Xylit

Xylit

Xylit (Birkenzucker) gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen.

Xylit oder auch Xylitol sowie Pentanpentol sind Namen für einen Zuckeralkohol, der natürlich in einigen Früchten wie Pflaumen, Erdbeeren oder Himbeeren, Gemüse wie Blumenkohl und Pilzen vorkommen kann. Er ist auch als Birkenzucker bekannt, da er unter anderem aus der Rinde der Birke gewonnen wird.

Als Zuckeraustauschstoff wird Xylitol manchen Lebensmitteln als Zusatzstoff mit der E-Nummer 967 beigemengt. Außerdem ist er als Tafelsüße erhältlich.

 

Synonyme:

·         Xylitol

·         Birkenzucker

·         (2R,3r,4S)-Pentan-1,2,3,4,5-pentol

·         xylo-1,2,3,4,5-Pentanpentol

·         E 967

 

Was ist Xylit?

1890 wurde Xylit erstmals isoliert

Neben Sorbitol ist Xylit als Zuckeralkohol mit der Summenformel C5H12O5 natürlicher Bestandteil vieler Pflanzen. Unsere Leber stellt sogar täglich 5–15 g Xylit als Zwischenprodukt während des Kohlenhydratabbaus her. Durch die industrielle Gewinnung des Stoffes ist er als Tafelsüße erhältlich und wird Lebensmitteln als Zuckeraustauschstoff beigemengt.

Wie viel Kalorien hat Xylit?

Der Nährwert ist mit 40 % geringer als bei gewöhnlichem Haushaltszucker, denn ein Gramm Xylit liefert 2,4 Kilokalorien.

Wie schmeckt Xylit?

Geschmacklich und in der Süßkraft steht Xylit der Saccharose nicht nach. Löst sich Xylit im Mund im Speichel, kommt es zu einem Kühleffekt, da es seiner Umgebung Wärme entzieht.

 

 

Wie wird Xylit gewonnen?

Die industrielle Herstellung des Zuckerersatzstoffes beruht auf Xylanen. Die pflanzlichen Heteropolysaccharide sind hauptsächlich aus D-Xylosen aufgebaut. Unter Einsatz von Schwefelsäure oder Natronlauge und Temperaturen von bis zu 200 °C wird die Xylose freigesetzt. Im Anschluss wird sie mit einem Katalysator  unter hohem Druck zu Xylit umgesetzt. Mitunter wird Xylitol auch unter Einsatz von Hefen gewonnen.

Als Ausgangsstoffe dienen:

  • Birkenholz, Buchenholz oder anderen Harthölzern
  • Maiskolbenresten (Maispindel)
  • Stroh
  • Getreidekleie
  • Zuckerrohr-Bagasse

 

Wofür ist Xylit gut?

Xylitol bietet eine Alternative zum Haushaltszucker. Er kann als Tafelsüße verwendet werden. Wenn Xylit mehrere Minuten über 200 Grad Celsius erhitzt wird, karamellisiert es.

Zuckerersatz Xylitol

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Daher wird das wasserlösliche Xylit häufig als koch- und backfest beschrieben.

Der Stoffwechselweg ist von Insulin nicht abhängig und beeinflusst den Insulin- bzw. Blutzuckerspiegel nur wenig. Xylit ist damit für Diabetiker gut geeignet.

In Studien konnten eine Mittelohrentzündung vorbeugende Wirkung von Xylit festgestellt werden. Eine Osteoporose vorbeugende Wirkung wird noch überprüft.

 

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Warum ist Xylit gut für die Zähne?

Wegen seiner antikariogenen Wirkung wird Xylit auch bei der Herstellung von Mundhygiene-Kaugummis und anderen Zahnpflegeprodukten verwendet. In den 1970er Jahren konnte die hochsignifikante Reduktion von Karies belegt werden. Die Mundbakterien Streptococcus mutans können Xylit nicht verstoffwechseln. Sie werden daran gehindert, sich an die Zahnoberflächen anzuheften und sterben ab. Als optimale Tagesmenge werden zur Zahnpflege 5–10 g Xylit in mehreren Portionen empfohlen.

 

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Xylit regt außerdem die Speichelproduktion an. Es fördert die Bildung von Calcium-Speicheleiweiß-Komplexen in der Mundhöhle und erhöht den pH-Wert im Mundraum. Es schafft damit gute Voraussetzungen für die Einlagerung von Calcium.

 

Wie viel Xylit kann man täglich verwenden?

Die Toleranzgrenze, die als unbedenklich gilt, beläuft sich auf 10–20 g pro Einzeldosis.

 

Wann wirkt Xylit abführend?

Bei übermäßigen Verzehr kommt es zu Blähungen und Durchfall. Gewöhnt sich der Körper allerdings an einen höheren Konsum, verschwinden diese unangenehmen Begleiterscheinungen.

 

Welche Lebensmittel enthalten Xylit?

Natürlich kommt der Birkenzucker in einigen Beeren, manchen Gemüsearten und Pilzen vor. Als Zuckeraustauschstoff ist  Xylitol für etliche Lebensmittel erlaubt, solange der Zusatz Kalorien reduzieren oder Zucker ersetzen soll. Insbesondere in folgenden Nahrungsmitteln ist Xylit zugelassen:

Erdbeere

Der Zuckeralkohol findet sich natürlich in Erdbeeren.

  • Tafelsüße
  • kalorienreduzierte Produkte und Lebensmittel ohne Zuckerzusatz wie Milchprodukte, feine Backwaren, Desserts, Kakao- und Schokoladenprodukte, Konfitüren und Brotaufstriche
  • zuckerfreie Kaugummis
  • Senf und Soßen
  • diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke
  • Mahlzeiten-Ersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • glutenfreie Lebensmittel

 

Warum ist Xylit für Hunde giftig?

Xylitol hat bei einigen Tierarten einen stark Insulin-ausschüttenden Effekt und der Blutzuckerspiegel kann lebensbedrohlich abfallen. Zu den betroffenen Tieren zählen neben Hunden auch Kaninchen, Ziegen und Rinder. Katzen sind nicht betroffen. Außerdem kann der Zuckeralkohol zu schweren Leberschäden bis Leberversagen führen und Gerinnungsstörungen verursachen.