Tai-Chi

Tai-Chi

Tai-Chi stammt aus China und ist eine innere Kampfkunst. Es geht dabei hauptsächlich um Bewegung und Selbstverteidigung. Darüber hinaus trägt Tai-Chi zur körperlichen und mentalen Gesundheit bei. Mit meditativen Bewegungsformen tritt Entspannung und körperliches Wohlbefinden ein.

Was ist Tai-Chi?

Tai-Chi (auch Schattenboxen, Tai-Chi-Chuan oder Taijiquan genannt) ist eine jahrtausendealte chinesische Kampfkunst. In den 70er Jahren erlangte sie in Europa größere Bekanntheit. Anders als bei anderen Kampfsportarten kommt es bei den Übungen auf eine langsame und fließende Ausführung an. Die Bewegungen aus der Selbstverteidigung können Fortgeschrittene benutzen, es ist jedoch nicht das Hauptziel, auf einen Kampf vorzubereiten. Eher geht es um die Stabilisierung des Körpers, die Förderung der Beweglichkeit, Achtsamkeit, Atmung und Entspannung. Wegen dieser Merkmale unterscheidet sich Tai-Chi von anderen Kampfkünsten wie Judo und Taekwondo, bei denen der Kampf im Vordergrund steht.

Der Begriff „Tai“ lässt sich kaum ins Deutsche übersetzen. Ursprünglich stammt er aus dem Daoismus und bedeutet „kosmisches Urprinzip der Natur“. Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das „Chi“ (oder auch Qi) die Lebensenergie, die durch jeden Körper fließt. Krankheit, Stress, Verspannungen und psychische Beschwerden können diesen Fluss der Lebensenergie stören. Durch die Bewegungsabläufe kommt das Chi wieder auf den richtigen Weg. Die Vorbeugung von Krankheiten und Stress steht ebenfalls im Vordergrund.

Schon gewusst?

Vielerorts trägt Tai-Chi das Synonym „Schattenboxen“. Dieser Name ist in den 70er Jahren in Europa entstanden. Da Tai-Chi an einen Kampf mit einem unsichtbaren Gegner erinnert, machte sich der Begriff „Schattenboxen“ schnell unter den Menschen breit und ist heute auch noch gern genutzt.

Wobei hilft Tai-Chi?

Tai-Chi

In der Traditionellen Chinesischen Medizin bewährt sich die meditative Kampfkunst seit Jahrhunderten. Körper und Geist sollen demnach profitieren. Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung nicht. Die Studienlage ist zu gering, um wirkliche Heilungen und Wirkungen zu belegen. Dennoch gibt es viele Menschen, die von den positiven Effekten berichten.

Demnach soll Tai-Chi folgende Eigenschaften haben:

  • stärkt Knochen, Gelenke und Bänder
  • fördert die Beweglichkeit
  • stärkt die Rumpfmuskulatur
  • fördert die Konzentration und die kognitive Leistungsfähigkeit
  • senkt Bluthochdruck
  • wirkt stressreduzierend
  • verbessert die Lebens- und Schlafqualität
  • löst Verspannungen
  • beugt Haltungsschäden vor
  • fördert das Gleichgewicht

Tai-Chi eignet sich hervorragend als Präventions- und Rehasport für Menschen mit Rückenbeschwerden. Häufig verordnen Ärztinnen und Ärzte regelmäßige Kurse, um Beschwerden an der Wirbelsäule vorzubeugen oder zu lindern. Personen mit Asthma profitieren wegen der tiefen und ruhigen Atmung. Weiter sollen die Bewegungen der Kampfkunst bei Arthrose und Parkinson Abhilfe schaffen. Darüber hinaus besteht die Annahme, dass sich durch die regelmäßige Ausführung altersbedingte Gedächtnisstörungen verbessern.

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Wie übe ich Tai-Chi aus?

Tai-Chi
Tai-Chi ist eine Sportart, die oft in Gruppen und im Park ausgeübt wird.
Bild: SrdjanPav – Getty Images Signature (Canva)

Bei der Ausführung kommt es auf langsame, fließende Bewegungen an. Es gibt Angriffs- und Abwehrbewegungen, die Sie geschmeidig und präzise ausführen müssen. Die sogenannten „Formen“ im Tai-Chi lernen Sie durch eine Art Choreografie. Diese dauert normalerweise bis zu 1 ½ Stunden. In Europa haben sich jedoch auch kurze Übungen von 15 bis 20 Minuten durchgesetzt. Achten Sie in jedem Fall auf eine gute Körperspannung und versuchen Sie, langsam und tief in den Bauch zu atmen. Je mehr Sie üben, desto schneller kommen Sie in den meditativen, achtsamen Zustand.

Diese 10 Punkte helfen Ihnen bei der richtigen Ausführung:

  1. Entspannen Sie Ihren Kopf und blenden Sie Stress und negative Gedanken aus.
  2. Stehen Sie stabil und gerade.
  3. Achten Sie auf einen geraden Rücken.
  4. Die Taille bleibt locker und geschmeidig.
  5. Schultern und Ellenbogen hängen locker nach unten.
  6. Bei der Ausführung der Bewegungen ist die Intention wichtig, nicht die aufgebrachte Kraft.
  7. Die Bewegungen fließen.
  8. Koordinieren Sie den Ober- und Unterkörper präzise.
  9. Trotz der körperlichen Bewegung bleibt der Geist ruhig.
  10. Körper und Umwelt sind in einer Harmonie.

Wenn Sie Tai-Chi erlernen möchten, suchen Sie am besten in Ihrer Umgebung nach seriösen Kursen. Durch professionelle Trainerinnen und Trainer bekommen Sie gezeigt und erklärt, wie Sie die Übungen auszuführen haben. Es braucht Geduld und Zeit, macht jedoch eine Menge Spaß und fördert Körper und Geist. Einmal erlernt, lässt sich die Kampfsportart auch zu Hause durchführen. In der Natur an einem ruhigen Ort funktionieren Entspannung und Achtsamkeit sogar noch etwas besser. Im Internet gibt es zahlreiche Angebote von kostenlosen und gebührenpflichtigen Inhalten. Achten Sie dabei auf seriöse und kompetente Lehrende. Wenn Sie Tai-Chi einmal in Ihren Alltag integriert haben, werden Sie langfristig von der Sportart profitieren.

Für wen ist die innere Kampfsportart nicht geeignet?

Generell ist Tai-Chi unabhängig von Alter, körperlicher Verfassung und Geschlecht durchführbar. Es sind keine Vorerfahrungen erforderlich. Schwangere profitieren ebenfalls von den fließenden, meditativen Bewegungsabläufen. Dennoch ist Konzentration und Konsequenz entscheidend für den Erfolg.

Sollten Sie chronische Erkrankungen haben, ist eine ärztliche Beratung im Vorfeld empfehlenswert. Nach Unfällen oder Verletzungen sollten Sie sich ausreichend schonen, bevor Sie mit Tai-Chi beginnen.


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Stand vom: 19.04.2024

Coverbild: kali9 – Getty Images Signature (Canva)

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