Teebaumöl

Pflanzenöl mit antiseptischer Wirkung

Anfang des 20. Jahrhunderts war das Teebaumöl aufgrund seiner antiseptischen Wirkung das Desinfektionsmittel schlechthin. Durch die Entwicklung von Antibiotika geriet es vorerst in Vergessenheit. Seit ca. 5 Jahrzehnten wird es als Naturheilmittel immer häufiger eingesetzt. In der Alternativmedizin nutzt man es zur Therapie verschiedener Erkrankungen wie Akne und Neurodermitis.

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Teebaumöl: Traditionelles Antiseptikum

Teebaumöl
Das ätherische Öl aus den Blättern des Australischen Teebaums wirkt antibakteriell.

Das ätherische Öl aus den Blättern des Australischen Teebaums (Malaleuca alternifolia) hat eine starke Wirkung gegen Bakterien (antibakteriell) und Pilze (fungizid). Es ist überliefert, das bereits die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, die Blätter des Baumes zur Behandlung von Wunden und Erkrankungen wie Grippe und Erkältungen nutzten. Das Teebaumöl steht erst seit den 1920er Jahren zur Verfügung und erfreute sich zu dieser Zeit großer Beliebtheit im Einsatz zur Desinfektion bei Operationen.

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Schon gewusst?

Während des zweiten Weltkrieges war das Teebaumöl als Antiseptikum Bestandteil der Ausrüstung australischer Truppen. Erst die Entdeckung des Penicillins löste das Mittel ab.

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Herstellung von Teebaumöl

Teebaum
Blätter und Blüte eines Australischen Teebaums (Malaleuca alternifolia).

Das Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Zweigen und Blättern des aus Australien stammenden Malaleuca alternifolia gewonnen. Dieses Verfahren wurde in den 1920er Jahren entwickelt. Es ist sehr aufwendig und ressourcenintensiv. Aus einer Tonne des Blatt-Zweig-Substrates werden ca. 10 Liter des reinen Teebaumöls gewonnen. Die Prozedur der Wasserdampfdestillation dauert etwa 3 Stunden. Es existieren einfachere Arten der Destillation, allerdings sind diese schonungsloser, sodass wichtige Inhaltsstoffe des Öls zerstört werden.

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Zusammensetzung von Teebaumöl

Teebaumöl
Im Teebaumöl finden sich viele verschiedene Substanzen. Besonders groß ist der Anteil an Terpinen-4-ol und Terpinen.

Das Teebaumöl besteht aus einer Mischung von bis zu 100 Substanzen. Am größten ist der Anteil von Terpinen-4-ol (40 %), gefolgt von Terpinen (20 %). Außerdem ist ein hoher Anteil von Terpinolen, Terpineol und Cineol nachzuweisen. Auf diese Hauptbestandteile ist die antiseptische Wirkung des Öls zurückzuführen.

Die reine Flüssigkeit aus den Blättern und Zweigen des Australischen Teebaums ist klar bis hellgelb und hat einen würzigen Duft.

Hinweis:

In seltenen Fällen besteht eine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe des Teebaumöls. Es empfiehlt sich vor einer Behandlung eine Testung mit verdünntem Öl auf einer kleinen Hautstelle durchzuführen. Verzichten Sie auf die Anwendung bei Unverträglichkeit.

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Wirkung von Teebaumöl

Mitesser und Pickel
Akne-Pickel treten häufig in der Pubertät auf. Sie krabbeln und lösen Juckreiz aus. Teebaumöl wirkt Mitessern entgegen.

Das Teebaumöl hat eine nachgewiesene starke antibakterielle und fungizide Wirkung. Es wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Insgesamt ist es gewebeschonend. Wie bei allen ätherischen Ölen sollte ein Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermieden werden.

Besonders bei Hauterkrankungen macht man sich die Wirkung des Öls aus den Teebaumblättern zu Nutze. Es hilft hier nachweislich bei der Behandlung von:

In Shampoos hilft es wirksam bei juckender Kopfhaut und Schuppen.

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Frau sitzt im Bett und trinkt Tee
Allrounder Teebaumöl: Hilfreich bei Erkältung.

Oral angewandt hilft die Flüssigkeit gut bei Erkältungsbeschwerden, v. a. im Rachenbereich. Auch bei entzündetem Zahnfleisch kann eine Mundspülung mit Teebaumöl Abhilfe verschaffen.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist auch eine positive Wirkung auf die Psyche. Besonders bei Angsterkrankungen und zur Steigerung des Selbstbewusstseins wird es genutzt.

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Teebaumöl

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Anwendung von Teebaumöl

Creme gegen Herpes
Hilfreich bei Hautproblemen: So manche Creme enthält das antiseptische Teebaumöl.

Zur Anwendung kommt zumeist das reine Teebaumöl. Hier ist auf eine hohe Qualität zu achten, um die gewünschte Wirkung optimal zu erzielen.

Äußerlich wird das Öl entweder pur direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetupft oder verdünnt angewendet. Hierbei eignen sich zur Verdünnung Wasser oder andere Öle, wie Jojobaöl oder Mandelöl. Es sind auch fertige Kosmetika mit Teebaumöl verfügbar. Hier ist der Anteil des Naturheilmittels meist sehr gering und es können Unverträglichkeitsreaktionen durch die Mischsubstanzen entstehen.

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Anwendungsformen des Teebaumöls

Massageöl
Viele Körperöle stehen für die Massage bereit. Doch je nach Öl werden unterschiedliche Wirkungen erzielt.
  • Bei unreiner Haut: Geben Sie 10 Tropfen ins Badewasser und nutzen Sie das reine Öl zur Gesichtsreinigung mit einem Wattepad (Augen aussparen!).
  • Bei einzelnen Pickeln: Betupfen sie betroffene Stellen mit einem in purem Teebaumöl getränkten Wattestäbchen, dies kann mehrmals täglich wiederholt werden.
  • Bei Insektenstichen: Tragen Sie 2 Tropfen des puren Öls auf den Stich auf.
  • Bei Halsschmerzen: Geben Sie 3 bis 5 Tropfen Teebaumöl in ein Wasserglas und gurgeln Sie mit der Lösung.
  • Zur Reinigung: Geben Sie ca. 20 Tropfen des Öls ins Wischwasser, es beugt einer Schimmelbildung vor.

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Bei der Anwendung des Teebaumöls, ist auf eine gute Lagerung zu achten. An der Luft und bei Hitze kommt es schnell zu Oxidationsprozessen. Die dadurch entstehenden chemischen Verbindungen können Kontaktallergien auslösen.

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Hinweis:

Bewahren Sie das Teebaumöl verschlossen an einem lichtgeschützten Ort und bei einer Temperatur unter 25 °C auf.

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Stand vom: 13.09.2019

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.