Heuschnupfen

Der sogenannte Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Blütenstaub (Pollen) von Bäumen, Gräsern, Kräutern und anderen Pflanzen. Gelangt Pollen auf die Schleimhäute in Nase, Mund oder Augen, dann wehrt das Immunsystem diese eigentlich harmlosen Stoffe ab. Das bedeutet für den Betroffenen, dass sofort Symptome wie Niesen, Schnupfen, gerötete oder tränende Augen, Bindehautentzündung sowie Atembeschwerden auftreten können.

Etwa 12 Millionen Deutsche leiden an der Pollenallergie.

Heuschnupfen tritt hauptsächlich zur Pollenflugzeit auf. Blütenstaub fliegt, grob gesagt, in der Zeit von März bis August durch die Luft. Dabei hat jede Pollenart ihre individuelle Flugsaison. Auch Wetterbedingungen und der Verlauf der Jahreszeiten können die Pollenflugzeiten beeinflussen. Nach einem milden Winter kann der erste Blütenstaub bereits im Januar in der Luft sein.

Häufige Allergieauslöser sind Pollen von Gräsern, Birke, Erle und Hasel.

 

Ursachen und Symptome

Wie bei allen allergischen Reaktionen, so kommt auch beim Heuschnupfen Vererbung als Ursache in Frage. Umweltbedingungen können ebenfalls ein Grund sein, weshalb Allergien wie Heuschnupfen zunehmend immer häufiger auftreten. Dazu zählt das Pollenspektrum, welches sich stetig verändert. Pflanzen, die erst seit kürzerer Zeit in Deutschland heimisch geworden sind, bringen Allergiepotential mit. Ein Beispiel dafür ist die Beifußambrosie. Aber auch Schadstoffe können in den Stoffwechsel von Pflanzen eindringen und im Blütenstaub zu finden sein.

Weshalb diese allergische Reaktion auftritt, können Wissenschaftler bis heute nicht erklären. In jedem Fall reagiert das Immunsystem beim allergischen Schnupfen fälschlicherweise auf harmlose Stoffe beziehungsweise auf Eiweiße des Blütenstaubs. Nach dem ersten Kontakt mit Pollen bildet die Abwehr Antikörper. Wenn erneut Pollen auf den Schleimhäuten in Nase, Mund oder Auge landen, wird eine Reaktion ausgelöst, bei der Histamine ausgeschüttet werden. Diese Stoffe sind an der Entstehung der typischen Allergie-Symptome beteiligt. Sie bewirken das Anschwellen und die Rötung der Schleimhäute.

Typische Krankheitsanzeichen bei Pollenallergie sind:

  • Niesanfälle
  • eine juckende Nase
  • Schnupfen
  • eine verstopfte Nase
  • trockene Nasenschleimhaut
  • rote, tränende Augen
  • Bindehautentzündung

Manche Betroffene werden zudem von Husten oder Schlaflosigkeit geplagt.

 

Behandlung von Heuschnupfen

Eine unbehandelte Pollenallergie kann unter Umständen in eine Asthmaerkrankung übergehen. Experten sprechen dann von einem so genannten Etagenwechsel.

Während der Pollensaison kann eine regelmäßige Nasendusche eine Hilfe sein. Das Zubehör wie Nasenspülsalz oder eine Nasendusche gibt es in der Versandapotheke medikamente-per-klick. Die Spülungen mit der Kochsalzlösung reinigt und befeuchtet die Nasenschleimhaut.

 

Hilfe aus der Apotheke

Bei starken Beschwerden und zur Linderung der Symptome helfen unterschiedliche Medikamente. Diese sind in der Regel rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Antihistaminika sorgen dafür, dass die Auswirkungen des Histamins weitgehend unterdrückt werden. Gut verträglich sind Wirkstoffe wie Cetirizin oder Loratadin. Arznei gegen Allergien gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen. Beliebt sind bei vielen Betroffenen Tabletten wie Lorano akut von Hexal oder auch die Cetirizin Filmtabletten von ratiopharm. Augenbeschwerden, die infolge von Heuschnupfen entstehen, lindern Vividrin akut Azelastin Augentropfen von Dr. Gerhard Mann GmbH.

Hyposensibilisierung

Eine weitere Möglichkeit, um Heuschnupfen zu behandeln und dabei dauerhaft loszuwerden, ist eine Hyposensibilisierung. Eine solche Therapie ist jedoch sehr langfristig und dauert oft mehrere Jahre. Der Körper wird dabei an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt, sodass die Entzündungs- und Abwehrreaktionen ausbleiben.

 

Vorbeugung

Allergiker sollten die Stoffe vermeiden, die die Unverträglichkeitsreaktion auslösen. Bei Pollen ist dies jedoch kaum möglich, da der Blütenstaub durch die Luft fliegt. Betroffene können jedoch einiges in ihrem Alltag beziehungsweise in ihrer Wohnung so einrichten, dass sie den Pollen nicht stark ausgesetzt sind.

Ein Pollenschutzvlies am Schlafzimmerfenster hält die Allergieauslöser aus dem Zimmer fern. Zudem sollten Heuschnupfen-Patienten das Zimmer zu Tageszeiten lüften, wenn eher wenige Pollen fliegen. Dies ist in der Regel zwischen 6 und 8 Uhr oder abends zwischen 18 und 24 Uhr. Auch nach einem Schauer befindet sich nur wenig Blütenstaub in der Luft.

Wäsche sollte nicht im Freien getrocknet werden.

Empfehlenswert für den Alltag sind Pollenflugkalender oder Pollenflugvorhersagen, wie sie der Hersteller Hexal auf seiner Webseite anbietet.