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E-Rezept

Das E-Rezept ist da

Rezepte in elektronischer Form bald Standard

In vielen Ländern Europas lösen Patient:innen Rezepte in elektronischer Form ein. Auch in Deutschland ist es endlich so weit. 

Was ist ein E-Rezept?


Das E-Rezept bzw. das elektronische Rezept ist die digitale Version der herkömmlichen Verschreibung. Mit anderen Worten: Das fachärztliche Personal stellt Rezepte nicht mehr auf Papier aus, sondern in digitaler Form. 

Richtige Schreibweise: E-Rezept, e-Rezept oder eRezept?


Im Internet finden sich viele verschiedene Schreibweisen für das E-Rezept. Der Duden hat den Begriff noch nicht aufgenommen. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Orthografie künftig analog zu "E-Mail" oder "E-Reader" erfolgt. Zusammensetzungen mit einzelnen Buchstaben sind mit einem Bindestrich geregelt. Da es sich bei dem Wort um ein Substantiv handelt, wird das "E" großgeschrieben. 


Was sind die Vorteile des E-Rezeptes?

Mehr als 400 Millionen Rezepte in Papierform stellen Ärzt:innen in Deutschland jährlich aus. Mit dem E-Rezept ist Schluss mit der Zettelwirtschaft.

Die umweltfreundliche Lösung spart Papier. Aber das ist nicht der einzige Vorteil. Das digitale Rezept reduziert den Verwaltungsaufwand. Der Informationsaustausch zwischen Patient:innen, Ärzt:innen, Apotheken und Krankenkassen vereinfacht sich. Außerdem sparen Sie Wege und damit Zeit. So erhalten Sie das E-Rezept etwa im Rahmen einer Videosprechstunde. Hernach lösen Sie es bequem bei uns, Ihrer persönlichen Versandapotheke, ein.

"Mit dem elektronischen Rezept und der Videosprechstunde ist Ihr eigenes Wohnzimmer plötzlich das Behandlungszimmer." 

Das aufwändige Versenden des Rezeptes mittels Post entfällt und Sie konzentrieren sich auf Ihre Genesung. Schließlich ist häufig Bettruhe angezeigt! Die Bearbeitung Ihrer Bestellung erfolgt direkt mit der Übertragung des E-Rezeptes. Dadurch verkürzen sich die Lieferzeiten für Sie um mindestens einen Tag. 

Sie erhalten das E-Rezept innerhalb eines Quartals als Wiederholungsrezept. Darüber hinaus können Sie Rezepte Dritter, etwa pflegebedürftiger Verwandter, verwalten und einlösen.  

Durch die Verknüpfung mit weiteren digitalen Anwendungen, wie dem E-Medikationsplan (eMP) können Fachärzt:innen und Apotheker:innen gefährliche Wechselwirkungen schneller erkennen.

Das E-Rezept ist fälschungssicherer als ein Papierrezept. Es geht weder verloren noch kaputt. Zukünftig ist eine Einlösung des Rezeptes über Ländergrenzen hinweg innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten angedacht. In Estland und Finnland ist dies bereits jeweils möglich. 

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Warum kommt das E-Rezept in Deutschland so spät?

Seit Jahren überweisen wir mittels Online-Banking. Die wenigsten füllen noch einen Überweisungsschein aus. Warum kam das E-Rezept für Deutschland nicht viel eher? Pläne gab es dazu mit dem Modernisierungsgesetz der gesetzlichen Krankenkassen von 2004. Allerdings fehlte es an Grundvoraussetzungen. Das Gesundheitssystem selbst musste den Weg der Digitalisierung erst gehen.

So wurde eine hochsichere Telematikinfrastruktur (TI) geschaffen, an die sich dann Arzt- und Psychotherapiepraxen sowie Apotheken andockten.Auch gesetzlich musste nachjustiert werden. Erst Mitte August 2019 trat das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung in Kraft. Dieses bildet die Basis für die schrittweise Einführung des E-Rezeptes und macht den Weg für die Videosprechstunde frei.

Was ist die Telematikinfrastruktur (TI)? 


Die Telematikinfrastruktur (TI) vernetzt alle Beteiligten im Gesundheitswesen miteinander: Fachärztliches Personal, Apotheken, Krankenkassen und Psychotherapeut:innen haben einen gemeinsamen Zugriff auf medizinische Daten. Sie erhalten die Informationen, die sie zur Behandlung der Patient:innen benötigen. Mit dem Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) sind Routinedaten der Versicherten hinterlegt: Geschlecht, Geburtsdatum, Wohnanschrift sowie Versicherungsstatus. Diagnose- und Notfalldaten sowie Medikationen sind mit dem Einverständnis des Versicherten freigeschaltet. 


Wie sieht die Handhabung des E-Rezeptes mit meinem Smartphone aus?




Das fachärztliche Personal stellt künftig eine Verordnung über das benötigte Medikament digital aus und signiert elektronisch. Die Informationen aus der Verschreibung werden direkt in der Telematikinfrastruktur gespeichert. 

Ärzte haben so auch die Möglichkeit, E-Rezepte in einer Videosprechstunde auszustellen. 

Um elektronische Rezepte empfangen und einzulösen, benötigen Sie als gesetzlich Versicherte:r die App "Das E-Rezept" von gematik. 



Quelle: gematik GmbH


Was ist die gematik?


Die gematik GmbH wurde 2005 von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegründet. Neben dem Bundesministerium für Gesundheit gehören zu den Gesellschaftern die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer, der Deutsche Apothekerverband e. V. (DAV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V., die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband). Aufgabe des Unternehmens ist die Entwicklung und Umsetzung der Telematikinfrastruktur.


Wie erhalte ich die App "Das E-Rezept"?

Sie können die App kostenfrei im App Store, in Google Play oder in der AppGallery downloaden.

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Was kann die App?

  • Sie erhalten Ihr Rezept direkt auf Ihrem Smartphone.
  • Sie können wichtige Informationen, wie Einnahmehinweise, nachschauen.
  • Sie erhalten ein Folgerezept innerhalb des gleichen Abrechnungsquartals, ohne die Arztpraxis erneut besuchen zu müssen.
  • Mit der Familienfunktion können Sie die Rezepte von Familienmitgliedern, wie Kinder, Geschwister oder Eltern, mitverwalten.
  • Sie haben die Möglichkeit, direkt Medikamente online zu bestellen. 


Wie löse ich das E-Rezept mit der App ein?

Nachdem Sie sich bei der App angemeldet haben, klicken Sie den Bereich Rezepte an. Haben Sie ein ausgedrucktes Rezept, können Sie diese mit dem Rezeptscanner einscannen. Fokussieren Sie Ihre Kamera auf den Rezeptcode Ihres Ausdrucks. Den Scanvorgang schließen Sie mit einem Klick auf den blauen Button "Medikamente erfassen" ab. 

Die Codes sind jetzt in Ihrer App abgelegt. Sie können diese zum Einlösen in einer Apotheke verwenden. 


Wie nutze ich weitere Funktionen der App?

Wenn Sie mehr Informationen einsehen möchten, müssen Sie sich mit Ihrer NFC-fähigen Gesundheitskarte und der zugehörigen PIN anmelden. Beides erhalten Sie auf Anfrage kostenfrei von Ihrer Krankenversicherung. 

Alternative zur NFC-fähigen Gesundheitskarte - Anmeldung bei der ePA-App Ihrer Krankenkasse:

Wenn Sie eine elektronische Patientenakte (ePA) bei Ihrer Krankenkasse haben und sich in der dazugehörigen App identifizieren, können Sie sich über diese in der E-Rezept-App anmelden.

Wenn Sie sich erfolgreich angemeldet haben, erhalten Sie alle Rezepte digital. Außerdem finden Sie umfassende Rezeptinformationen wie Wirkstoffe und Einnahmehinweise.

Als App-Nutzer übermitteln Sie Ihr E-Rezept digital direkt an uns. Sie finden uns über die Suchleiste und die Eingabe unseres Namens. 


Welche weiteren Funktionen wird es zukünftig noch geben?

In Planung sind:

  • eine Verfügbarkeitsanfrage von Arzneimitteln
  • die Weiterleitungsfunktion für E-Rezepte an Freunde oder Familie
  • die Verfügbarkeit der App in den Sprachen Englisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch, Russisch
  • eine verbesserte Apothekensuche
  • Anwendungen wie die Verordnung digitaler Gesundheitsanwendungen, Heil- und Hilfsmitteln oder häuslicher Krankenpflege

Benötige ich wirklich ein Smartphone, um Rezepte künftig einzulösen?


Ein Smartphone ist nicht zwingend nötig, erleichtert jedoch die Handhabung. 

Papierausdruck nach wie vor möglich


Zu Ihrem E-Rezept erhalten Sie einen Rezeptcode. Dieser Token ähnelt einem QR-Code. Wird dieser durch die Apotheke eingescannt, erhält diese den Zugang zu Ihrem Rezept. Wenn Sie kein Smartphone nutzen, erhalten Sie diesen Token in ausgedruckter Form auf Papier. 


Ist der Arzt zur Ausstellung eines E-Rezeptes verpflichtet?

Das E-Rezept soll verpflichtend eingeführt werden. Es ersetzt künftig den rosafarbenen Zettel für rezeptpflichtige Medikamente. Allerdings verfügen noch nicht alle Arztpraxen über die technischen Voraussetzungen für die Bereitstellung des E-Rezepts.  

Quellen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/e-rezept.html#:~:text=Ab%202023%20k%C3%B6nnen%20E%2DRezepte,Krankenpflege%20schrittweise%20elektronisch%20verordnet%20werden
https://de.euronews.com/next/2022/06/02/bald-realitat-medikamente-per-e-rezept-in-ganz-europa
https://www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de/app
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/mehr-mitspracherechte-fuer-datenschuetzer-beim-e-rezept-137049/
https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/start-am-1-september-2022-wie-funktioniert-das-e-rezept
https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/start-am-1-september-2022-wie-funktioniert-das-e-rezept
https://praxistipps.chip.de/e-rezept-ab-wann-gibt-es-die-pflicht_140941
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/elektronische-rezepte-wichtige-fragen-und-antworten-zu-erezepten-64285
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/elektronische-rezepte-wichtige-fragen-und-antworten-zu-erezepten-64285
https://www.das-e-rezept-ist-da.de/#faq5
https://de.euronews.com/next/2022/06/02/bald-realitat-medikamente-per-e-rezept-in-ganz-europa
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/welche-laender-benutzen-bereits-das-e-rezept-126358/seite/2/