Schlaganfall

Ein Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Insult) ist eine Störung der Gehirnfunktionen, die plötzlich auftritt und länger als 24 Stunden anhält. Ein bestimmter Teil des Gehirns wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Die Gehirnzellen erhalten dadurch weniger Sauerstoff und Nährstoffe und drohen abzusterben. Durch die verminderte Durchblutung kann das Gehirn einige Körperfunktionen nicht mehr optimal erfüllen. Dies zeigt sich in den Beeinträchtigungen, die mit einem Schlaganfall einhergehen: Lähmung von Gliedmaßen, Probleme beim Sprechen, Hängen eines Mundwinkels oder Sehstörungen.

 

Jeder Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall!

Alter

Der Schlaganfall gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland und ist außerdem die dritthäufigste Todesursache.

Bei älteren Betroffenen sind die Folgen des Anfalls oft der Grund für Pflegebedürftigkeit und Behinderungen im Alter.

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Ursachen und Risikofaktoren für Schlaganfall

Mediziner unterscheiden 2 Formen von Schlaganfall:

Von einem ischämischen Insult sprechen sie, wenn der Anfall durch eine verminderte Durchblutung infolge eines Gefäßverschlusses hervorgerufen wurde. Auslöser dafür kann ein Blutgerinnsel (Embolus) oder eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) sein. 80% der Fälle werden durch Gefäßverstopfung verursacht.

Ein hämorrhagischer Schlaganfall wird durch eine Hirnblutung verursacht. Diese entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn reißt.

Typische Risikofaktoren für die Entstehung dieser Durchblutungsstörungen sind Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, verengte Arterien, Fettstoffwechselstörung und Übergewicht.

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Symptome bei Schlaganfall

Wenn ein Hirnareal nicht ausreihend durchblutet wird, dann wirkt sich dies auf die Körperfunktionen aus, die von diesem Teil des Gehirns gesteuert werden. Dies wird durch unterschiedliche körperliche Anzeichen (neurologische Ausfälle) sichtbar. Besonders oft treten Lähmungen oder Sprachstörungen auf. Typische Anzeichen für Schlaganfall sind:

  • Sehstörungen (Doppelbilder, Gesichtsfeldausfall)
  • Schluckstörungen
  • Sprachstörungen (undeutliches Sprechen, Wortfindungsstörung)
  • Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen
  • Verlust der Muskelkraft bis in zur Lähmung – oft nur in einer Körperhälfte
  • Gleichgewichtsstörungen, Schwindel
  • depressive Verstimmung
  • plötzliche starke Kopfschmerzen 

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Die unterschiedlichen Symptome treten auf, je nachdem, welches Hirnareal betroffen ist.

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Warnzeichen

Bei einem Schlaganfall dauern die neurologischen Ausfälle länger als 24 Stunden an. Schnelle Hilfe ist dann gefragt, denn die betroffenen Nervenzellen können aufgrund des Sauerstoffmangels absterben. Weitere Folgeschäden können daraus entstehen.

Als Vorboten eines Schlaganfalls gelten neurologische Ausfälle, die nach kurzer Zeit – manchmal bereits nach wenigen Minuten – von selbst wieder verschwinden. Experten sprechen hier von einer transitorischen ischämischen Attacke – kurz TIA. Diese Warnzeichen sollten Betroffene sehr ernst nehmen. In vielen Fällen bekamen Personen, die eine solche Attacke erlitten, innerhalb eines Jahres einen Schlaganfall.

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Rehabilitation

Eine schnelle Behandlung ist entscheidend, um die Folgen eines Schlaganfalls gering zu halten. „Zeit ist Gehirn“, heißt es bei den Experten. Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus. Ziel ist es, den betroffenen Gehirnteil wieder mit Sauerstoff zu versorgen und – je nach Ursache – den Gefäßverschluss aufzulösen bzw. die Blutung zu stoppen.

Nach der Behandlung im Krankenhaus folgt meist eine mehrwöchige Rehabilitation. Durch bestimmte Maßnahmen, sollen sich die Behinderungen, die der Insult hervorgerufen hat, zurückbilden. Manche Patienten müssen Dinge wie Sprechen, Lesen oder Gehen wieder neu lernen.