Krebs

Tumorerkrankungen auf dem Vormarsch

In Deutschland steigt die Zahl der Krebserkrankungen kontinuierlich an. Laut des Robert-Koch-Instituts erkrankten zur Jahrtausendwende rund 400.000 Menschen an Krebs. 15 Jahre später sind es knapp 500.000.

Infografik: Immer mehr Menschen erkranken an Krebs | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista.

Ein Grund für die steigenden Fälle ist jedoch auch die höhere Lebenserwartung. Je älter Menschen werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung.

Wenn Zellen erkranken

Lungenkrebszellen
Darstellung von Lungenkrebszellen.

Eine Körperzelle durchläuft einen genetisch genau geregelten Prozess, bestehend aus Wachstum, Reifung, Teilung und Absterben. Krankhafte Veränderungen führen jedoch dazu, dass sich sogenannte „entartete“ Zellen schneller und häufiger teilen als gesundes Gewebe. Es kommt zu einem unkontrollierten Zellwachstum bei dem ein Geschwulst (Tumor) entsteht.

Auch der Absterbeprozess der Zelle wird durch den Krebs verzögert, sodass die Tumorzelle immer weiter wächst. Zusätzlich kann die Zellveränderung dazu führen, dass kranke Zellen in gesundes Gewebe übergehen, sich dort ansiedeln und weiterwachsen. Sie bilden Tochtergeschwulste (Metastasen). Die Zellkrankheit breitet sich also im Körper aus.

Es können viele unterschiedliche Körperteile von Krebs befallen werden. Häufige Krebsarten sind:

  • Gebärmutterkrebs
  • Mundschleimhautkrebs
  • Leukämie
  • Schilddrüsenkrebs

Beim Krebs unterscheiden die Mediziner mehrere Arten von bösartigen Tumoren. Solide Tumore sind feste oder harte Geschwulste, die sich im Körper gebildet haben. Dazu zählen Karzinome, die sich aus krankhaft veränderten Epithelzellen bilden, z. B. aus Deckzellen der Haut, aus Schleimhautzellen oder aus Drüsenzellen. Tumore aus Muskelzellen, Fettzellen, Knochenzellen oder Zellen des Bindegewebes werden Sarkome genannt. Krebserkrankungen im Blut- bzw. Lymphsystem werden als maligne (= bösartige) Systemerkrankungen bezeichnet. Dazu zählen Blutkrebs (Leukämie) und Lymphdrüsenkrebs (Lymphome).

 

Krebs: Ursachen und Risikofaktoren

Anstoßen mit Bier
Alkohol sollten Sie nur in Maßen trinken.

Bis heute ist noch nicht ganz geklärt, welche Ursachen zu einer Krebserkrankung führen. Eine direkte Vererbung von Krebs halten Wissenschaftler für ausgeschlossen. Doch die genetische Veranlagung könne durchaus von den Eltern an die Kinder weitergegeben werden. Dies kommt zum Beispiel bei Brustkrebs und Darmkrebs häufiger vor.

Bekannt sind mehrere Risikofaktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen. Dazu gehören:

  • energiereiche Strahlung (starke UV-Strahlung, Röntgen-Strahlung)
  • chemische Substanzen (Tabak, Alkohol, Gifte von Schimmelpilzen)
  • Viren (Hepatitis-B-Viren, humane Papillomaviren)

Zweifellos ist eine ungesunde Lebensweise ein Risikofaktor für eine Krebserkrankung. Menschen, die übermäßig viel Alkohol und Tabak konsumieren, setzen sich dem Risiko aus, an Krebs zu erkranken. Auch eine schlechte Ernährung bestehend aus viel tierischem Fett und wenig Obst und Gemüse kann eine Krebserkrankung begünstigen. Zusätzlich erhöhen starkes Übergewicht bzw. mangelnde Bewegung die Wahrscheinlichkeit, dass im Körper Krebs entstehen kann.

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Symptome bei Krebserkrankungen

Senior mit Bauschmerzen
Bauchschmerzen können viele Ursachen haben, auch Krebs.

Krebs im Frühstadium ist schwer zu erkennen. Die Krankheit zeigt sich durch typische Krankheitsanzeichen, die auf viele Erkrankungen und Ursachen hindeuten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung wahrnimmt. Dies steigert die Heilungschancen enorm. Auch bei kleinen Veränderungen des Körpers, die verdächtig erscheinen, ist es ratsam, wenn ein Arzt aufgesucht wird – lieber zu früh, als zu spät. Prinzipiell sind die Beschwerden abhängig von der Krebsart und können sehr unterschiedlich ausfallen.

Typische Anzeichen einer Krebserkrankung können sein:

  • Hautveränderungen an Leberflecken oder Muttermalen
  • anhaltende, bleierne Müdigkeit und ein Erschöpfungsgefühl, das auch durch Ausruhen nicht verschwindet
  • Blut im Stuhl, im Urin oder im Auswurf bei Husten
  • anhaltende Verdauungsbeschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder Übelkeit
  • ertastbare Knoten in der Brust, im Hoden oder unter der Haut
  • Schmerzen, deren Ursache nicht erklärt werden kann

Behandlung von Krebs

Depressive Patientin bei Ärztin
Wer an Krebs leidet hat oft einen langen Leidensweg vor sich. Bildquelle: © JPC-PROD– Fotolia.com

Zur Behandlung von Krebs gibt es unterschiedliche Methoden. Welche in Frage kommt, ist abhängig von der Art des Krebses, vom Stadium der Krankheit oder von der körperlichen Verfassung des Patienten.

  • Ein Tumor kann durch eine Operation entfernt werden.
  • Eine weitere gängige Behandlungsmethode bei Krebs ist die Strahlentherapie. Durch gezielte elektromagnetische Strahlung oder Teilchenstrahlung wird das weitere Wachstum der Krebszellen verhindert oder die Zelle zum Absterben gebracht.
  • In ähnlicher Form wirkt die Chemotherapie. Bei dieser Behandlung werden dem an Krebs erkrankten Patienten bestimmte Medikamente, sogenannte Zytostatika, verabreicht. Sie greifen in den Wachstumsprozess von Zellen ein, die sich schnell teilen, wie z.B. die Tumorzellen. Allerdings greifen sie auch gesundes Gewebe an, sodass bei der Chemotherapie starke Nebenwirkungen auftreten, wie Haarausfall, Erbrechen, Übelkeit und veränderte Blutwerte.
  • Eine wachstumshemmende Therapieform ist die Hormontherapie. Durch die Gabe von bestimmten Antihormonen kann der Tumor am Wachstum gehindert werden.
  • Einen neuen Ansatz verfolgt die zielgerichtete Krebstherapie. Hier kommen Medikamente zum Einsatz, die gezielt in das Wachstum der Tumorzellen eingreifen, jedoch nicht das der gesunden Zellen beeinflussen, wie es bei der Chemotherapie der Fall ist. Doch auch diese Behandlung ist nicht frei von Nebenwirkungen. Viele Wirkstoffe für diese Behandlung von Krebs werden derzeit noch erforscht.

Da einige der Behandlungsmethoden gegen Krebs mit starken Nebenwirkungen verbunden sind, gehört zur erfolgreichen Heilung meist eine Begleittherapie, die die Lebensqualität des Patienten erhöht. Dies betrifft die Linderung von auftretenden Schmerzen ebenso wie Medikation bei Durchfall, Blutarmut, Müdigkeit und Erbrechen. Auch sportliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung kann für die Gesundung hilfreich sein. Spezielle Krebsberatungsstellen geben zudem für Patienten und  Angehörige auch psychologischen Rat und Beistand in dieser ernsten Lebenssituation.

Krebsvorsorge und Prävention

Gesunde Ernährung
Wer bereits seinen Kindern eine gesunde Ernährung vorlebt, sorgt für ihre Zukunft vor.

Der Europäische Kodex zur Krebsprävention gibt wichtige Ratschläge, um ernste Krebserkrankungen zu vermeiden. Dazu zählen:

  • eine achtsame, gesunde Lebensweise mit sportlicher Aktivität
  • eine fettarme Ernährung mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen
  • Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krebs

Auf Nikotin sollten Sie gänzlich verzichten.

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Denken Sie auch an den Schutz der Haut vor übermäßiger UV-Strahlung durch die Sonne.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 06.05.2019