Salz

Einsatz in Küche, Medizin und Kosmetik

Jeder kennt es, in keiner Küche darf es fehlen – Salz. Der lebenswichtige Stoff ist aus dem Alltag kaum wegzudenken und versteckt sich in fast allen Speisen. Auch der menschliche Körper enthält in seinen Zellen Salze, die essentiell wichtige Funktionen erfüllen. Zu viel des Mineralgemisches birgt auf Dauer allerdings Risiken – einige Erkrankungen werden in ihrer Entstehung und Ausprägung durch eine zu hohe Salzaufnahme gefördert. Doch nicht nur in der Küche, auch in der Kosmetikbranche spielt Salz eine wichtige Rolle und sorgt bei der Anwendung als Badesalz für ein gesteigertes Wohlbefinden und für die Linderung von Hauterkrankungen wie Neurodermitis.

Salz: Chemische Grundlagen

Salz
Salz ist nicht gleich Salz: Wenn wir den Begriff hören, denken wir als erstes an das kristalline Speisesalz.

Als Salz werden generell chemische Verbindungen bezeichnet, die aus einem negativ geladenen Teilchen (Anion) und einem positiv geladenen Teilchen (Kation) bestehen. Hierbei unterscheidet man des Weiteren anorganische und organische Salze.

Folgende Tabelle gibt Ihnen einen groben Überblick über die Bedeutung der 2 Hauptsalzarten:-

Salz chemische Eigenschaften Beispiel
anorganische Salze Verbindung aus Metall (Kation) mit einem Nichtmetall (Anion) Speisesalz (NaCl)
organische Salze die Anionen stammen von einer organischen Säure (z. B. Essigsäure, Zitronensäure, Fettsäure) ab Natriumacetat, Natriumcitrat, Seifen

Bei Salzen handelt es sich zumeist um feste Substanzen mit einem hohen Schmelzpunkt. Der Großteil von ihnen ist in Wasser löslich.

Speisesalz

Salz: Kochsalz

Vernehmen wir das Wort „Salz“, so denken wir zuallererst an das Speisesalz, auch Kochsalz oder Tafelsalz genannt. Dies ist durchaus verständlich, ist es doch aus dem Alltag kaum wegzudenken. Chemisch gesehen ist das Speisesalz ein Kristall aus Natriumchlorid.

Seit dem Altertum spielt die Salzgewinnung in der Gesellschaft eine große Rolle. Bereits in der Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) wurde Speisesalz aus Meersalz gewonnen und hiermit Lebensmittel haltbar gemacht. Da es in manchen Regionen Mangelware war, wurde schon bald mit einem regen Handel begonnen, es entstanden die sogenannten „Salzstraßen“, die die Handelswege in salzärmere Regionen darstellten und auch für andere Güter den Transport erleichterten.

Schon gewusst?

In Vorzeiten war Salz sehr kostbar und wurde auch als „weißes Gold“ bezeichnet. Bei den Römern diente es sogar als Zahlungsmittel für Legionäre.

Gewinnung von Speisesalz: Meersalz und Steinsalz

Salz
Das beliebte Himalaya-Salz gehört zu den Steinsalzen.

Die älteste genutzte Quelle für Kochsalz ist das Meerwasser. Zur Salzgewinnung wird hierzu das Meerwasser in flache Becken, die sogenannten Salzgärten geleitet, wo das Wasser unter der natürlichen Sonneneinstrahlung verdunstet und eine Salzkruste hinterlässt. Heutzutage werden so noch 20 % des Speisesalzes gewonnen. Als andere Hauptquelle für Kochsalz dient das Steinsalz. Durch Aussolung oder Bergbau wird das Salz aus unterirdischen Schichten gelöst und zur Herstellung von Speisesalz weiter gereinigt.

Salz – vielseitig genutzt

In erster Linie nutzen wir das Salz in der Küche zum Würzen von Speisen. Salz hat jedoch auch eine gesundheitliche Wirkung und wird nicht zuletzt als Kosmetikprodukt eingesetzt.

Verwendung von Salz in der Küche

Salz und Pfeffer
Salz und Pfeffer sind aus der Küche nicht wegzudenken.

Kaum eine Speise wird ohne Salz zubereitet. Die meisten Zungen sind von klein auf an eine gewisse Menge Salz im Essen gewöhnt, sodass sie bei einer fehlenden Würze die Speisen als fad empfinden. Dies liegt nicht nur am Geschmack des Salzes allein, es verstärkt die Geschmacksnote anderer Gewürze. Neben dem normalen Würzen während des Kochens fungiert Speisesalz mit einem Gehalt von 0,4 bis 0,8 % Natriumnitrit als Pökelsalz dem Haltbarmachen von Fleisch.

Schon gewusst?

Salz bringt nicht nur durch den eigenen Geschmack Pepp ins Essen, es fungiert auch als Verstärker für die Wahrnehmung anderer Gewürze.

Verwendung von Salz in der Medizin

Erbrechen
Wer an Erbrechen oder Durchfall erkrankt ist, verliert nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte. Hier sorgt Salz für einen Ausgleich.

Der menschliche Körper benötigt Kochsalz zur Regulation des Wasserhaushalts, für den Knochenstoffwechsel und die Muskel- sowie Nervenfunktion. Da er es nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung zugeführt werden. Hierbei liegt der tägliche Bedarf bei ca. 6 g Salz. Bei starkem Schwitzen, Fieber und Erkrankungen wie z. B. Durchfall und Erbrechen entstehen schnell höhere Salzverluste, sodass die Zufuhr gesteigert werden muss. Meist ist dies ausreichend über die Nahrung möglich.

Besteht bei kranken Menschen ein stark erhöhter Flüssigkeitsbedarf, wird in der Medizin zumeist eine Infusion verabreicht, die salzhaltig ist. Hierbei handelt es sich um eine Kochsalzlösung mit einem Natriumchloridgehalt von 0,9 %. Bei anderen Konzentrationen kann es zu schweren Zellschäden im menschlichen Körper kommen.

Eine weitere Verwendung von Salz in der Medizin ist in Form von medizinischem Badesalz weit verbreitet. Dies kommt hauptsächlich als unterstützende Behandlung von Neurodermitis, Schuppenflechte und gelegentlich auch bei Akne zum Einsatz. Besonders geeignet ist hierzu das Salz aus dem Toten Meer, welches im Badewasser gelöst zu einer Entgiftung und Entsäuerung des Körpers über die Haut beiträgt. So begünstigt es effektiv eine Linderung des Juckreizes und eine Abheilung der Hauterscheinungen.

Unser Produkttipp: Dermasel Totes Meer Badesalz Pur

Des Weiteren wirkt Salz stark desinfizierend und antiseptisch. So kommen häufig salzhaltige Mundspülungen bei Beschwerden im Mund- und Rachenraum zum Einsatz. Geschluckt werden sollten diese allerdings nicht, eine zu hohe Salzzufuhr ist gesundheitsschädlich und der Körper reagiert schnell von Natur aus mit Erbrechen.

Auch bei Erkrankungen der oberen Atemwege kommen salzhaltige Produkte zum Einsatz. So hilft ein Nasenspray mit Salzgehalt bei Schnupfen und die Anwendung eines Dampfbades mit Salzwasser gegen eine geschwollene Nasenschleimhaut und Husten.

Unser Produkttipp: Emser Salz Beutel | Abtei Meersalz Nasenspray Standard

Verwendung von Salz in der Kosmetik

Badesalz
Badesalze sind beliebt.

Auch im Bereich der Kosmetik wird sich der positive Effekt von Salz auf die Haut zu Nutze gemacht. So existiert eine breite Palette an kosmetischen Badesalzen, die neben ihrer hautpflegenden und juckreizlindernden Eigenschaften meist durch angenehme Duftstoffe zusätzlich Entspannung und ein gesteigertes Wohlbefinden versprechen. Auch als Peeling ist Salz geeignet – hierzu kann nach dem Baden oder Duschen die Haut direkt mit reinem, trockenen Salz eingerieben werden.

Unser Produkttipp:  Kneipp schäumendes Badesalz Entspannen

Schon gewusst?

Salz ist ein effektives Peeling. In trockenem Zustand nach dem Baden oder Duschen direkt auf die Haut gerieben, entfernt es zuverlässig tote Hautschuppen und erhöht gleichzeitig die Hautdurchblutung. Der Teint erstrahlt!

Gesundheitliche Risiken durch Salz

Der durchschnittliche Konsum von Speisesalz liegt in der Regel weit über der empfohlenen Menge. Nicht zuletzt kommt dies dadurch zustande, dass es sich versteckt in fast allen Fertigprodukten und Gebäck befindet. So ist ein realistisches Abschätzen des Salzkonsums für den Menschen unmöglich. Da Salz Wasser bindet, kann eine lang bestehende, zu hohe Salzzufuhr die Entstehung von Wassereinlagerungen, Bluthochdruck und manchen Nierenerkrankungen fördern.


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 11.06.2019