Mumps

Eine hochansteckende Infektionskrankheit

Mumps, umgangssprachlich Ziegenpeter genannt, ist eine akute Viruserkrankung. Sie zählt zu den bekannten Kinderkrankheiten, macht jedoch auch vor Erwachsenen nicht Halt.

Die schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen geht mit Fieber einher und ist meldepflichtig.

Was ist Mumps?

Mumps ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit. Sie befällt vor allem die Speicheldrüsen. Man kennt die Krankheit Mumps auch unter den Namen Ziegenpeter, Bauernwetzel, Tölpel oder Feifel.

Die meisten Personen erkranken im Kindes- oder Jugendalter daran. Danach ist der Körper lebenslang immun gegen die Mumpserreger. Daher gilt Mumps als typische Kinderkrankheit. Eine Impfung kann ebenfalls vor einer Ansteckung schützen.

Die Häufigkeit von Mumps

Mumps-Viren treten überall auf der Welt auf. In der Regel sind Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren von der meldepflichtigen Erkrankung betroffen. Meist heilt die Krankheit von selbst wieder ab. Zudem gilt, wer einmal an Mumps erkrankt war, ist sein Leben lang gegen die Krankheitserreger immun. Eine erneute Ansteckungsgefahr besteht danach nicht mehr. Laut Statistiken erkranken Jungen häufiger an Mumps als Mädchen. Je älter die betroffene Person ist, desto höher ist das Risiko, dass es beim Krankheitsverlauf zu Komplikationen kommen kann.

In Deutschland gilt die Meldepflicht für Mumps seit 2013. Das Robert-Koch-Institut erfasste folgende Zahlen:

Datenquelle: Robert Koch Institut

Die Anzahl der Fälle liegt also jeweils im oberen dreistelligen Bereich.

Wie ansteckend ist der Mumps-Virus?

Mumps-Virus
Mumps-Virus

Das Mumps-Virus tritt nur beim Menschen auf. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass sich die Krankheitserreger in winzig kleinen Speicheltropfen durch Husten, Niesen oder auch Sprechen in der Luft verteilen und so auf andere Personen übertragen. Dadurch kann sich Mumps sehr schnell ausbreiten.

Inkubationszeit von Mumps

Erst nach 14 bis 21 Tagen bemerkt die erkrankte Person die Symptome. Der Mumps-Virus teilt sich eifrig in den oberen Atemwegen und den Lymphknoten, die zum Abwehrsystem des Körpers gehören. Immer mehr dieser Viren zirkulieren dann in der Blutbahn und schwächen die Gesundheit. Tückisch daran ist, dass arglose Mitmenschen sich schon anstecken können, wenn noch keinerlei Krankheitszeichen bemerkbar sind, tatsächlich schon 7 Tage vor der ersten Symptomatik.

Typische Symptome von Mumps

Mumps
Die so genannten “Hamsterbäckchen” deuten auf Mumps hin.

Frühe Anzeichen der Kinderkrankheit äußern sich häufig mit Schüttelfrost, Glieder- und Kopfschmerzen.

Betroffene fühlen sich matt und können später auch Fieber entwickeln. Manche Menschen überstehen Mumps mit unspezifischen Krankheitszeichen. Ein markantes Symptom hingegen stellen die Hamsterbäckchen dar. Da im Zuge des Krankheitsverlaufes die Ohrspeicheldrüsen anschwellen – oft zeitversetzt – erleiden die Betroffenen Schmerzen bei Kau- und Schluckbewegungen. Der gesamte Ohren- und Halsbereich reagiert überaus druckempfindlich und schmerzt möglicherweise beim Bewegen des Kopfes.

Behandlung: Mittel gegen Mumps

Gegen Mumps gibt es kein Patentrezept. Die einhergehenden Symptome können allerdings stark gelindert werden. Neben einer strengen Bettruhe helfen rezeptfreie Medikamente, wie fiebersenkende Mittel mit den Wirkstoffen  Ibuprofen und Paracetamol gegen die Beschwerden.

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Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Hier helfen neben Wasser vor allem Kräutertees, die entzündungshemmend wirken. Kamille, Malve, Salbei und Thymian sind zu empfehlen.

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Weiterhin werden warme Ölumschläge am Ohren-/Halsbereich als angenehm empfunden. Bei Fieber helfen zudem kühlende Umschläge an den Waden. Bereiten Sie aus Rücksicht auf die Schluckbeschwerden weiches bis breiartiges Essen zu. Übersäuerte Nahrung reizt die Speicheldrüsen, verzichten Sie lieber vorübergehend darauf.

Tipps für Eltern

Trinken: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genug trinkt, wenn es Fieber hat. Verzichten Sie jedoch auf saure Getränke. Diese regen den Speichelfluss an und die Speicheldrüse muss arbeiten. Das strengt bei Mumps eher an, als dass es hilft.

Kühlung: Legen Sie Ihrem Kind kühle Umschläge auf die geschwollenen Ohrspeicheldrüsen. Das wirkt lindernd.

Wärme: Manche Kinder empfinden warme Umschläge als wohltuender. Hier hilft eine Wärmflasche oder ein warmer Wickel mit Calendula-Salbe.

Zu Hause: Ihr krankes Kind sollte selbstverständlich zu Hause bleiben bis alle Krankheitsanzeichen abgeklungen sind – auch, um die Ansteckungsgefahr gering zu halten.

Ruhe: Für die Genesung ist es wichtig, dass das Kind ausreichend Ruhe oder besser Bettruhe bekommt. Besonders wichtig ist dies in einer Fieberphase.

Impfung gegen Mumps

Schutzimpfung bei kleinem Patienten
Kinderkrankheiten sind alles andere als harmlos. Schützen Sie Ihr Kind mit einer Impfung.

Das beste Mittel gegen Mumps bietet die Schutzimpfung.

In Kombination mit Masern und Röteln (MMR) wird diese das erste Mal nach dem ersten Lebensjahr gespritzt, das zweite Mal vor dem Schuleinstieg. Diese Impfung ist sehr zu empfehlen, denn Mumps kann relativ harmlos verlaufen, leider aber auch zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Komplikationen

Gefürchtet sind Mumps-Viren wegen möglichen eintretenden Komplikationen. Hierzu zählt die Hirnhautentzündung, die unter Umständen bis zur Taubheit führen kann. Neben den Ohrspeicheldrüsen können auch weitere Organe befallen werden, die eine Entzündung der Bauchspeicheldrüsen sowie bei Jungen eine Erkrankung der Hoden bis hin zur Impotenz hervorrufen können. Oft verläuft Mumps aber ohne größere Beeinträchtigung.


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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand: 4.02.2019

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