Heuschnupfen

Haaatschi! – Achtung! Pollenflug-Alarm!

Während sich die meisten freuen, wenn im Frühjahr die Natur zu neuem Leben erwacht und alle Pflanzen blühen, beginnt für Millionen andere wieder die Zeit des Heuschnupfen-Leidens. Die Pollenallergie ist die häufigste Allergie in den Industrieländern.

Was ist Heuschnupfen?

Die im Volksmund als Heuschnupfen bekannte Pollenallergie ist eine allergische Reaktion auf Blütenstaub (Pollen) von Bäumen, Gräsern, Kräutern und anderen Pflanzen. Gelangt Pollen auf die Schleimhäute in Nase, Mund oder Augen, dann wehrt das Immunsystem diese eigentlich harmlosen Stoffe ab. Das bedeutet für den Betroffenen, dass sofort Symptome wie Niesen, Schnupfen, gerötete oder tränende Augen, Bindehautentzündung sowie Atembeschwerden auftreten können.

Schon gewusst?

Etwa 12 Millionen Deutsche leiden an der Pollenallergie.

Heuschnupfen tritt hauptsächlich zur Pollenflugzeit auf. Blütenstaub fliegt, grob gesagt, in der Zeit von März bis August durch die Luft. Dabei hat jede Pollenart ihre individuelle Flugsaison. Auch Wetterbedingungen und der Verlauf der Jahreszeiten können die Pollenflugzeiten beeinflussen. Nach einem milden Winter kann der erste Blütenstaub bereits im Januar in der Luft sein.

Pollenallergie
Die Pollenflugzeit ist für mehr als 10 Prozent der Deutschen eine sehr anstrengende Zeit.

Häufige Allergieauslöser sind Pollen von Gräsern, Birke, Erle und Hasel.

Ursachen und Symptome von Heuschnupfen

Haselnussblüte
Der Pollen der Haselnuss ist für Allergiker problematisch.

Wie bei allen allergischen Reaktionen, so kommt auch beim Heuschnupfen Vererbung als Ursache in Frage. Umweltbedingungen können ebenfalls ein Grund sein, weshalb Allergien wie Heuschnupfen zunehmend immer häufiger auftreten. Dazu zählt das Pollenspektrum, welches sich stetig verändert. Pflanzen, die erst seit kürzerer Zeit in Deutschland heimisch geworden sind, bringen Allergiepotential mit. Ein Beispiel dafür ist die Beifußambrosie. Auch Schadstoffe können in den Stoffwechsel von Pflanzen eindringen und im Blütenstaub zu finden sein.

Weshalb diese allergische Reaktion auftritt, können Wissenschaftler bis heute nicht erklären. In jedem Fall reagiert das Immunsystem beim allergischen Schnupfen fälschlicherweise auf harmlose Stoffe beziehungsweise auf Eiweiße des Blütenstaubs. Nach dem ersten Kontakt mit Pollen bildet die Abwehr Antikörper. Wenn erneut Pollen auf den Schleimhäuten in Nase, Mund oder Auge landen, wird eine Reaktion ausgelöst, bei der Histamine ausgeschüttet werden. Diese Stoffe sind an der Entstehung der typischen Allergie-Symptome beteiligt. Sie bewirken das Anschwellen und die Rötung der Schleimhäute.

Typische Krankheitsanzeichen bei Pollenallergie sind:

Manche Betroffene werden zudem von Husten oder Schlaflosigkeit geplagt.

Behandlung von Heuschnupfen

Allergie
Typisch für eine Pollenallergie: Häufiges Niesen. Foto: © drubig-photo – Fotolia.com

Eine unbehandelte Pollenallergie kann unter Umständen in eine Asthmaerkrankung übergehen. Experten sprechen dann von einem so genannten Etagenwechsel. Während der Pollensaison kann eine regelmäßige Nasendusche mit einem Nasenspülsalz eine Hilfe sein. Die Spülungen mit der Kochsalzlösung reinigt und befeuchtet die Nasenschleimhaut.

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Bei starken Beschwerden und zur Linderung der Symptome helfen unterschiedliche Medikamente. Diese sind in der Regel rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Antihistaminika sorgen dafür, dass die Auswirkungen des Histamins weitgehend unterdrückt werden. Gut verträglich sind Wirkstoffe wie Cetirizin oder Loratadin. Arznei gegen Allergien gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen: als Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen.

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Tipp zum Kauf von Heuschnupfen-Medikamenten

Wenn die Pollen-Saison schließlich begonnen hat, ist es für viele Betroffene wichtig, mit den passenden Medikamenten ausgestattet zu sein. 2014 verglich das Verbraucherportal Sparwelt in Zusammenarbeit mit Statista die Verkaufspreise von rezeptfreien Heuschnupfen-Medikamenten. Dabei wählten die Shopping-Experten sieben Produkte aus, die die Stiftung Warentest empfiehlt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Preise in Online-Apotheken im Durchschnitt um ein Viertel günstiger waren als im stationären Einzelhandel. Für Betroffene kann es sich also lohnen, die regelmäßig benötigen Heuschnupfen-Medikamente online zu bestellen.

Infografik: Online-Apotheken sind im Schnitt ein Viertel günstiger  | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Hyposensibilisierung

Eine weitere Möglichkeit, um Heuschnupfen zu behandeln und dabei dauerhaft loszuwerden, ist eine Hyposensibilisierung. Eine solche Therapie ist jedoch sehr langfristig und dauert oft mehrere Jahre. Der Körper wird dabei an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt, sodass die Entzündungs- und Abwehrreaktionen ausbleiben.

Vorbeugung von Heuschnupfen

Bindehaut gerötet
Halten Sie das Risiko auf eine Bindehautentzündung gering: Minimieren Sie den Kontakt zu Pollen.

Allergiker sollten die Stoffe vermeiden, die die Unverträglichkeitsreaktion auslösen. Bei Pollen ist dies jedoch kaum möglich, da der Blütenstaub durch die Luft fliegt. Betroffene können jedoch einiges in ihrem Alltag beziehungsweise in ihrer Wohnung so einrichten, dass sie den Pollen nicht stark ausgesetzt sind:

  • Ein Pollenschutzvlies am Schlafzimmerfenster hält die Allergieauslöser aus dem Zimmer fern.
  • Zudem sollten Heuschnupfen-Patienten das Zimmer zu Tageszeiten lüften, wenn eher wenige Pollen fliegen. Dies ist in der Regel zwischen 6 und 8 Uhr oder abends zwischen 18 und 24 Uhr. Auch nach einem Schauer befindet sich nur wenig Blütenstaub in der Luft.
  • Wäsche sollte nicht im Freien getrocknet werden.
  • Empfehlenswert für den Alltag sind Pollenflugkalender oder Pollenflugvorhersagen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 16.12.2018