Milch

MilchMilch ist eine undurchsichtige, weiße Flüssigkeit, die in den Milchdrüsen von Säugetieren gebildet wird und Jungtieren als erste Nahrung dient. In Milch sind wichtige Nährstoffe, z.B. Kalzium, in optimaler Menge enthalten. Das enthaltene Fett ist in Wasser emulgiert.

Wenn wir von Milch als Nahrungsmittel, dann meinen wir meist speziell die Kuhmilch, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Ebenso wie die Produkte, die aus Milch hergestellt werden, z.B. Quark, Käse oder Joghurt. In letzter Zeit haben Supermärkte in Deutschland auch Produkte aus Ziegen- oder Schafmilch im Angebot. Mit der Bezeichnung „Milch“ darf in Deutschland jedoch nur Kuhmilch vertrieben werden.

Milch hat sich darüber hinaus auch als Begriff durchsetzt für weiße, d.h. milchähnliche Flüssigkeiten. So nennt man weißen Saft, den manche Pflanzen absondern, ebenfalls Milch. Auch bei Kosmetikprodukten kommt die Bezeichnung Milch häufig vor.

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Milchprodukte

Aus Milch werden zahlreiche weitere Produkte hergestellt, die zu unserer typischen Ernährung gehören. Dazu zählen u.a. Kefir, Joghurt, Käse, Quark, Sahne, Butter, Buttermilch und Schmand.

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Inhaltsstoffe der Milch

Milch enthält notwendige Nährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamine und Spurenelemente. Der Anteil ist je nach Milchart unterschiedlich, wie die folgende Übersicht zeigt:

Inhaltsstoffe Mensch Kuh Schaf Ziege Pferd Rentier Büffel
Wasser 87,2 % 87,5 % 82,7 % 86,6 % 90,1 % 66,9 % 82,8 %
Kohlenhydrate 7,0 % 4,8 % 6,3 % 5,9 % 2,8 % 5,5 %
Milchfett 4,0 % < 4,2 % 5,3 % 3,7 % 1,5 % 16,9 % 7,4 %
Eiweiße 1,5 % 3,5 % 4,6 % 4,2 % 2,1 % 16,9 % 3,6 %
Spurenelemente 0,3 % 0,7 % 0,9 % 0,4 % 1,2 %

(Quelle: Wikipedia)

Wesentliche Bestandteile der Kuhmilch sind

Milchzucker (Laktose) (4,7%)

– Milchfett (3,5 – 3,8 %)

– Milcheiweiß (3,2 – 3,5 %)

– Vitamine (Carotin, Vitamin A, B1, B2, C, D und E)

Mineralstoffe (Kalzium, Kalium und Phosphor)

(Quelle: Lebensmittellexikon)

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Milchsorten (Kuhmilch)

Kuhmilch wird nach dem Melken in unterschiedlicher Weise weiterverarbeitet. Es gibt verschiedene Verfahren, die die Haltbarkeit der Milch verlängern, z.B. Pasteurisieren, Sterilisieren und Ultrahocherhitzen. Wegen dieser Verfahren unterscheidet man mehrere Sorten Milch:

Bezeichnung Behandlung Dauer Haltbarkeit
Rohmilch„Milch ab Hof“ (beim Bauern)Vorzugsmilch (verpackt) unbehandelt Gekühlt 1 – 2 Tage
Frischmilch (traditionell hergestellt) Pasteurisierung 72 – 75 °C 15 bis 30 Sekunden10 % Vitaminverlust Gekühlt, ungeöffnet 6 – 10 Tage, geöffnet 2 – 4 Tage
Frischmilch (länger haltbar) Pasteurisierung 123 – 127 °C oder Trennung von Rahm und MagermilchMikrofiltrierung der MagermilchRahm 72 – 75 °C erhitzen und wieder vermischen Vitaminverlust ca. 20 – 30 % Gekühlt und ungeöffnet ca. 3 Wochen haltbarGeöffnet 3 – 4 Tage
H-Milch (ultrahocherhitzte Milch) Ultrahocherhitzung mind. 135 °C 2 – 4 SekundenVitaminverlust 20 % Ungekühlt ca. 6 – 8 Wochen

(Quelle: Wikipedia)

Zusätzlich ist es auch möglich, den Fettgehalt der Milch genau einzustellen. Nach dem Fettgehalt unterscheidet man:

Rohmilch (Fettgehalt 3,5–5,0 %) – wird direkt vom Erzeuger verkauft und ist unbehandelt

Vorzugsmilch (Fettgehalt 3,5–4,0 %) – unbehandelte Milch, die verpackt und filtriert im Handel erhältlich ist

Vollmilch (Fettgehalt min. 3,5 %) – wärmebehandelt

fettarme Milch (Fettgehalt 1,5 – 1,8 %) – wärmebehandelt

Magermilch / entrahmte Milch (Fettgehalt max. 0,5 %) – wärmebehandelt

Auf der Verpackung der Milch müssen die Inhaltsstoffe klar aufgeführt sein. Ebenso wie die Molkerei, der Fettgehalt, die Milchsorte, die Menge und das Haltbarkeitsdatum.

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Milch und Gesundheit

Milch ist ein wichtiger Kalziumlieferant. Den Mineralstoff Kalzium benötigt der Körper, um Knochen und Zähne aufzubauen. Mit Vitamin D, einem weiteren Inhaltsstoff der Milch, kann der Körper den Mineralstoff besser aufnehmen. Darüber hinaus sind in der Milch Aminosäuren enthalten, die unser Organismus für den Zellaufbau braucht.

Milch zählt zu den Lebensmitteln, die bei einigen Menschen eine Unverträglichkeitsreaktion auslösen. Dafür gibt es im Wesentlichen 2 Ursachen:

– Laktoseintoleranz: In diesem Fall fehlt dem Organismus die Fähigkeit, den Milchzucker zu verdauen.

– Unverträglichkeit anderer Stoffe, die in der Milch enthalten sind (z.B. Milcheiweiß).

Für die Verdauung des Milchzuckers Laktose ist das Enzym Lactase notwendig. Inzwischen gibt es im Handel auch laktosefreie Milch zu kaufen. Hier wurde der Milch Lactase hinzugefügt, die den Milchzucker in seine Bestandteile Glukose und Galaktose aufspaltet. Laktosefrei Milch schmeckt ein wenig süßer als normale Milch.

Auch für Produkte in der Pharmaindustrie werden Stoffe verwendet, die aus Milch gewonnen werden. Laktose (Milchzucker) ist z.B. in Doppelherz Zink+Histidin Depot Tabletten enthalten. Darüber hinaus ist Milchzucker auch in Ihrer Versandapotheke erhältlich. Edelweiß Milchzucker ist ein Naturprodukt, das eine gesunde Verdauung fördert.

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