Heuschnupfen

Frühling: Pollenflug-Alarm für Allergiker

Während sich die meisten freuen, wenn im Frühjahr die Natur zu neuem Leben erwacht und alle Pflanzen blühen, beginnt für Millionen andere wieder die Zeit des Heuschnupfens. Die Pollenallergie ist die häufigste Allergie in den Industrieländern.

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen
Unbeschwert in der Wiese liegen und den Samen des Löwenzahns wegpusten? Für Pollenallergiker ist dies nicht möglich.
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Die im Volksmund als Heuschnupfen bekannte Pollenallergie ist eine allergische Reaktion auf Blütenstaub (Pollen) von Bäumen, Gräsern, Kräutern und anderen Pflanzen. Gelangt Pollen bei Allergikern auf die Schleimhäute in Nase, Mund oder Augen, wehrt das Immunsystem diese eigentlich harmlosen Stoffe ab. Das bedeutet für den Betroffenen, dass sofort Symptome wie Niesen, Schnupfen, gerötete oder tränende Augen, Bindehautentzündung sowie Atembeschwerden auftreten.

Schon gewusst?

Etwa 12 Millionen Deutsche leiden an der Pollenallergie.

Heuschnupfen tritt hauptsächlich zur Pollenflugzeit auf. Blütenstaub fliegt in der Zeit von März bis August durch die Luft. Dabei hat jede Pollenart ihre individuelle Flugsaison. Auch Wetterbedingungen und der Verlauf der Jahreszeiten beeinflussen die Pollenflugzeiten. Nach einem milden Winter ist der erste Blütenstaub oftmals bereits im Januar in der Luft.

Pollenflugkalender zeigt Heuschnupfensaison an

Häufige Allergieauslöser sind Pollen von Gräsern, Birke, Erle und Haselnuss. Aber auch Linde, Hainbuche oder Pappeln schicken ihre Pollen auf Reisen und führen bei Allergikern zu Heuschnupfen. Pollenallergiker stellen sich mit einem Allergenkalender auf Zeiten mit besonderen Belastungen ein.

Pollenflugkalender
Der Pollenflugkalender Ihrer Apotheke medikamente-per-klick.de: Allergiker stellen sich mithilfe des Pollenflugkalenders auf Zeiten mit verstärkten allergischen Reaktionen ein. Drucken Sie unseren Kalender aus und haben Sie so den Überblick über die Flugzeiten der Pollen.

Wodurch entsteht Heuschnupfen? Ursachen der Pollenallergie

Haselnussblüte
Der Pollen der Haselnuss ist für Allergiker problematisch.

Wie bei allen allergischen Reaktionen, kommt beim Heuschnupfen Vererbung als Ursache in Frage. Umweltbedingungen sind ein weiterer Grund, weshalb Allergien wie Heuschnupfen zunehmend immer häufiger auftreten. Dazu zählt das Pollenspektrum, welches sich stetig verändert. Pflanzen, die erst seit kürzerer Zeit in Deutschland heimisch geworden sind, bringen Allergiepotential mit. Ein Beispiel dafür ist die Beifußambrosie. Auch Schadstoffe dringen in den Stoffwechsel von Pflanzen ein. Sie sind in der ganzen Pflanze und insbesondere im Blütenstaub zu finden. Die so kontaminierten Pollen lösen dann die Allergiesymptome aus.

Weshalb die allergische Reaktion bei ganz normalen Pollen auftritt, können Wissenschaftler bis heute nicht im Detail erklären. In jedem Fall reagiert das Immunsystem beim allergischen Schnupfen fälschlicherweise auf harmlose Stoffe beziehungsweise auf Eiweiße des Blütenstaubs. Nach dem ersten Kontakt mit Pollen bildet die Abwehr Antikörper. Wenn erneut Pollen auf den Schleimhäuten in Nase, Mund oder Auge landen, löst der menschliche Organismus eine Reaktion aus, bei der er Histamine ausschüttet. Diese Stoffe sind an der Entstehung der typischen Allergie-Symptome beteiligt. Sie bewirken das Anschwellen und die Rötung der Schleimhäute.

Woran erkenne ich Heuschnupfen? Symptome der Pollenallergie

Typische Krankheitsanzeichen bei Pollenallergie sind:

  • Niesanfälle
  • eine juckende Nase
  • Schnupfen
  • eine verstopfte Nase
  • trockene Nasenschleimhaut
  • rote, tränende Augen
  • Bindehautentzündung

Manche Betroffene werden zudem von Husten oder Schlaflosigkeit geplagt.

Kreuzallergie bei Heuschnupfen

Bei manchen Allergikern kommt es zu einer sogenannten Kreuzallergie. Diese bewirkt, dass der Betroffene nicht nur an Heuschnupfen-Symptomen leidet, sondern auch an einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel. Der menschliche Organismus reagiert dabei zum einen auf die Proteine der Pflanzenpollen allergisch und zum anderen auf die Eiweiße in Nahrungsmitteln, die denen der Pollen sehr ähnlich ist. Beim Verzehr dieser Lebensmittel kommt zu allergischen Reaktionen im Bereich des gesamten Verdauungssystems. Dies äußert sich etwa durch ein Kribbeln im Mund, Bauchschmerzen und Blähungen. Personen, die gegen Birkenpollen allergisch sind, reagieren bei einer Kreuzallergie auch auf Äpfel, Erdbeeren, Kirschen und Nüssen allergisch. Bei manchen Allergikern kommt es nicht immer zu einer Kreuzallergie. Erst wenn zusätzliche Faktoren wie Stress hinzukommen, treten die Nahrungsmittelallergien auf.

PollenartKreuzallergie mit diesen Nahrungsmitteln
 Traubenkraut Banane, Gurke, Melone
 BeifußAnis, Dill, Kamille, Karotte, Kümmel, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Sellerie, Senf
Birke, Erle, Hasel (Haselnuss)Apfel, Aprikose, Avocado, Karotte, Kirsche, Kiwi, Mandel, Pflaume, Sellerie, Walnuss
 GräserErdnuss, Kartoffel, Roggen, Soja, Tomate, Weizen

Behandlung von Heuschnupfen

Allergie
Typisch für eine Pollenallergie: Häufiges Niesen.
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Eine unbehandelte Pollenallergie kann unter Umständen in eine Asthmaerkrankung übergehen. Experten sprechen dann von einem sogenannten Etagenwechsel. Während der Pollensaison kann eine regelmäßige Nasendusche mit einem Nasenspülsalz eine Hilfe sein. Die Spülungen mit der Kochsalzlösung reinigt und befeuchtet die Nasenschleimhaut.

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Bei starken Beschwerden und zur Linderung der Symptome helfen unterschiedliche Medikamente. Diese sind in der Regel rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Antihistaminika unterdrücken die Auswirkungen des Histamins weitgehend. Arzneien gegen Allergien gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen: als Heuschnupfen-Tabletten, Heuschnupfen-Nasenspray oder Heuschnupfen-Augentropfen. Gut verträglich sind Heuschnupfen-Tabletten mit den Wirkstoffen Cetirizin oder Loratadin.

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Tipps zum Kauf von Medikamenten gegen Heuschnupfen

Wenn die Pollen-Saison schließlich begonnen hat, ist es für viele Betroffene wichtig, mit den passenden Heuschnupfen-Medikamenten ausgestattet zu sein. 2014 verglich das Verbraucherportal Sparwelt in Zusammenarbeit mit Statista die Verkaufspreise von rezeptfreien Heuschnupfen-Medikamenten. Dabei wählten die Shopping-Experten sieben Produkte aus, die die Stiftung Warentest empfiehlt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Preise in Online-Apotheken im Durchschnitt um ein Viertel günstiger waren als im stationären Einzelhandel. Für Betroffene lohnt es sich, die regelmäßig benötigen Heuschnupfen-Tabletten, Heuschnupfen-Nasensprays oder Heuschnupfen-Augentropfen online zu bestellen.

Infografik: Online-Apotheken sind im Schnitt ein Viertel günstiger  | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista.

Hyposensibilisierung als Therapieform bei Pollenallergie

Eine weitere Möglichkeit, um Heuschnupfen zu behandeln und dabei dauerhaft loszuwerden, ist eine Hyposensibilisierung. Eine solche Therapie ist jedoch sehr langfristig und dauert oft mehrere Jahre. Der Körper wird dabei an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt, sodass die Entzündungs- und Abwehrreaktionen ausbleiben.

Vorbeugung von Heuschnupfen

Bindehautentzündung
Halten Sie das Risiko auf eine Bindehautentzündung gering: Minimieren Sie den Kontakt zu Pollen.

Allergiker sollten die Stoffe vermeiden, die die Unverträglichkeitsreaktion auslösen. Bei Pollen ist dies jedoch kaum möglich, da der Blütenstaub durch die Luft fliegt. Betroffene richten am besten ihren Alltag beziehungsweise ihre Wohnung so ein, dass sie den Pollen nicht stark ausgesetzt sind:

  • Ein Pollenschutzvlies am Schlafzimmerfenster hält die Allergieauslöser aus dem Zimmer fern.
  • Zudem sollten Heuschnupfen-Patienten das Zimmer zu Tageszeiten lüften, wenn eher wenige Pollen fliegen. Dies ist in der Regel zwischen 6 und 8 Uhr oder abends zwischen 18 und 24 Uhr. Auch nach einem Schauer befindet sich nur wenig Blütenstaub in der Luft.
  • Lassen Sie Wäsche nicht im Freien trocknen.
  • Empfehlenswert für den Alltag sind Pollenflugkalender oder Pollenflugvorhersagen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 25.01.2021

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.

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