Covid-19 (Infektionskrankheit durch neuartige Coronaviren)

Lungenkrankheit durch SARS-CoV-2

Seit Dezember 2019 halten uns die neuartigen Viren SARS-CoV-2 in Schach und dominieren auch das Leben in Deutschland. Die durch Mutation veränderten Coronaviren traten erstmalig in Wuhan (China) auf und lösen eine teils schwerwiegende Erkrankung der Lunge aus. Weltweit starben im Zusammenhang mit der neuen Lungenkrankheit Covid-19 über 5 Millionen Menschen.

Tödliche Krankheit Covid-19 in Zahlen

Infografik: 100.119 Corona-Tote seit März 2020 | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista.

Mehr als 260 Millionen bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen gibt es bisher. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus liegt bei über 5 Millionen (Stand: November 2021). Damit beläuft sich die durchschnittliche Sterberate weltweit auf rund 2,2 %.

In Deutschland sind laut RKI 100.119 Menschen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion verstorben.

Ursache für die Lungenerkrankung Covid-19: Neuartiger Coronavirus SARS-CoV-2

Die Lungenkrankheit wird durch das neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 ausgelöst. In der Gruppe der Coronaviren finden sich mehr als 100 Spezies. Die meisten Coronaviren sind harmlos und lösen lediglich Erkältungssymptome aus. Einige Varianten jedoch sind gefährlich und können zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zum Tod führen. Vor allem Viren, die Artenbarrieren überwinden, gelten als besonders aggressiv. Im Fall des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 gehen Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Übertragung des Virus von einer Fledermaus über einen Zwischenwirt auf den Menschen aus.

Schon gewusst?

Das mikroskopische Bild der Krankheitserreger gab den Coronaviren ihren Namen. Die Viren sind von einer zackenförmigen Hülle umgeben, die an eine Krone (lateinisch „Corona“) erinnert. Vorübergehend wurde das neuartige Virus mit 2019-nCoV bezeichnet. Die aktuelle Bezeichnung SARS-CoV-2 weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin.

Coronaviren führten in der Vergangenheit bereits zu schweren Erkrankungen. So wurde das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) von Varianten des Coronavirus ausgelöst. Die SARS-Pandemie 2002/2003 verteilte sich von Südchina ausgehend weltweit und forderte 774 Menschenleben.

Schon gewusst?

Einige Viren sind hochvariabel. Sie entwickeln durch Mutationen, also Veränderungen im Erbgut, neue Eigenschaften. So können sie beispielsweise Artenbarrieren überwinden oder aus ehemals harmlosen Erregern tödliche Keime werden.

SARS-CoV-2-Varianten

Seit dem Auftreten von SARS-CoV-2 haben sich durch Mutation viele Varianten gebildet. Darunter solche, die gefährlicher sind als die Ursprungsvariante, etwa weil sie sich schneller ausbreiten oder weil sie bei Ausbruch von Covid-19 häufiger zu schwerwiegenden Verläufen führen. Die WHO listet als besorgniserregende Virusvarianten (VOC):

  • Alpha (B.1.1.7): Im September 2020 trat diese Variante erstmals in Großbritannien auf. Sie ist leichter von Mensch zu Mensch übertragbar und weist eine höhere Reproduktionszahl auf. Ihre Ausbreitung ist daher schwerer einzudämmen. Außerdem gehen Experten von einer erhöhten Fallsterblichkeit aus.
  • Beta (B.1.351): Ebenfalls Ende 2020 trat die Beta-Virusvariante in Südafrika auf. Genesene und Geimpfte sind weniger gut vor dieser Variante geschützt.
  • Gamma (P.1): Diese Variante wurde erstmals im brasilianischen Staat Amazonas nachgewiesen. Sie ähnelt in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante und geht ebenfalls mit einer reduzierten Wirksamkeit neutralisierender Antikörper bei Genesenen bzw. Geimpften einher.
  • Delta (B.1.617.2): Diese Variante wurde erstmals im Oktober 2020 in Indien nachgewiesen und ist mittlerweile in Deutschland die dominierende Variante. Delta zeichnet sich durch Mutationen aus, die die Übertragbarkeit des Virus erhöhen.

Aktuell bereitet die Omikron-Variante (B.1.1.529) Sorgen. Die neue in Südafrika hervorgegangene Variante scheint sehr gefährlich: Sie weist eine hohe Anzahl an Mutationen auf. B.1.1.529 sorgt derzeit für einen starken Anstieg und verbreitet sich schneller als die Delta-Variante. Erste Fälle gibt es jetzt auch in Deutschland (Stand November 2021).

Infektionswege: Wie werden die neuartigen Coronaviren übertragen?

Die Viren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Infizierte Personen befördern durch Husten, Niesen oder Sprechen die Keime an die Luft. Personen, die sich unmittelbar in der Nähe von befinden, atmen diese Tröpfchen ein. Auch über das Küssen findet eine Übertragung der Coronaviren statt. Daneben ist die Übertragung von SARS-CoV-2 über eine Schmierinfektion möglich. Niest der Betroffene etwa in seine Hand und fasst damit Gegenstände an, bleiben die Viren auf den Oberflächen haften. Greift eine andere Person nach diesem Gegenstand, gelangen die Viren zu ihrem nächsten Wirt. Dieser muss nur kurz mit der Hand an seine Nase oder Mund fassen und schon gelangen die Keime in seine Atemwege. Insbesondere Treppengelände und Haltegriffe sowie öffentliche Toiletten sind Orte, an denen eine Schmierinfektion stattfinden.

Übertragungswege von Coronaviren:

Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen, Sprechen und Küssen
Schmierinfektion durch Händeschütteln oder Kontakt mit kontaminierten Gegenständen

Inkubationszeit von Covid-19: Wie viele Tage vergehen zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome?

Die Zeit zwischen der Ansteckung mit SARS-CoV-2 und dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome schwankt zwischen 2 und 14 Tagen. Im Durchschnitt handelt es sich um 5 bis 6 Tage. Leider sind Infizierte in der Lage bereits während der Inkubationszeit die Viren an andere Personen weiterzugeben. Mit anderen Worten: Auch wenn eine mit Coronaviren infizierte Person sich völlig gesund fühlt, ist sie Träger der Viren und gibt diese weiter. Das erklärt, warum sich der Virus weltweit extrem schnell ausbreitet.

Covid-19: Symptome bei einer Infektion mit Coronaviren

Husten
Trockener Husten und Fieber zählen zu den Symptomen von Covid-19.
Bildquelle: aletia2011 – stock.adobe.com

Da die Viren die Atemwege befallen, kommt es zu den typischen Symptomen eines Atemwegsinfekts. Hierzu zählen:

Daneben klagten einige Betroffene auch über Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall. Im späteren Verlauf kamen bei manchen Patienten ein mehrtägiger Geruchs- und Geschmacksverlust hinzu, wie der Virologe Hendrik Streeck herausfand.

Da die Symptome denen einer Erkältung oder Grippe ähneln, ist es für Betroffene schwer, eine Infektion mit den Coronaviren zu erkennen.

Unterschied der Symptome bei Grippe, Erkältung und Corona

SymptomeErkältungGrippeCovid-19
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Niesenhäufigtritt nicht auftritt nicht auf
Schnupfenhäufigmanchmalselten
Halsschmerzenhäufighäufigmanchmal
Hustenwenighäufighäufig
Fieberseltenhäufighäufig
Gliederschmerzenhäufighäufigmanchmal
Kopfschmerzenseltenhäufigmanchmal
Kurzatmigkeittritt nicht auftritt nicht aufmanchmal
Durchfalltritt nicht aufmanchmal, bei Kindernselten

Verlauf einer Covid-19-Erkrankung

Der Verlauf einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Betroffene haben einen asymptomatischen Verlauf, d. h. sie spüren keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung. Andere wiederum leiden an Atemwegsinfektionen mit grippeähnlichen Symptomen. Bei einem geringen Prozentsatz entwickelt sich eine Lungenentzündung, die tödlich verlaufen kann.

Long Covid

Bei 10 bis 15 % der Erkrankten kommt es zu Long Covid. Die Betroffenen haben mit teils schwerwiegenden Langzeitfolgen zu kämpfen. Zu den Beschwerden zählen:

  • Angst/Depression
  • allgemeines Unwohlsein und Erschöpfungszustände
  • Verdauungsstörungen
  • Atembeschwerden
  • Hals- und Brustschmerzen
  • Demenz/Wortfindungsstörungen
  • Muskelschmerzen

Verdacht auf Covid-19: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie Krankheitssymptome bei sich feststellen, ist ein Test auf neuartige Corona-Viren sinnvoll, wenn Sie:  

  • in den letzten 2 Wochen Kontakt zu einem Erkrankten hatten, bei dem eine gesicherte Covid-19-Diagnose vorliegt
  • in einem Gebiet waren, in dem es bereits viele Covid-19-Fälle gibt
  • unter einer Vorerkrankung leiden
  • hohes Fieber oder Atemnot haben
  • bei Ihrer Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit Kontakt mit Menschen haben, für die ein erhöhtes Risiko besteht

Gehen Sie bitte keinesfalls ohne Ankündigung zum Hausarzt oder in die Notaufnahme. Rufen Sie vielmehr folgende Nummer an: 116117. Dort erhalten Sie entsprechende Anweisungen. Vielerorts kommt ein Team bei Ihnen Zuhause vorbei, um eine Speichelprobe zu entnehmen.

Nach dem Abstrich sollten Sie freiwillig in Quarantäne bleiben. Gehen Sie nicht aus dem Haus.

Bleiben Sie zu Hause und meiden Sie den Kontakt mit anderen Personen. Halten Sie sich an die Hygienmaßnahmen und tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Covid-19 behandeln: Therapie einer Infektion mit den neuartigen Corona-Viren

Aufgrund der Neuartigkeit des Erregers existiert für eine Infektion mit SARS-CoV-2 noch keine spezifische Therapie. Lediglich die Symptome können behandelt und in ihrer Ausprägung abgemildert werden. Hierzu gehört der Einsatz von fiebersenkenden Medikamenten, Hustenstillern und Schmerzmitteln. Als schmerzstillendes und fiebersenkendes Mittel wird im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung beispielsweise Paracetamol empfohlen.

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Bei einem schlimmeren Verlauf werden Patienten im Krankenhaus behandelt. Hier stehen Beatmungsgeräte zur Verfügung.

Covid-19 vorbeugen: Schutzmaßnahmen vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus

Impfen
Impfen rettet Leben! Bildquelle: simarik – Getty Images Signature-Canva

Der wirksamste Schutz gegen Covid-19 ist die Impfung. Daneben spielen Hygienemaßnahmen wie das Desinfizieren der Hände und das Tragen von medizinischen Masken eine wichtige Rolle.

Mit Impfung Covid-19 vorbeugen und Verlauf mildern

Mittlerweile sind rund 70 % in Deutschland vollständig geimpft. Viele erhalten bereits ihre Booster-Impfung. Denn die Wirkung lässt mit der Zeit nach. Das erklärt aktuell die vielen Impfdurchbrüche trotzt 2-maliger Impfung. Wer gegen das Coronavirus vollständig geimpft ist und dennoch erkrankt, hat einen meist milden Verlauf. Insbesondere an der Hospitalisierungsinzidenz sehen wir deutlich den Unterschied. Patienten, bei denen es zu einem schweren Verlauf kommt, sind größtenteils ungeimpft.

Gründliches Händewaschen

Händewaschen
Waschen Sie jetzt regelmäßig und gründlich Ihre Hände.

Neben der Impfung sind weitere geeignet Schritte eine umfassende Handhygiene wie gründliches, regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife. Eine Desinfektion der Hände ist dann nötig, wenn ein möglicher Kontakt mit Speichelsekret erfolgte. Vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Personen. Öffnen Sie Türen nicht mit den Händen, sondern drücken Sie mit Ihrem Ellenbogen die Klinke nach unten.

Denken Sie auch an Ihre Mitmenschen! Wer Husten oder Niesen muss, sollte dies in seine Ellenbeuge tun. Ein Mundschutz sorgt vor allem dafür, dass Viren nicht von Ihnen auf andere Menschen übertragen werden können. Helfen Sie aktiv die Covid-19-Pandemie einzudämmen.

Reinigen Sie Ihre Hände insbesondere nach Kontakt mit Menschen oder Oberflächen des öffentlichen Raums. Waschen Sie Ihre Hände für mindestens 30 Sekunden mit Wasser und Seife. Vergessen Sie weder die Fingerzwischenräume und Fingerspitzen, noch den Nagelbereich und Handrücken nicht. Trocknen Sie sich hernach gründlich ab, denn auf feuchter Haut vermehren sich Keime schneller.

Die richtige Wahl des Desinfektionsmittels

Desinfektion
Für die Händedesinfektion stehen häufig Gels zur Verfügung. Achten Sie auf eine viruzide Wirkung.

Desinfektionsmittel, die lediglich bakterizid wirken, bieten keinen ausreichenden Schutz. Achten Sie daher beim Kauf auf eine viruzide Wirkung des Desinfektionsmittels. Mittel zur Handdesinfektion sind häufig als Gel erhältlich. Mittel zur Flächendesinfektion können Sie oft als Desinfektionsspray erwerben.

Hände richtig desinfizieren

In der Regel reicht ein ausführliches Händewaschen wie oben beschrieben aus. Bei Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen ist jedoch eine Desinfektion der Hände angezeigt. Waschen Sie zunächst Ihre Hände mit Seife und Wasser und trocknen Sie diese gründlich ab. Erst dann verwenden Sie das Handdesinfektionsmittel. Achten Sie bei der Anwendung auch an die Behandlung der Fingerzwischenräume und Nagelpfalzen.

Schützen Sie hernach Ihre Hände vor dem Austrocknen mit einer Hautpflegecreme. Dies verhindert, dass die Haut Risse bekommt.

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Mitunter ist es sinnvoll, ein Fläschchen des Desinfektionsmittels mit sich zu führen. So ist eine Desinfektion der Hände möglich, wenn sich kein Waschbecken in der Nähe befindet.

Mit Atemschutzmasken andere vor einer Ansteckung schützen

Der klassische Mund-Nasen-Schutz aus dem OP-Bereich schützt vor allem andere Personen vor Infektionen des Trägers. Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut bei Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch die mutmaßlich erkrankte Person. Die Ansteckung via Schmierinfektion wird für den Träger des Mundschutzes auch minimiert. Hier sollten 3-lagige Masken nach DIN EN 14683 verwendet werden. Einen zuverlässigeren Schutz gegen Coronaviren bieten Atemschutzmasken, die der PSA-Richtlinie 89/686/EWG entsprechen. Diese werden mit verschiedenen Klassen gekennzeichnet. Beim Aufenthalt in Infektionsgebieten wird zur Nutzung dieser Masken geraten. Auch Kontaktpersonen zu Infizierten und insbesondere das medizinische Personal sollen Atemschutzmasken der Klasse FFP2 oder FFP3 tragen.

Covid-19

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Stand vom: 27.11.2021

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen. 

Bildquelle: peshkova – stock.adobe.com 

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