

 

Aufgrund der fehlenden Beteiligung der Folsäure bei der Bildung von Schleimhäuten und Blutkörperchen kann es zu Verletzungen der Schleimhäute kommen und die Wundheilung kann sich verzögern.

Bei Folsäure-Mangel entfällt zudem der Einfluss auf den Abbau des Homocysteins, sodass die Konzentration dieses Hormons ansteigt. Dies begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder das Auftreten eines Schlaganfalls.

Schlaganfälle sind weltweit die zweithäufigste Todesursache. Die Gabe von Folsäure kann Hirninfarkte verhindern.

Bei Folsäure-Mangel kommt es außerdem zu einer speziellen Form der Blutarmut, der sogenannten megaloblastischen Anämie, bei der der Körper große, nicht richtig ausgereifte rote Blutkörperchen produziert.

 

Risikogruppen

Zu den Risikogruppen, die einen Mangel an Folsäure erleiden können, gehören:

  • Alkoholiker
  • Raucher
  • Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder chronischen Blutungen
  • Frauen, die die Antibabypille nehmen, schwanger oder stillend sind

 

Folsäure und Schwangerschaft

alphabiol®- Nahrungsergänzungsmittel

Beim dem erhöhten Nährstoffbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit hilft alphabiol®.

Bei ungeborenen Kindern kann ein Folsäure-Mangel zu Missbildungen wie Neuralrohrdefekten, dem sogenannten offenen Rücken (Spina bifida), führen. Das Neuralrohr wird zu einem frühen Zeitpunkt – zwischen der 3. und 4. Schwangerschaftswoche – angelegt. Zu diesem Zeitpunkt wissen betroffene Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind und können dieser Fehlbildung nicht mehr entgegen wirken.

Frauen, die nicht verhüten und potentiell schwanger werden könnten, sollten daher bereits im Vorfeld 400 Mikrogramm (µg) Folsäure pro Tag in Form von zusätzlichen Präparaten zu sich nehmen. Die erste Einnahme sollte mindestens einen Monat vor der Empfängnis erfolgen und während des ersten Drittels der Schwangerschaft andauern. Für Schwangere und auch für Stillende gilt eine erhöhte tägliche Dosis von 600 µg.

Generell empfohlen ist die Einnahme von Kombipräparaten. Schwangere leiden mitunter auch an Eisen- oder Jodmangel. Die Alphabiol Schwangerschafts-Kapseln enthalten neben Folsäure auch Jod, Eisen und weitere wichtige Vitamine.

 

Folsäure in Ihrer Apotheke

Die Gabe von Folsäure wird zur Prophylaxe von Herzinfarkten und Schlaganfällen empfohlen und ist zudem bei Kinderwunsch äußerst wichtig. Eine Behandlung des Folsäuremangels kann mit Hilfe von Tabletten wie den Doppelherz Folsäure 800 + B-Vitamine Tabletten oder den Folsäure Stada 5 mg Tabletten aus dem Angebot unserer Versandapotheke erfolgen. Die Dosierung sollte jedoch mit dem Arzt abgesprochen werden.

Das Risiko einer Überdosierung besteht erst ab höheren Dosen von etwa 15 mg. Dabei können allergische Reaktionen, Schlaflosigkeit, Nervosität und Störungen im Magen-Darm-Bereich oder und auftreten.