Fluor

Fluorid

Fluorit

Zahnärzte empfehlen seit Jahren die Verwendung von fluoridierten Zahnpasten, um Karies vorzubeugen. Doch auf das richtige Maß kommt es an: Wer zusätzlich zu flouridhaltigem Speisesalz und Fluorid-Tabletten greift, riskiert eine Überdosierung.

 

Was ist Fluor?

Fluor gehört zu den chemischen Elementen; es wird mit dem Buchstaben F bezeichnet und trägt die Ordnungszahl 9. Im Periodensystem findet man es in der 7. Hauptgruppe. Fluor gehört somit zu den Halogenen. Der Name des Elements leitet sich von lat. ‚fluor’ (Fluss) ab. Dies erklärt sich durch die Tatsache, dass das Mineral Fluorit (Calciumfluorid), welches in der Natur vorkommt, in der Metallurgie als Flussmittel verwendet wurde, um den Schmelzpunkt von Erzen herabzusetzen. Von diesem Einsatz zeugt auch der deutsche Begriff „Flussspat“ für Fluorit aus der bergmännischen Fachsprache.

Rudbeckia Purpurea (Echinacea)

Fluor kommt in der Natur vor, etwa in Echinacea.

Fluorid ist eine Bezeichnung für die Salze des Fluors. Reines (elementares) Fluor ist extrem giftig, ebenso wie lösliche Fluoride in hoher Konzentration.

Als Spurenelement mit weniger als 50 mg/kg Körpergewicht ist Fluor in unserem Körper mit einer Gesamtmenge von etwa 2–6 g vertreten. Davon verteilen sich nur 5 %  auf Haare, Haut und Nägel. Die restlichen 95 % fallen auf Zähne und Knochen.

 

Wozu ist Fluor für den Körper wichtig?

Fluor sorgt für Festigkeit von Gebiss und Skelett. Es beugt Karies vor. Aus diesem Grund werden Fluoride in der Zahnheilkunde eingesetzt. So werden u.a. Zahnpasta, Mundwasser oder Speisesalz mit Fluorid versetzt.

 

Welche Tagesmenge wird empfohlen?

Frauen sollten 3,1 mg und Männer 3,8 mg Fluorid zu sich nehmen. Bei Kindern sind die empfohlenen Tagesmengen deutlich geringer.

Baby

Vorsicht bei Säuglingen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt hierfür folgende Zahlen aus:

  • ab Geburt bis zum 3. Lebensmonat: 0,25 mg
  • ab 4. bis zum 12. Lebensmonat: 0,5 mg
  • ab 1. bis zum 3. Lebensjahr: 0,7 mg
  • ab 4. bis zum 9. Lebensjahr: 1,1 mg
  • ab 10. bis zum 12. Lebensjahr: 2,0 mg

 

Bei männlichen Jugendlichen liegt der Bedarf bei 3,2 mg und bei weiblichen Jungendlichen bei 2,9 mg.

 

Worin ist Fluor enthalten?

Datteln

Fluor ist in Datteln enthalten.

Fluor ist in vielen Lebensmitteln enthalten:

 

Eine zusätzliche Zufuhr mit Nahrungsergänzungmitteln ist nicht nötig.

 

Was passiert bei einem Fluormangel?

Deutschland gilt als Fluorid-Mangelgebiet: Im Gegensatz zu anderen Ländern ist das Trinkwasser nicht mit Fluorid versetzt. Die durchschnittliche Fluorid-Zufuhr eines Erwachsenen liegt deshalb bei 0,4 bis 0,6 mg/kg Körpergewicht am Tag.

Ein Mangel an Fluor kann zur Erweichung des Zahnschmelzes führen. Die Zähne sind anfälliger für Karies. Deshalb wird den meisten Zahncremes und Mundlösungen Fluor beigesetzt.

 

Fluoridhaltige Zahnpflege – unsere Produkttipps:

·         parodontax® mit Fluorid Zahnpasta

·         LACALUT® aktiv Mund-Spüllösung

·         SENSODYNE REPAIR® & PROTECT mit Zinnfluorid

·         elmex® Zahnseide gewachst mit Aminfluorid

·         nenedent® Kinderzahncreme

 

Da der Nährstoff auch notwendig für die Knochenstärke und das Wachstum der Knochen ist, treten bei Fluoridmangel unter Umständen auf:

 

Was passiert bei einer Überdosierung mit Fluor?

Osteoporose

Osteoporose als Folge eines Fluormangels, aber auch einer Überdosierung von Fluor.

Wer es mit seiner Karies-Vorsorge übertreibt und zu viel Fluor aufnimmt, schadet ebenfalls seinem Körper. Es kommt zu folgenden Nebenwirkungen:

  • Fluorose: Bei einer Überdosierung mit Fluor entstehen mit der Zeit weißliche Flecken auf den Zähnen. In extremen Fällen können sie sich gelblich-braun verfärben.
  • Knochenschäden: Wenn über Jahrzehnte hinweg zu viel Fluor aufgenommen wurde, kommt es genau wie bei einem Mangel an Fluorid zu Osteoporose oder auch Arthritis.

 

Bei einer akute Fluoridvergiftung wurden sehr große Mengen Fluor mit einem Mal aufgenommen. Symptome sind in diesen äußerst seltenen Fällen Hyperaktivität, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.