Rapsöl

Rapsöl

Rapsöl aus Rapssamen hat eine kräftige gelbe Färbung.

Wer hätte es gedacht? Das Rapsöl gehört zu den gesündesten Pflanzenölen. Hierfür ist die optimale Zusammensetzung der Fettsäuren verantwortlich. Dabei war der Gebrauch von Rapsöl vor ein paar Jahrzehnten in der Küche noch gar nicht denkbar.

Früher enthielt Rapsöl einen extrem hohen Anteil an Erucasäure. Diese blockiert jedoch Enzyme, die für den Abbau von Fettsäuren verantwortlich sind. Wer Erucasäure in höheren Mengen konsumiert, riskiert eine Herzmuskelverfettung. Durch Züchtung konnte der Anteil der Erucasäure auf 0,2–1,2 % reduziert werden und ist damit völlig unbedenklich. Auch die Bitterstoffe wurden minimiert, sodass der Geschmack angenehmer ist.

Das Rapsöl zählt zu den pflanzlichen Ölen und wird aus dem Samen der Rapspflanze durch Pressung und/oder Extraktion erworben. Alternativ nutzt man zur Gewinnung auch die nahen Verwandten, die Ölrübsen. Das hell- bis dunkelgelbe Öl ist sowohl kaltgepresst als auch vollraffiniert im Handel und wird als Speise- oder Frittieröl und in der Margarineherstellung verwendet.

 

Synonyme:

·         Kohlsaatöl

·         Kolzaöl

·         Rüböl

·         Rübsenöl

 

Wonach schmeckt Rapsöl und wie sieht es aus?

Native Rapsöle schmecken intensiv saatig-nussig. Manche haben einen leicht holzig-strohigen Geschmack.

Rapsblüte

Der Raps blüht im Frühling ungefähr vier Wochen, etwa Ende April bis Ende Mai.

Verunreinigungen der Saat durch andere Pflanzen, Erde oder Rapsstängel können den Geschmack jedoch beeinträchtigen. Die größten Geschmackseinbußen bekommt das Rapsöl allerdings durch eine falsche Lagerung. Zu viel Trockenheit etwa macht den Samen spröde und brüchig, das Öl tritt aus und wird ranzig. Zu viel Feuchtigkeit sorgt für einen modrigen Geschmack.

Raffinierte, das heißt wärmebehandelte Öle sind neutral. Allerdings fehlen ihnen auch einige Inhaltsstoffe.

 

Warum ist Rapsöl gesund?

Rapsöl ist besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und arm an gesättigten Fettsäuren. Der Anteil an Ölsäure und Alpha-Linolensäure ist verhältnismäßig hoch. Diese Zusammensetzung der Fettsäure-Anteile bewirkt die positive Einflussnahme des Rapsöls auf den Cholesterinspiegel und das Herz-Kreislauf-System.

Je nach Herstellung und Sorte findet sich im Rapsöl folgende Zusammensetzung:

Fettsäure Anteil
Ölsäure 51–70 %
Omega-3-Fettsäure (α-Linolsäure) 5–14 %
Omega-6-Fettsäure (Linolensäure) 15–30 %
Gesättigte Fettsäure (Palmitinsäure und weitere) 5–8 %

Durch Raffinieren verändert sich diese Zusammensetzung nicht.

Raps enthält viel Omega-3-Fettsäure

Experten raten daher, Babynahrung mit Rapsöl anzureichern, denn Omega-3-Fettsäuren sind gut für die Entwicklung des Kindes.

Auch die reichlich vorhandenen Phytosterine sind vor allem für Personen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel interessant: Die Phytosterine verdrängen Cholesterin, sodass es nicht resorbiert werden kann. Zwar erhöht der Körper daraufhin die Eigensynthese, kann aber  die gehemmte Aufnahme nicht vollständig kompensieren. In einem Kilogramm Rapsöl sind 5–11 g Pflanzensterine enthalten.

 

Welche Vitamine sind in Rapsöl enthalten?

Weiterhin verfügt das Rapsöl über viel Vitamin E, welches die Körperzellen vor freien Radikalen schützt. Vitamin E in seiner Eigenschaft als Antioxidans wirkt quasi Körpergiften entgegen.

Herzgesundheit

Mit Rapsöl kann man das Risiko auf einen Herzinfarkt senken.

Diese werden beispielsweise durch Rauchen oder Stress im Körper freigesetzt. Durch die Arbeit des Vitamins verringert sich:

Vitamin E stärkt unsere Abwehrkräfte und schützt den Körper vor Arterienverkalkung  (Arteriosklerose).

Wer gut zwei Esslöffel Rapsöl zu sich nimmt, deckt 70 % des täglichen Vitamin-E-Bedarfs.

Antioxidativen Schutz bieten ebenfalls die sekundären Pflanzenstoffe im Rapsöl, insbesondere die gelb-orangen Karotinoide. Beta-Carotin ist eine Vorstufe des Vitamins A. Vitamin A kommt mit etwa 550 µg in 100 g Rapsöl vor. Bei raffiniertem Öl sind die Carotinoide jedoch nicht mehr enthalten.

 

Wie wird Rapsöl in der Küche verwendet?

Kaltgepresstes Rapsöl eignet sich mit seinem nussigen Geschmack ideal für die kalte Küche.

Öle- Pflanzenöle - Olivenöl

Rapsöl gehört neben Olivenöl und Leinöl in jede Küche.

Rapsöl ist zudem zum Kochen, Braten und Backen geeignet. Wer den intensiven Geschmacks des nativen Öls nicht mag, kann auf die geschmacksneutrale raffinierte Variante zurückgreifen.

Der Rauchpunkt des nativen, also kaltgepressten Speiseöls liegt bei 130 Grad, bei raffiniertem Rapsöl bei 200 Grad.

Tipp: In der Küche sollte man aufpassen. Wird das native Speiseöl zu sehr erhitzt, entsteht nicht nur Qualm, sondern Transfettsäuren – und die sind ungesund!

 

Warum wird Rapsöl in Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika verwendet?

Rapsöl findet sich aufgrund seiner gesunden Zusammensetzung in Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika. Als Zusatz in Nahrungsergänzungsmitteln dient es vor allem der ergänzenden Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und des Vitamins E sowie als Trägermaterial.

 

Rapsöl als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln – unsere Produkttipps:

·         Green Oil Kapseln

·         Symbion® plus Selen Kapseln

·         vigodana® Kapseln

 

In Pflegeprodukten wirkt Rapsöl aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie folgend:

Olivenöl

Olivenöl enthält ebenfalls sehr viel Ölsäure.

Ölsäure: langsam einziehend, feuchtigkeitsspendend

Alpha-Linolensäure: zellgenerierend

Linolsäure: entzündungshemmend, unterstützt Barrierefunktion der Haut

Palmitin- und Sterarinsäure: rückfettend

Vitamin E: schützt Zellen vor freien Radikalen und damit vor Hautalterung

Vitamin A: regt Zellteilung an, wirkt regenerierend

 

Rapsöl in Hautpflegeprodukten – unser Produkttipp:

·         Bahnhof-Apotheke Windelbalsam