Covid-19 (Infektionskrankheit durch neuartige Coronaviren)

Lungenkrankheit durch SARS-CoV-2

Seit Dezember 2019 halten neuartige Viren die Welt in Schach. Die erste Jahreshälfte 2020 wird von der durch SARS-CoV-2 ausgelösten Pandemie dominiert. Die durch Mutation veränderten Coronaviren traten erstmalig in Wuhan (China) auf und lösen vor allem bei immunschwachen und älteren Personen mit Vorerkrankungen eine schwerwiegende Erkrankung der Lunge aus. Die neue Lungenkrankheit Covid-19 forderte bereits weltweit mit einer Sterberate von etwa 3 Prozent mehrere 1000 Todesfälle.

Ursache für die Lungenerkrankung Covid-19: Neuartiger Coronavirus SARS-CoV-2

Die Lungenkrankheit wird durch das neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 ausgelöst. In der Gruppe der Coronaviren finden sich mehr als 100 Spezies. Die meisten Coronaviren sind harmlos und lösen lediglich Erkältungssymptome aus. Einige Varianten jedoch sind gefährlich und können zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zum Tod führen. Vor allem Viren, die Artenbarrieren überwinden, gelten als besonders aggressiv. Im Fall des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 geht man von einer Übertragung des Virus von einer Fledermaus auf den Menschen aus.

Schon gewusst?

Das mikroskopische Bild der Krankheitserreger gab den Coronaviren ihren Namen. Die Viren sind von einer zackenförmigen Hülle umgeben, die an eine Krone (lateinisch „Corona“) erinnert. Vorübergehend wurde das neuartige Virus mit 2019-nCoV bezeichnet. Die aktuelle Bezeichnung SARS-CoV-2 weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin.

Coronaviren führten in der Vergangenheit bereits zu schweren Erkrankungen. So wurde das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) von Varianten des Coronavirus ausgelöst. Die SARS-Pandemie 2002/2003 verteilte sich von Südchina ausgehend weltweit und forderte 774 Menschenleben.

Schon gewusst?

Einige Viren sind hochvariabel. Sie entwickeln durch Mutationen, also Veränderungen im Erbgut, neue Eigenschaften. So können sie beispielsweise Artenbarrieren überwinden oder aus ehemals harmlosen Erregern tödliche Keime werden.

Infektionswege: Wie werden die neuartigen Coronaviren übertragen?

Die Viren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Kleine Tröpfchen werden dabei durch Husten, Niesen oder Sprechen an die Luft befördert. Personen, die sich unmittelbar in der Nähe von infizierten Menschen befinden, atmen diese Tröpfchen ein. Auch über das Küssen kann eine Übertragung der Coronaviren stattfinden. Daneben ist auch die Übertragung von SARS-CoV-2 über eine Schmierinfektion möglich. Niest der Betroffene etwa in seine Hand und fasst damit Gegenstände an, bleiben die Viren auf den Oberflächen haften. Greift eine andere Person nach diesem Gegenstand, gelangen die Viren zu ihrem nächsten Wirt. Dieser muss nur kurz mit der Hand an seine Nase oder Mund fassen und schon gelangen die Keime in seine Atemwege. Insbesondere Treppengelände und Haltegriffe sowie öffentliche Toiletten sind Orte, an denen eine Schmierinfektion stattfinden kann.

Übertragungswege von Coronaviren:

– Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen, Sprechen und Küssen
– Schmierinfektion durch Händeschütteln oder Kontakt mit kontaminierten Gegenständen

Inkubationszeit von Covid-19: Wie viele Tage vergehen zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome?

Die Zeit zwischen der Ansteckung mit SARS-CoV-2 und dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome schwankt zwischen 2 und 14 Tagen. Im Durchschnitt handelt es sich um 5 bis 6 Tage. Man geht aktuell davon aus, dass bereits während der Inkubationszeit die Viren an andere Personen weitegegeben werden. Mit anderen Worten: Auch wenn eine mit Coronaviren infizierte Person sich völlig gesund fühlt, ist er Träger der Viren und gibt diese weiter. Das erklärt, warum sich der Virus weltweit extrem schnell ausbreitet.

Covid-19: Symptome bei einer Infektion mit Coronaviren

Husten
Trockener Husten und Fieber zählen zu den Symptomen von Covid-19.

Da die Viren die Atemwege befallen, kommt es zu den typischen Symptomen eines Atemwegsinfekts. Hierzu zählen:

Daneben klagten einige Betroffene auch über Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall. Im späteren Verlauf kamen bei manchen Patienten ein mehrtägiger Geruchs- und Geschmacksverlust hinzu, wie der Virologe Hendrik Streeck herausfand.

Laut des Robert-Koch-Instituts traten bei den übermittelten Fällen in Deutschland bei 58 % Husten und bei 43 % Fieber auf. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ermittelte bei 55.924 bestätigten Covid-19-Fällen in China das Auftreten von Fieber bei 87,9 % und von trockenem Husten bei 67,7 %.

Da die Symptome denen einer Erkältung oder Grippe ähneln, ist es für Betroffene schwer, eine Infektion mit den Coronaviren zu erkennen.

Unterschied der Symptome bei Grippe, Erkältung und Corona

SymptomeErkältungGrippeCovid-19
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Niesenhäufigtritt nicht auftritt nicht auf
Schnupfenhäufigmanchmalselten
Halsschmerzenhäufighäufigmanchmal
Hustenwenighäufighäufig
Fieberseltenhäufighäufig
Gliederschmerzenhäufighäufigmanchmal
Kopfschmerzenseltenhäufigmanchmal
Kurzatmigkeittritt nicht auftritt nicht aufmanchmal
Durchfalltritt nicht aufmanchmal, bei Kindernselten

Verlauf einer Covid-19-Erkrankung

Der Verlauf einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Betroffene haben einen asymptomatischen Verlauf, d. h. sie spüren keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung. Andere wiederum leiden an Atemwegsinfektionen mit grippeähnlichen Symptomen. Bei einem geringen Prozentsatz entwickelt sich eine Lungenentzündung, die bei Personen mit Vorerkrankungen tödlich verlaufen kann.

Verdacht auf Covid-19: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie Krankheitssymptome bei sich feststellen, ist ein Test auf neuartige Corona-Viren sinnvoll, wenn Sie:  

  • in den letzten 2 Wochen Kontakt zu einem Erkrankten hatten, bei dem eine gesicherte Covid-19-Diagnose vorliegt
  • in einem Gebiet waren, in dem es bereits viele Covid-19-Fälle gibt
  • unter einer Vorerkrankung leiden
  • hohes Fieber oder Atemnot haben
  • bei Ihrer Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit Kontakt mit Menschen haben, für die ein erhöhtes Risiko besteht

Gehen Sie bitte keinesfalls ohne Ankündigung zum Hausarzt oder in die Notaufnahme. Rufen Sie vielmehr folgende Nummer an: 116117. Dort erhalten Sie entsprechende Anweisungen. Vielerorts kommt ein Team bei Ihnen Zuhause vorbei, um eine Speichelprobe zu entnehmen.

Nach dem Abstrich sollten Sie freiwillig in Quarantäne bleiben. Gehen Sie nicht aus dem Haus.

Bleiben Sie zu Hause und meiden Sie den Kontakt mit anderen Personen. Halten Sie sich an die Hygienmaßnahmen und tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Covid-19 behandeln: Therapie einer Infektion mit den neuartigen Corona-Viren

Aufgrund der Neuartigkeit des Erregers existiert für eine Infektion mit SARS-CoV-2 noch keine spezifische Therapie. Lediglich die Symptome können behandelt und in ihrer Ausprägung abgemildert werden. Hierzu gehört der Einsatz von fiebersenkenden Medikamenten, Hustenstillern und Schmerzmitteln. Als schmerzstillendes und fiebersenkendes Mittel wird im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung beispielsweise Paracetamol empfohlen.

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Bei einem schlimmeren Verlauf werden Patienten im Krankenhaus behandelt. Hier stehen Beatmungsgeräte zur Verfügung.

Covid-19 vorbeugen: Schutzmaßnahmen vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus

Händewaschen
Waschen Sie jetzt regelmäßig und gründlich Ihre Hände.

Aktuell laufen die Forschungen zu einem Impfstoff auf Hochtouren. Doch bis dieser tatsächlich vorbeugend verabreicht werden kann, werden noch Monate vergehen.

Geeignet Schritte sind einen umfassende Handhygiene wie gründliches, regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife. Eine Desinfektion der Hände ist dann nötig, wenn ein möglicher Kontakt mit Speichelsekret erfolgte. Vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Personen. Öffnen Sie Türen nicht mit den Händen, sondern drücken Sie mit Ihrem Ellenbogen die Klinke nach unten.

Denken Sie auch an Ihre Mitmenschen! Wer Husten oder Niesen muss, sollte dies in seine Ellenbeuge tun. Ein Mundschutz sorgt vor allem dafür, dass Viren nicht von Ihnen auf andere Menschen übertragen werden können. Helfen Sie aktiv die Covid-19-Pandemie einzudämmen.

Gründliches Händewaschen – so geht’s

Reinigen Sie Ihre Hände insbesondere nach Kontakt mit Menschen oder Oberflächen des öffentlichen Raums. Waschen Sie Ihre Hände für mindestens 30 Sekunden mit Wasser und Seife. Vergessen Sie weder die Fingerzwischenräume und Fingerspitzen, noch den Nagelbereich und Handrücken nicht. Trocknen Sie sich hernach gründlich ab, denn auf feuchter Haut vermehren sich Keime schneller.

Die richtige Wahl des Desinfektionsmittels

Desinfektion
Für die Händedesinfektion stehen häufig Gels zur Verfügung. Achten Sie auf eine viruzide Wirkung.

Desinfektionsmittel, die lediglich bakterizid wirken, bieten keinen ausreichenden Schutz. Achten Sie daher beim Kauf auf eine viruzide Wirkung des Desinfektionsmittels. Mittel zur Handdesinfektion sind häufig als Gel erhältlich. Mittel zur Flächendesinfektion können Sie oft als Desinfektionsspray erwerben.

Hände richtig desinfizieren

In der Regel reicht ein ausführliches Händewaschen wie oben beschrieben aus. Bei Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen ist jedoch eine Desinfektion der Hände angezeigt. Waschen Sie zunächst Ihre Hände mit Seife und Wasser und trocknen Sie diese gründlich ab. Erst dann verwenden Sie das Handdesinfektionsmittel. Achten Sie bei der Anwendung auch an die Behandlung der Fingerzwischenräume und Nagelpfalzen.

Schützen Sie hernach Ihre Hände vor dem Austrocknen mit einer Hautpflegecreme. Dies verhindert, dass die Haut Risse bekommt.

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Mitunter macht es Sinn, ein kleines Fläschchen des Desinfektionsmittels mit sich zu führen. So ist eine Desinfektion der Hände möglich, wenn sich kein Waschbecken in der Nähe befindet.

Helfen Atemschutzmasken vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus?

Der klassische Mund-Nasen-Schutz aus dem OP-Bereich schützt vor allem andere Personen vor Infektionen des Trägers. Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut bei Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch die mutmaßlich erkrankte Person. Die Ansteckung via Schmierinfektion wird für den Träger des Mundschutzes auch minimiert. Hier sollten 3-lagige Masken nach DIN EN 14683 verwendet werden. Einen zuverlässigeren Schutz gegen Coronaviren bieten Atemschutzmasken, die der PSA-Richtlinie 89/686/EWG entsprechen. Diese werden mit verschiedenen Klassen gekennzeichnet. Beim Aufenthalt in Infektionsgebieten wird zur Nutzung dieser Masken geraten. Auch Kontaktpersonen zu Infizierten und insbesondere das medizinische Personal sollen Atemschutzmasken der Klasse FFP2 oder FFP3 tragen.

Covid-19: Fakten auf einen Blick

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Robert-Koch-Institut
Bundesgesundheitsministerium
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung


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Stand vom: 20.03.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen. 

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