Schnupfen

Wenn die Erkältungsviren zuschlagen: Tipps gegen Schnupfen

Niesanfälle, tränende Augen, verminderter Geruchs- und Geschmackssinn sind Beschwerden, die den Schnupfen begleiten. Die Nase ist verstopft, es fällt schwer zu atmen und es kommt zu einem vermehrten Ausfluss. Als Symptom einer Erkältung haben wir Deutschen etwa 2- bis 3-mal mit dem lästigen Schnupfen im Jahr zu tun.

Schnupfen bzw. Rhinitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Nasenschleimhaut, ausgelöst durch infektiöse oder allergische Mechanismen.

Ursachen für Schnupfen

Älteres Paar hat Schnupfen
Schnupfen ist ein typisches Symptom bei Erkältungen.

Meist tritt der Schnupfen im Rahmen einer Erkältung auf. Nach ein bis zwei Wochen klingt er in diesem Fall oft von allein ab. Daneben sind andere Ursachen, wie Allergien oder die Einnahme bestimmter Medikamente für Schnupfen verantwortlich.

Erkältung und andere Infektionskrankheiten als Ursache von Schnupfen

Erkältungsbeschwerden
Typisch für Erkältungserkrankungen: Schnupfen, Niesen, Husten.

Ein grippaler Infekt wird in den meisten Fällen durch Viren verursacht. Er äußert sich durch Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Fieber. Daneben können Viren, die Grippe, Nasennebenhöhlenentzündung, Masern und Windpocken verursachen ähnliche Symptome auslösen. Bakterielle Infektionen, wie Diphterie, Keuchhusten, Scharlach oder Tuberkulose, äußern sich ebenfalls durch Schnupfen.

Bakterielle und virale Infektionen, die Schnupfen auslösen

Virale InfektionenBakterielle Infektionen
ErkältungDiphterie
GrippeKeuchhusten
MasernScharlach
WindpockenTuberkulose

Schnupfen und Covid-19

Schnupfen tritt im Rahmen einer Covid-19-Erkrankung selten auf. Typischer sind Husten und starkes Fieber. Informieren Sie sich über das Beschwerdebild der neuartigen Lungenkrankheit in unserem Ratgeber Covid-19.

Allergien als Ursache von Schnupfen

Heuschnupfen
Vor allem im Frühling und Frühsommer ist Pollensaison.

Neben Infektionskrankheiten zählen Allergien zu den häufigsten Ursachen für Schnupfen. Bei einer Allergie reagiert der Körper überempfindlich auf sonst harmlose Stoffe. Weit verbreitet ist u. a. die Pollenallergie, die allgemein als Heuschnupfen bekannt ist. Rund 12 Millionen Deutsche leiden daran. Daneben lösen auch Tierhaarallergien, Nahrungsmittelallergien oder Allergien auf Hausstaubmilben und Schimmel Schnupfen aus.

Allergischer Schnupfen äußert sich durch:

  • eine Schwellung der Nasenschleimhaut
  • wässrigem, klarem Nasensekret
  • Niesattacken
  • Juckreiz
  • im Verlauf trocken werdende Nasenschleimhaut
  • oft begleitende Bindehautentzündung der Augen

Weitere Ursachen für Schnupfen

Chili in der Küche
Auch scharfe Speisen können Schnupfen verursachen.

Scharfe Gewürze, Staub, Rauch oder chemische Substanzen lösen mitunter Schnupfen aus. Nicht nur Fremdkörper in der Nase, sondern auch gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut, sogenannte Nasen-Polypen führen ebenfalls zu Schnupfen-ähnlichen Symptomen. Auch der unsachgemäße Gebrauch von abschwellendem Nasenspray äußert sich in Form von Schnupfen. Beim sogenannten Rebound-Effekt sprühen Betroffene wieder und wieder. Das lässt die Nasenschleimhäute übermäßig anschwellen und das Gefühl einer verstopften Nase führt zum erneuten Sprühen. Nicht nur der unsachgemäße Gebrauch bei Medikamenten führt zum Schnupfen. Einige Medikamente lösen Schnupfen als Nebenwirkung aus. Hierzu zählen die Anti-Baby-Pille, Antihistaminika und Blutdrucksenker. Eine hormonelle Rhinitis tritt hormonbedingt in der Schwangerschaft oder Pubertät auf. Bei einem vasomotorischen Schnupfen reagiert die Nasenschleimhaut sehr empfindlich auf äußere Reize wie einen Temperaturwechsel, kalte oder verrauchte Luft.

Weitere Ursachen auf einen Blick

– scharfe Speisen
Medikamente
– Rauschmittel, wie Kokain
– Gift- und Reizstoffe
– Fremdkörper
– hormonelle Veränderungen
– Rachen- oder Nasenpolypen
– Verkrümmung der Nasenscheidewand
– Temperaturwechsel

Begleiterscheinungen bei Schnupfen

Oft beginnt der Schnupfen mit einem sanften Kitzeln bzw. leichtem Brennen in der Nase. Dann kommen häufig Frösteln, Niesreiz und Kopfdruck hinzu. Die Nasenschleimhaut schwillt an und ist gerötet. Ein vermehrter Ausfluss setzt ein. Erst ist dieser wässrig und klar, später aber dickflüssig-gelblich. Im Verlauf ist die Nase verstopft und es fällt schwer zu atmen.

Da der vermehrte Schleim nicht mehr richtig abfließt, bildet sich ein idealer Nährboden für Keime. Schnell kommt es so auch zu einer Nasennebenhöhlenentzündung.

Akuter und chronischer Schnupfen

Nach der Dauer des Schnupfens unterscheiden Mediziner zwischen akutem und chronischem Schnupfen. Meist lösen Infektionen den akuten Schnupfen aus. Beim chronischem Schnupfen sind Allergien, Immundefekte, Nasenschleimhautverengung oder Nasenpolypen ursächlich. Bei der sogenannten Mukoviszidose haben die Flimmerhärchen, die für den Transport des Schleims verantwortlich sind, eine angeborene Fehlfunktion. Daneben ist jedoch auch ein zu langer Gebrauch von Nasentropfen oder Nasensprays ursächlich für chronischen Schnupfen.

Tipps vom Apotheker: Mittel gegen Schnupfen

Hausmittel gegen Schnupfen, wie Heilpflanzentees oder Inhalationen können die Beschwerden lindern.

Wenn der Schnupfen über längere Zeit andauert oder andere Beschwerden wie starke Ohrenschmerzen oder Kopfschmerzen hinzukommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Neben einer Erkältung können, wie oben bereits beschrieben, auch eine Nasenscheidewandverkrümmung oder Nasenpolypen ursächlich sein. Sind Bakterien im Spiel, verschreibt der Arzt Antibiotika.

Bei harmlosen Schnupfen während einer Erkältungskrankheit helfen folgende Mittel.

Mittel gegen Schnupfen: Immunsystem stärken

Hausmittel gegen Schnupfen
In Zitrone ist Vitamin C enthalten. Honig und Kurkuma sind gut bei Erkältung.

Gut beraten ist man generell, wenn man sein Immunsystem stärkt. Eine gesunde Lebensweise und Ernährung, Bewegung und der Wechsel zwischen Spannung und Entspannung sind gute Garanten für eine starke Abwehr.

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Wenn sich Schnupfen ankündigt, nehmen Sie eine Extra-Portion Obst und Gemüse zu sich. Auf die Schnelle helfen Vitaminpräparate, die vor allem Vitamin C enthalten.

Mittel gegen Schnupfen: Viel Flüssigkeit aufnehmen

Trinken Sie viel! Geeignete Getränke sind z. B. Wasser oder auch Kräutertees aus Lindenblüten, Holunderblüten, Pfefferminze, Fenchel oder Kamille.

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Sie können auch eine Zitrone auspressen und in ein Glas mit warmem Wasser geben.

Mittel gegen Schnupfen: Inhalieren und Bäder

Junge inhaliert
Inhalieren mit Wasserdampf  – ein altes Hausmittel, das hilft.

Inhalieren mit Wasserdampf hilft. Dem Wasserbad fügen Sie unterstützend ein paar Tropfen Teebaumöl oder Kamillenöl bzw. eine Hand voll Kamillenblüten oder Mineralsalze bei.

Halten Sie Ihren Kopf über das Gefäß und decken Sie diesen mit einem Handtuch ab, um zu verhindern, dass der Dampf weiter nach oben steigt. Um eine Reizung der Augen zu vermeiden, sollten Sie diese schließen. Alternativ – und vor allem für Kinder geeignet – nutzen Sie schon für wenig Geld ein Inhalationsgerät.

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Erkältungsbäder sind wohltuend und befreien die Nase. Kamille wirkt entzündungshemmend. Eukalyptus lindert die Entzündung der oberen Atemwege und mindert den Schnupfen. Das ätherische Öl regt die Durchblutung von Haut und Schleimhaut an. So wirkt es einer Verschleimung der Atemwege entgegen.

Mittel gegen Schnupfen: Nasensprays und Nasentropfen

Erkrankte Familie
Die Ansteckungsgefahr innerhalb der Familie ist groß. Verwenden Sie nicht das gleiche Nasenspray und achten Sie auf Sauberkeit und Hygiene.

Eine Durchspülung der Nase mittels Meerwasser oder Emser Salz schaffen Abhilfe. Hervorragend bewährt haben sich gegen den Schnupfen Nasentropfen und Nasensprays mit abschwellender Wirkung.

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Tropfen und Sprays helfen kurzfristig gegen eine verstopfte Nase. Allerdings sollten Sie diese nicht länger als eine Woche verwenden.

Unsere Lesetipps: Tipps gegen Fieber | Tipps gegen Husten | Tipps gegen Halsschmerzen


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Stand vom: 02.09.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.

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