Happy Food

Diese Lebensmittel wirken wie Antidepressiva

Sich glücklich essen? Das geht. Generell wirkt eine gesunde Ernährung jahreszeitlich bedingten Stimmungstiefs entgegen. Manche Lebensmittel haben sogar einen regelrechten stimmungsaufhellenden Effekt. Sie sind sozusagen Doping für die Seele. Schokolade, Banane oder Pasta sorgen für gute Laune und fördern unsere Lebenszufriedenheit.

Warum wirken manche Lebensmittel wie Stimmungsaufheller?

Mit unserer Nahrung nehmen wir u. a. die Vitamine D und B6 sowie die Aminosäure Tryptophan auf. Diese sind Bestandteile, die unser Körper zur Synthese des Glückshormons Serotonin benötigt.

Bestimmte Lebensmittel regen die Produktion von Serotonin an

Serotonin
Manche Speisen regen die Produktion von Serotonin an.

Serotonin ist Hormon und Neurotransmitter in einem. Es reguliert unterschiedliche Vorgänge im Körper. So hat Serotonin einen positiven Einfluss auf unser Herz-Kreislauf-System und unseren Magen-Darm-Trakt. Es reguliert die Körpertemperatur und unseren Appetit. Als Neurotransmitter ist Serotonin ein Botenstoff zur Erregung von Nervenzellen. Mit Hilfe des Hormons läuft die Verarbeitung und Weiterleitung von Informationen in unserem Denkapparat. Außerdem ist Serotonin nachweislich für das Entwickeln kreativer Ideen wichtig.


Serotonin trägt dazu bei, dass unsere Stimmung gut ist und wir uns wohlfühlen. Daher wird Serotonin auch das „Glückshormon“ genannt.


Bildet der Körper zu wenig Serotonin, geraten diese Abläufe aus dem Gleichgewicht. Das wirkt sich nicht nur negativ auf unsere Körperfunktionen aus, sondern auch auf unsere Stimmung. Bei niedrigem Serotoninspiegel im Gehirn sind wir anfälliger für Trübsinn.

Schon gewusst?

Da zur Bildung des Glückshormons Vitamin D nötig ist, geraten wir in der kalten und dunklen Jahreszeit oft in ein Stimmungstief. Denn Vitamin D nehmen wir v. a. über unsere Haut auf. Im Sommer sind die Tage lang und die Kleidung ist kurz. Wir sind viel im Freien und tanken genügend Sonnenstrahlung. Doch schon im nasskalten Herbst ändert sich das. Die lange Kleidung verhindert, den Kontakt unserer Haut mit den Sonnenstrahlen. Lediglich Hände und Gesicht sind frei. Auch halten wir uns deutlich weniger im Freien auf.

Lebensmittel, die besonders hohe Mengen an Vitamin D, Vitamin B6 und Tryptophan enthalten, unterstützen die Bildung von Serotonin.

Bestimmte Lebensmittel mindern Stress

Cortisol
Manche Speisen senken das Stresshorortisol.

Kohlenhydratreiche Lebensmittel machen ausgeglichen und zufrieden. Wer Nudeln, Kartoffeln, Brot und Reis isst, kann besser mit Stress umgehen. Allerdings sind Vollkornprodukte empfehlenswert. Denn langkettige Kohlenhydrate treiben den Blutzuckerspiegel nicht schlagartig in die Höhe. Der Körper zerteilt die mehrkettigen Kohlenhydrate in Glucose. Dieser Zucker regt die Bauchspeicheldrüse zur Produktion von Insulin an. Insulin wiederum erhöht den Tryptophanspiegel im Gehirn.

Wer Kohlenhydrate zu sich nimmt, senkt den Cortisolspiegel. Der Körper schüttet Cortisol in stressigen Momenten aus. Leiden wir dauerhaft unter Stress, haben wir permanent einen Überschuss an Cortisol in unserem Blut. Das führt zu vielfältigen Beeinträchtigungen. Wir haben zu hohen Blutdruck, sind Infekt-anfälliger, schlafen schlecht oder leiden unter Konzentrationsproblemen. Das Stresshormon Cortisol hemmt die Bildung von Serotonin. Es können sich Panikattacken, Niedergeschlagenheit oder eine Depression entwickeln.

Eine eiweißarme Kost unterstützt außerdem die Aufnahme des Glücksbausteins Tryptophan. Wer hingegen sehr viele Proteine zu sich nimmt, bremst die Aufnahme aus.  Beim Verzehr von Vollkornprodukten kann auch Tryptophan über einen längeren Zeitraum freigesetzt werden.

Neben Kohlenhydraten, helfen die Mineralstoffe Magnesium und Kalium den Stresspegel zu senken.

Welche Lebensmittel machen glücklich?

Obst und Gemüse
Obst und Gemüse liefern die Nährstoffe, die unser Körper benötigt. Sind wir mit Vitaminen und Mineralstoffen bestens ausgestattet, geht es uns gut!

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung haben Sie bereits die halbe Miete. Fettarme, vitamin- und ballaststoffreiche Lebensmittel sind ideal. Mit Obst und Gemüse etwa erreichen Sie eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Außerdem regen Sie die körpereigene Produktion von Aminosäuren an.

Unterstützen Sie die Bildung von Serotonin, indem Sie besonders auf Ihre Vitamin-D-, Vitamin-B6– und Tryptophan-Zufuhr achten.

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Nahrungsmittel mit hohen Mengen an Tryptophan

Tryptophan ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten. Sie finden es in Getreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Auch tierische Produkte wie Käse, Eier, Fisch oder Fleisch weisen Tryptophan auf.

Aprikosen etwa sind Tryptophan-Lieferanten. Außerdem weist die Steinfrucht hohe Mengen an Vitamin B3 auf. Dieses wirkt sich ebenfalls auf unseren Gemütszustand, unsere Konzentration und unseren Schlaf aus. Bananen liefern neben Tryptophan gute Mengen an Vitamin B6. Getrocknete Datteln und Feigen enthalten neben Tryptophan Magnesium.

Vor allem in Käse und Nüssen ist reichlich Tryptophan enthalten.

Warum macht Schokolade glücklich?

Schokolade gilt als wahrer Glücklichmacher. Und tatsächlich ist in Schokolade eine Menge Tryptophan enthalten. Dadurch wird die Serotonin-Produktion angeregt. Allerdings hält der Effekt nicht lang an. Tatsächlich reagiert unser Belohnungszentrum auf den enthaltenen Zucker, auf die Fette und Proteine. Es dankt uns für die Energielieferung mit Glücksgefühlen.


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Stand vom: 07.10.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen. 

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