Qigong

Qigong

Qigong zählt zu den meditativen Bewegungsformen und stammt aus China. Langsame, fließende Übungen in Kombination mit einer richtigen Atmung wirken sich positiv auf Körper und Geist aus.

Was ist Qigong?

Qigong (oft auch Chigong) stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ist eine Bewegungsform mit Atem-, Körper-, Konzentrations- und Meditationsübungen. Das „Qi“ ist in der TCM die Lebensenergie, welche durch sogenannte Meridiane (Leitbahnen) durch den Körper fließt und die verschiedenen Organbereiche mit Energie versorgt. „Gong“ bedeutet Arbeit, weshalb die entsprechenden Übungen die „Arbeit am Qi“ sind. Dabei soll sich der natürliche Fluss der Lebensenergie harmonisieren, was eine heilende Wirkung verspricht. Krankheiten und andere körperliche Beschwerden entstehen laut TCM durch eine Störung des Qis, also des Energieflusses im Körper. Mithilfe der meditativen Bewegungsform sollen Krankheiten vorgebeugt und behandelt werden.

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Qigong besteht aus:

  • Übungen, die in Ruhe und mithilfe Ihrer Vorstellungskraft und spezieller Atemübungen stattfinden
  • körperliche Übungen, die ruhige, fließende Bewegungen beinhalten

In China gibt es solche Übungen schon seit über 2.500 Jahren. Seit 1980 erlangt Qigong auch in Europa mehr Bekanntheit. Die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und Körper, Geist und Seele zu vereinen, interessiert seitdem immer mehr Menschen.

Heutzutage gibt es in unseren Breitengraden unzählige Kurse. Ärztinnen und Ärzte verschreiben die Übungen sogar oft begleitend zu weiteren Therapien.

Schon gewusst?

Qigong und Tai-Chi sind sich zum Verwechseln ähnlich, haben aber dennoch kleine Unterschiede. Beim Qigong sind die Übungen viel kürzer. Tai-Chi galt im alten China als Kampfsport zur Selbstverteidigung. Es enthält deshalb Angriffs- und Verteidigungstechniken. Gemeinsam haben sie, dass es sich um langsame, sich oft wiederholende Bewegungsformen handelt. Beide sollen den Energiefluss anregen und funktionieren mit Bewegung, Konzentration und Meditation.

Wobei hilft Qigong?

Qigong

In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die meditative Bewegungsform schon seit Jahrtausenden ein beliebtes Heilmittel für Körper und Geist. Zu den traditionellen Anwendungsgebieten gehören:

Richtig durchgeführt haben die Übungen folgende Wirkungseigenschaften:

  • bessert die körperliche Beweglichkeit
  • stärkt die Muskulatur
  • entlastet die Wirbelsäule
  • verbessert die Lebensqualität
  • baut innere und äußere Verspannungen ab
  • beruhigt den Geist
  • stärkt den Kreislauf
  • fördert die Konzentrationsfähigkeit
  • entspannt

Oft ist Qigong eine beliebte Bewegungsform zur unterstützenden Behandlung von Schmerztherapien, Krebsbehandlungen und psychischen Erkrankungen. Die Wissenschaft ist sich jedoch zur Wirkung noch nicht einig. Das liegt vor allem an den wenigen Studien zur Wirkung der Übungen. Um einen aussagekräftigen Nachweis für die Heilwirkung von Qigong zu haben, bedarf es weiterer Forschung. Fakt ist, dass ruhige, entspannte Bewegungen Ihrem Körper guttun und auch Ihrer psychischen Gesundheit zugutekommen. Allein deshalb wirkt sich Qigong positiv auf die Lebensqualität aus.

Wie übe ich Qigong aus?

Qigong
Viele Qigong-Gruppen üben im Freien.
Bild: YakobchukOlena – Getty Images (Canva)

Um Qigong zu erlernen, ist keine besondere Kraftanstrengung gefragt. Sie können Qigong allein oder in Gruppen ausüben. Die Übungen eignen sich für jedes Alter und sind schnell zu erlernen. Es gibt Varianten im Stehen, Liegen und Sitzen. Anfangs sind täglich 10–15 Minuten Qigong empfehlenswert.

Für Anfänger und Anfängerinnen sind spezielle Kurse nützlich. Qigong-Lehrende zeigen Ihnen, wie Sie Techniken richtig durchführen und korrigieren Ihre Haltung bei Bedarf. Für zu Hause gibt es einige Qigong-Videos im Internet. Wichtig ist, dass Sie sich genügend Zeit mitnehmen, ungestört und nicht im Stress sind. Anfangs fällt das Loslassen der Gedanken schwer. Lassen Sie sich aber darauf ein und üben Sie weiter. Mit der Zeit fällt es Ihnen leichter, in den meditativen Zustand einzutauchen.

Je regelmäßiger und intensiver Sie üben, desto schneller erkennen Sie erste Erfolge. Eine ruhige und fokussierte Atmung ist entscheidend für erfolgreiche Qigong-Übungen. Wenn Sie Qigong-Übungen falsch ausführen, kommt es mitunter zu Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckveränderungen und Rückenschmerzen.

Um sich auf die Übungen vorzubereiten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Suchen Sie sich einen ruhigen, ungestörten Ort, am besten an der frischen Luft.
  • Kommen Sie zuerst bei sich an, indem Sie einige Male bewusst tief ein- und ausatmen.
  • Schalten Sie das Gedankenchaos aus. Negativität, Stress, Termine, To-do-Listen usw. sollten Sie nun komplett zur Seite schieben.
  • Falls es Sie entspannt, können Sie sich ruhige Musik oder natürliche Klänge anschalten. Dies ist aber kein Muss.
  • Wenn es Ihnen möglich ist, führen Sie Qigong frühmorgens (6:30 Uhr) oder am frühen Abend (ab 17 Uhr) durch.

Für wen ist Qigong nicht geeignet?

Qigong
Qigong ist für alle Altersklassen geeignet.
Bild: YakobchukOlena – Getty Images (Canva)

Eigentlich eignet sich Qigong für jedes Alter und Geschlecht. Dennoch sollten Sie auf die Übungen verzichten, wenn Sie:

  • körperlich stark beeinträchtigt sind, z. B. nach Operationen, in der Schwangerschaft, bei der Einnahme blutdrucksenkender Medikamente
  • bei starker Hitze
  • sich unwohl und erschöpft fühlen

Lassen Sie sich im Zweifel ärztlich beraten, bevor Sie Qigong-Übungen erlernen.


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Stand vom: 19.04.2024

Coverbild: YakobchukOlena – Getty Images (Canva)

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