Butter

Butter

Leckere Butter zum Frühstück

Butter ist ein wertvolles Lebensmittel. Zum Verfeinern von Speisen und als Geschmacksträger ist sie kaum zu ersetzen. Geschmolzen auf zartem Spargel, als Zutat für Kuchen und Kekse oder als Brotaufstrich – wir setzen vor allem Butter aus Kuhmilch täglich und in vielschichtiger Form ein.

 

Butter hat viele gesundheitsfördernde Bestandteile

Butter ist ein vorwiegend aus dem Rahm von Milch produziertes Streichfett.  Nach EU-Verordnung muss sie mindestens aus 82 Prozent Milchfett bestehen. Der Brennwert von Butter beträgt pro 100 Gramm etwa 3100 Kilojoule (kJ), was ungefähr 740 Kilokalorien (kcal) entspricht.

Überwiegend wird die Butter aus Kuhmilch hergestellt, aber auch Schafmilch und Ziegenmilch können Ausgangsstoffe zur Butterproduktion sein. Damit das Milcherzeugnis als Butter verkauft werden darf, muss der Wassergehalt von maximal 16 % eingehalten werden.

Weitere Inhaltsstoffe der Butter sind MilchbestanDie dteile wie Milchzucker, Proteine, Mineralstoffe, Milchsäure, Cholesterin und zahlreiche, fettlösliche Vitamine. Vitamin D beispielsweise unterstützt die Knochengesundheit. Vitamin A und Vitamin E braucht der Körper wegen der antioxidativen Wirkung. Diese Vitamine sind in der Lage, freie Radikale abzufangen und gelten infolgedessen als arteriosklerose- und krebshemmend.

 Butter ist gesünder als gedacht

Fettsäuren: Nicht alle sind schädlich

Im Milchfett sind alle Arten von Fettsäuren, die in Nahrungsfetten vorkommen, enthalten. Somit gleicht Butter in ihrer Zusammensetzung weder anderen tierischen Fetten noch pflanzlichen Ölen. Die meisten Fettsäuren haben wichtige Aufgaben:

Butter fördert Cholesterin

Butter enthält Transfettsäuren. Diese fördern das schädliche LDL-Cholesterin.

  • Die in der Butter enthaltenen kurz- und mittelkettigen gesättigten Fettsäuren werden vor allem von Darm- und Leberzellen zur Energiegewinnung herangezogen.
  • Die langkettigen gesättigten Fettsäuren haben strukturelle Aufgaben und werden als Fette im Sinne der Energiereserve abgelagert.
  • Die langkettigen ungesättigten Fettsäuren haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel. Die Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.
  • Die zweifach ungesättigten Fettsäuren mit dem Namen konjugierte Linolsäuren gelten nicht nur als cholesterinsenkend, sondern auch als arteriosklerose- sowie

Die enthaltenen Transfettsäuren hingegen fördern das Cholesterin. Genauer gesagt: das schädliche LDL-Cholesterin wird erhöht und das gefäßschützende HDL-Cholesterin gesenkt.

Jedoch enthalten 10 Gramm Butter selbst nur 24 Milligramm Cholesterin. Davon wird vom Körper lediglich die Hälfte aufgenommen. Die empfohlene Tagesdosis von Cholesterin liegt bei 300 Milligramm, die der Butter bei 30 Gramm.

Wie so oft gilt bei Butter das, was bei vielen Lebens- und Genussmitteln gilt:

Nur ein Zuviel ist schädlich!

 

Studien zeigen Butter ist kein Übeltäter

Studien haben sich sehr häufig mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Butter auf Diabetes und das Risiko von Herz- und Gefäßleiden auswirkt. Das überraschende Ergebnis:

Herz- und Gefäßleiden werden durch den Konsum von Butter nicht beeinflusst, das Diabetes-Risiko sinkt sogar leicht.

 

Beim Backen braucht man Butter.

Beim Backen benötigen wir häufig Butter, damit wohlschmeckende Kuchen entstehen können.

Buttersorten

  • Süßrahmbutter: Die Butter besteht aus ungesäuertem Rahm. Der Sahne wurden keine Milchsäurebakterien zugesetzt. Süßrahmbutter findet sich sehr häufig in den Supermarktregalen.
  • Sauerrahmbutter: Dieses Streichfett schmeckt frisch-säuerlich. Das liegt an den Milchsäurebakterien, die vor dem Buttern beigefügt werden. Sauerrahmbutter flockt beim Kochen leichter aus. Daher ist sie zum Anfertigen von Saucen nicht gut geeignet.
  • Mildgesäuerte Butter: Der pH-Wert von mildgesäuerter Butter liegt zwischen Süß- und Sauerrahmbutter. Hier wird erst nach dem Buttern und der Reifung Milchsäure beigefügt.

Daneben gibt es viele Mischprodukte aus Butter, Rahm und Joghurt. Immer häufiger trifft man auf Butter-Rapsöl-Mischungen, die auch gekühlt streichfähig sind.

Zum Braten wird gern Butterschmalz verwendet. Hierzu wurde die Butter geschmolzen, dann das geronnene Eiweiß abgeschöpft. Das reine Butterfett ist dem indischen Ghee sehr ähnlich.

 

Alternativen zur Butter

Der Genuss von Butter und Halbfettbutter ist bei Fettstoffwechselstörungen prinzipiell nur in geringsten Mengen zu empfehlen. Um einen zu großen Butterkonsum zu meiden, sollte in der Küche Raps-, Oliven- oder Leinöl verwendet werden. Alternative Streichfette sind Diätmargarinen.

 

      Lesetipp:

Das kaum Cholesterin Kochbuch

von Ernährungsexperten Sven-David Müller