Epilepsie: Formen, Ursachen, Behandlung und Erste Hilfe

Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung des Gehirns, bei der eine anhaltende Neigung zu epileptischen Anfällen besteht. Der Begriff bezeichnet keine einzelne Krankheit, sondern eine Gruppe unterschiedlicher Erkrankungen mit verschiedenen Ursachen, Anfallsformen und Verläufen. In Deutschland leben schätzungsweise mehrere hunderttausend Menschen mit Epilepsie; häufig genannt werden rund 500.000 Betroffene. Besonders hoch ist das Erkrankungsrisiko im Kindesalter und im höheren Lebensalter.[1][2][3][4]

Das Wichtigste in Kürze

  • Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden, meist unprovozierten Anfällen.
  • Es gibt fokale, generalisierte und Anfälle mit unbestimmtem Ursprung.
  • Häufige Auslöser für erneute Anfälle sind unter anderem Schlafmangel, Stress, Alkohol, flackerndes Licht oder das eigenmächtige Absetzen von Medikamenten.
  • Die Behandlung erfolgt meist mit verschreibungspflichtigen Antiepileptika, die individuell neurologisch eingestellt werden.
  • Viele Betroffene können mit einer passenden Therapie ein weitgehend stabiles Leben führen.
  • Wichtig im Alltag sind regelmäßiger Schlaf, das Vermeiden bekannter Trigger und eine gute Therapietreue.
  • Bei einem Anfall sollten Umstehende vor allem vor Verletzungen schützen, aber nicht gewaltsam eingreifen.
  • Treten Anfälle gehäuft auf, dauern sie ungewöhnlich lange an oder kommt es zu Bewusstlosigkeit, ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.

Was ist Epilepsie genau?

Ein epileptischer Anfall ist das vorübergehende Auftreten von Symptomen oder Zeichen, das durch abnorme, übermäßige oder synchronisierte neuronale Aktivität im Gehirn entsteht. Von Epilepsie spricht man klassischerweise, wenn mindestens zwei unprovozierte Anfälle im Abstand von mehr als 24 Stunden aufgetreten sind. Die Diagnose kann aber auch schon nach einem unprovozierten Anfall gestellt werden, wenn das Risiko weiterer Anfälle deutlich erhöht ist oder ein typisches Epilepsiesyndrom vorliegt. Damit ist Epilepsie nicht nur ein einzelnes Ereignis, sondern eine Erkrankung mit oft langfristigem Verlauf.[1][4]

Welche Formen von Epilepsie gibt es?

Die moderne Klassifikation unterscheidet Anfälle danach, wo und wie sie beginnen. Man spricht von fokalen Anfällen, wenn der Anfall in einem umschriebenen Netzwerk einer Hirnhälfte beginnt. Von generalisierten Anfällen spricht man, wenn von Beginn an Netzwerke beider Hirnhälften beteiligt sind. Ist der Beginn nicht sicher beurteilbar, wird der Anfall als Anfall mit unbekanntem Beginn eingeordnet.[2]

Fokale Anfälle

Fokale Anfälle gehen von einem bestimmten Bereich des Gehirns aus. Sie können mit erhaltenem Bewusstsein oder mit beeinträchtigtem Bewusstsein auftreten.[2]

Mögliche Erscheinungsformen sind:

  • motorische Symptome
  • Missempfindungen
  • vegetative Symptome
  • Wahrnehmungsveränderungen
  • kurze Verhaltensauffälligkeiten[2]

Ein fokaler Anfall kann sich zu einem fokal zu bilateral tonisch-klonischen Anfall ausweiten.[2]

Generalisierte Anfälle

Generalisierte Anfälle betreffen von Beginn an beide Hirnhälften. Dazu zählen unter anderem tonisch-klonische Anfälle, Absencen, myoklonische, tonische, klonische und atone Anfälle. Sie können mit Zuckungen, Versteifungen, kurzen Bewusstseinsaussetzern oder plötzlichem Spannungsverlust der Muskulatur einhergehen.[2]

Welche Ursachen epileptischer Anfälle gibt es?

Epilepsien können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Die aktuelle fachliche Einteilung unterscheidet insbesondere strukturelle, genetische, infektiöse, metabolische, immunologische und unbekannte Ursachen. Strukturelle Ursachen sind zum Beispiel Hirninfarkte, Blutungen, Fehlbildungen, Tumoren, traumatische Hirnschäden oder Narbengewebe. Nicht immer lässt sich trotz sorgfältiger Diagnostik eine eindeutige Ursache finden.[3]

Für Epilepsie charakteristisch ist eine erhöhte Bereitschaft des Gehirns, epileptische Anfälle zu erzeugen. Diese Anfallsbereitschaft ist jedoch nicht bei allen Betroffenen gleich und hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache und der jeweiligen Epilepsieform ab.[1][3]

Welche Symptome treten bei Epilepsie auf?

Eine Frau lehnt erschöpft an der Wand und fasst sich an den Kopf, sichtbar von Schwindel betroffen. Schwindel kann als Nebenwirkung von Prokinetika auftreten.
Schwindel und getrübtes Bewusstsein gehören zu den klassischen Beschwerden bei Epilelsie.
Bild: doucefleurs-Images (Canva)

Die Epilepsie wird durch eine Funktionsstörung des Nervensystems ausgelöst und äußert sich unter anderem in epileptischen Anfällen mit:

  • getrübtem Bewusstsein
  • krampfartigen Zuckungen
  • Verkrampfungen und Versteifungen der Muskeln
  • Schwindel
  • Stürzen aufgrund von Bewusstseinsverlust
  • Ohnmacht

Da Betroffene während eines Anfalls oft stürzen, wird die Epilepsie im Volksmund Fallsucht genannt. Während eines epileptischen Anfalls besteht nicht nur das Risiko, dass der Betroffene sich selbst, sondern auch Menschen in seiner Umgebung ungewollt verletzt.

Schon gewusst?

Epileptische Anfälle sind sehr gefährlich. Sie können zu ernsten Verletzungen, schweren Gehirnschäden und Atemstillstand führen.

Häufen sich intensive Anfälle in rascher Folge, ohne dass sich die betroffenen Personen dazwischen wieder vollständig erholen, besteht ein erhöhtes Risiko für einen Status epilepticus. Dabei handelt es sich um einen außergewöhnlich lang andauernden epileptischen Anfall. Bei diesem kann es zu schweren Schädigungen des Gehirns und zu einem lebensgefährlichen Atemstillstand kommen.

Wann wird es gefährlich?

Ein Status epilepticus ist ein epileptischer Notfall. Bei krampfhaften Anfällen wird bereits ein Anfall von 5 Minuten oder länger als medizinischer Notfall behandelt, weil die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass der Anfall spontan aufhört. Auch mehrere Anfälle hintereinander ohne vollständige Erholung dazwischen sind notfallmäßig zu behandeln.[4]

Welche Auslöser und Risikofaktoren bestehen bei Epilepsie?

Foto von Personen, die mit Bier anstoßen
Personen, die an Epilepsie leiden, sollten Alkohol meiden.
Bild: South_agency – Getty Images Signature (Canva)

Nicht jede Epilepsie hat klar erkennbare Trigger. Bei manchen Betroffenen können jedoch Faktoren das Risiko für weitere Anfälle erhöhen. Dazu gehören insbesondere ausgelassene Medikamente, Schlafmangel, Alkoholmissbrauch oder Alkoholentzug, Drogenkonsum sowie bei manchen Menschen psychischer oder körperlicher Stress. Welche Auslöser tatsächlich relevant sind, ist individuell verschieden.[3][4]

Flackernde Lichtreize oder Bildschirmflackern sind nicht für alle Menschen mit Epilepsie problematisch, sondern vor allem bei photosensitiver Epilepsie relevant. Deshalb sollten TV, Videospiele oder Bildschirmflackern nicht pauschal als allgemeiner Auslöser für alle Betroffenen dargestellt werden.[2][4]

Auch Menschen ohne bekannte Epilepsie können unter bestimmten Bedingungen einen epileptischen Anfall erleiden, zum Beispiel bei hohem Fieber, akuten Stoffwechselstörungen, Drogenkonsum, Alkoholentzug oder anderen akuten Hirnerkrankungen. Ein einzelner provozierter Anfall bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine chronische Epilepsie vorliegt.[1][3]

Risikofaktoren für epileptische Anfälle

– Überanstrengung
– Stress
– Angst
– extremer Schlafmangel
– Konsum von Alkohol
– Medikamentenmissbrauch
– Drogenmissbrauch bzw. Drogenentzug
– ungünstig flackernde Lichtverhältnisse
– laute Geräusche
– TV und Videospiele
– zu hohe oder zu niedrige Blutzuckerwerte
– hormonelle Schwankungen

Epileptiker:innen sollten stets einen Notfallausweis mit sich führen. Wer Zeuge eines epileptischen Anfalls wird, sorgt idealerweise dafür, dass der Betroffene vor Verletzungen geschützt ist, greift aber nicht direkt ein.

Achtung: Jeder Mensch kann einen epileptischen Anfall erleiden

Menschen, die nicht an Epilepsie erkrankt sind, erleiden unter bestimmten Bedingungen dennoch einen epileptischen Anfall. Oft kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, etwa Stress, Schlafmangel, Drogenmissbrauch und Flackerlicht, wie bei einem Diskobesuch.

Kann man Epilepsie verhindern?

Nicht jede Epilepsie lässt sich verhindern. Betroffene können aber häufig dazu beitragen, das Risiko für weitere Anfälle zu senken. Dazu gehören vor allem die regelmäßige Einnahme verordneter Medikamente, ausreichend Schlaf und das Meiden bekannter individueller Auslöser. Ob weitere Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Epilepsieform und vom persönlichen Verlauf ab.[3][4]

Wann ist Epilepsie ein Fall für die Arztpraxis?

Lassen die Symptome eines leichten Krampfanfalls auf eine Epilepsie schließen, sollten Sie eine neurologische Arztpraxis aufsuchen. Wird ein Anfall von einer Bewusstseinseintrübung oder Bewusstlosigkeit begleitet, muss dieser sofort notärztlich behandelt werden. Rufen Sie den notärztlichen Dienst ebenfalls, wenn ein Kind an einem Fieberkrampf leidet, der länger als 5 Minuten dauert. Eine ärztliche Untersuchung wird bei Kindern und Erwachsenen bei folgenden Symptomen empfohlen:

  • Aufmerksamkeitsdefizite mit oder ohne Bewusstlosigkeit
  • unerklärbare Stürze
  • nicht unterdrückbare Zuckungen

Wie wird Epilepsie diagnostiziert?

Elektroenzephalografie (EEG)
Zur Feststellung einer Epilepsie wird ein Elektroenzephalografie (EEG) durchgeführt.

Die Diagnostik stützt sich in erster Linie auf eine genaue Beschreibung des Anfalls, die Vorgeschichte, die neurologische Untersuchung und ergänzende technische Verfahren. Besonders wichtig ist die Fremdanamnese, also die Beobachtung durch Angehörige oder andere Zeuginnen und Zeugen eines Anfalls.[3][4]

Ein EEG kann Hinweise auf epilepsietypische Aktivität geben und die Einordnung unterstützen. Ein unauffälliges EEG schließt eine Epilepsie aber nicht sicher aus. Zur Ursachenklärung kommen je nach Situation außerdem MRT, in bestimmten Notfallsituationen auch CT, sowie weitere Labor- und Spezialuntersuchungen infrage.[3][4]

Wie sieht eine Behandlung bei Epilepsie aus?

Die Behandlung richtet sich nach Anfallsform, Ursache, Alter, Begleiterkrankungen und individuellen Risiken. In den meisten Fällen besteht die Therapie zunächst aus anfallssuppressiven Medikamenten. Ziel ist eine möglichst vollständige Anfallsfreiheit bei möglichst guter Verträglichkeit. Häufig beginnt die Behandlung mit einer Monotherapie; reicht diese nicht aus, kann eine Kombinationstherapie notwendig werden.[3][4]

Spricht die Epilepsie auf Medikamente nicht ausreichend an, sollte geprüft werden, ob andere Verfahren sinnvoll sind. Dazu gehören insbesondere die Epilepsiechirurgie bei geeigneten fokalen Epilepsien, Vagusnervstimulation oder andere Neurostimulationsverfahren sowie bei bestimmten Formen und insbesondere im Kindesalter auch ketogene oder modifizierte Diäten. Psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung kann ergänzend sinnvoll sein, ersetzt aber nicht die spezifische Epilepsiebehandlung.[3][4]

Medikamente bei Epilepsie

Anfallssuppressive Medikamente müssen individuell neurologisch eingestellt werden. Welche Wirkstoffe geeignet sind, hängt unter anderem von der Art der Anfälle, dem Alter, Begleiterkrankungen, Wechselwirkungen und möglichen Risiken in Schwangerschaft und Familienplanung ab. Medikamente sollten niemals eigenständig abgesetzt oder in der Dosis verändert werden, weil dies das Risiko für erneute Anfälle deutlich erhöhen kann.[3][4]

Alltag mit Epilepsie

Viele Menschen mit Epilepsie können mit einer passenden Therapie ein weitgehend stabiles Leben führen. Trotzdem kann die Erkrankung den Alltag beeinflussen, etwa durch Unsicherheiten in Bezug auf Schlaf, Beruf, Sport, Mobilität, Medikamenteneinnahme oder mögliche Rückfälle. Ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus, gute Therapietreue und die Kenntnis individueller Trigger helfen, die Anfallskontrolle zu verbessern.[3][4]

Arbeit, Sport und Belastung

Welche Einschränkungen im Alltag sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Viele Betroffene können arbeiten, Sport treiben und ihren Alltag aktiv gestalten Entscheidend sind Anfallsart, Anfallshäufigkeit, Warnsymptome, Therapieverlauf und individuelle Risiken, etwa bei Arbeiten in Höhe, an Maschinen oder im Wasser. Solche Fragen sollten individuell ärztlich besprochen werden.[3][4]

Autofahren und Führerschein

Ob Menschen mit Epilepsie Auto fahren dürfen, hängt in Deutschland von der individuellen Anfallssituation, der Dauer der Anfallsfreiheit und den geltenden Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung ab. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich; maßgeblich sind die neurologische Einschätzung und die rechtlichen Vorgaben.[3]

Alkohol, Drogen und Bildschirmflackern

Alkohol kann das Anfallsrisiko erhöhen, vor allem in größeren Mengen oder im Zusammenhang mit Entzug, Schlafmangel oder ausgelassenen Medikamenten. Drogen sollten gemieden werden. Bildschirmflackern ist nur bei einem Teil der Betroffenen relevant.[2][4]

Was Sie selbst tun können

Wichtig ist vor allem, verordnete Medikamente zuverlässig einzunehmen, Schlafmangel möglichst zu vermeiden, individuelle Auslöser zu kennen und Veränderungen der Behandlung nie ohne ärztliche Rücksprache vorzunehmen. Ein allgemeiner spezieller „Epilepsie-Ernährungsplan“ existiert für die meisten Betroffenen nicht. Größere Ernährungsumstellungen oder spezielle Diäten sollten nur in medizinischer Begleitung erfolgen.[3][4]

Ein Anfallskalender hilft, Anfälle, mögliche Auslöser, Nebenwirkungen und den Behandlungserfolg besser zu erfassen.[4]

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns. Die Ursachen epileptischer Anfälle sind unterschiedlich und lassen sich nicht allgemein auf „versteckte Entzündungen“, Gefäßspannung oder einzelne Lebensmittel zurückführen.[5]

Eine ausgewogene Ernährung ist für die allgemeine Gesundheit sinnvoll, ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung von Epilepsie. Empfehlenswert ist eine abwechslungsreiche Kost mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und hochwertigen Eiweißquellen. Obst und Gemüse liefern unter anderem antioxidativ wirksame Stoffe; Vollkornprodukte können Teil einer gesundheitsfördernden Ernährung sein.

Fisch, insbesondere fettreicher Meeresfisch, liefert Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA. DHA ist ein wichtiger Bestandteil von Gehirn und Nervensystem. Eine allgemein gesicherte Aussage, dass DHA oder Omega-3-Fettsäuren epileptische Anfälle zuverlässig reduzieren, lässt sich jedoch derzeit nicht treffen; die Studienlage ist hierzu uneinheitlich.[6][7]

Spezielle Ernährungsformen wie die ketogene Diät können in ausgewählten Fällen, insbesondere bei medikamentös schwer behandelbarer Epilepsie, therapeutisch sinnvoll sein. Solche Diäten sollten jedoch nur unter fachärztlicher und ernährungstherapeutischer Begleitung durchgeführt werden.[8]

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Epilepsie kann auch psychisch belasten

Epilepsie betrifft nicht nur das Nervensystem. Die Sorge vor weiteren Anfällen, Nebenwirkungen der Behandlung, Einschränkungen im Alltag oder Stigmatisierung können psychisch belastend sein. Anhaltende Ängste, Niedergeschlagenheit, sozialer Rückzug oder Konzentrationsprobleme sollten ärztlich angesprochen werden. Psychologische und psychosoziale Unterstützung kann ein wichtiger Teil der Versorgung sein.[1][3][4]

Was tun bei einem epileptischen Anfall?

Bei einem epileptischen Anfall sollten Umstehende Ruhe bewahren, die betroffene Person vor Verletzungen schützen, gefährliche Gegenstände aus dem Umfeld entfernen, die Anfallsdauer messen und nach Möglichkeit bei der Person bleiben, bis sie wieder orientiert ist. Man sollte nichts zwischen die Zähne schieben, die Person nicht festhalten und ihr während des Anfalls nichts zu trinken geben.[4]

Ein Notruf ist besonders wichtig, wenn ein krampfhafter Anfall länger als 5 Minuten dauert, wenn mehrere Anfälle kurz hintereinander auftreten, wenn die Person dazwischen nicht wieder zu sich kommt, wenn Atemprobleme oder Verletzungen bestehen oder wenn es sich um einen ersten beobachteten Anfall handelt.[4]

FAQ: Häufige Fragen zu Epilepsie

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung mit anhaltender Neigung zu epileptischen Anfällen.

Welche Formen von Anfällen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man fokale, generalisierte und Anfälle mit unbekanntem Beginn.

Ist Epilepsie heilbar?

Das hängt von Ursache und Form der Epilepsie ab. Viele Betroffene können mit einer passenden Behandlung langfristig anfallsfrei werden; die individuelle Prognose muss ärztlich beurteilt werden.

Darf man Medikamente gegen Epilepsie einfach absetzen?

Nein. Medikamente sollten nie eigenständig abgesetzt werden, weil das Rückfallrisiko steigen kann.

Wann ist ein epileptischer Anfall ein Notfall?

Insbesondere dann, wenn ein krampfhafter Anfall 5 Minuten oder länger dauert, mehrere Anfälle ohne Erholung auftreten, Atemprobleme bestehen, Verletzungen vorliegen oder es sich um einen ersten Anfall handelt.


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Stand vom: 28.03.2026

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Quellen

[1] Fisher RS, Acevedo C, Arzimanoglou A, et al. A practical clinical definition of epilepsy. International League Against Epilepsy (ILAE), 2014.

[2] Fisher RS, Cross JH, French JA, et al. Operational classification of seizure types by the International League Against Epilepsy. ILAE, 2017.

[3] Deutsche Gesellschaft für Neurologie / AWMF. S2k-Leitlinie: Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter. Version 6.0, Stand 1. September 2023, gültig bis 31. August 2028.

[4] National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Epilepsies in children, young people and adults (NG217). 2022, laufend aktualisiert.

[5] Weltgesundheitsorganisation (WHO): Epilepsy. Fact sheet, 7. Februar 2024.

[6] National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements. Omega-3 Fatty Acids – Consumer Fact Sheet; Omega-3 Fatty Acids – Health Professional Fact Sheet.

[7] Pourmasoumi M, et al. Association of Omega-3 Fatty Acid and Epileptic Seizure in Adults and Children: A Systematic Review. Neurol Sci. 2018. PubMed. Außerdem: Sohouli MH, et al. The effect of omega-3 fatty acid supplementation on seizure frequency in individuals with epilepsy: a systematic review and meta-analysis. Nutr Neurosci. 2022. PubMed.

[8] National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Evidence review: Ketogenic diets for drug-resistant epilepsy; NICE guideline NG217.