Fieber: Diese Mittel helfen bei Fieber

Drei-Tage-Fieber

 Gerade in der kalten Jahreszeit ist die körpereigene Abwehr geschwächt. Krankheitserreger wie Bakterien und Viren können den menschlichen Organismus befallen. Unser Körper reagiert auf die Eindringlinge mit der Erhöhung der Körpertemperatur. Steigt diese auf über 38 °C an, sprechen wir von Fieber. Es gehört demnach zur natürlichen Abwehrreaktion des Körpers und sollte nur dann bekämpft werden, wenn die Temperatur auf über 39 Grad Celsius steigt oder wenn es mehrere Tage anhält. Darüber hinaus hat es viele verschiedene Ursachen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fieber ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf innere oder äußere Einflüsse.
  • Ab einer Körpertemperatur von über 38 °C spricht man von Fieber. Werte über 39 °C gelten als hohes Fieber. Häufige Ursachen sind Infektionen, Entzündungen, Kinderkrankheiten, Autoimmunerkrankungen, bestimmte Medikamente oder starke körperliche Belastungen.
  • Typische Begleiterscheinungen sind Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Frösteln, Schwitzen, Durst, Glieder- und Gelenkschmerzen sowie gerötete Haut.
  • Bei Fieber helfen vor allem Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und fiebersenkende Maßnahmen. Halten hohe Temperaturen länger an oder sind sie sehr hoch, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Fieber erkennen

Ist die normale Körpertemperatur erhöht, sprechen Fachleute von Fieber als eine Reaktion des Körpers auf äußere oder innere Einflüsse zur Unterstützung der körpereigenen Immunabwehr.

Eine normale Körpertemperatur liegt bei etwa 36,4 bis 37,2 Grad Celsius vor. Bei einem Wert bis 38 Grad sprechen Expert:innen von erhöhter Temperatur, bis 39 Grad von mäßigem Fieber und über 39 Grad Celsius von hohem Fieber.

Einteilung der Körpertemperatur

EinteilungKörpertemperatur
normale Körpertemperatur36,3 °C –37,4 °C
erhöhte Körpertemperatur37,5 °C–38,0 °C
leichtes Fieber38,1 °C–38,5 °C
mäßiges Fieber38,6 °C–39,0 °C
hohes Fieber39,1 °C–39,9 °C
sehr hohes Fieber40,0 °C–42,5 °C

Bereits bei einer Temperatur ab 42,6 °C tritt der Tod ein.

Schon gewusst?

Sinkt die Körpertemperatur unter 35 °C sprechen Mediziner:innen von Untertemperatur. Bei einer schweren Unterkühlung zeigt das Thermometer Werte unter 28 °C an. Ab etwa 27 °C sind die Körperfunktionen so stark verlangsamt, dass es zu einem Atem- oder Herz-Kreislauf-Stillstand kommt.

Ursachen von Fieber

Fieber beim Kind
Fieber ist eine Begleiterscheinung vieler Atemwegserkrankungen.
Bild: Rido (Canva)

Fieber kommt als Begleiterscheinung bei zahlreichen Krankheiten vor, insbesondere bei Infekten und Entzündungen wie:

Auch Kinderkrankheiten werden von Fieber begleitet, hierzu zählen:

Schon gewusst?

Typische Reisekrankheiten verursachen teils sehr hohes Fieber. Zu ihnen zählen u. a. Dengue-Fieber, Lassa-Fieber, West-Nil-Fieber und Malaria.

Fieber tritt auch bei Autoimmunkrankheiten sowie Krebserkrankungen auf. Veränderte Hormonwerte können – wie bei der Schilddrüsenüberfunktion – ebenfalls hohe Körpertemperaturen auslösen. Auch der Eisprung bei Frauen bewirkt einen Anstieg der Körpertemperatur um 0,5 Grad Celsius.

Durch die Aufnahme von körpereigenen Proteinen nach einem Herzinfarkt, nach Blutungen oder Verbrennungen kann es zu einem sogenannten aseptischen Fieber (Resorptionsfieber) kommen. Ferner können Gifte (z. B. Metalldämpfe) und bestimmte Medikamente hohe Körpertemperaturen verursachen. Bei einer Blutvergiftung (Sepsis) tritt es ebenfalls ein.

Ursachen auf einen Blick

– Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten
– entzündliche Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes und der Gefäße
– bösartige Tumore
– Blutvergiftung
– giftige Dämpfe
– erhöhte Stoffwechselaktivität
– veränderte Hormonwerte
– Einnahme bestimmter Medikamente
– Operationen
– Verbrennungen
– Herzinfarkt
– körperliche Anstrengung
Sonnenstich und Hitzschlag
– extremer Flüssigkeitsverlust

Symptome bei Fieber

Neben der Temperaturerhöhung kommt es oft zu Begleiterscheinungen wie allgemeines Krankheitsgefühl, Schwäche und Benommenheit. Die fiebernde Person verspürt häufig keinen Appetit.

Symptome auf einen Blick

– allgemeines Krankheitsgefühl
– Appetitlosigkeit
– Müdigkeit
– Schwäche
– Benommenheit
– Glieder- und Gelenkschmerzen
– Frösteln oder Schüttelfrost
– Schwitzen und Schweißausbrüche
– Herzrasen
– trockene Lippen und Mundschleimhaut
– belegte Zunge
– warme und gerötete Haut
– schnelle und flache Atmung
– Durst
– glänzende Augen

Hohe Körpertemperaturen feststellen

Fieberthermometer mit Temperaturanzeige auf 38,7 °C
Zur Erfassung der Körpertemperatur gibt es unterschiedliche Fieberthermometer. Lange Zeit nutzten wir ein Ausdehnungsthermometer. Heute stehen digitale Varianten zur Verfügung.
Bild: Foremniakowski – Getty Images (Canva)

Viele Symptome deuten auf Fieber hin. So können Sie an Stirn und Hals fühlen, ob sie wärmer als sonst sind. Erscheint die betroffene Person lethargisch, hat eine gerötete Haut, fühlt sie Schmerzen, schwitzt und ist dehydriert, scheint eine erhöhte Temperatur vorzuliegen.

Die beste Methode, hohe Körpertemperaturen festzustellen, ist jedoch die Überprüfung mit einem Fieberthermometer. Das digitale Fieberthermometer (elektronisches Kontaktthermometer) nutzt man im Mund, unter den Achseln oder rektal. Daneben sind auch Stirnthermometer oder Ohrthermometer, die mit Infrarotstrahlung arbeiten, gängig.

Am genauesten lässt sich die Körpertemperatur rektal bestimmen.

Infografik Fiebermessmethoden

Unser Lesetipp: Verschiedene Fieberthermometer erklärt

Fieber behandeln: Tipps Ihrer Apotheke

Wollen Sie hohe Körpertemperaturen behandeln, müssen Sie die verursachende Erkrankung therapieren. Fieber ist keine Krankheit. Im Gegenteil – es hilft, Erreger abzuwehren. Manchmal ist es sinnvoll, die hohe Temperatur zu mildern. Etwa, wenn Kinder sehr darunter leiden und Fieberkrämpfe bekommen.

Taucht Fieber im Rahmen eines grippalen Infekts auf, können Sie sehr gut mit traditionellen Mitteln dagegen steuern. Zu ihnen zählen vor allem Ruhe und viel Schlaf, die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit und Vitaminen sowie Wadenwickel.

Leider gehen Arbeitnehmer:innen in Deutschland oft mit hohen Körpertemperaturen zur Arbeit. Doch das ist grundverkehrt. Wer sich nicht ausreichend Ruhe gönnt, sorgt dafür, dass der Heilungsprozess sich verzögert. Daneben kommt es oftmals zu Komplikationen.

Viel Ruhe und viel Trinken bei Fieber

Gänseblümchen
Ein Kräutertee kann das Fieber mildern.
Bild: chamillewhite (Canva)

Schonen Sie sich! Trinken Sie viel Mineralwasser oder Kräutertees. Gut eignen sich beispielsweise Tees mit Lindenblüten, ThymianKamille oder Hagebutte.

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Viele Vitamine bei Fieber

Ein Tee mit Zitrone und Honig ist sehr wohltuend. Er wirkt keimhemmend, schenkt Vitamine und stärkt so das Immunsystem.

Essen Sie ausreichend und stärken Sie sich mit Reis, Pellkartoffeln, Quark sowie viel Obst und Gemüse. In Früchten ist Vitamin C enthalten und genau das brauchen Sie jetzt. Himbeeren und Preiselbeeren haben zudem als Saft, Kompott oder Tee eine fiebersenkende Wirkung.

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Hausmittel Wadenwickel gegen Fieber

Um die Temperatur zu senken, wenden Sie dieses alte Hausmittel an: Mit kalten Wadenwickeln mindern Sie erfolgreich die Körpertemperatur. Achten Sie darauf, dass Sie den restlichen Körper warm halten und keine Zugluft im Raum ist. 

How-to: Kalte Wadenwickel

Für den Wickel mischen Sie kaltes Wasser mit Essig im Verhältnis 1:5. Tränken Sie zwei Handtücher damit und umwickeln Sie die Waden des Fieberkranken. Wickeln Sie über das feuchte Innentuch ein trockenes Außentuch und lassen Sie den Wickel, bis er die Körperwärme angenommen hat, am Bein. Wenn sich der Wickel erwärmt hat, erneuern Sie ihn.

Sie können auch den Unter- und Oberkörper sowie die Unter- und Oberschenkel mit einem kalten, nassen Handtuch abwaschen. Hüllen Sie sich ohne sich abzutrocknen in ein großes Handtuch und legen Sie sich ins Bett.

Schmerzmittel mit fiebersenkender Wirkung

Medikament
Diverse Schmerzmittel helfen, das Fieber zu senken.
Bild: bilderstoeckchen – Fotolia

Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure haben eine fiebersenkende Wirkung. Zudem lindern sie die bei einer Erkältung oder Grippe einhergehenden Glieder- und Kopfschmerzen.

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Antibiotika nimmt man bei bakteriellen Infektionen.

Unsere Lesetipps:  Tipps gegen Halsschmerzen | Tipps gegen Husten | Tipps gegen Schnupfen

FAQ: Fieber

Ab wann spricht man von Fieber?

Eine normale Körpertemperatur liegt etwa zwischen 36,3 °C und 37,4 °C. Ab 38,1 °C spricht man von leichtem Fieber, ab 39,1 °C von hohem Fieber.

Welche Ursachen kann Fieber haben?

Häufige Auslöser sind Erkältungen, Grippe, Blasenentzündungen, Lungenentzündungen, Mandelentzündungen oder Kinderkrankheiten. Auch Autoimmunerkrankungen, Tumore, Medikamente, Verbrennungen, Hitzschlag oder eine Blutvergiftung kommen als Ursache infrage.

Welche Symptome treten bei Fieber häufig auf?

Typisch sind Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Schwäche, Benommenheit, Appetitlosigkeit, Frösteln, Schüttelfrost, Schwitzen, Herzrasen, Durst sowie Glieder- und Gelenkschmerzen.

Wie lässt sich Fieber am besten messen?

Am zuverlässigsten lässt sich die Körpertemperatur mit einem Fieberthermometer bestimmen. Besonders genau ist die rektale Messung.

Was hilft bei Fieber?

Wichtig sind viel Ruhe, ausreichend Schlaf und eine gute Flüssigkeitszufuhr. Geeignet sind etwa Mineralwasser oder Kräutertees. Auch Tee mit Zitrone und Honig wird häufig als wohltuend empfunden. Leichte Kost und vitaminreiche Lebensmittel können den Körper unterstützen.

Welche Hausmittel können bei Fieber helfen?

Wadenwickel, viel Trinken und Ruhe gehören zu den klassischen Hausmitteln.

Wie funktionieren kalte Wadenwickel?

Für Wadenwickel werden Tücher mit kaltem Wasser und etwas Essig getränkt, um die Waden gelegt und mit einem trockenen Außentuch bedeckt. Sobald sich die Wickel erwärmen, werden sie erneuert.

Muss Fieber immer gesenkt werden?

Nein. Fieber unterstützt den Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern. Eine Senkung ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Temperatur sehr hoch ist, mehrere Tage anhält oder die Beschwerden stark belasten.

Welche Medikamente senken Fieber?

Schmerzmittel mit Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure wirken fiebersenkend und lindern oft zusätzlich Kopf- und Gliederschmerzen.


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Stand vom: 08.12.2025

Coverbild: didesign021 – Getty Images (Canva)