Aspartam

Süßstofftabletten Aspartam

Süßstoff Aspartam für den Tee

Aspartam ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff. Sein Energiegehalt entspricht ungefähr dem des Zuckers. Er ist jedoch um vieles süßer als Haushaltszucker und kann somit in viel geringeren Mengen eingesetzt werden. So haben Lebensmittel, die mit Aspartam statt Zucker gesüßt sind, einen erheblich niedrigeren Energiegehalt und werden daher für energiearme und auch Diabetes-Diäten eingesetzt. Seine Verwendung ist jedoch nicht unbestritten.

 

Chemische Formel von Aspartam

Chemische Formel von Aspartam

Eigenschaften von Aspartam

Aspartam (E951) besteht aus den beiden Eiweißen Asparaginsäure und Phenylalanin. Der künstlich hergestellte Süßstoff ist farblos und kristallin. Mit 17 kJ/g entspricht der Energiegehalt von Aspartam ungefähr dem des Zuckers. Da er jedoch 180-mal süßer als Haushaltszucker ist, benötigt man nur geringe Mengen des Süßungsmittels. Im Gegensatz zum  Zuckerersatzstoff Acesulfam verfügt Aspartam nicht über einen metallischen Beigeschmack.

 

Aspartam ist nicht hitzebeständig.

Bereits bei über 100°C beginnt Aspartam sich langsam und ab 150°C rasch zu zersetzen. Eine vollständige Zersetzung ist bei 196°C im Trockenzustand erreicht.  Bei einer Mischung mit einem Wassergehalt von über 8 % verläuft der Prozess noch wesentlich zügiger. Verwendet man Aspartam beim Kochen oder Backen, kann es sich in seine Einzelkomponenten zersetzen und so an Süßkraft verlieren.

 

Aspartam in der Lebensmittelindustrie

Als Lebensmittelzusatzstoff wird Aspartam als E 951 deklariert und findet sich häufig nicht nur in Kaugummis und Softdrinks, sondern auch in Aspirin, Grippostad und anderen Medikamenten.

Aspartam wird in vielen Lebensmitteln zugesetzt:

  • Backglasuren und Backwaren
  • Brotaufstriche
  • Dessertspeisen
  • Erfrischungsgetränke
  • Fertiggerichte
  • Frühstücksflocken
  • Instantkaffee
  • Kaugummi
  • Milchprodukte
  • Obstkonserven
  • Senf
  • Soßen
  • Speiseeis
  • Spirituosen

 

In der Lebensmittelverarbeitung wird Aspartam häufig mit Cyclamat kombiniert, vor allem zur Herstellung von kalorienreduzierten Speisen. Coca-Cola etwa greift unter anderem auf diese Kombination für Light-Produkte zurück.

 

Gesundheit und Aspartam

Über mögliche Gesundheitsgefahren bei der Verwendung des Zuckerersatzstoffes gab es etliche, jedoch kontrovers diskutierte Untersuchungen und Studien. Das Bundesinstitut für Risikobewertung konnte jedoch bisher keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Aspartam und Krankheiten wie Kopfschmerzen, Epilepsie oder Krebs feststellen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die erlaubte Tagesdosis (ETD) auf 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt.

 

Der Grenzwert der erlaubten Tagesdosis ist hoch angesetzt.

Der Gebrauch von Aspartam kann daher mit heutigem Kenntnisstand als sicher bezeichnet werden.

 

Kein Aspartam bei Phenylketonurie

Anders sieht es aus, wenn Personen an der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie leiden. Diese dürfen den Zusatzstoff nicht konsumieren, da sie die in Aspartam enthaltene Aminosäure Phenylalanin nicht abbauen können. Weil Phenylketonurie in Deutschland mit einer Häufigkeit von 1:8000 vorkommt, müssen aspartamhaltige Lebensmittel mit den Warnhinweisen „enthält eine  Phenylalaninquelle“ oder „mit Phenylalanin“ gekennzeichnet werden.

Um schwerste Hirnschäden zu verhindern, werden Neugeborene heutzutage generell auf Phenylketonurie getestet, da jegliche eiweißhaltige Ernährung, insbesondere auch Muttermilch, Menschen mit Phenylketonurie schädigen.

 

Andere Süßstoffe

In der Europäischen Union sind neben Aspartam 10 weitere Süßstoffe im Lebensmittelrecht aufgenommen:

  • Acesulfam
  • Advantam
  • Aspartam-Acesulfam-Salz
  • Cyclamat
  • Neohesperidin DC
  • Neotam
  • Sucralose
  • Thaumatin