Sorbit

Sorbit

Sorbit: Summenformel und Strukturformel

Sorbit (auch Sorbitol) klingt im ersten Moment wie ein synthetisierter Süßstoff. Tatsächlich ist Sorbit ein Zuckeralkohol, der sich in Kern- und Steinobst sowie Trockenfrüchten finden lässt. Bei industriell hergestellten Lebensmitteln dient er als Zuckeraustauschstoff, Trägerstoff oder auch als Feuchthaltemittel. Als Lebensmittelzusatzstoff ist ihm die Bezeichnung E 420 zugeordnet.

 

Synonyme:

·         Glucitol

·         Hexanhexol

·         Hexan-1,2,3,4,5,6-hexol

·         Sorbitol

·         D-Sorbitol

·         D-Glucitol

·         D-Glucit

·         E 420

 

Sorbit ist ein Monosacchardidalkohol.  Er schmeckt angenehm süß und hat mit 2,4 Kilokalorien pro Gramm weniger Kalorien als Haushaltszucker. Seine Süßkraft liegt in etwa bei 40 bis 60 % im Vergleich zum gewöhnlichen Zucker. Sorbit ist die geschmälerte Polyolform der Glukose bzw. Fruktose. Für die Verstoffwechslung im menschlichen Organismus wird allerdings kein Insulin benötigt. Aus diesem Grund wird Sorbit gern zum Süßen in Diabetikerlebensmitteln und in diätischen Lebensmitteln verwendet.

 

Worin ist Sorbit enthalten?

Sorbit selbst ist natürlich in einheimischen Obstsorten enthalten, wie:

  • Datteln

    Sorbit ist in vielen Obstsorten, vor allem aber im Trockenobst.

    Äpfel

  • Aprikose
  • Birne
  • Pfirsich
  • Pflaume

 

Insbesondere in den getrockneten Varianten kommt Sorbit verstärkt vor.

Für die industrielle Herstellung wird Mais- und Weizenstärke verwendet. Wegen seiner feuchtigkeitsbindenden Eigenschaft wird Sorbit gern in Senf, Mayonnaise, Schokoladen- und Pralinenfüllungen verwendet, weil es diese Lebensmittel vor dem Austrocknen bewahrt.

Daneben wird Sorbit zum Süßen von Diabetiker-Lebensmitteln eingesetzt. Es ist Bestandteil in Nahrungsergänzungspräparaten und Arzneien.

 

Wieso ist Sorbit für Diabetiker geeignet?

Für die Verstoffwechselung von Sorbit wird kein Insulin benötigt.

 

Warum wird Sorbit in Zahnpasta verwendet?

Sorbit ist wasserlöslich und nur leicht kariogen. Das heißt Mundbakterien können den Süßstoff im Gegensatz zu Zucker kaum verstoffwechseln. Sorbit reduziert die Säureproduktion in den tieferen Schichten der Plaque, was die Entstehung von Karies vermindert. Daher wird er gern in Zahncremes verwendet.

 

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Welche Probleme kann Sorbit verursachen?

Dressing

In vielen Lebensmitteln, auch in Senf, Mayonnaise und Ketchp,  ist Sorbit enthalten. Wer eine Sorbitunverträglichkeit hat, muss die Zutatenlisten gut prüfen.

Wenn die Verwertung von Sorbit im Dünndarm ganz oder zu Teilen nicht gewährleistet ist, spricht man von einer Sorbitunverträglichkeit bzw. Sorbitintoleranz. In diesen Fällen sollte man Diabetikernahrungsmittel, Diät- sowie Lightprodukte, Kaugummis und Lutschpastillen auf ihre Inhaltsstoffe hin sorgfältig prüfen.

Da Sorbit im Körper unter anderem auch in Fruktose umgewandelt wird, dürfen Menschen mit einer Fruktoseintoleranz ebenfalls keinen Sorbit essen.

Nimmt man mehrere Gramm im zweistelligen Bereich pro Tag des Süßstoffes auf, kann es zu Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen kommen. Daher müssen alle Lebensmittel, die mehr als 10 % Sorbit bzw. andere Polyole enthalten mit der Bemerkung, dass sie abführend wirken können, gekennzeichnet sein.

 

Welche Alternativen zu Sorbit gibt es?

Es werden sehr viele verschiedene Zuckeraustauschstoffe bzw. Süßmittel im Handel verwendet.

Stevia

Stevia ist eine Alternative bei Sorbitunverträglichkeit.

Stevia etwa ist ein Süßstoff, der aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen wird. Stevia vermindert ebenfalls die Entstehung von Karies und ist für Diabetiker geeignet. Die getrockneten und pulverisierten Stevia-Blätter haben einen lakritzähnlichen Beigeschmack.

Xylit (auch Xylitol) ist ein Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff  E 967 in einigen Lebensmitteln enthalten ist sowie natürlich in einigen Früchten wie Pflaumen, Erdbeeren oder Himbeeren, Gemüse wie Blumenkohl und Pilzen vorkommen kann. Der Stoffwechselweg ist von Insulin nicht abhängig und beeinflusst den Insulin- bzw. Blutzuckerspiegel nur wenig. Daher ist auch Xylit für Diabetiker gut geeignet.

 

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