Arthritis

Knieschmerzen: Arthritis

Eine Gelenkentzündung tritt häufig am Kniegelenk auf

Ein schmerzendes Gelenk kann seine Ursache in einer Gelenkentzündung (Arthritis) haben. Diese wird unter anderem durch Bakterien, Gicht oder Rheuma ausgelöst.

Eine Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die entschieden von einer Arthrose, dem Gelenkverschleiß,  abzugrenzen ist. Im Gegensatz zu einer Arthrose, die als degenerative Veränderung „kalten“ Geschehens einzuordnen ist,  können bei einer Arthritis Entzündungen prinzipiell mit Überwärmung, Schwellung und Rötung verbunden sein. Zudem kommt es zu Schmerzen und die Beweglichkeit des Gelenks ist bei einer Arthritis stark eingeschränkt.  Es kann sich Flüssigkeit im Gelenk bilden und so zu einem Gelenkerguss kommen. Bildet sich Eiter spricht man von einem Gelenkempyem.

Unterschied zwischen Arthritis und Arthrose

 

Ursachen einer Arthritis

Infektionen sind sehr häufig Ursache einer Arthritis. Dabei infizieren Bakterien oder andere Erreger über eine Wunde auf direktem Wege ein Gelenk. Auch eine Entzündung eines bereits bestehenden Infektionsherdes kann über den Bluttransport zum Gelenk wandern. Das kann zum Beispiel im Zuge einer Borreliose geschehen (Lyme-Arthritis).

 

Typische Erreger sind:

  • Escherichia coli
  • Haemophilus influenzae
  • Salmonellen
  • Staphylokokken
  • Streptokokken

 

Weitere Ursachen:

 

Die sehr schmerzhafte Gicht-Arthritis wird durch eine Harnsäureerhöhung ausgelöst. Betroffen ist dabei häufig das Großzehengrundgelenk. Dabei ist der große Zeh überwärmt, dick geschwollen, rot und schmerzt stark.

Die rheumatoide Arthritis ist durch nächtliche und morgendliche Gelenkschmerzen, eine Morgensteifigkeit der Gelenke sowie eine Schwellung in den Fingergrund- und Fingermittelgelenken ausgezeichnet.

 

Begriffe kurz erklärt

 

·         Ist ein Gelenk entzündet, spricht man von einer Monoarthritis.

·         Betrifft die Entzündung mehrere Gelenke, nennt man dies Polyarthritis.

·         Von einer akuten Arthritis spricht man, wenn die Gelenkentzündung plötzlich auftritt.

·         Eine chronische Arthritis hingegen besteht, wenn ein Gelenk öfter oder länger andauernd entzündet ist.

 

Im Prinzip kann jedes Gelenk von einer Arthritis betroffen werden.

 

 Symptome auf einen Blick

  • Gelenkschmerzen
  • Schwellung
  • Überwärmung
  • Rötung
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Gelenkerguss
  • Gelenempyem

 

Bei rheumatischer Arthritis kommen hinzu:

  • nächtliche und morgendliche Gelenkschmerzen
  • Morgensteifigkeit der Gelenke
  • Schwellung in den Fingergrund- und Fingermittelgelenken

 

Gängige Medikation bei Arthritis

Arthritis

Betroffene Stellen sollten hochgelagert und gekühlt werden

Bei einer Arthritis richtet sich die Behandlung nach ihrer Ursache. Eine zugrunde liegende Erkrankung, wie es bei der Gicht-Arthritis der Fall ist, sollte immer behandelt werden.

 

Daneben sind allgemeingültige Maßnahmen zu ergreifen:

  • Ruhigstellen, Kühlung und Hochlagerung des entzündeten Gelenks
  • Verabreichen von Schmerzmitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol
  • Verabreichen von entzündungshemmenden Medikamenten wie Glukokortikoide

 

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Bei rheumatoider Arthritis sind spezielle Rheumamedikamente (Basistherapeutika) geeignet. Arzneimittel mit den Wirkstoffen Methotrexat, Sulfasalazin und Chloroquin, die zu den Basistherapeutika gehören, sind auf Rezept erhältlich.

 

Weitere Behandungsmöglichkeiten:

  • bei chronischen Gelenkentzündungen: Krankengymnastik, physikalische Therapie oder Ergotherapie sowie minimal-invasive Operationen während einer Gelenkspiegelung oder offene Gelenkoperationen
  • bei akuten Infektionen: Antibiotika
  • bei Arthritis aufgrund von Autoimmunerkrankungen: Immunsuppressiva

 

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Nahrungsergänzungsmittel

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