Ihre Versandapotheke - Sie suchen, Wir finden

Homöopathie & Natur

Arzneimittel auf pflanzlicher Basis, homöopathische Mittel, Schüßler Salze oder Bachblütentherapie – in den letzten Jahren sind alternative Behandlungsmethoden wie diese stetig auf dem Vormarsch. Immer mehr Menschen wünschen sich eine sanfte Therapie, die den Menschen als Ganzes im Blick hat und ohne "Chemiekeule" funktioniert. Außerdem ist das Spektrum an Nebenwirkungen bei pflanzlichen Arzneimitteln und bei einer Medikation in homöopathischen Dosen weitaus geringer als bei chemischen Präparaten.
Heute sind viele Krankenkassen bereit, die Kosten für Homöopathika zu übernehmen. Auch in der Apotheke werden diese Arzneimittel immer häufiger nachgefragt. In Apotheken sind zudem meist Komplexmittel von homöopathischen Arzneien, Schüßler Salzen und Bach-Blütenessenzen erhältlich. Darin sind mehrere Wirkstoffe kombiniert, oft in niedriger Dosierung, um sich in ihrer Wirkung zu ergänzen und zu verstärken.

Therapie mit Heilpflanzen (Phytotherapie)

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie: griech. phyton = Pflanze) ist auf der ganzen Welt verbreitet und bildet die Grundlage für viele medizinische Systeme. Krankheiten werden mithilfe von ganzen Pflanzen oder Pflanzenteilen in entsprechenden Zubereitungen als Pulver, Tee, Extrakt, Salbe oder Tinktur behandelt beziehungsweise vorgebeugt. Der Einsatz von einzelnen, isolierten Wirkstoffen entspricht nicht mehr dieser Behandlungsform. Die Wirksamkeit der Präparate ist schwankend und hängt vom Klima, Ernte, Standort und Lagerbedingungen ab.

Die Heilung mit Kräutern wird oft bei der Selbstmedikation genutzt. Am bekanntesten ist hier die Anwendung von Heilkräutertees, die besonders bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen, leichten Hautreizungen oder Blasenleiden getrunken werden.

Anders als alternative Heilmethoden liegt der Phytotherapie kein Konzept zugrunde, das der Naturwissenschaft widerspricht. Es gilt: Je höher die Dosis, desto stärker die Wirkung. Dennoch wurde bisher nicht bei allen Heilpflanzen eine medizinische Wirkung nachgewiesen.

Was ist Homöopathie?

Homöopathie ist eine Arzneitherapie, die der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755 – 1843) entwickelte. Gegen Ende des 18. Jahrhundert stellte er den Grundsatz auf, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Dieses Prinzip war auch namensgebend für seine Lehre. Aus den griechischen Begriffen homoios (gleich, ähnlich) und pathos (Leid, Schmerz, Gefühl) setzte er das Wort Homöopathie zusammen (wörtlich "ähnliches Leiden").

Das Ähnlichkeitsprinzip

Der Homöopath wählt das entsprechende Arzneimittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip gezielt für den Patienten aus. Das bedeutet, dass das homöopathische Heilmittel während der Arzneimittelprüfung bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorruft, wie die, an denen der Patient leidet. Neben den jeweiligen Krankheitsanzeichen sind auch die Persönlichkeitsmerkmale des Erkrankten ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Wirkstoffes. Der Homöopath wird dem Patienten bei der Anamnese daher eine Reihe von Fragen stellen, um dessen gesamte körperliche und geistige Konstitution zu erfassen.

Potenzierte Formen der Heilmittel

In der Homöopathie gilt ein Heilmittel als wirkungsvoller, je stärker es verdünnt ist. In seinem Werk Organon (1810) schreibt Hahnemann, dass durch Verschütteln und Verreiben die verborgenen Arzneikräfte des Wirkmittels freigesetzt würden.
Das homöopathische Verdünnungsverfahren erfolgt in mehreren Stufen, welche "Potenzen" genannt werden. Dabei wird die Grundsubstanz mit destilliertem Wasser, Ethanol oder Milchzucker gemischt. Eine Verdünnung war außerdem nötig, weil einige Wirkstoffe in ihrer Reinform zu stark wirken und zum Teil auch giftig sind.

Was sind C- und D-Potenzen?

Die Potenzangabe beschreibt den Grad der Verdünnung. Neben der Urtinktur (1:1) werden in der 200 Jahre alten Arzneitherapie unter anderem C- und D-Potenzen unterschieden. Bei D-Potenzen wird in Zehnerschritten potenziert (D=dezimal, 10), bei C-Potenzen in hunderter Schritten (C=centesimal, 100). Bei einem Homöopathikum mit der Potenz D8 wurde der Grundstoff, ausgehend von der Urtinktur, achtmal im Verhältnis 1:10 verdünnt.

Gängige Potenz-Reihen in der Homöopathie

Potenz-Reihe Mischungsverhältnis
D 1 : 10
C 1 : 100
M 1 : 1.000
LM / Q 1 : 50.000


Heute gibt es etwa 2500 verschiedene homöopathische Arzneimittel, die aus Mineralien, Pflanzen sowie Tierprodukten hergestellt werden. Erhältlich sind diese homöopathischen Arzneimittel typischerweise als Saccharosekügelchen (Globuli), in flüssiger Form als alkoholische Lösung (Dilutionen) oder auch als Tabletten.

Von Seiten der Schulmedizin und der Wissenschaft wurde von Anfang an viel Kritik an der Homöopathie geäußert. Gerade durch die starke Verdünnung sei bei hohen Potenzierungen kein Wirkstoff in der Arznei vorhanden. Mehr als eine Placebo-Wirkung konnte in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Im Gegensatz dazu stehen die Berichte von Patienten, denen die homöopathische Behandlung geholfen hat.


Therapie mit Schüßler Salzen

Die alternative Heilmethode mit verschiedenen Mineralsalz-Präparaten wurde von dem homöopathischen Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) begründet. Er untersuchte zwölf Mineralstoffe auf ihr Vorkommen und ihre Bedeutung im menschlichen Körper. Dabei stellte er fest, dass Krankheiten oft mit einem Mangel an einem oder mehreren dieser Mineralstoffe in den Körperzellen einhergingen. Zur Behandlung verordnete er die Einnahme der entsprechenden Mineralien in homöopathischer Dosierung.
Heute werden diese zwölf Stoffe als "Funktionsmittel" zusammengefasst. Hinzu kamen weitere 15 Mineralien, die als "Ergänzungsmittel" bezeichnet werden. Ähnlich wie bei der Homöopathie konnte eine Wirksamkeit der Behandlung mit Schüßler Salzen wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden.

Die Bach-Blütentherapie

Namensgebend für das alternative Heilverfahren der Bach-Blütentherapie (sprich: [bætʃ]-Blütentherapie) ist der britische Arzt Edward Bach (1886 – 1936). Er nahm an, dass körperliche Krankheiten auf einem seelischen Ungleichgewicht beruhten. Zur Behandlung setzte er Blütenessenzen ein, die er zuvor potenzierte.

Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger bekämpft man damit nicht. Die Heilung erfolgt auf emotionaler Basis. Doch auch für dieses Verfahren konnte bisher keine medizinische Wirksamkeit nachgewiesen werden.




DHU Schüßler-Salze