Slim Food

So essen Sie sich schlank

Die klassische Diät hat ausgedient. In der Ernährung gibt es seit ein paar Jahren eine Trendwende. Denn mittlerweile ist vielen bewusst, dass Lebensmittel, die wir konsumieren, einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Wer dauerhaft seine Ernährung umstellt, braucht künftig keine Diät mehr. Slim Foods helfen bei einer kalorienbewussten Ernährung.

Was bedeutet Slim Food?

Der aus dem englischsprachigen Raum kommende Begriff bezeichnet Lebensmittel, die einen geringen Fett- oder Kohlenhydratanteil haben. Viele Obst- und Gemüsesorten, Hülsenfrüchte sowie mageres Fleisch fallen unter die Begrifflichkeit. Daneben bieten Lebensmittelhersteller oftmals fettarme oder zuckerreduzierte Light-Produkte für die abnehmwillige Kundschaft an.

Vorsicht bei Fertigprodukten

Lebensmittelproduzenten bewerben häufig Artikel mit ihrem geringeren Fett- oder Zuckeranteil. Sie haben Erfolg. Denn gesundheitsbewusste Käufer verlieren mit dieser werbewirksamen Botschaft ihre Hemmschwelle und das Produkt landet im Einkaufswagen. Doch fettarme Chips oder zuckerarme Joghurts haben oft dennoch viele Kalorien. Achten Sie daher auf die gesamte Zutatenliste und studieren Sie die Nährwerttabelle. Nur so können Sie beurteilen, ob das angebotene Produkt, Sie tatsächlich beim Abnehmen oder Gewichthalten unterstützt.

Außerdem tritt beim Konsum von ausgewiesenen Slim-Food-Produkten ein weiterer destruktiver Effekt auf. Da das Produkt scheinbar weniger Kalorien aufweist, essen wir mehr davon. In der Summe nehmen wir dann jedoch mehr Kalorien auf.

Greifen Sie auf natürliche Slim Foods zurück und bauen Sie diese in die tägliche Ernährung ein.  

Welche Slim Foods gehören auf den Speiseplan?

Wenig Fette und Kohlenhydrate finden Sie insbesondere in Gemüsearten wie Salat, Kohl, Möhren oder Radieschen. Mageres Fleisch – etwa Hühnchen – ergänzen den Speiseplan. Früchte stillen Ihren Hunger auf Süßes und bringen zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe mit.

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere 5 Top-Slim-Foods vor.

Slim-Food Chicorée

Chicorée
Chicorée ist leicht bitter im Geschmack. Doch die Bitterstoffe sind gesund.
Bildquelle: Cheche22 – Getty Images (Canva.com)

Chicorée enthält viele Bitterstoffe. Daher ist er nicht jedermanns Sache. Doch ein Chicorée-Salat ist äußerst gesund. Gerade die Bitterstoffe sind für Verdauung und Stoffwechsel wichtig. Sie kurbeln dabei die Fettverbrennung an und bleiben auch beim Erhitzen erhalten. Intybin hat einen positiven Effekt auf die Verdauung und regt die Galle sowie Bauchspeicheldrüse an. Es hilft daher, den Cholesterinspiegel zu senken. Inulin hat einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit und zügelt den Appetit.

Auf 100 g Chicorée kommen lediglich 0,2 g Fett und 2,3 g verwertbare Kohlenhydrate. Hauptbestandteil ist mit 94,4 g Wasser. Da verwundert es nicht, dass 100 g Chicorée lediglich 16 kcal ausmachen.

Das Wintergemüse punktet jedoch auch mit seinem Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. So sind in nennenswerten Mengen Vitamin C sowie Vitamine aus dem B-Komplex und Calcium, Kalium, Magnesium sowie Phosphor enthalten.

Schon gewusst?

Chicorée ist eine Kulturform der Gemeinen Wegwarte (Zichorie). Die Bauern ernten die Rüben, die sie in Kisten an einem kühlen Ort lagern. Die Chicorée-Sprosse treibt im Dunkeln aus. Nach 24 Tagen ist sie ausgewachsen, wird geerntet, gesäubert und in Lichtschutzpapier verpackt. Früher verwendeten die Bauern auch die Zichorienwurzeln. Sie mahlten diese und nutzen das Pulver als Kaffeeersatz.   

Chicorée lässt sich zu Salat verarbeiten oder als Grill- und Auflauf-Gemüse verwenden.

Chicorée-Salat mit Mango – zum Rezept:

Tipp

Je heller der Chicorée ist, umso weniger Bitterstoffe enthält das Wintergemüse. Im Strunk sind besonders viele Bitterstoffe enthalten. Daher ist es ratsam, diesen zu entfernen.

Slim-Food Gartensalat

Eisbergsalat
Der Eisbergsalat ist ein klassischer Gartensalat.
Bildquelle: bhofack – Getty Images Pro (Canva.com)

Der Gartensalat war Gemüse des Jahres 2007/2008. Bereits in der Antike begannen Bauern den Salat zu kultivieren. Es gibt unzählig viele Sorten. Insbesondere der Römersalat, der Kopfsalat und der Eisbergsalat sind in unseren Breiten bekannt. Auch Gartensalat enthält einen hohen Wasseranteil von etwa 95 %. Mit lediglich rund 14 kcal auf 100 g ist er unser kalorienärmstes, hier vorgestelltes Slim Food. Der Anteil an Kohlenhydrate und Fette ist verschwindend gering. Vitamine und Mineralstoffe, vornehmlich Kalium und Vitamin A, sind in großen Mengen vorhanden.

Slim-Food Mango

Mango
Zwar ist in den Früchten Fruchtzucker enthalten, doch die Mango bringt einige Vorteile für Abnehmwillige.
Bildquelle: Canva.com

Das Fruchtfleisch der Mango wirkt leicht abführend und entwässernd. Es kurbelt den Stoffwechsel an. Neben Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E finden sich auch viele Vitamine aus dem B-Komplex, etwa Folsäure in der Steinfrucht.

Zwar enthält Mango viel Zucker, aber auch Fettbrecher und Ballaststoffe. Letztere machen nachhaltig satt. Das enthaltene Pektin ist ein Ballaststoff, der den LDL-Cholesterinspiegel senkt.  

Mit 62 kcal auf 100 g frische Mango ist die Frucht im Vergleich mit den anderen hier vorgestellten Slim-Foods das Schlusslicht, doch im Ranking mit Schokolade, Chips oder Cola immer noch äußerst kalorienarm.

Slim-Food Weißkohl

Weißkohl
Weißkohl ist roh, gekocht, gebraten und eingelegt genießbar.
Bildquelle: Olga Kriger (Canva.com)

Der Weißkohl gilt als typisches Wintergemüse. Er schmeckt als Weißkohleintopf, aber auch geschmort oder mit Käse überbacken. Eine besondere Spezialität sind die Kohlrouladen. Als Rohkostsalat gelingt er mit Pinienkernen und Naturjoghurt besonders gut.

Eine spezielle Zubereitungsart des Weißkohls ist das Sauerkraut. Es enthält viele gesunde Ballaststoffe und Milchsäurebakterien. Beide Inhaltsstoffe sind wichtig für die Darmgesundheit.

Tipp

Sauerkraut schmeckt mit Äpfeln gedünstet besonders lecker.

Auch der Weißkohl ist mit 25 kcal pro 100 g sehr kalorienarm. Er enthält besonders viel Vitamin C. Die Anteile an Kalium, Calcium und Magnesium lassen sich ebenfalls sehen.

Slim-Food Zucchini

Zucchini
Zucchini gehören zu den Kürbissen. Sie haben einen sehr hohen Gehalt an Wasser.
Bildquelle: Aksana Yasiucheia – Getty Images Pro (Canva.com)

Zucchini enthalten wie alle Kürbisarten viel Wasser. Sie sind kalorienarm und vitaminreich. Lediglich 19 kcal finden sich in 100 g.

Nährwerttabelle

Nährstoffpro 100 g
Wasser93 g
Verwertbare Kohlenhydrate2,2 g
Ballaststoffe1,1 g
Eiweiß1,6 g
Kalium152 mg
Calcium30 mg
Phosphor25 mg
Natrium3 mg
Eisen1,5 mg

Zucchini lassen sich vielseitig in Speisen verwenden. Das Wintergemüse schmeckt gebraten in einer Gemüsepfanne oder als Auflauf ganz hervorragend. Als Pasta-Alternative „Zoodles“ zieht Zucchini in immer mehr Low-Carb-Küchen ein. Bei der gleichen Menge Hartweizennudeln sparen wir etwa das 7-fache an Kalorien.  

Zucchini-Pasta
Die Zucchini-Pasta werden immer beliebter.
Bildquelle: Olga Miltsova – Getty Images (Canva.com)

Zoodles – so geht’s

Die Gemüsenudeln gelingen am besten mit einem Spiralschneider. Die Zoodles garen Sie im Anschluss für etwa 2 Minuten in kochendem Wasser. Alternativ braten Sie die Zucchini kurz an. Als Pastasauce eignet sich Olivenöl mit etwas Zitronensaft gemischt und mit Salz sowie Pfeffer abgeschmeckt.

Slim Foods

Tipp für Abnehmwillige: Neben der richtigen Wahl der Lebensmittel, spielt auch der Zeitpunkt der Essensaufnahme eine wichtige Rolle. Nehmen Sie das Abendbrot noch vor 19 Uhr ein. Denn wenn Ihr Körper aufgrund eines Nachtmahls zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist, blockiert er den Prozess der Fettverbrennung.  


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Stand vom: 18.01.2021


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.

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